#LINKSDERWOCHE | 38/2020: Produktivität, Agile, Leadership und Management

PRODUKTIVITÄT

Visualisierung: Erkenntisse in die Tat umsetzen

Regelmäßig zu reflektieren ist eine Eigenschaft, die nahezu alle erfolgreichen Persönlichkeiten aufweisen. Nicht ohne Grund. Es ist die Basis der persönlichen Produktivität. Allerdings müssen aus der Erkenntnis dann auch Handlungen werden. Und dies ist meiner Meinung nach die Königsklasse. Eine ander wir uns immer wieder die Zähne ausbeißt. Dabei kann „Visualisierung“ helfen. Einige Möglichkeiten zur Visualisierung zeigt Euch Annette Hexelschneider:

https://wissendenken.com/visuelles-denken/reflexion-teil-3/

Entscheidungen richtig treffen: Ein paar Anregungen

Wir treffen täglich eine Vielzahl von Entscheidungen. Viele unbewusst. Andere durch aus bewusst. Und gerade die bewussten Entscheidungen könnten eine Herausforderung werden. Gerade dann, wenn es um komplizierte oder gar komplexe Entscheidungen geht. Was dann passiert, kennen wir alle. Uns fällt es schwer, zu einer Entscheidung zu kommen. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass ein wenig „Systematik“ hilft, die Blockade aufzulösen. Ein entsprechendes Modell, an dem man sich orientieren kann, beschreibt Cornelia Kiel:

https://t2informatik.de/blog/projektmanagement/entscheidungen-richtig-treffen/

Umgang mit der Informationsflut: Ein paar Praxistipps

An der Verfügbarkeit an Informationen gibt es 2020 keinen Mangel mehr. War man noch vor wenigen Jahrzehnten mit der guten alten Tageszeitung, den abendlichen Nachrichten im TV und im Radio noch überschaubar mit „Informationen“ versorgt, ist für heute fast schon eine „Informationsflut“, die uns über zig Kanäle hereinbricht. Ein Problem, welches auch Katharina Nolden nicht unbekannt ist und eine Herausforderung für die sie sich eine Lösung entwickelt hat:

https://katharina-nolden.de/umgang-mit-der-digitalen-informationsflut/

AGILE

Scrum Guide in der deutschen Fassung: Jetzt „dudenkonformes“ Glossar 😉

Die Übersetzer des Scrum Guides (deutsche Fassung 2017) waren so nett und haben den Guide und das Glossar im Hinblick auf die aktuellen Rechtschreibregeln überarbeitet. Auch wenn es nur kleine Änderungen sind (und viele Begrifflichkeiten aus dem englischen nicht optimal übersetzt werden können und daher auch der englische Begriff zur Anwendung empfohlen wird), finde ich die entsprechende Umsetzung sinnvoll und wichtig. Ein gemeinsames Sprachverständnis zu haben, kann so manches Missverständnis vermeiden – wie jeder von uns weiß. Wer mehr wissen will – werft einfach ein Blick drauf:

https://www.scrum.org/resources/blog/durchkoppeln-wie-die-profis-der-deutsche-scrum-guide-ist-uberarbeitet

Product Owner: Podcast-Interview mit Roman Pichler rund um agile Produktmanagement

Wenn es um das Thema Produktmanagement im agilen Kontext geht und mich jemand fragt, ob es jemanden gibt, der diesen Aspekt mit Schwerpunkt beleuchtet – dann fällt mir immer Roman Pichler als erster Name ein. Der eine oder andere kennt vielleicht seinen Blog oder auch seine Bücher zum Thema. Leider hatte ich noch nicht das Glück, dass wir uns persönlich begegnet sind. Was nicht ist, kann ja noch werden. Im Podcast von Marc Loeffler gibt es ein spannendes Gespräch mit Roman Pichler zu nachhören: Wie wird man ein guter Product Owner. 30 Minuten lohnenswerter Input.

https://marcloeffler.eu/2020/09/10/wie-wird-man-ein-guter-product-owner-ein-interview-mit-roman-pichler/

Scrum skalieren: Nexus und Kanban kombinieren

Ich mache keinen Hehl daraus – der Hype um SAFe geht mir tierisch auf den Zeiger. Im Große und Ganzen ist es ein „Baukasten“, der Scrum (of Scrums) mit Kanban kombiniert, das Ganze in einem managementvermarktbaren Rahmen packt und eine „Blaupausen“-Schleife drumerum drapiert. Andere Skalierungsoptionen fallen leider viel zu oft hinten runter, die nicht minder interessant und meines Erachtens weniger „kompliziert“ sind. Jeder der genannten Ansätze (inklusive SAFe) hat – so ist das im Leben – seine Stärken und Schwächen – deswegen will es gut überlegt sein, für welche Stoßrichtung ihr Euch entscheidet. Überlegt Euch aber auch: Muss ich überhaupt skalieren? Darunter auch Nexus (neben LeSS, Scrum of Scrums, Scrum@Scale). Nexus ist übrigens ein Skalierungsrahmen, der sehr nah an Scrum bleibt und für die Skalierung von 3-9 Teams gut geeignet ist. Yuval Yeret zeigt in seinem Artikel eine Idee, wie sich Nexus mit Kanban kombinieren lässt. Fazit: Greift bitte nicht gleich zu SAFe, wenn ihr skalieren müsst – schaut Euch ruhig auch die anderen Skalierungsrahmenwerke an. Es kann sich durchaus lohnen.

https://www.scrum.org/resources/blog/scaling-scrum-nexus-and-kanban

Best of Agile and Project Management: Eine Artikelsammlung

Dzone ist eine der Quellen, die ich häufig auch für die Links der Woche nutze. Interessanterweise gab es in der vergangenen Woche dort einen „Best-Of“-Artikel zum Thema Agile. Natürlich ist dieses „die besten Artikel zu“ immer auch einer subjektiven Auswahl derjenigen, die die Zusammenstellung gemacht haben (wie bei den Links der Woche) dennoch, es lohnt darin zu stöbern. Es findet sich meist was, was man gerade aktuell gut brauchen kann. In diesem Sinne – viel Spaß beim Stöbern:

https://dzone.com/articles/best-of-dzone-agile-and-project-management

OKR: Eine Replik auf Kai-Marian Pukall

Ich hoffe, dass der eine oder andere noch den kritischen Artikel von Kai-Marian Pukall auf dem Schirm hat, den ich Euch vor kurzer Zeit hier in den Links der Woche vorgestellt habe. André Claaßen – der sich mit OKRs sehr intensiv beschäftigt – wollte die Kritik nicht unkommentiert stehen lassen und hat eine Replik veröffentlicht. Nicht im eigenen Blog, nein, in demselben Blog wie Kai-Marian Pukall. Das ist neben der Replik selbst übrigens ein schönes Beispiel, wie ich mir einen kritischen Diskurs vorstelle. Jeder wertschätzt die Position des anderen, auch wenn es Differenzen gibt, was die Argumente und die Sicht ein Thema ausmacht. Es werden Argumente auf wertschätzende Art und Weise ausgetauscht, ohne das jemand für sich beansprucht, die absolute Wahrheit zu besitzen. Dass dieser kritisch-rationale Diskurs manchen Mitmenschen nicht leicht fällt, durfte ich übrigens diese Woche gleich zwei Mal (in völlig verschiedenen Kontexten) live erleben. Was ich immer sehr schade finde – den ich „lerne“ aus diesem Schlagabtausch der Argumente immer sehr viel. Aber immerhin, hier haben wir ein positives Beispiel. Danke, André und Kai-Marian!

https://www.inspectandadapt.de/okr-eine-erganzende-betrachtung/

Agile Mythen entzaubert: Ein Regelbruch ist nicht (immer) agil

Ihr kennt das sicherlich auch: „Wir machen das jetzt agil.“ Gemeint ist damit meist: „Wir machen das jetzt flexible.“ Und meist auch noch aus der Hüfte heraus. Das Wörtchen „agil“ muss dann dafür herhalten, dass man einfach mal die Regeln umgeht, ohne gründlich zu reflektieren, ob es überhaupt gut und richtig ist. Und das ist eben nicht agil (in unserem Sinne). Auch agiles Handeln braucht eine „Legitimation“. Es muss begründbar sein, um auch am Ende „verlässlich“ zu sein. Ein Thema, dass Felix Stein in seinem Beitrag thematisiert. Als Einstieg dient ihm übrigens ein Beispiel aus der öffentlichen Verwaltung, die bekanntermaßen an die Prinzipien des rechtsstaatlichen Handelns gebunden ist. D. h. wenn die Verwaltung – aus durch aus legitimen Gründen – entscheidet, bestehende Regelungen zu ändern, dann muss sie dies ausreichend begründen. Kann sie dies nicht, dann ist die Entscheidung obsolet. Dabei spielt die „Verlässlichkeit“ eine große Rolle. Die Verlässlichkeit getroffener Entscheidungen. Das gilt auch im agilen Kontext. Auch hier können wir nicht einfach Grundregeln nach Gutdünken ändern, ignorieren oder einfach brechen. Die Regeln gibt es aus guten Gründen. Daher brauchen wir für den „Regelbruch“ eine gute, hinreichende Begründung, um diese zu legitimieren und – der vollständigkeithalber – sie müssen verhältnismäßig sein.

https://www.lean-agility.de/2020/09/refactoring-oder-rueckgangig-machen.html

Engpässe durch Abhängigkeiten: Explorative Abhängigkeiten untersuchen, um Flaschenhälse zu identifzieren

Ein Ratschlag, dem ich definitiv jedem Team mitgebe – übrigens unabhängig vom gewählten Managementrahmenwerk u. ä. – lautet: Macht Abhängigkeiten sichtbar und transparent. In einer idealen Welt gibt es in einem Projekt keine Abhängigkeiten nach außen. Aber die ideale Welt gibt es nicht. Daher müssen wir mit Abhängigkeiten rechnen. Die einfachste Lösung: Eine „Blockiert“ oder „Wartet auf“-Spalte auf dem Task- oder Kanbanboard. Das reicht nicht immer und gerade beim „Auflösen“ von Hindernissen (Impediments) muss es schon etwas mehr sein. Abhängigkeiten können sehr schnell zum Engpass werden und dramatische Auswirkungen auf die Teamproduktivität haben. Barry Overeem zeigt Euch einen explorativen Weg, mögliche Engpässe (Flaschenhälse) zu identifizieren.

https://www.scrum.org/resources/blog/experiment-map-dependencies-find-bottlenecks

Anti-Pattern: Management und Agile

Wenn es um Scrum, Kanban und andere agile Ansätze geht, ist das Hauptaugenmerk in aller Regel auf den Teams und ihren Rollen. Selten auf dem Management. Dabei hat gerade das Management eine nicht zu unterschätzende Rolle. Eine Rolle, die mit dem Begriff „Servant Leadership“ gerne umschrieben wird. Eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die sehr fordernd sein kann. Hilfreich sind daher „Hilfestellung“ wie die Anti-Pattern von Stefan Wolpers:

https://www.scrum.org/resources/blog/agile-management-anti-patterns-introduction-aspiring-servant-leaders

LEADERSHIP AND MANAGEMENT

Menschliche Führung: Wie Marcus Raitner sich von Buddha insiprieren lässt

Bisweilen erinnert mich – als Laien – die fernöstliche Philosophie sehr an die antiken Philosophen der Stoa. Es steckt sehr viel Weisheit hinter den gemeinsamen Ideen. Und daher verwundert es mich nicht, dass Marcus Raitner sich auch von den Ideen der buddhistischen Lehre inspirieren lässt, um 10 Prinzipien für eine menschliche Führung abzuleiten. Mehr dazu:

https://fuehrung-erfahren.de/2020/09/fuehren-wie-buddha-10-tugenden-menschlicher-fuehrung/

Szenarien als Lernwerkzeug: Ein Einstieg

Szenarien sind ein gutes Hilfsmittel – nicht um Prognosen zu treffen – sondern zu lernen. Über das was, wie und warum erklärt der erste – hier verlinkte – Artikel von Jan Fischbach. Der zweite Link verweist auf einen weiteren Artikel von Jan Fischbach. Hier zeigt er, wie Shell – der weltbekannte Öl-Konzern – Szenarien in der Praxis anwendet. Zusammen hat man ein ganz ordentlichen Einstieg in die Materie, mit dem sich das Ganze dann Schritt für Schritt vertiefen lässt.

https://www.teamworkblog.de/2020/09/wie-nutzt-man-szenarien.html

https://www.teamworkblog.de/2020/09/die-szenarioplaner-von-shell.html

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