#LINKSDERWOCHE 35 +36 | Produktivität, Agile, Leadership und Management

PRODUKTIVITÄT

Aufräumen: Warum wir es regelmäßig tun sollten

Leo Babauta hat einen schönen Beitrag über das „Aufräumen“ unserer diversen „Sammelboxen“ veröffentlicht. Warum sollten wir das regelmäßig machen? Damit wir den Überblick behalten, Ballast abwerfen. Zero in Box und ähnliche Konzepte setzen hier an. Wer noch einen kleinen Schubs braucht, hier entlang:

https://zenhabits.net/tend/

Alte Tricks „aufgewärmt“: Alt bedeuet nicht schlecht

Alt bedeutet nicht, dass es schlecht ist. Ganz im Gegenteil. So manches Konzept, dass mir begegnet, kommt mir häufig bekannt vor und erfreut sich einer Renaissance, nach dem es eine gewisse Zeit vor sich hingedämmert hat. Schaut man sich an, was so aus Omas Trickkiste gerade wieder alles ans Licht kommt und sich wieder Beliebtheit erfreut, verwundert es nicht. Es gibt eine Vielzahl von Tricks, die schon älter sind (und deswegen in Vergessenheit geraten) und doch nach wie vor effektiv und effizient funktionieren. Wo findet man diese? 2020 – zumindest zum Teil – im Internet. Einige der entsprechenden Webseiten hat wohl auch Stephan List „entdeckt“ und teilt sie mit uns:

https://toolblog.de/2020/08/27/alte-tricks-die-auch-heute-noch-funktionieren/

Umgang mit Kalender: Den Kalender in den Griff bekommen

Der Kalender ist eines meiner wichtigsten Hilfsmittel. Er erfüllt seine Aufgabe nur so gut, wie ich ihn nutze. Und da gibt es jede Menge Hindernisse und Hürden. Auch in der Zusammenarbeit mit anderen. Diese Themen bearbeitet der Podcast von Ivan Blatter, der wieder einmal vollgepackt mit Tipps und Tricks, Hilfestellungen und Anregungen steckt.

https://ivanblatter.com/podcast/bttr-kalender/

AGILE

Transparenz: Gibt es zuviel Transparenz?

Ich bin ein Freund möglichst umfassender Transparenz. Allerdings kann Transparenz auch in einem Informationsoverload enden, in dem man zu viele Informationen zur Verfügung stellt. Schönes Beispiel ist für mich hierfür die EU. Viel gescholten wegen angeblicher Intransparenz. Aber habt Ihr Euch mal die Mühe gemacht zu schauen, was die EU-Kommission jeden Tag veröffentlicht? So transparent ist wohl kaum eine andere Behörde in Europa. Zumindest keine, die ich kenne und ich kenne einige. Der Wahnsinn. Das aber nur mal am Rande bemerkt. Und damit kommen wir auch im agilen Umfeld an einen Punkt, an dem wir uns Gedanken machen müssen, was Transparenz bedeutet. Transparenz ist das oberster Ziel, keine Frage. Aber „Informationsüberfrachtung“ ist genauso wenig zielführend. Was ist nun das richtige Maß an Transparenz? Welche Informationen sind wirklich relevant? Dies Entscheidung bedeutet nicht, strategisch-taktische Spielchen zu treiben, sondern sich zu überlegen, welche Informationen für die jeweiligen Zielgruppen (intern, extern) hilfreich sind zu verstehen. Und genau diese Überlegungen liegen im Fokus eines Artikels von Mike Cohn.

https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/can-there-be-too-much-transparency

Scrum Master: Resilienz entwickeln

Scrum Mastern wird eine ausgeprägte „Vorbildrolle“ zugeschrieben. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Als „dienende Führung“ sollen sie Teams unterstützen, sie befähigen und ihnen helfen, die Selbstorganisation im Team zu entwickeln und zu verbessern. Sie unterstützen das Umfeld dabei zu verstehen, wie das Team arbeitet. Und noch so ein paar Dinge mehr. Nicht immer, aber sehr oft eine große Herausforderung. Nicht ohne. Und eine, die ziemlich an der Substanz zehren kann. Resilienz ist in diesem Zusammenhang das Stichwort, das hilft. Ein guter Scrum Master muss einen hohen Resilienzgrad aufweisen (und, das Team dabei unterstützen, ebenfalls einen entsprechenden Grad zu entwickeln). Nagesh Sharma meint, drei Schlüsselfaktoren identifiziert zu haben, die dabei helfen können. Kein Geheimrezept, sondern bewährt und auch aus dem Zeit- und Selbstmanagement entlehnte Ansätze, die tatsächlich funktionieren können:

https://www.scrum.org/resources/blog/3-key-tips-scrum-masters-act-more-resilience

Agile und Lean Startup: Eine 3-teilige Artikelserie

Lean und Agile – hört sich immer so nach zwei ganz unterschiedlichen Schulen an. Das ist – zumindest nach meinem Empfinden – Nonsens. Beides liegt sehr dicht beinander. Und ich behaupte mal Agile wäre ohne Lean gar nicht möglich. Lean Management ist Pate für die agile Softwareentwicklung gestanden, in der sich die Ideen des „Agilen Management“ entwickelt haben. Die Gemeinsamkeiten sind deutlich zu erkennen, es gibt aber auch einige Unterschiede – bedingt durch den Kontext in dem die beiden Ansätze „ausgereift“ worden sind. Serienfertigung und Neuentwicklung sind zwei verschiedene Dinge. Sich der Unterschiede und Gemeinsamkeiten bewusst zu sein, ist meines Erachtens wichtig. Und als ich die Artikelreihe von Yogeshwar Srikrishnan mit dem Titel „Agile and Lean Startup“ entdeckt habe, ist mir das nochmals besonders ins Auge gestochen, auch wenn ich manche inhaltlichen Punkte etwas differenzierter sehe.

https://dzone.com/articles/agile-amp-lean-startup-part-1

https://dzone.com/articles/agile-and-lean-startup-part-2

https://dzone.com/articles/agile-and-lean-startup-part-3

Resource Utilization Trap: Mit dem WiP-Limit entgegenwirken

Es gibt ein schönes Video zum Thema zur Resource Utiliziation Trap von Hendrik Kniberg, dass ich Euch an dieser Stelle sehr gerne empfehlen möchte. Quasi als Einstieg in den Artikel von Stephan Vlieland. Dieser versucht aufzuzeigen, wie mithilfe eines WiP-Limits hier entgegengewirkt werden kann. An dieser Stelle noch ein kleiner Buchtipp. Zum Thema passt nämlich auch sehr gut, das Buch von Jim Benson: Why limit WiP.

https://www.scrum.org/resources/blog/scrum-master-tactics-escaping-resource-utilization-trap

Definition of Done: Ein Canvas

Braucht es für eine Definition of Done ein Canvas? Gute Frage. Ich meine, dass es nicht unbedingt erforderlich ist. Und doch, wenn ich überlege, wie schwer sich manche Teams mit der Thematik tun, macht es vielleicht doch Sinn. Rickard Jones hat einen Vorschlag erarbeitet, der interessant sein kann. Wobei ich persönlich denke, dass ein guter Scrum Master und/oder ein erfahrenes Team nicht unbedingt auf eine Vorlage angewiesen sind. Ein Struktur mit Wiederkennungseffekt erleichtert dennoch definitiv den Einstieg.

https://dzone.com/articles/definition-of-quotdonequot-canvas

Scrum Master Toolbox: Coach the Person, not the Problem

Die größte Herausforderung beim Coaching ist zumindest für mich gefühlt, das Problem nicht selbst zu lösen, sondern die Coachees dabei zu unterstützen, das Problem selbst zu lösen. Hilfe zur Selbsthilfe geben. Ein zweitägiges Scrum Master-Training vermittelt die hierfür erforderlichen Fähigkeiten leider nicht – auch wenn es manche meinen. Dafür braucht es noch ein bisschen mehr Wissen, Können und Erfahrung. Aber was bedeutet es genau? Einen ersten kleinen Einblick gibt der Artikel von Nagesh Sharma.

https://www.scrum.org/resources/blog/scrum-masters-toolkit-coach-person-not-problem

OKR: Ein paar kritische Gedanken

Objektives und Key Results erfreuen sich großer Beliebtheit. Ich persönlich finde die Idee auch sehr spannend. Und doch bin ich der Meinung, dass bei aller Begeisterung auch über die „Schattenseiten“ und Kritikpunkte gesprochen werden muss. Kein System, keine Idee ist perfekt und hat ihre Schwächen. Der kritische Diskurs erlaubt es, die Dinge weiterzuentwickeln und zu verbessern. In diesem Sinne möchte ich Euch den Artikel von Kai Pukall empfehlen, der auf die Schwachstellen des OKR-Ansatzes eingeht.

https://www.inspectandadapt.de/okr-eine-kritische-betrachtung/

OKR: Das richtige digitale Werkzeug finden

Die „Werkzeugdiskussion“ ist – meiner Meinung nach – die Diskussion, die erst ganz am Schluss geführt werden sollte. Unabhängig von der Methode. Und zwar, nach dem alles andere geklärt ist und die Methodik durchdrungen wurde. Das Werkzeug ist vereinfacht ausgedrückt, nur ein Werkzeug. Ein Hilfsmittel. Leider führen viele Teams – meiner Meinung nach – viel zu früh die Diskussion um elektronische Werkzeuge und lenken damit eigentlich ihr Augenmerk auf den falschen Fokus. Dennoch, die Frage taucht irgendwann auf, und hier hilft möglicherweise der Blogartikel von Murakamy weiter, der einen Überblick über mögliche elektronische Werkzeuge gibt. Aber bitte denkt dran – diese Diskussion führt möglichst erst spät.

https://murakamy.com/blog/2020/8/28/okr-tools-welche-optionen-gibt-es-und-wie-finde-ich-die-richtige-okr-software

MANAGEMENT UND LEADERSHIP

Servicedominierende Logik und Wertschöpfung: Wie wir zu einer echten Kundenorientierung kommen

Mark Lambertz befasst sich in einem sehr ausführlichen Beitrag mit dem Thema Wertschöpfung und den Herausforderungen einer kundenzentrierten Sicht. Dabei greift er auf ein Servicedominierende Logik der Wertschöpfung zurück, um aufzuzeigen, wo die produktfokussierte Logik der Wertschöpfung immer wieder scheitert: an einer „echten“ Einbindung den des Kunden. Sein Fazit: Auch ein Produkt ist am Ende eine Dienstleistung, ein Versprechen an den Kunden.

https://intelligente-organisationen.de/service-dominant-logic

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