PRODUKTIVITÄT
Obsidian | Einstellungen für Neueinsteiger
Nun, lieber Thomas Mathoi, den Blogartikel hätte ich schon vor über einem Jahr gebraucht 😄 Naja, besser spät als nie und sicher gibt es das eine oder andere in den Einstellungen von Obsidian, das ich noch verbessern kann. Für alle, die sich jetzt fragen, wovon ich rede: Der folgende Blogartikel beschreibt die Einstellungen von Obsidian für die Ersteinrichtung. Genau das Richtige für diejenigen, die bisher gezögert haben, aber Obsidian unbedingt ausprobieren und nutzen wollen. Durchaus eine interessante Software zum Thema Notizen und Zettelkasten.
https://www.mathoi.at/2024/02/09/einstellungen-in-obsidian/
Selbstreflexion | Drei Fragen mit großer Wirkung
Ich habe irgendwann gemerkt, dass gute Reflexionsfragen eine super Wirkung haben. Nicht nur, wenn ich mit anderen zusammenarbeite, sondern auch, wenn ich sie mir selbst stelle, kann ich Gedankenknoten regelrecht auflösen. Genau solche Fragen, wie sie Dan Rockwell in seinem Blogbeitrag stellt:
https://leadershipfreak.blog/2024/02/07/3-insightful-questions-you-can-ask-today/
Umgang mit Fehlern | Fehler und Irrtümer sind normal, es kommt darauf an wie wir mit ihnen umgehen
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Ihr Euch in Anna Koschinskis Blogbeitrag wiedererkennen werdet. Es geht nämlich um den Umgang mit Fehlern. Und ich kenne nur sehr wenige Menschen, die von sich behaupten, keine zu machen. Ihr könnt Euch denken, dass ich von diesen Menschen nicht viel halte. Aus naheliegenden Gründen. NIEMAND macht nie Fehler. Wer von sich behauptet, er würde keine machen, nun, Robert E. Sutton hatte dafür einen schönen Begriff, den ich hier nicht wiedergeben werde. In diesem Sinne fällt mir ein Spruch ein, den ich gehört habe, aber keiner Quelle mehr zuordnen kann: „Passiert es 1x ist es ein Fehler. Passiert es 2x, ist es ein Fehler. Passiert es 3x, ist es Dummheit oder Absicht.“ Es geht also um einen reflektierten Umgang mit Fehlern und Irrtümern.
https://anna-livia.de/fehlerhaft/
LEAN
Management Dailys | Wie gestaltet man ein effektives Management Daily
Täglich ist gleich täglich? Nicht ganz 😉 Der Scrum Daily ist ein Teamevent im Kontext einer Entwicklungsaufgabe. In jeder Organisation gibt es aber noch andere Aufgaben, die eben nicht explorativ sind. Es gibt die taktische und strategische Ebene, die eine koordinierende Funktion hat und es gibt – ja es gibt – Aufgaben, die reproduzierbar und standardisierbar sind. Vereinfacht gesagt: Die Infrastruktur muss stabil laufen, damit wir überhaupt agil arbeiten können. Hier hat insbesondere die Lean-Community gute Ideen entwickelt (kleiner Einschub: was wir unter Agilität verstehen, gehört für mich untrennbar zu Lean. Da gibt es keine harte Abgrenzung, ganz im Gegenteil). Man sieht, es gibt viel mehr als nur den Daily eines Scrum Teams. Es gibt Dailys für das Management, für Kanban Teams etc. Je nach Kontext. Es gibt also Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Im Beitrag von Tim McMahon geht es um die Gestaltung eines „Management Dailys“.
http://www.aleanjourney.com/2024/02/tips-for-running-effective-daily.html
Unterschiedliche Sichtweise auf den „Shopfloor“: Visuelles Management, 5S und Verschwendung
Ja, höre den einen oder anderen sagen, hier geht es um „Produktion“ und dies kann man nicht auf Wissensmanagement übertragen. Nope. Andere Meinung. Kanban liefert den Beweis und genauso auch Obeya. Funktioniert. Die unterschiedlichen Sichtweisen auf den Shopfloor die Christoph Roser hier vorstellt, sind daher interessant. Die Verschwendungsarten und auch die 5S sowie visuelles Mangement nutze ich selbst in meinen „Projekten“ und zwar erfolgreich.
https://www.allaboutlean.com/seeing-a-shop-floor-part-2/
AGILE
Kaizen mit Leben füllen | Ein Beispiel aus der Praxis
Er sagte KVP … argh … 😄 Pardon, ich bin ein Freund der Begrifflichkeit. Für die einen ist es eine Wortklauberei, für mich ist Kaizen mehr als ein Prozess. Es ist das ständige Streben danach, Dinge besser zu machen. Das schmälert natürlich nicht die Inhalte. Und natürlich gefällt es mir – als einem der „Urgesteine“ des Forum Agile Verwaltung – dass Felix Stein hier ein Beispiel aus der öffentlichen Verwaltung gewählt hat (die viel agiler ist, als manche glauben). Ich würde mir wünschen, dass sich viel mehr Menschen in ihrem Arbeitsalltag daran ein Beispiel nehmen und fleißig ihren Verbesserungsmuskel trainieren, ständig nach kleinen Verbesserungsmöglichkeiten suchen und diese umsetzen.
https://www.lean-agility.de/2024/02/kvp-im-burgeramt.html
Wissensvermittlung | Wie gelingt ein guter praxisorientierter Wissenstransfer
Es ist schon eine Weile her, dass ich zum ersten Mal auf „Training from the Back of the Room“ gestoßen bin. Ein interessantes Konzept, bei dem es darum geht, Trainings so zu gestalten, dass der Praxistransfer wirklich gut gelingt. Eine Herausforderung, die gar nicht so einfach ist. Ich habe zwar schon das eine oder andere Training selbst durchgeführt, aber das ist nicht meine Kernkompetenz. Als Trainingsteilnehmer achte ich allerdings sehr darauf, ob diejenigen, die als Trainer:innen arbeiten, das, was sie vermitteln, auch selbst in der Praxis im Arbeitsalltag anwenden. Trainer:innen, die ausschließlich nur als Trainer tätig sind, wie man sie bei vielen Bildungseinrichtungen findet, versuche ich zu vermeiden. Mein Eindruck in all den Jahren war und ist, dass diejenigen, die selbst mitten im Leben stehen, ein besseres Verständnis dafür haben, was in der Praxis gebraucht wird und daher besser die Brücke zur Praxis schlagen können. Das allein reicht natürlich nicht aus. Erst die Kombination mit pädagogischem Wissen macht es erfolgreich. Hier scheint mir das Konzept der 4C, das Ralf Kruse vorgestellt hat, sehr gut zu passen. Für mich noch einmal ein guter Anlass, das Thema aufzugreifen. Auch wenn wir nicht als Trainer tätig sind, ist es unsere Aufgabe als Agile Coaches/Scrum Master:innen/Flow Master:innen/RTEs u.ä. für einen guten Wissenstransfer zu sorgen, denn unser Anspruch ist es, Mitmenschen zu befähigen.
https://enablechange.de/scrum-master/4cs-lernmodule/
Daily Scrum | Ein Leitfaden für ein „besseres Scrum Daily“
Wenn ich neu in ein Team komme, achte ich sehr darauf, wie die Kommunikation im Team funktioniert. Informieren sie sich gegenseitig oder „berichten“ sie an jemanden? Sprechen sie darüber, wie sie sich gegenseitig unterstützen können und was sie gelernt haben? Konzentrieren sie sich darauf, wie sie wertschöpfende Arbeit leisten und gute Ergebnisse erzielen können? Und ich achte darauf, ob sie die „Veranstaltung“ selbstständig und ohne Unterstützung effektiv und effizient durchführen können. Es klingt trivial, ist aber in der Praxis mitunter schwierig, das hohe Ideal des sich selbst steuernden Teams mit hoher Ergebnisorientierung im Daily umzusetzen. Mark Levison gibt einige Tipps und Tricks, wie genau dies gelingen kann.
https://agilepainrelief.com/blog/modern-guide-to-daily-scrum-meeting.html
Strukturarbeit | Weshalb Strutkurarbeit so wichtig ist …
Ein sehr, sehr guter Hinweis von Jan Fischbach war im Blog des Forum Agile Verwaltung zu lesen: Strukturen sind wichtiger als Methoden. Genau so ist es. Leider arbeiten viele in der agilen Welt an Methoden und vernachlässigen die Arbeit an den Strukturen. Mit anderen Worten: Was braucht es, um nachhaltig gute Ergebnisse zu liefern? Genau darum geht es. Um die Rahmenbedingungen, die es braucht, damit wir liefern können. Dazu braucht es auch Strukturen. Strukturen, die Zusammenarbeit ermöglichen und fördern.
https://agile-verwaltung.org/2024/02/08/strukturen-sind-wichtiger-als-methoden/
Scrum allein reicht nicht | Ein Framework bietet „nur“ einen Rahmen, es braucht noch mehr …
Marc Löffler hat einen Podcast veröffentlicht, der sich mit einer Herausforderung beschäftigt, die meiner Meinung nach viel zu oft unterschätzt wird. Es reicht nicht aus, Scrum zu machen, eine 2-tägige Ausbildung zum Scrum Master zu absolvieren. Scrum ist ein Framework, das die minimalen Erfolgsbedingungen für die explorative Entwicklung neuer Lösungen liefert. Das Framework sagt nichts über Gruppendynamiken, sagt nichts über Organisationsstrukturen, die über Scrum hinausgehen. Es lässt alles offen. Und das ist gut so. Das heißt aber auch: Scrum allein reicht nicht. Es braucht mehr.
https://marcloeffler.eu/2024/02/08/scrum-ist-nicht-genug/
Harte Worte | Scrum ist kein Projektmanagement-Framework
Ich komme nun zu einem Beitrag von Willem-Jan Ageling, der für den einen oder anderen recht „schmerzhaft“ sein könnte. Um es kurz zu machen: Scrum ist kein Projektmanagement Framework. Ich höre den einen oder anderen „Hä“ sagen und die Stirn runzeln. Scrum ist ein Entwicklungsframework. Explorativ. Dafür ist es gemacht. Dafür ist es gemacht. Ich kann Scrum darüber schreiben, aber wenn ich dann versuche, wie in einem klassischen Projekt zu arbeiten, schaffen wir es nicht, den Mehrwert von Scrum zu heben. Es ist nicht so, dass wir kein klassisches Projektmanagement mehr brauchen und Scrum die allein selig machende Methode für alles ist. Nein, es geht darum zu verstehen, dass Scrum ein Entwicklungsframework für komplexe Umgebungen ist. Dafür ist es gemacht. Und dafür ist es großartig! Schön zu lesen.
https://ageling.substack.com/p/re-release-scrum-is-an-awful-project