#LINKSDERWOCHE | 47/2021: Produktivität, Lean, Agile und Management

PRODUKTIVITÄT

Informationsmanagement | Infos sammeln und für die Weitergabe zielgruppengerecht aufbereiten

Wie gibt man möglichst effektiv und effizient Informationen an die richtigen Leute weiter, damit sie über alles Relevante informiert sind? Gar nicht so einfach, wie Jade Rubick treffend feststellt. Das Hauptproblem, es gibt unterschiedliche Zielgruppen und unterschiedliche Informationsbedürfnisse. Wie organisiert man das Ganze. Der Artikel gibt ein paar Anregungen, wenn ich auch die wöchentliche Status-E-Mail nicht für den besten aller Wege halt. Aber genauso lassen sich auch Information für Daily/Weekly u. ä. sammeln und aufbereiten.

https://dzone.com/articles/how-to-be-an-information-flow-superhero

Besprechung aus der Hölle | Wie sie garantiert folgenlos bleiben

Von Christian Sachs ist der folgenden, nicht ganz ernst gemeinte Artikel, der aber mit Sicherheit vielen von uns sehr bekannt vor kommt. Nachdem wir ausgelacht haben, was ist die gelernte Lektion? Ihr merkt schon – es steckt mehr drin als man denkt. Und jetzt ran an die Verbesserung unserer Besprechungskultur 😉

https://cactus-competence.com/5-tricks-fuer-eine-garantiert-folgenlose-besprechung/

Ziele | Braucht es Ziele?

Ivan Blatter spricht in seiner aktuellen Podcastfolge – ganz der Jahreszeit entsprechend – über das Thema Ziele. Aus den von ihm beschriebenen Herausforderungen habe ich mich von Zielen (über eine Zeithorizont > 3 Monate) in meinem Selbstmanagement verabschiedet, sondern orientiere mich für die langfristige Planung an einem „zeitlosen“ Nordstern, auf den meine „kurzfristigen Etappenziele“ einzahlen. Analog zu Ivan könnte man auch sagen, dass der Nordstern meine Identität widerspiegelt. Wen das Ganze an die Verbesserungskata erinnert – ja, da habe ich mich inspirieren lassen 😉 Mehr zum Thema Ziele:

https://ivanblatter.com/podcast/brauchst-du-ziele/

Zielpriorisierung | Wie priorisiert man „Ziele“ (im Team)?

Gerade habe ich mich geoutet, dass kaum langfristige Ziele (im klassischen Sinne) setze. Dafür jedoch kurz- und mittelfristig Ziele definiere. Da ich mich dabei nie im luftleeren Raum bewege, sonder immer auch mit anderen zusammenarbeite bwz. meine Ressourcen nicht unendlich sind, kann es zu Zielkonflikten kommen. Eine Priorisierung der Ziele muss her. Der bereits erwähnte Nordstern ist dabei ein Hilfsmittel von mehreren, Jim Benson im Folgenden vorstellt:

https://www.modusinstitute.com/blog/prioritizing-goals

LEAN

Worum geht es bei Lean überhaupt? | Eine Antwort, die verblüfft …

Was mir an dem Artikel von Jon Miller sehr gut gefällt, sind zwei Dinge: 1) Es wird klar, dass Lean sehr vielschichtiger ist, als man oft annimmt. In diese Falle bin ich vor gut 25 Jahren bei meiner ersten Begegnung mit „Lean Management“ getappt. 2) Auf die Frage, worum es bei Lean geht, wird es nie eine einfache Antwort geben (siehe 1). Es entwickelt sich permanent weiter. Mehr dazu:

https://blog.gembaacademy.com/2021/11/15/whats-lean-all-about/

AGILE

Misstverständnisse | 5 Missverständnisse im Umgang mit Scrum

Scrum ist ein leichtgewichtiges Projektmanagementrahmenwerk. Knackig auf das Wesentliche reduziert. Und doch oder vielleicht gerade deswegen gibt es immer wieder Missverständnisse in der praktischen Anwendung von Scrum. Fünf, die in der Tat immer wieder in der Praxis beobachtbar sind, hat Mary Iqbal in einem Blogartikel zusammengefasst. An der einen oder anderen Stelle war ich persönlich nicht ganz so glücklich über die Formulierung, dennoch gefällt mir der Artikel recht gut, weil klar wird, dass der Scrumleitfaden durch aus reflektiert zur Anwendung kommen sollte und nicht eine Arbeitsanweisung gleich verwendet werden kann.

https://www.scrum.org/resources/blog/5-common-misconceptions-about-scrum

Kritische Reflexion | Die agile „Revolution“ frisst ihre Kinder

Wenn eine gute Idee, die man hatte, vom Erfolg regelrecht gefressen wird und am Ende dann in eine Richtung verwendet wird, wie man eigentlich als „Ideengeber“ wollte und sich wünscht, kann passieren, dass man auf Distanz geht. Das kommt öfter vor als manch einer vermutet und nachvollziehbar passiert dies mit einigen Ideen, die sich hinter dem Dach der Agilität versammelt haben. Einige „Erfinder“ von guten Ideen in diesem Umfeld gehen auf Distanz zu ihren Ideen, weil sie das Gefühl haben, dass ihre Ideen „missbräuchlich“ angewandt werden, darunter unter anderem Story Points und das – sehr beliebte – Spotify-Modell. Felix Stein fasst die Gründe kurz zusammen und gibt einen interessanten Impuls, die eigene Begeisterung für den einen oder anderen Ansatz bewusst und kritisch zu reflektieren.

https://www.lean-agility.de/2021/11/story-points-sind-schweine.html

Sprint Planning: Eine Anleitung für Jira

Jira hat sich als digitales Werkzeug zur Verwaltung des Backlogs und Scrumboards in vielen Organisationen für agile Teams durchgesetzt. Richtig glücklich bin ich darüber nicht. So wirkmächtig das Werkzeug ist, so benutzerunfreundlich erscheint es mir – insbesondere jenseits der Softwareentwicklung. Für Kanban ist auch nur suboptimal geeignet. Aufgrund seines Verbreitungsgrades komme ich leider nicht drum herum. Der Artikel von Simon Flossmann richtet sich mit einer praxisbewährten Anleitung für das Sprint Planning an die Zielgruppe Product Owner:in. Mehr dazu:

https://www.scrum.org/resources/blog/eine-bewahrte-anleitung-wie-du-als-angehender-product-owner-ein-sprint-planning-mit

Transformation | Wie macht man den Fortschritt sichtbar?

Wie macht man den Fortschritt in einer agilen Transformation sichtbar? Über diese Frage kann man sich trefflich streiten, wie ich schon feststellen konnte 😉 Ich persönlich bin der Meinung, dass Metriken braucht, um mögliche Hindernisse erkennen zu können und die nächsten „Zielzustände“ hin zur „Vision“ transparent zu machen. Der ein oder ahnt es schon, ich bediene mich da bei der Verbesserungkata. Wichtig dabei ist auch die Kopplung mit den Organisationszielen, den Agilität ist kein Selbstzweck. Im Leading Agile Blog bin ich auf einen Artikel gestoßen, der etwas Orientierung bietet und entsprechende Metriken in drei „Gruppen“ einordnet: Aktivitäten, Outcomes und Basecamps. Unterschieden wird dort auch zwischen „Performance“ und „Transformationsmetriken“. Zusammengefasst: Eine einzige Kennzahl ist und bleibt nicht zielführend. Das gilt im übrigen auch dann, wenn wir nicht von Transfomationsprozessen, sonder ganz normalen „Zielereichungssystemen“ sprechen.

https://www.leadingagile.com/2021/11/how-to-track-progress-during-agile-transformation/

Scrum-But-Syndrom | Wie auflösen?

„Wir machen Scrum, aber …“ und schon purzeln die Einschränkungen ins Bild. Kennt fast jeder, der, den ich kenne. Man muss die Situation nicht kampflos hinnehmen. Gute Scrum Master:innen mit Erfahrung wissen, dass mit Geduld und Beharrlichkeit in den meisten Fällen an der „Verbesserung“ gearbeitet werden kann. Leider kratzt der Prakash Murali nur an der Oberfläche und geht nicht allzu sehr in die Tiefe. Es reicht aber aus, um das Scrum-But-Syndrome zu erkennen und erste Ideen zur Auflösung zu entwickeln.

https://dzone.com/articles/agile-but-syndrome

User Storys | Mythen und Formulierung

Wer kennt das nicht. Da wird Scrum eingeführt und die Product Backlog Items (PBI) nennen sich User Story. Auch dann, wenn kein „User“ in ihnen auftaucht. Weil das gehört ja zum Scrum dazu. Halt! Das steht im Scrum Guide gar nicht drin. Richtig! User Storys sind nur eine Möglichkeit, von vielen PBI zu formulieren. Oft aber nicht immer durch aus eine gute Idee. So einfach ist es auch nicht gute User Storys, also aus Sicht eines Anwenders zu formulieren, was sich ändern soll. Der Podcast Agile Growth gibt einen leicht verständlichen Überblick und Einstieg in die Thematik User Story.

https://agilegrowth.de/wie-schreibt-man-user-stories-richtig/

Scrum Master:in | Die Rolle im Daily

Wenn ich neu in ein Scrum Team komme, achte ich mit unter darauf, wo der/die Scrum Master:in steht. Steht der/die Scrum Master:in mehr oder wenig gelangweilt am Rand und ist stille/r Beobachter:in, ist dies meiner Erfahrung nach ein gutes Zeichen für die Teamdynamik. Daria Bagina verdeutlicht sehr gut, was die Rolle im Daily bedeutet. Je nach Entwicklungsstufe des Teams ist der/die Scrum Master:in aktiver oder stiller. Im Idealfall, wie gesagt „still beobachtend“.

https://www.scrum.org/resources/blog/what-dose-scrum-master-do-daily-scrum

Scrum Master:in | Die ersten Tage …

Was macht ein/e Scrum Master:in, die ersten Tage in einem neuen Team? Wenn er/sie gut ist – Zuhören, Beobachten, Fragen und Verstehen. Ich weiß, dass Scrum Master, die neu in der Rolle sind, voll Elan durchstarten möchten und am liebsten gleich ihr erlerntes Wissen umsetzen möchten. Aber Achtung, der Schuss kann schnell nach hinten losgehen. Erste Aufgabe ist immer Verstehen und schauen, wo gibt es wirklich Hindernisse, die einem Team Schmerz bereiten. Mag sein, dass ein Team nicht nach Lehrbuch arbeitet, wenn es aber funktioniert – nicht anfassen! Zu Beginn heißt es erst mal verstehen, wie der Laden läuft und was wirklich klemmt. Dann im nächsten Schritt verstehen, warum es klemmt. Und dann erst behutsam, wenn die erste Vertrauensbasis da ist, damit beginnen – gemeinsam mit den Betroffenen – an der Auflösung zu arbeiten. So lautet mein Credo, wenn ich neu in ein Team komme. Ähnlich argumentiert auch Marc Löffler:

http://passionateteams.com/e/was-mache-ich-als-scrum-master-am-ersten-tag/

Product Owner Teams | Do und Do not’s in einem skalierten Umfeld

Skalierung so lange vermeiden wie nur möglich, lautet ein meiner Grundsätze. Skalierung bedeutet Abhängigkeiten und damit Koordinations- und Transaktionsaufwand, der mit zunehmender Größe der Organisation exponentiell wächst, dazu kommen dann noch die Üblichen systemische Herausforderung einer wachsenden Organisation. Und das macht keinen Spaß. Falls es doch unvermeidbar wird: So einfach wie nur möglich halten. Und das gilt dann auch für die Organisation der Rolle im skalierten Kontext. Ralf Kruse behandelt in seiner aktuellen Podcast-Folge diese Aspekte mit Blick auf Product Owner-Teams sehr schön:

https://enablechange.de/2021/11/17/product-owner-team/

Scrum Teams | Die Teamphasen nach Tuckman auf Scrum übertragen

Das Teammodell nach Tuckman gehört zu den Klassikern aus der Literatur. So oft bemüht, dass ich versucht war, den Artikel hier zu verlinken. Ich habe es mir dann doch anders überlegt. Den das Modell gehört nicht ohne Grund zu den Klassikern. Lars Richter erklärt das Modell sehr schön in einer Übertragung auf Scrum-Teams. Mit entsprechenden Tipps. Sehr hilfreich für die Praxis.

https://flowwork.rocks/teamphasen-tuckman-scrum/

MANAGEMENT

Grenzen der Selbstorganisation | Warum „Hierarchiefreiheit“ ein Mythos ist

Zugeben, ich finde die Formulierung von Stephan Kühl etwas „provokant“. In der Sache gebe ich ihm vollkommen Recht und wer mich länger kennt, wird sicherlich einige Punkte wiederkennen, die ich auch immer wieder in die Runde werfe. Selbstorganisation ist weder neu, noch steht sie im vollkommenen Widerspruch zur Hierarchie. In vorliegenden Fall kommt die Aussage aus wissenschaftlichen Kreisen.

https://formaler-wahnsinn.de/selbstorganisation-von-den-hierarchischen-grenzen-eines-verklaerten-konzeptes/

Organisationdemokratie | Studie bestätigt – Oranisationsdemokratie fördert Demokratieverständnis

Andreas Zeuch hat vor Kurzem einen Hinweis zu einer Studie zum Thema Organisationsdemokratie und Demokratieverständnis veröffentlicht, die ich persönlich nicht uninteressant finde. Was mir sehr gut gefällt: Zeuch hat sich die Studie gründliche angeschaut und weißt auch die methodischen Schwächen hin. Zusätzlich gibt es vertiefende Quellenverweise, was dem Leser im Bedarfsfall die Vertiefung ermöglicht.

https://unternehmensdemokraten.de/2021/11/15/studienbericht-zum-spillover-effekt-organisationsdemokratie-und-pro-demokratische-einstellungen/

Strategieentwicklung | Der Open-Strategy-Ansatz

Durch den folgenden Beitrag von Hendrik Epe habe ich den Open-Strategy-Ansatz auf den Schirm bekommen. Kurz und prägnant erfährt der Leser, was sich hinter dem Ansatz verbirgt und welche Fragen im Vorfeld geklärt werden sollten.

https://www.ideequadrat.org/open-strategy-in-der-praxis-die-fuenf-wichtigsten-fragen/

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