#LINKSDERWOCHE | 20/2025: Produktivität, Projektmanagement, Lean, Agile, Management und Leadership

PRODUKTIVITÄT

Unterstützer | Helfer in der Not und weshalb wir sie nicht vergessen sollten

Anna Koschinski kommt immer wieder mit sehr interessanten Impulsen um die Ecke. Hinter den kurzen und knackigen Überschriften ihrer Blogposts warten sie nur darauf, entdeckt und aufgegriffen zu werden. So auch in dem folgenden Beitrag, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Es gibt Menschen, die einem einfach und unkompliziert Hilfe anbieten. Sie machen sich dabei keine großen Gedanken. Ich zumindest nicht. Wenn jemand eine helfende Hand braucht, dann strecke ich sie ihm entgegen. Ich erwarte keine Gegenleistung. Irgendwie gebietet es der Anstand einfach. Und so manche Hand wurde mir auch schon spontan und unerwartet entgegengestreckt. Das alles ist keine Selbstverständlichkeit und das sollten wir uns öfter in Erinnerung rufen.

https://anna-livia.de/supporter/

Obsidian-Sync | Wie die Einrichtung gelingt

Ich nutze Obsidian derzeit lokal auf meinem privaten Rechner. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Obsidian auf mehreren Geräten aktuell zu halten. Das ist durchaus sinnvoll. Eine Variante ist der kostenpflichtige Obsidian-Sync. Bisher war das für mich noch kein Thema. Auch wenn ich schon darüber nachgedacht habe. In seinem Blogartikel, den ich hier verlinkt habe, erklärt Thomas Mathoi, wie die Einrichtung funktioniert und worauf man achten sollte. Er hat es bisher über einen anderen Cloud-Anbieter gelöst und ist vor Kurzem umgestiegen.

https://www.mathoi.at/2025/05/16/uebersiedlung-zu-obsidian-sync/

Scheitern | Scheitern schmerzt, ist aber lehrreich

Scheitern tut weh. Keine Frage. Und doch sind mir Menschen suspekt, die vermeintlich immer erfolgreich sind. Erstens ist kein Mensch immer erfolgreich und zweitens zeichnen sich solche Menschen durch eine miserable Selbstreflexion aus, die mehr schadet als nutzt. Scheitern schmerzt, hat aber auch etwas Positives. Wir lernen Neues kennen, bleiben demütig und – folgt man Dan Rockwell – entwickeln Empathie. Das sind drei sehr interessante Punkte, die dafür sprechen, dem Scheitern etwas Positives abzugewinnen.

https://leadershipfreak.blog/2025/05/15/3-stunning-advantages-of-failure/

PROJEKTMANAGEMENT

OpenPM | Eine „Ära“ endet und was wir daraus lernen können

Leider wird OpenPM bald Geschichte sein. Es war ein sehr spannendes Experiment, das mir viele Jahre lang dabei geholfen hat, mein Verständnis von Projektmanagement zu vertiefen, und das mir die Vernetzung mit Menschen ermöglicht hat, die an ähnlichen Fragestellungen gearbeitet haben wie ich. Bernhard Schloss hat sich die Mühe gemacht, die Ergebnisse der diversen Reflexionsschleifen der zuletzt überschaubaren Kernmannschaft zusammenzufassen. Darunter sind auch Erkenntnisse, die sicherlich für viele weitere Menschen interessant sein können. Die gewonnenen Erkenntnisse sind es auf jeden Fall wert, geteilt zu werden, um daraus für andere Initiativen Rückschlüsse zu ziehen.

https://www.bernhardschloss.de/blog/eine-retro-fuer-openpm/

LEAN

Zuerst die Fragen, dann die Antworten | Wenn die Lösung vorgegeben statt die Fragen zu erkunden, bleibt es unausgegoren

In seinem Blogartikel thematisiert Götz Müller ein Phänomen, das den meisten sicherlich bekannt vorkommen dürfte: Es gibt bereits eine Lösung, noch bevor wir das Problem tatsächlich verstanden haben. Anders ausgedrückt: Die Lösung wird vorgegeben, bevor wir die Frage überhaupt richtig gestellt und verstanden haben. Keine gute Idee, wie ich finde. Am Ende passiert, was mich viel zu oft schon geärgert hat: Irgendetwas kommt dabei heraus, das vermeintlich besser ist – in Wahrheit jedoch unausgegoren bleibt und mehr Probleme bereitet als hilft. Ein lesenswertes Plädoyer, Dinge kritisch zu hinterfragen und sich nicht mit unausgegorenen Lösungen zufriedenzugeben.

https://www.geemco.de/artikel/prozesse-oder-ergebnisse-fragen-oder-antworten

AGILE

Facilitator | Weshalb der Facilitator derjenige Raum ist, der am wenigsten tut …

Was ist die Aufgabe der Rolle Facilitator:in? Die Antwort ist einfach: Ein guter Gastgeber zu sein, der einen Raum schafft, in dem ein zielführender Dialog stattfinden kann, und alle Beteiligten dabei zu unterstützen, dass dies auch gelingt. Insofern ist Barry Overeems Gedanke richtig, dass die Person in der Rolle des Facilitators nicht die meistbeschäftigte Person im Raum sein sollte. Bitte nicht falsch verstehen. Die eigentliche Arbeit hat längst im Vorfeld stattgefunden. Und das war harte Denkarbeit. Das Vorbereiten, das „Vorbereiten des Bodens“, die Schaffung einer Struktur mit dem richtigen Rahmen, das Überlegen der richtigen Fragen und vieles mehr ist sehr arbeitsintensiv. Sobald es jedoch um den Dialog geht, sollte der Rahmen und der Raum so gestaltet sein, dass die Beteiligten die Hauptakteure sind und die „Ernte” einfahren. Der von Barry Overrem geäußerte Gedanke, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass unsere Rolle als Facilitator:innen darin besteht, der Gruppe zu helfen – nicht, ihre Arbeit abzunehmen – ist sehr wichtig.

https://medium.com/the-liberators/the-lazy-facilitator-f1b66fa7ad49

Scrum Master I | 10 Fragen für eine coachende Haltung, die befähigt statt entmündigt

Seit vielen Jahren schätze ich die Idee, die Problemlösungsfähigkeiten meiner Mitmenschen mithilfe coachender Fragen zu stärken. Allerdings muss ich zugeben, dass es mir nicht immer leichtfällt, in diesem „Modus” zu bleiben. Wenn mir jemand etwas erzählt, beginnt mein Kopf meist zu rattern und ich denke über Lösungen nach. Inzwischen schaffe ich es meistens, mich zurückzuhalten und meine Ideen erst spät als Anregungen aus dem Hut zu ziehen. Den Effekt des „Coaching Habits” (Michael Bungay Stanier) durfte ich schon vor vielen Jahren selbst erleben und habe ihn sehr zu schätzen gelernt. Wenn wir mit unterstützenden Fragen arbeiten, die unserem Gegenüber dabei helfen, selbst Lösungen zu finden bzw. zu entdecken, dann entmündigen wir es nicht, sondern befähigen es. Im Gegenteil, wir befähigen es, selbst Lösungen zu finden. Und das ist gute Führung, die ich auch von einem guten Scrum Master erwarten würde. Hilfreich sind zum Beispiel die Fragen, die Simon Flossmann in seinem Beitrag verwendet. Es gibt übrigens noch einige mehr 😉

https://www.scrum.org/resources/blog/10-coaching-fragen-fur-scrum-master-so-begleitest-du-dein-team-auf-augenhohe

Scrum Master II | Typischer Fehler und wie wir sie korrigieren können

Aus der Kategorie „typische Fehler” hat Mike Cohn eine „Best-of” für Scrum Master zusammengestellt, die alte Bekannte zutage fördert. Dazu gibt es einige Tipps und Tricks vom Urgestein persönlich, wie man ihnen entgegenwirken kann, die ich ganz gut finde. Es ist also durchaus das eine oder andere dabei, das man in der Praxis verwenden kann.

https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/three-mistakes-scrum-masters-make-and-how-to-correct-them

Entscheidung treffen | Werkzeuge für den Arbeitsalltag zur Entscheidungsfindung, nicht nur für Product Owner:innen

Der zweite Blogbeitrag von Simon Flossmann, der es diese Woche in die „Links der Woche” geschafft hat, richtet sich primär an Product Owner:innen. Ich würde allerdings sagen, dass auch Nicht-POs sehr davon profitieren. Im Fokus stehen Hilfsmittel für das Thema Entscheidungen. Vorgestellt werden fünf methodische Ansätze, darunter Klassiker wie die Eisenhower- und die Delegationsmatrix. Das ist jedoch nicht abschließend. Es gibt noch viel mehr spannende Techniken und Ideen. Allerdings hat man damit eine solide Grundausstattung, mit der man sehr gut arbeiten kann. Wie so oft gilt es, auszuprobieren und das zu nutzen, was weiterhilft. In diesem Sinne: Schaut sie euch an und integriert das eine oder andere in eure Werkzeugkiste.

https://www.scrum.org/resources/blog/5-werkzeuge-fur-product-owner-um-sicher-entscheidungen-zu-treffen-auch-wenn-dir-standig-infos-fehlen

Scrum mit Kanban | Mit Kanban Scrum auf verbessern

Ich kombiniere gerne Scrum mit Kanban, da sich damit verschiedene Themen gut lösen lassen. Gerade wenn es um den „Arbeitsfluss” geht, kann Kanban ordentlich helfen. So kann es beispielsweise für ein Team hilfreich sein, seine Arbeit nach Arbeitstypen zu segmentieren. Dies ist ein Thema, das leider im Artikel von Alexander Hardt nicht auftaucht. Dafür wird sehr gut herausgearbeitet, wie mit Kanban Arbeitsflussblockaden in einem Scrum-Team aufgelöst werden können.

https://www.scrum.org/resources/blog/scaling-delivery-speed-and-predictability-scrum-and-kanban-integration

LEADERSHIP UND MANAGEMENT

Mitarbeitergespräche | Weshalb das klassiche Mitarbeitgespräch ausgedient hat

Ich finde die berühmten Jahresmitarbeitergespräche schon sehr lange etwas deplatziert. Mir ist irgendwann aufgefallen, dass gute Führungskräfte beständig im Dialog mit ihren Mitarbeitenden sind und regelmäßig gemeinsam reflektieren. Einmal im Jahr einen Fragebogen für die Personalabteilung auszufüllen, erzeugt in diesen Fällen keinerlei Mehrwert, verursacht jedoch viel Aufwand. Durch den beständigen, wiederkehrenden Austausch arbeitet man ohnehin eng zusammen. Damit hat das klassische Mitarbeitergespräch für mich weitgehend ausgedient. Es dürfte daher nicht verwundern, wenn ich Andreas Zeuch in diesem Punkt voll zustimme. Ich persönlich bevorzuge es, in kürzeren Abständen und mit festen Rhythmen in den Dialog zu treten. Leider stellt sich dabei oft das Problem, dass manche Effizienzneurotiker bis heute meinen, Führung sei in erster Linie Verwaltung, und manche Führungskraft eine Leitungsspanne von 12 oder mehr Mitarbeitenden hat. Kein Wunder, dass Manager oft keine Führungskräfte sind (und auch nicht sein können). Ich persönlich favorisiere die Orientierung an der Verbesserungs- und Coaching-Kata sowie ähnlichen Ideen, die den beständigen Dialog und Austausch in den Fokus stellen.

https://t2informatik.de/blog/mitarbeitergespraech-nein-danke/

Qualitäten guter Führung | 7 „Prüfsteine“, die gute Führung ausmacht

In einem Beitrag beschreibt Tim McMahon sieben Qualitäten moderner Manager. Wenn man Management nicht mit reiner Ressourcenverwaltung gleichsetzt – was gefühlt zunehmend der Fall ist –, dann sind es Qualitäten, die Führungskräfte ausmachen. Nichts Außergewöhnliches, dennoch treffend. Für mich bedeutet Führung, Richtung zu geben, Rahmenbedingungen zu schaffen und zu befähigen. Genau diese Punkte spiegeln sich hier recht gut wider.

http://www.aleanjourney.com/2025/05/top-7-qualities-of-good-modern-manager.html

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