#LINKSDERWOCHE | 10/2022: Produktivität, Lean, Agile und Leadership

PRODUKTIVITÄT

Arbeitsumgebung | Eine Podcastfolge rund um die Gestaltung der Arbeitsumgebung und ihre Wirkung auf unsere Produktivität

Ivan Blatter ist mit seinem Podcast eine feste Größe, nicht nur in den Links der Woche, sondern auch meinem Medienkonsum. Mir persönlich gefällt seine undogmatische Sicht auf das Thema Produktivität, dass eben nicht auf „Effizienzoptimierung“ gerichtet ist, sondern – nach meiner Lesart – die Effektivität in den Fokus stellt und damit auch die Frage, wie wir entspannt die – für uns – wichtigen Dinge geregelt bekommen. Das macht den Ivan für mich sehr sympathisch. So auch wieder im folgenden Podcastfolge, bei der es um die Gestaltung unseres Umfeldes geht. Was wir hier brauchen ist, soviel sei schon verraten, so verschieden wie wir Menschen 😉 Auf jeden Fall wieder eine hörenswerte Folge:

https://ivanblatter.com/podcast/umgebung/

Gefühl der Ohnmacht | Wie wir den „Circle of Influence“ erweitern können

Die aktuelle Situation dürfte bei so manchem Mitmenschen ähnliche Gedanken auslösen, wie von Nadja beschrieben. Ehrlich gesagt habe ich mich auch etwas wiedererkannt. Ich habe zwar keine Verwandtschaft in Russland oder Ukraine. Aber die Bilder, aber auch die räumliche Nähe der Kampfhandlungen, haben dazu geführt, dass ich mich wieder ins Jahr 1994 zurückversetzt vorkam, als ich an meiner Kriegsdienstverweigerung gearbeitet habe. Und dann das Gefühl, nicht wirklich etwas tun zu können … Sprich, das Gefühl der Ohnmacht war da. Aus diesem Gefühl der Ohnmacht können wir uns befreien, in dem wir den Circle of Influence erweitern. Das geht.

https://petranovskaja.com/ohnmacht/

Vereinfachen | Fünf Wege das Leben zu vereinfachen

Soweit wie manchen Menschen gehen, die das Credo Einfachheit fast nahezu perfektionieren, würde ich vermutlich nicht gehen. Jeden Tag das gleiche Hemd in der gleichen Farbe von der gleichen Marke zu tragen zum Beispiel wäre mir schlicht zu langweilig. Dennoch könnten wir uns vieles viel einfacher und damit viel entspannter machen. Einige Ideen findet Ihr bei Leo Babauta im Blog, der – soweit ich informiert bin – die Einfachheit tatsächlich konsequent lebt und umsetzt:

https://zenhabits.net/simplify5/

Personal Branding | Mehr Selbstbewusstsein, weniger Ego-Show

Beim Thema Personal Branding bin ich etwas ambivalent. Ich habe nichts gegen gute „Selbstdarstellung“ im Sinne einer reflektierten Außenkommunikation, die auch echte Mehrwerte für die Zuhörerschaft erzeugt. Ich teile meine Erkenntnisse, Entdeckungen und Gedanken auch sehr gerne. Zwar überwiegend, weil ich der Meinung bin, dass man Wissen teilen muss, um es zu vermehren, aber ein bisschen Eigenwerbung ist natürlich auch dabei. Schaue ich mich allerdings um, habe ich den Eindruck, dass die „nervtötenden Egomanen“ auf dem Vormarsch sind, die mir alle erzählen wollen, was sie für tolle Highperformer sind. Und das auf eine penetrante Art, die wenig bis kaum Mehrwert erzeugt. Ich für meinen Teil schalte da sehr schnell auf „Ignorieren“ um. Deswegen freut es mich, ein Impuls von Kerstin Hoffmann hier verlinken zu dürfen, der einen guten Leitfaden für gutes Personal Branding liefert.

https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/personal-branding-bescheidenheit-kernbotschaften-selbstbewusstsein/

Energielevel | Tipps für die Organisation der Arbeit rund um den Energielevel

Der Mythos von den Lerchen und Eulen hält sich in Sachen Energielevel immer noch hartnäckig. Dabei weiß die Forschung schon lange, dass es noch einige Chronotypen mehr gibt. Schon allein deshalb ist das Thema Energielevel wesentlich umfangreicher als manche meinen. Entsprechend auch sehr individuell. Wie kann man erkennen, wie sich das Energielevel über den Tag verteilt ändert und wie kann man diese für die eigene Produktivität urbar machen? Der Blogartikel von Claudia Kauscheder gibt einen guten Überblick zum Thema.

https://abenteuerhomeoffice.at/2022/03/energielevel-produktivitaet/

Stoizismus | Warum es sich lohnt die Klassiker der antiken Philosophie „neuzuentdecken“

Ich mag die Klassiker der Aufklärung und ihre Vorläufer in der griechischen Antike. Sie liefern uns auch heute noch viel Reflexionsmaterial und eine gute Anleitung für viele Anlässe. Besonders bewusst wird es mir mit Blick auf Produktivität, wenn man sich die Stoiker der Antike anschaut. Das von Marcus Raitner erwähnte Handbüchlein der Moral von Epiktet ist auf jeden Fall die Lektüre wert. Wenn mich auch immer die Frage quält, warum es mir nicht gelingen will, diese Seelenruhe zufinden, den antiken Autoren nach allen mit bekannten Quellen auszeichnete. Ach ja, für alle Menschen, die sich mit Organisationen beschäftigen, lohnt der Blick auf Rousseau, de Toqueville und Co. 😉

https://fuehrung-erfahren.de/2022/03/sein-bestes-geben/?pk_campaign=feed&pk_kwd=sein-bestes-geben

LEAN

Visuelles Denken | Bedeutung im Lean Management

Was mir bei der Beschäftigung mit Lean Management auffällt und sehr gut gefällt, ist die Bedeutung und Stellung des visuellen Denkens. Das ist mir wieder besonders beim Lesen des Blogartikels von Jon Miller ins Auge gestochen, der sich intensiv mit dem Aspekt des visuellen Denkens im Lean Kontext beschäftigt. Die Erreichbarkeit, Sichtbarkeit und die kontinuierliche Weiterentwicklung spielt dabei eine zentrale Rolle. Da könnten sich noch viele Unternehmen eine Scheibe von abschneiden.

https://blog.gembaacademy.com/2022/02/28/d-using-artifacts-to-make-our-thinking-visible/

Verbesserung | Warum Probleme und Fehler von Vorteil sind

Es gibt sie sogar im agilen Kontext. Menschen, die es nicht vertragen, wenn ich von Problemen spreche und mich aufforden, die Dinge doch positiver zu formulieren. Keine Chance. Nicht bei mir. Wer etwas verändern und entwickeln will, der muss sie auch in der ganzen Dramatik bei Namen nennen können. Sonst wird es nichts. Punkt. Ähnlich argumentiert Götz Müller in seinem Artikel, der verdeutlicht, dass das benennen von Fehler und Problemen klare Vorteile hat:

https://www.geemco.de/artikel/warum-probleme-kein-problem-sind-und-fehler-vorteile-haben/

Yokoten | Lernen von den anderen oder auch Wissenstransfer als Erfolgsfaktor im Lean Management

Meine Maxime lautet Wissen muss man teilen, um es zu vermehren. Deswegen fällt mir es leicht, meine Erkenntnisse und Entdeckungen auch in der Breite zu streuen. Und diese Maxime finde ich nicht ganz überraschend im Toyota Production System wieder. Wissenstransfer und -verteilung ist auch im Lean-Kontexte essenziell, wie Tim McMahon darlegt. Es gibt dafür sogar einen Begriff Yokoten.

http://www.aleanjourney.com/2022/03/yokoten-learning-from-others-experience.html

AGILE

Scrum | Scrum als lernendens System

Ich sehe in Scrum einen explorativen Ansatz des Lernens in einer Projektorganisation, der es ermöglicht neue Erkenntnisse zeitnah in die Weiterentwicklung einfließen zu lassen. Darin liegt meiner Meinung die Stärke von Scrum. Zumindest wenn man es auf die Entwicklung einer klaren Fragestellung bezieht. Etwas schwieriger wird es, wenn es darum geht die Geamtorganisation einzubinden. Das ist allerdings ein andres Thema. Der Blogartikel von Khoa Doan Tien zeigt an einem vierstufigen Lernmodell, was ich in Bezug auf Scrum und den Lernprozess eingangs geschrieben habe.

https://www.scrum.org/resources/blog/learning-system-scrum

Evidenzbasierendes Scrum | Die 3 Kernprinzipien erklärt

Ich finde den Artikel von Simon Flossmann ist in mehrfacher Sicht interessant. Zum einen erklärt er die Idee hinter evidenzbasierendem Management im Scrum-Kontext sehr gut, zum anderen ist mir dadurch wieder einmal aufgefallen, dass sich die Scrummies beim EBM ziemlich bei den Lean-Kollegen bedient. Die Verbesserungskata ist eindeutig wiedererkennbar (schade, dass nicht darauf referenziert wird). Ob Facebook wirklich ein gutes Beispiel ist, darüber kann man sich – in Anbetracht der doch erheblichen Kritik an dem Netzwerk – streiten. Um zu transportieren, worum es geht, reicht es allerdings aus.

https://www.scrum.org/resources/blog/3-prinzipien-die-unternehmen-von-facebook-lernen-konnen-um-ziele-und-messungen

Definition of Done | Wie die DoD dabei hilft Risiken in Scrum-Projekten zu minimieren

Ich persönlich glaube, dass die Definition of Done zu den Artefakten in Scrum gehört, die am meisten unterschätzt werden. Eine gute DoD ist extrem hilfreich. Gerade mit Blick auf das Risikomanagement. Das zeigt auch gerade Barry Overeem in seinem Blogartikel auf. Die von ihm erwähnten Workshopformate funktionieren in der Praxis übrigens sehr gut und sind sehr zu empfehlen.

https://www.scrum.org/resources/blog/take-your-scrum-teams-definition-done-next-level

Scrum Master*in | 44 Wege eine/n Scrum Master*in zu sabotieren

Erstaunlich viele Wege können dazu beitragen, einem/einer Scrum Master*in die Arbeit schwer zu machen. 44 davon stellt Stefan Wolpers vor. Warum? Ganz einfach, man kann nur auf das reagieren, was man kennt. Weiß man, was möglich ist, erkennt man früh die Fallstricke und ist der Lage gegenzusteuern.

https://www.scrum.org/resources/blog/scrum-master-sabotage-44-beispiele-aus-der-praxis

Teammoral fördern | Mit 3 Ansätzen aus den Liberating Structures

Ich habe eine hohe Affinität für deliberative Ansätze, zu denen ich auch die Liberating Structures zähle. Zahlreiche Ideen zu Einsatzmöglickeiten habe ich mir schon von Barry Overeem (und seinem Kollegen) im Blog der The Liberators abgeguckt. Darunter auch die Idee der 3 Ansätze, die im Blogartikel dazu genutzt werden, um zu zeigen, wie man die Teammoral steigern kann.

https://www.scrum.org/resources/blog/quickstart-improve-team-morale

Overprocessing | Wenn unreflektierte Übernahme von methodischen Ansätzen in Gegenteil verkehrt

Ich bin ein großer Freund, agile Ansätze. Gerne arbeite ich mit Scrum und Kanban. Und natürlich bin ich der Überzeugung, dass die jeweiligen Elemente sinnvoll sind und nicht ohne Grund über Bord geworfen werden sollten. Dennoch halte ich eine kritische Reflexion für sinnvoll, um zu verhindern, dass an „Praktiken“ festgehalten wird, die im jeweiligen Kontext mehr Aufwand als Nutzen stiften. Das setzt allerdings auch einiges an Wissen und Können voraus. Was ich meine, beschreibt Felix Stein in dem folgenden Blogbeitrag:

https://www.lean-agility.de/2022/03/agile-overprocessing.html

Rollenklärung im | Ein Spagat zwischen Klarheit und Flexibilität

Für mich ist eine „Rolle“ vergleichbar mit einem Standard. Ein Referenzpunkt der hilft, Soll- und Ist-Zustand abzugleichen. So wird ermöglicht, Verbesserungspotential zu identifizieren und zu verbessern. Standard sind daher für mich nicht in Stein gemeißelt, sondern immer wieder und regelmäßige Gegenstand der Reflexion. Das gilt auch für „Rollen“. Ein Standard oder eine Rolle soll dabei helfen, die Gründe des Gelingens abzusichern. Dazu passt sehr gut der Artikel von Kai-Marian Pukall zum Thema Rollenklärung im Team:

https://t2informatik.de/blog/prozesse-methoden/rollenklaerung-im-team/

LEADERSHIP

Ansporn setzen | Anstelle demotivieren, Anspornen. Aber richtig!

In folgenden Blogartikel stellt Dan Rockwell gegenüber, wie leicht Führungskräfte demotivieren können und wie sie genau das Gegenteil erzielen können. Es ist eigentlich einfach. Aber wie so oft einfach bedeutet nicht unbedingt, dass es jeder kann. Und ich bin mir sicher, jeder kann so einiges über Führungskräfte berichten, die es besser nie geworden wären:

https://leadershipfreak.blog/2022/02/28/three-ways-to-make-encouragement-count/

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