#LINKSDERWOCHE | 41/2021: Produktivität, Lean, Agile

PRODUKTIVITÄT

Unterbrechnungen und Ablenkungen: Fluch und Segen der digitalen Technik

Überall lauern Ablenkungen. Die digitale Technik hat es uns da nicht leichter gemacht. Gefühlt sogar noch schwerer. Allerdings gibt es da auch einen Lichtblick. Nämlich den bewussten Umgang mit unserer Zeit, den Ablenkungen und der digitalen Technik, die – wie so oft im Leben – nicht nur Fluch, sondern auch Segen sein kann. Darum geht es im Podcast von Ivan Blatter, der auch interessante Einblick liefert, wie er mit Ablenkungen und Störungen umgeht:

https://ivanblatter.com/podcast/ablenkungen/

Bewusstes Innhalten: Ein Impuls

Vieles tun wir im „Autopilot“-Modus, wie es Leo Babauta nennt. Nachvollziehbar. Manches ist so in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir es nur noch selten bewusst reflektieren. Und da setzt sein Impuls an. Bewusst Innehalten und nichts tun zu beobachten, was es auslöst. Schon ausprobiert? Es ist interessant …

https://zenhabits.net/explore/

E-Mail-Flut: Wie man sie eindämmt

Die berühmte E-Mail-Flut – wer kennt sie nicht. Bei mir ist zwar deutlich zurückgegangen, dafür explodiert die Kommunikation mit Messengerdiensten, und weil es dazu noch verschiedene – meist inkompatible – gibt, hat sich das Problem leicht verlagert/verschoben. Zumindest bei mir. Dennoch: E-Mails flattern in Massen nach wie vor ein. Verschiedene Ansätze, die in dem Beitrag im Blog von Büro-Kaizen erwähnt werden, praktiziere ich selbst schon eine Weile und sie haben in der Tat Wirkung gezeigt.

https://www.buero-kaizen.de/e-mail-flut/

LEAN

Visuelle Unterstützung: Storyborads als Visualisierung nutzen

Ich bin ein großer Freund der Visualisierung. Nicht im Sinne von kunstvollen Grafiken, sondern von Informationen, Erkenntnissen u. ä. Gerne arbeite ich mit Kanbanboards, div. Canvas und am liebsten würde ich jedem Projekt, in dem ich arbeite, einen Obeya-Room verpassen, um die relevanten Informationen sichtbar zu machen. Das bezieht sich auf kontinuierliche Verbesserungen und Weiterentwicklungen. Das dies sinnvoll und eine gute Idee ist, wird aus dem Artikel von Jon Miller sichtbar, der den Begriff Storyboard nutzt und verschiedene Varianten vorstellt:

https://blog.gembaacademy.com/2021/10/04/continuous-improvement-storyboards/

Arbeitsverbesserungen vor Ausrüstungsverbesserung: Wo bei Toyota der Fokus bei Verbesserungsmaßnahmen liegt

Die Verlockung, zuerst das Werkzeug „auszutauschen“, um die Probleme in der Zusammenarbeit zu lösen, ist mir im Laufe meines Berufslebens mehrfach begegnet und wer dieser nachgegeben hat, wurde meist enttäuscht. Das Werkzeug folgte dem Arbeitsprozess nicht andersherum ist daher mein Credo. Deswegen schaue ich mir gerne immer erst die Arbeitsprozesse an und suche dort nach Verbesserungsmöglichkeiten und erst dann folgt das Werkzeug. Daher hat mich der von Christoph Roser erläuterte Ansatz zum Vorgehen von Toyota sofort angesprochen. Gibt es dort ein Problem, setzt man zuerst an der Qualifikation der Mitarbeiter, dann der Verbesserung der Standards und des Layouts, dem Design und dann erst an den Werkzeugen an.

https://www.allaboutlean.com/work-improvement-before-equipment-improvement/

AGILE

Evidenzbasierendes Management (I): Wenn Organisationen (agile) Metriken schlecht nutzen

EBM oder ausgeschrieben „evidenzbasierendes Management“ erfreut sich gerade in der agilen Gemeinschaft einer Renaissance. Zumindest wenn man die Vielzahl der erscheinenden Artikel heranzieht. Für mich nicht verwunderlich, den Agilität erhebt den Anspruch, empirisch zu arbeiten und dazu gehört auch, Fortschritt durch geeignete Indikatoren sichtbar zu machen, die aussagekräftig sind. Allerdings kann man einiges falsch machen. Zum einen bei der Auswahl der Indikatoren, zum anderen mit deren Anwendung. Drei Aspekte in diesem Zusammenhang behandelt Stephanie Ockerman in einem Blogartikel, der die falschverstandene Anwendung von Metriken durch Organisationen thematisiert::

https://www.agilesocks.com/3-ways-organizations-use-measures-poorly-ebm/

Evidenzbasierendes Management (II): Empirie für höhere Business Agilität nutzen

Ich habe hier noch ein weiteres Fundstück zum Thema EBM aufgetan, dass ich mit Euch teilen möchte. Der Artikel von Kurt Bittner ist sehr ausführlich und beleuchtet die Frage, nach der Auswahl der richtigen Metriken, der Ausrichtung auf einen kundenzentrierten Strategieansatz und den Zusammenhang zur Verbesserung der Prozesse.

https://www.infoq.com/articles/empiricism-business-agility/

Storysplitting: Hilfreicher Input rund um den Zuschnitt von User Storys

Das Zuschneiden von User Storys ist eine Kunst für sich. Das beobachte ich immer wieder. Und es kann mitunter alles andere als trivial sein. So manche/r Product Owner*in war – zumindest zu Beginn der Lernreise – kurz vor dem Verzweifeln. Es darf sich glücklich schätzen, wer eine/n gute/n Scrum Master*in zur Seite stehen hat, die/der coachend Impulse liefert. Es gibt zum Glück auch viele, viele gute hilfreiche Quellen. Einige davon finden sich auch in den Shownotes der Podcastfolge der Produktwerker wieder, die einen schönen Überblick zum Thema gibt. Und weil wir gerade dabei sind – ich kann auch das Buch Fifty Quick Ideas to Improve Your User Stories von Gojko Adzic und David Evans (Neuri Consulting LLP, 2014) sehr empfehlen..

https://produktwerker.de/user-story-splitting/

Stacey Matrix: Grenzen und Nutzen

Die Stacey Matrix – in ihrer vereinfachten Variante – darf in keiner Einführung in Agilität fehlen. Könnte man zumindest meinen. Den sie findet sich garantiert in dieser wieder. Aus nahe liegenden Gründen. Allerdings steckt mehr dahinter und die stark vereinfachte Variante wird der Idee von Stacey weder gerecht, noch ist es wirklich auf Dauer zielführend. Sich vertiefend mit Ihr zu beschäftigen oder zumindest noch weitere Modell wie das Cynefine-Modell von Snowden oder die PAVE-Matrix hinzuziehen, ist auf jeden Fall sinnvoll. Von Felix Stein gibt es zur Stacey-Matrix ein paar interessante Gedanken, die Euch sicherlich weiterhelfen können:

https://www.lean-agility.de/2021/10/stacey-matrix-ii.html

Scrum, Autorität und Macht: Warum Autorität und Selbstorganisation sich nicht ausschließen

Dankenswerterweise hat Jan Fischbach im folgenden Blogartikel ein Thema aufgegriffen, mit dem ich mich auch schon mehrfach auseinandergesetzt habe. Agilität und „Herrschaftsstrukturen“ unter anderem Hierarchie. Ich weiß, dass manche in der agilen Szene Hierarchie undifferenziert als „böse“ verteufeln und Aspekte wie „Herrschaft“, „Macht“ und Autorität – gefühlt zumindest – ausblenden, wenn es um agile Organisationen geht. Beides für mich zwei große Fehler, die auf Missverständnissen beruhen. Der Beitrag von Jan beleuchtet einige Punkte in diesem Zusammenhang sehr gut.

https://www.teamworkblog.de/2021/10/autoritat-in-scrum-teams.html

Backlogmanagement: Häufige Fehler und wie man sie überwinden kann

Dieser Tage habe ich ein Product-Backlog des „Grauens“ zu Gesicht bekommen. So nenne ich gerne mal Backlogs, die schlecht gepflegt sind. Schlecht gepflegt unter anderem deshalb, weil übervoll mit uralten Einträgen, die niemand jemals raus geworfen hat. Dazu Doppeleinträge usw. usf. Das ist natürlich nur ein Aspekt von vielen, die schief laufen können und in der Podcastfolge von Roman Pichler thematisiert werden. Hört rein und lasst Euch inspirieren. Ein gut gepflegter Product Backlog ist ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Produktentwicklung.

https://www.romanpichler.com/podcast/seven-product-backlog-mistakes-to-avoid/

Scrum Checkliste: Reflexionshilfe nach Pilotenart

Checklisten im agilen Kontext? Da zuckt man in aller Regel erst mal zusammen. Nicht ganz zu Unrecht. Aber wie so oft: Es ist eine Frage der Anwendung. Wer Checklisten als Werkzeug richtig nutzt, nämlich als Hilfe und Unterstützung für die (selbst-)kritische Reflexion kann durch sinnvoll profitieren. Gute Checklisten, die richtig genutzt werden, werden nicht einfach abgehackt. Sie helfen Wichtiges nicht zu vergessen. Piloten nutzen deshalb Checklisten, damit beim Sicherheitscheck nichts vergessen. Diese Idee hat Donald “Mark” Haynes in seinem Beitrag auf den Scrum-Kontext übertragen. Denkt bitte daran: Wir haben es mit einem komplexen System zu tun, wenn wir in Organisationen arbeiten. Also nicht einfach nur Abhacken, sondern auch reflektieren, was im jeweiligen Kontext angebracht und passend ist.

https://www.agilealliance.org/a-scrum-flight-checklist/

Säulen der Agilität: Empirie, Befähigung und Ownership

Was unterscheidet Agilität von vielen anderen Ansätzen, die es vorher schon gab? Eine Frage, die mich auch immer wieder umtreibt Der eine oder andere wird die drei Säulen, die Marcus Raitner als Basis der Agilität beschreibt, anführen: Empirie, Empowerment und Ownership. Wieder andere werden feststellen, dass zumindest die ersten beiden Punkte sich – zumindest – im Lean Management wiederfinden. Was mich mit unter dazu veranlasst beim Thema Agilität nicht von einer „Revolution“, sondern einer Renaissance zu sprechen. Einer Wiederentdeckung und Wiederbelebung. Alle drei beschriebenen Säulen sind keine Neuerfindung. Aber spannend ist es allemal zu beobachten, zu erleben wie sie zusammenwirken:

https://fuehrung-erfahren.de/2021/10/die-drei-saeulen-der-agilitaet-empirie-empowerment-und-ownership/

Priorisieren: Die Entscheidung das Richtige zu tun

Egal, ob in Bezug auf die persönliche Produktivität oder beruflichen Kontext – es ist für viele Menschen eine enorme Herausforderung zu entscheiden, was sie als das „Richtige“ einstufen sollen und was nicht. Gemeint ist damit eine Auswahl und Priorisierung von „Optionen“ verschiedenster Art. Beispielsweise bei der Priorisierung des Product- und/oder Sprintbacklogs. Torsten Wunderlich greift dieses Thema auf, nähert sich über den Klassiker – der sogenannten Eisenhower-Matrix – der Priorisierung nach Weighted Shortest Job First (WSJF) an. Spontan fallen wir noch weitere Ansätze ein, aber leider sind diese nicht Gegenstand der Betrachtung. Es gibt also noch einige Alternativen, viele davon folgen erstaunlicherweise der „Grundstruktur“ der Eisenhower-Matrix.

https://blog.mayflower.de/11103-eisenhower-matrix-wsjf.html

Jobs to be Done: Das tieferliegende Weshalb besser verstehen

Jurgen Appelo hat einen schönen Artikel zum Thema Jobs to be Done veröffentlicht. Interessant zum einen, weil er verschiedene Quellen referenziert und zum anderen die diversen Ideen und Ansätze zusammenführt. Das Ziel: Das Weshalb besser zu verstehen. Kein Wunder, dass ich darauf gleich ansgesprungen bin, gehört doch das Weshalb zu meinen „Lieblingsfragen“ 😉

https://shiftup.work/jobs-to-be-done/

Kanban: Prozessvisualisierung auf Basis der Wertschöpfungskette

Ich hätte gerne direkt auf die Podcast-Folge „S01E02 – Wertschöpfungskette statt nur Fragmente“ von Florian Eisenberg verlinkt, aber irgendwie wollte mir es nicht gelingen eine Verlinkung zur Episode zu generieren. Ich bitte um Pardon, wenn ich nicht direkt verlinken. Denoch will ich Euch die sehr spannende Folge aus dem Podcast Kanban in 7 Minuten nicht vorenthalten. Spannend deshalb, weil sie zeigt, wie die Prozessvisualisierung auf Basis der Wertschöpfungskette den Koordinationsaufwand erheblich reduzieren kann. Hört rein. Lasst Euch inspirieren.

https://www.kanbwana.de/podcast/

Dysfunktionen in der Umgebung erkennen: Wie man den Berliner Flughafen nachbaut

Scrum ist eingebettet in eine Umgebung. Diese wirkt auf das Scrum-Team ein. Das dürfte allen einleuchten. Und doch könnte man meinen, dass wir in vielen Organisationen den Berliner Flughafen in klein erleben. Irgendetwas läuft da doch nicht rund. Und dieses nicht rund laufen, schlägt dann auf das Scrum Team durch. Die alten Verhaltensweisen ändert man eben nicht kurz durch Einführung eines agilen Frameworks. Das ist harte „Veränderungsarbeit“. Die Zusammenhänge, Dysfunktionen, die dabei relevant sind, hat Ralf Kruse in der folgenden Podcastfolge verarbeitet:

https://enablechange.de/2021/10/06/hilfe-warum-sind-unsere-mitarbeiter-so-passiv/

Henne-Ei-Problem: Was ist wichtiger – Haltung oder Methode?

Ich favorisiere gerne die Haltung als wesentlichen Punkt für den Erfolg und doch alleine ist sie es oft nicht. Wie auch Marc Löffler in der folgenden Podast-Folge herausarbeitet. Die Haltung mit Leben zu füllen braucht Unterstützung (und oft Erfahrung). Erfahrung muss man erst sammeln, um aus ihr schöpfen zu können. Es braucht als doch etwas mehr als nur die richtige Haltung. Und eine entsprechende Haltung entwickelt man erst oft aus der Praxis heraus. Was jetzt nun? Haltung oder Methode? Was ist wichtiger? Ein Henne-Ei-Problem.

https://passionateteams.com/e/mindset-oder-methode-was-ist-wichtiger/

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