#LINKSDERWOCHE | 42/2021: Produktivität, Lean, Agile, Management und Leadership

PRODUKTIVIÄT

Weshalb | Warum das persönliche „Weshalb“ wichtig ist

Die aktuelle Podcast-Folge von Ivan Blatter greift eines meiner Lieblingsthemen auf. Die Frage nach dem persönlichen „Weshalb“ und inneren Treiber. Zufälligerweise beschäftige ich mich gerade persönlich auch wieder einmal mit meinem persönlichen Nordstern und seiner Passung mit einem Ehrenamt, dass ich derzeit noch innehabe. In meinem Fall habe ich festgestellt, dass die „Verpflichtung“ des Ehrenamts meinen inneren „Treiber“ erheblich eingeschränkt hat und mir die Dinge, die mir Freude machen, in Folge in letzter Zeit zu kurz gekommen sind. Persönlich bin ich der Meinung, dass das persönliche Weshalb als Nordstern fast noch wichtiger ist als das „Zeitmanagement“ selbst. Dieses unterstützt uns zwar, aber unseren Kurs bestimmen wir über unseren persönlichen Referenzpunkt.

https://ivanblatter.com/podcast/zeitmanagement-anfang/

Excel-Vorlagen | Quellen für Vorlagen rund um das beliebte Tabellenkalkulationsprogramm

Mein Verhältnis zu Tabellenkalkulationsprogrammen kann man mit Hassliebe umschreiben. Sie sind extrem vielseitig, weil sie vieles ermöglichen. Aber sie werden auch für hochkomplizierte, in meinen Augen oft auch vollkommen unnötige Zwecke verbogen und regelrecht missbraucht. Wie gesagt – es gibt viel Licht und Schatten und ich würde mir wünschen, dass mehr kritisch reflektiert wird, ob „Excel“ (das wohl am weitesten verbreitete Programm dieser Art aus dem Hause Microsoft) wirklich das richtige Werkzeug ist. Aber da bewegen wir uns in einem anderen Themenfeld, dass ich heute nicht zur Ansprache bringen wollte. Zurück zum eigentlichen Thema. Excel hat fast jeder auf dem Arbeitsrechner. Sprich, es ist verfügbar. Und wir können einiges damit umsetzen. Von der klassischen Kalkulation über Projektsteuerung bis hin zu Selbstorganisation gibt es vielfältige Möglichkeiten und zum Glück auch schon Vorlagen 😉 Im Magazin t3n habe ich einen Überblick möglicher Quellen für Vorlagen entdeckt, die Euch vielleicht das Leben leichter machen können. Aber bitte denkt dran: Checkt vorher, ob es nicht eine bessere Lösung gibt. Viele werden es Euch danken.

https://t3n.de/news/excel-vorlagen-templates-610531/

Besprechungen | Wann online und wann offline?

In der Pandemie haben wir gelernt, dass sich vieles genauso Remote besprechen lässt und es nicht immer Präsenz sein muss, sodass man nicht für zwei Stunden Termin mit der Bahn 6 Stunden einfache Fahrt auf sich nehmen muss. Aber nach wie vor hat die Offline-Besprechung ihre Daseinsberechtigung. Die Frage ist nun, wann reichte remote und wann ist es besser, offline die Besprechung durchzuführen? Nach welchen Kriterien entscheiden wir? Hier kann der folgende Diskussionsbeitrag von Tim Themann eventuell einen Anstoß liefern, darüber sinnvoll zu reflektieren:

https://die-computermaler.de/online-oder-offline/

Notion | Vorlagen finden und erstellen

Ein – in meinen Augen durch aus attraktiver – kommerzieller Herausforderer in der Fülle der verfügbaren Notizprogramme, die den Platzhirschen One Note und Evernote Paroli bieten, ist Notion. Ich experimentiere gerade damit und teste Notion. Und bin positiv überrascht. Das aber nur am Rande. Im Blog Notionteers habe ich eine schöne Einführung gefunden, welche Templates es in Notion bereits gibt und wie sich dort eigene Templates erstellen lassen. Dort findet Ihr auch weitere Quelle zu Notion-Vorlagen.

https://notioneers.ch/notion-templates-einfach-erklaert/

Deutungsmuster | Mit Achtsamkeit unsere Deutungsmuster entwickeln

Unsere Vorstellung der Welt und unsere Deutungsmuster prägen unsere Wahrnehmung. Das ist ein offenes Geheimnis. Und diese Vorstellung basiert auf unseren durch Erfahrung „erlernten“ Vorstellungen, Prämissen und Sichtweisen. Diese Vorstellung können wir – anders wie die harte, nüchterne Welt der Zahlen und Fakten – steuern und beeinflussen. Damit steuern wir auch, wie wir Situationen im Leben wahrnehmen. Hindernisse werden so entweder zu Chancen oder unüberwindbaren Hürden. Leo Babauta spricht von Framing. Ein Framing, dass wir durch Bewusstmachen weiterentwickeln und gestalten können. Dazu mehr in folgenden Beitrag:

https://zenhabits.net/frame/

LEAN

Verwendung von Ankern | Gewohnheiten in der Organisation „verankern“

Der folgende verlinkte Artikel von Götz Müller könnte eigentlich auch unter „Produktivität“ stehen, wäre nicht der Bezug zu Lean so ausgeprägt. Das Thema sind „Anker“ als Hilfswerkzeug, um in der Organisation Verhaltensänderungen zu erzeugen. Die Coaching-Kata mit ihren fünf Fragen wäre zum Beispiel so ein Anker. Womit wir wieder im Lean-Kontext wären 😉

https://www.geemco.de/artikel/welche-rolle-anker-im-lean-kontext-spielen/

Quintessenz von Lean | Austarierung zwischen intelligenten Prozessen und intelligenten Mitarbeitern

Bei Lean denken viele an Standardisierung und Automation. Na ja, wenn man sich so manche Lean-Implementation anschaut, die in den letzten Jahren verbrochen worden ist, könnte man tatsächlich glauben, dass Lean nichts anderes als die Zutodeoptimierung von Prozessen. In diese Falle bin ich auch schon getappt. Bei meiner ersten Begegung mit „Lean Management“ vor rund 25 Jahren. Was dazu geführt hat, dass ich lange um „Lean“ einen großen Bogen gemacht habe. Es steckt aber, wenn man Lean richtig verstanden hat, nicht Lean im Sinne von zu todegehungerten Prozessen zugrunde, sondern schlank im Sinne von gesund. Und damit kommen wir zum Artikel von Dr. Julia Boppert, die Lean als austariertes Zusammenspiel von intelligentem Prozess mit intelligentem Mitarbeiter versteht. Was mich wieder dazu veranlasst, das Loblied auf die beidhändige Organisation zu singen, die beides beherrscht und jeweils passend den „Lean“ oder „Agile“-Ansatz wählt 😉

https://leanbase.de/publishing/leanmagazin/die-quintessenz-von-lean-intelligenter-prozess-vs-

Jeff Bezos Amazon aus Lean-Sicht | Eine kritische Analyse aus Sicht des Lean-Managements

Den gelben Versandriesen kennt nahezu jeder. Wie die meisten sicherlich wissen, wird dort extrem kostenoptimiert gearbeitet und gleichzeitig eine ausgeprägte Kundenfokussierung angestrebt. Das führt zu einigen Auswüchsen, für die Amazon aus guten Gründen kritisiert wird. Der Artikel von Jon Miller betrachtet das System Amazon ebenfalls mit sehr kritischem Blick. Allerdings aus der Sicht von Lean-Management, was in ich insofern spanend finde, als mir es geholfen hat, noch mal den Unterschied zwischen häufig von mir beobachteten „falsch verstandenen“ Lean-Implementierungen und guten Lean-Implementierung zu verstehen. Für mich sehr aufschlussreich.

https://blog.gembaacademy.com/2021/10/11/how-would-taiichi-ohno-leverage-bezosism/

AGILE

Scrum und Kanban | Gemeinsamkeiten, Unterschiede und wie das Zusammenwirken gelingt

Meine Reise in die agile Welt begann vor langer Zeit mit Scrum und (Personal) Kanban. Und bis heute sind Scrum und Kanban meine persönlichen Favoriten unter den bekannteren Rahmenwerken. Es gibt einige Unterschiede und doch auch Gemeinsamkeiten. Beiden Rahmenwerke können sich dabei sogar ergänzen. Wer jetzt wissen möchte, was die Unterschiede und Gemeinsamkeiten sind, der kann als Einstieg den Artikel von Mark Haynes lesen. Bitte tut mir einen gefallen: reduziert mir Kanban künftig bitte nicht mehr nur auf „Prozessvisualisierung“ und WiP-Limitierung. Da steckt deutlich mehr dahinter.

https://www.scrumexpert.com/knowledge/if-you-are-done-scrumming-try-some-kanban/

Definition of Done | Warum es gut ist eine Definition of Done zu haben

Braucht es wirklich eine Defintion of Done? Diese Frage habe ich tatsächlich mal von mehreren Teammitgliedern im Rahmen eines Coachings gestellt bekommen. Meine Antwort kennt ihr bestimmt. Ganz klar ja. Und zwar aus den fünf von Michael Küsters genannten Gründen und noch ein paar Argumenten mehr, die allerdings projektspezifisch waren und nicht geeignet sind, um sie hier wiederzugeben. In diesem Sinne – hier die Argumentationshilfe 😉

https://failfastmoveon.blogspot.com/2021/10/five-reasons-for-having-definition-of.html

PBIs priorisieren | Needs, Wants and Wishes

Die Priorisierungstechnik MoSCoW gehört zu den Standardmethoden der Backlog-Priorisierung. Nicht jeder findet, dass sie wirklich geeignet ist. Ich nutze sie auch eher auf „übergeordneter“ Ebene und eher selten, weil ich den Ansatz für Productbacklogs nicht unbedingt zielführend halte. Sprich mir geht es ähnlich wie Mike Cohn. Es gibt zum Glück eine Vielzahl erprobter Ansätze, die ich für geeigneter halte. Welche ich im konkreten Umfeld zum Einsatz bringe, hängt sehr stark eben von jenem und dem Projekt ab. Es sollte zielführend und passend sein. Deswegen erweitere ich meinen Fundus um Ansätze immer wieder gerne, wenn ich über Ideen stoße, die praxisbewährt sind und von denen ich glaube, dass sie hilfreich sein könnten (wenn sie sich dann auch noch im Praxiseinsatz bewähren – perfekt). Im folgenden Beitrag bringt Mike Cohen eben einen solchen Ansatz in Spiel, der drei Kategorien verwendet: Needs, Wants and Wishes. Das werde ich mit Sicherheit demnächst ausprobieren:

https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/needs-wants-and-wishes-on-your-product-backlog

Ungeplante Arbeit | Umgang mit ungeplanter Arbeit im Scrum Team

Nach reiner Lehre sollte es in einem Scrum-Team keine ungeplante Arbeit geben. Der Sprint gilt als geschützt. Anforderungen werden im Sprint selbst nicht aufgenommen. So die Theorie. Die Praxis ist leider eine andere, den im Laufe eines Sprints können tatsächlich Aufgaben anfallen, die ungeplant sind. Besonders Fehler, die behoben werden müssen. Auch lässt sich beobachten, dass Scrum-Teams neben der Entwicklungstätigkeit zusätzlich Support-Aufgaben wahrnehmen müssen. Genau hier passt der Artikel von Simon Flossmann sehr gut, der drei typische „Fehler“ beschreibt, die in diesem Kontext auftreten:

https://www.scrum.org/resources/blog/3-fehler-die-scrum-teams-im-umgang-mit-ungeplanter-arbeit-machen-und-wie-sie

Im Team lernen | Ein zweiteilige Artikelserie

Jan Fischbach hat im Blog des Forums Agile Verwaltung eine zweiteilige Artikelserie zur Herausforderung des Lernens im Team verfasst, die ich für sehr lesenswert halte. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Spezialisierungsfalle in selbstmanagenden und crossfunktionalen Teams. Hier geht es darum, dass gemeinsame Lernen zu ermöglichen, um die Crossfunktionalität zu erreichen. Der zweite Teil gibt erste Impuls für mögliche Strategien:

https://agile-verwaltung.org/2021/10/14/im-team-lernen-1/

https://agile-verwaltung.org/2021/10/15/im-team-lernen-2/

Qualität | Das richtige Maß bestimmen oder wann ist gut, gut genug

Es ist erst ein paar Wochen her, als ein Kollege, mit dem ich gemeinsam in einem skalierten Projekt aktuell als Scrum Master im Einsatz bin, die Frage aufgeworfen hat, wann gut, gut genug ist. Die Reaktionen auf die Frage hat uns gezeigt, hier haben wir noch ordentlich Entwicklungsbedarf. Die Podcast-Folge von Ralf Kruse klingt fast so, als wäre er dabei gewesen, finden sich doch einige unserer Beobachtungen und Lösungsideen auch in der Podcast-Folge wieder 😉 Wie immer sehr hörenswert.

https://enablechange.de/2021/10/13/was-ist-das-richtige-mass-an-qualitaet-technische-schuld/

Leaderperspektive | Scrum aus Sicht des „Leaders“

Was ist die Rolle der „Führung“ und des Managements im Scrum? Was ist deren Aufgabe im Kontext selbstmanagender Scrum-Teams? Genau darauf versucht Yuval Yeret eine Antwort aus Sicht des „Leaders“ zu geben. Die Antworten überraschen mich zwar nicht. Dennoch und auch weil ich weiß, dass es da immer wieder Herausforderungen gibt, ein lesenswerter Artikel:

https://www.scrum.org/resources/blog/scrum-guide-leaders-perspective

MANAGEMENT UND LEADERSHIP

Fehlerkultur | Fehlerkultur ist Lernkultur

Der Begriff Fehlerkultur ist mittlerweile etabliert. Mir persönlich trifft es Fehlerkultur nicht wirklich richtig. Es müsste eigentlich besser FehlerLERNkultur heißen. Den die Ideen dahinter ist, nicht nur Fehler als selbstverständlich anzuerkennen, sondern aus Fehler und Irrtümern zu lernen und die Lernchancen zur Weiterentwicklung zu nutzen. Mehr dazu im Blog Büro-Kaizen:

https://www.buero-kaizen.de/fehlerkultur/

Coaching als Führungstil | Warum es nicht funktioniert, aber trotzdem erstrebenswert ist

Von Nicole Gugger stammt ein Beitrag, der dem Thema Coaching als Führungsstil auf dem Zahn fühlt. Die Führungskraft als Coach? Da habe ich die Position, geht nicht. Zu groß sind die Interessenskonflikte. Aber ein coachender Führungsstil geht sehr wohl. Und genau in diese Kerber scheint der Artikel zu passen. Aber lest selbst:

https://artwiseways.de/coaching-als-fuehrungsstil/

Gewaltenteilung | Eine Theoriediskussion über „Gewaltenteilung“ in Organisationen

Als ich über den Artikel von Günther Ortmann gestolpert bin, muss ich ein lautstarkes Zustimmungsgeräusch von mir gegeben haben, den kurz darauf stand meine Frau neben mir und wollte wissen, warum ich den so begeistert sei. In der Tat spricht Günther Ortmann ein Thema an, dass ich ähnlich sehe und selbst auch schon in diversen Barcamps diskutiert habe. Vieles von dem, was in der klassischen Demokratietheorie diskutiert wird, lässt sich – davon bin ich fest überzeugt – auch im Organisationskontext in Bezug auf Führung übertragen.

https://versus-magazin.com/artikel/gewaltenteilung/

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