#LINKSDERWOCHE | 44-46/2025: Produktivität, Lean, Agile, Management und Leadership

EDITORIAL

Heute im 3er Pack

Leider hat es mich diesen Herbst heftig erwischt und ich war deutlich länger krankheitsbedingt außer Gefecht. Das war nervig und eine Geduldsprobe, insbesondere, weil ich immer noch mit den Ausläufern zu kämpfen habe. Unter anderem bin ich immer noch heiser und meine Stimme klingt, als hätte ich eine Tournee mit Rockkonzerten hinter mir. Es gibt allerdings schlimmere Dinge. Jammern auf hohem Niveau. 😉 Ich werde auf jeden Fall langsam wieder fit und kann meine Rückstände Stück für Stück aufholen. Für euch, liebe Leser, bedeutet das, dass ihr mehr als sonst von mir zu lesen bekommt. Ich konnte zwar vom Sofa aus sammeln, habe aber leider nicht die Kraft gefunden, das Ganze auch noch hier zusammenzufassen. Das hole ich jetzt auf einen Schlag nach. Ihr bekommt quasi ein 3er-Pack Links.

Obeya-Fans aufgepasst

Kurz bevor ich ausgefallen bin, habe ich angefangen, die Ausbildung zum Obeya-Coach zu machen. Mit dem Thema beschäftige ich mich schon lange. Im Rahmen der Ausbildung muss ich ein Obeya als „Außenstehender“ betrachten, analysieren und „begutachten“. Das heißt, ich erstelle aus meinen Beobachtungen einen Bericht mit Empfehlungen. Aktuell fehlt mir noch eine Organisation, die sich dazu bereit erklärt. Falls ihr also Interesse habt oder jemanden kennt, dürft ihr gerne den Kontakt herstellen.

PRODUKTIVITÄT

Kopf ≠ Speicher | Weshalb wir den Kopf für Denken frei halten sollen und wie es gelingt

Spätestens seit ich vor langer Zeit meine ersten Berührungspunkte mit GTD hatte, ist mir klar geworden, dass ich meinen Kopf nicht als „Speicher” missbrauchen sollte. Terminierte Dinge kommen in den Kalender, alles andere in mein „Notizsystem“ mit entsprechenden Stichwörtern, damit ich es schnell und einfach wiederfinde. Das entlastet mich, da ich meine begrenzten Kapazitäten im Kopf für das nutzen kann, was jetzt gerade wichtig ist, und nicht noch an viele andere Dinge denken muss. Ich weiß ja, wo ich was wiederfinde, wenn ich es brauche. Genau darum geht es in der folgenden Podcastfolge von Ivan Blatter. Er geht dabei auch der Frage nach, wie wir uns verzetteln können, wenn wir für die Organisation unserer Ideen, Notizen und Gedanken mehrerer Werkzeuge nutzen. Auch bei den Werkzeugen gilt: Weniger ist oft mehr!

https://share.transistor.fm/s/0303ef07

Jahresziele | Weshalb Jahresziele so oft scheitern

Das Jahr neigt sich dem Ende zu (schon wieder?) und damit stellt sich vielen die Frage: Was von dem, was ich dieses Jahr erreichen wollte, habe ich geschafft? Tja, diese Frage habe ich mir – gebe ganz ehrlich zu – abgewöhnt. Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich mit langfristigen Leitlinien bzw. Prinzipien und Quartalszielen besser vorankomme. Auch, weil es mir ähnlich ging wie in der von Ivan Blatter angedeuteten Einleitung. In seiner aktuellen Folge geht er nämlich genau der Frage nach, weshalb Jahresziele so oft scheitern. Vieles von dem, was er beschreibt, hat dazu geführt, dass ich das Nordstern-Modell von Toyota quasi auf meine Selbstorganisation übertragen habe – und das funktioniert für mich deutlich besser.

https://share.transistor.fm/s/8706dd6a

Obsidian | Kalenderfunktion nutzen

Ich nutze die Kalenderfunktion von Obsidian ausschließlich für Wiedervorlagen und das Logbuch. Ich habe es mal ausprobiert, den Kalender für mehr zu nutzen. Aber so richtig zufrieden war ich damit nicht. Als Terminkalender war er mir persönlich dann doch zu spartanisch. Dennoch hat es Charme. Insbesondere für Menschen, die möglichst wenige unterschiedliche Werkzeuge für ihr Selbstmanagement nutzen wollen. Für den einen oder anderen ist es daher vielleicht genau das, was er oder sie sucht. Falls ihr interessiert seid, möchte ich euch daher den Blogartikel von Thomas Mathoi empfehlen.

https://www.mathoi.at/2025/11/20/kalender-md-in-obsidian/

Calibre | eBooks verwalten mit Calibre

In puncto Bücher bin ich nicht konsequent digital unterwegs. Eine Zeit lang habe ich versucht, alles digital zu lesen. Zwischenzeitlich bin ich jedoch wieder größtenteils zu Papier gewechselt. Gelegentlich springe ich zwischen digital und Papier hin und her. Für die Verwaltung meiner digitalen Bücher nutze ich sehr gerne Calibre, wobei ich zugegebenermaßen nicht das volle Potenzial ausschöpfe. Wenn ich den Beitrag von Thomas Mathoi lese, beschleicht mich zumindest das Gefühl.

https://www.mathoi.at/2025/12/01/app-tipp-calibre/

SMART oder auch nicht | Die Krux mit dem Goldstandard

Wie viele andere auch, habe das Akronym SMART für Ziele als „Goldstandard“ kennengelernt und in Teilen auch zu schätzen gelernt. Ich bin aber auch immer wieder an Grenzen gestoßen. Grenzen, die ich im Beitrag von J.D. Meier in Teilen wieder erkannt habe. Die Idee ist gut, aber SMART wurde für Unternehmensziele entwickelt und nicht für die persönliche Produktivität. Das arbeite er in seinem Beitrag schön heraus, erklärt weshalb dies ein Problem sein kann und gibt einen Alternativenimpuls. Mir gefällt, dass er SMART nicht vollständig verteufelt, sondern es nachgeordnetes Werkzeug für die Konkretisierung nutzt und ein Modell integeriert, dass mich an meine „persönliche“ Adaption des Nordsternmodells aus dem TPS erinnert. So wird auch ein Schuh aus dem Ganzen.

https://gettingresults.com/smart-goals-trap/

Andere inspirieren | Inspiration liefern statt bremsen

Ich würde mir mehr Menschen wünschen, die ihre Mitmenschen inspirieren, indem sie die in ihnen schlummernde Kraft und Energie verstärken. Da muss ich mich an die eigene Nase fassen. Dan Rockwells Beitrag erinnert mich daran, wie wichtig das ist. Ich erlebe so viele Menschen mit guten Ideen, die sich selbst zurückhalten. Oft haben sie den Eindruck, dass es nicht gewollt ist, dass sie ihre Ideen ausprobieren. Schade eigentlich um das verschenkte Potenzial. Das können wir besser. Ja, wir. Jeder von uns.

https://leadershipfreak.blog/2025/11/18/how-to-inspire-anyone/

Warnleuchten | Frust und Ärger als Warnsignal nutzen

Frust und Ärger machen keinen Spaß. Beides kann zu richtigen Spaßbremsen werden. Wir können sie aber auch als „Warnleuchte“ nutzen, die uns auf mögliche Handlungsfelder hinweist. Genau das schlägt Dan Rockwell vor. Wenn ich ehrlich bin, gefällt mir das. Anstatt Frust und Ärger in mich hineinzufressen, nehme ich beides als Warnhinweis wahr, dass da etwas schlummert, und nehme den Ball auf. Ich überlege, was wir besser machen könnten.

https://leadershipfreak.blog/2025/11/25/anger-your-fierce-ally/

„Geschwindigkeit“ | Das richtige Tempo finden

Und hier ist noch ein dritter Beitrag von Dan Rockwell. Diesmal geht es um Tempo. Weder zu langsam noch zu schnell ist gut. Wie bei einem Langstreckenläufer. Das richtige Tempo, der richtige Takt, ist extrem wichtig. Ein Tempo, das uns gleichmäßig voranbringt, ohne zu langweilen oder übermäßig auszupowern. Man spricht in diesem Zusammenhang gerne von einem nachhaltigen Tempo. Das gilt auch für unser Selbstmanagement. Das richtige Tempo zu finden, das müssen wir durch Reflexion für uns selbst entdecken. Der Beitrag von Dan Rockwell liefert zwar keine Handlungsanleitung hierfür, zeigt uns aber, wie wir den „Korridor” erkennen können.

https://leadershipfreak.blog/2025/12/05/find-the-secret-pace/

LEAN

Erfahrung sammeln | „Passiv“ ist ineffektiv

Der Impuls von Götz Müller ist mir ins Auge gestochen, weil er aus meiner Sicht ein Problem beschreibt, das auf fast alle „gescheiterten“ Transformationen zutreffen könnte. Wenn die Transformation der Organisation „passiv“ erlebt wird, dann lässt sich die Wirkung nicht wirklich „erfahren“ und es entsteht oft ein falscher Eindruck. Damit entfaltet sich die Wirkung nicht wirklich, weil auch der Erkenntnisgewinn eher „passiv“ bleibt. Ganz im Sinne der „Busreise“, die er als Metapher nutzt.

https://www.geemco.de/artikel/kann-man-mit-lean-erfahrungen-machen/

Lean Transformation | Weg zurück finden, wenn man ihr verloren hat

Im Blog „Lean Journey“ habe ich eine gute Zusammenfassung von Punkten gefunden. Diese nutze ich immer wieder, um mich zu „refokussieren“. Weshalb tun wir etwas? Was findet am Ort des Geschehens statt? Einfache und kleine Schritte für sichtbare Erfolge, Erkenntnisse und vieles mehr. Die sieben Punkte sind eine gute Anleitung, um sich immer wieder bewusst zu machen, was wichtig ist, um voranzukommen, und um sich auch bei Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen. Das passt übrigens nicht nur für Lean, sondern auch für Agile.

http://www.aleanjourney.com/2025/10/finding-your-way-when-youve-lost_4.html

5-Weshalb | An die Wurzel des Problems gehen

Ich halte die 5-Weshalb-Methode (5-Why) für einen der effektivsten und effizientesten Ansätze, um bis zur Wurzel eines Problems vorzudringen und die eigentlichen Ursachen zu beseitigen, statt nur die Symptome zu behandeln, was erstaunlich oft der Fall ist. Es ärgert mich immer wieder massiv, wenn sich niemand die Zeit dafür nimmt. Die Methode stammt ursprünglich aus dem Kontext des TPS, eignet sich aber auch sehr gut für die Produktentwicklung, wie Fadi Stephan sehr schön zum Ausdruck bringt. Eine gute Überleitung von Lean in Richtung Agile 😉

https://www.kaizenko.com/five-whys-root-cause-analysis-stop-solving-the-wrong-problems/

AGILE

Scrum, aber … | Die Wirkung von Scrum, aber (Scrum but)

Wie Simon Flossmann treffend schreibt, ist das Phänomen „Scrum, aber …” nicht neu und doch quicklebendig. Nein, ich bin kein Freund von Scrum streng nach Buch. Ich bin aber auch kein Freund davon, Scrum über alles zu stülpen, ohne zu überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist. Wenn eine bewusste Entscheidung getroffen wurde, dann sollten bestimmte Dinge einfach gegeben sein. Ein Scrum-Team ohne Scrum Master, Scrum (oder auch Kanban) ohne Retrospektiven (bzw. Reflexionsschleifen in Kanban) oder ein Product Owner ohne Verantwortung? Nein, das geht nicht. Aus gutem Grund. Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, dann wird zwar gerne Scrum verantwortlich gemacht, aber dass Scrum nie wirklich „gelebt” wurde, wird dabei gerne mal übersehen.

https://www.scrum.org/resources/blog/die-auswirkungen-von-wir-machen-scrum-aber-und-was-dir-die-scrum-polizei-verschweigt

Hardening Sprints | Braucht es sie wirklich?

Leider kommt es oft vor, dass Agilität dogmatisch gelebt wird. Das entspricht allerdings nicht wirklich dem, was wir unter Agilität verstehen. Agilität bedeutet meiner Auffassung nach, beständig (selbstkritisch) zu reflektieren, zu lernen und sich anzupassen – und das unter Bedingungen von Komplexität. Komplexität kennt nun mal keine harten Abgrenzungen, es kann durchaus zu Widersprüchen kommen. Folglich sind die agilen Prinzipien und Rahmenwerke gute Handlungsanleitungen, die aber auch immer Raum für begründete „Ausnahmen” lassen. Natürlich wollen wir am Ende des Sprints potenziell auslieferbare Inkremente liefern und daher sollte es keinen Bedarf für einen „Hardening Sprint” geben, wie Felix Stein ihn beschreibt. Und doch gibt es immer auch eine Ausnahme von der Regel. Wenn sie gut begründet ist. Und da gilt es genau hinzuschauen. Seine Liste ist sicherlich nicht abschließend, liefert aber einige Aspekte, die bei der Reflexion helfen können, um zu klären, wann eine Ausnahme von der Regel sinnvoll und zielführender sein kann.

https://www.lean-agility.de/2025/11/hardening-sprints.html

Flow Effizienz | Identifikation von Engpässen in der Produktentwicklung

Ich bin bekanntermaßen ein Freund der sieben Arten nicht wertschöpfender Arbeit (Muda), die Taiichi Ohno, einem der Begründer des Toyota-Produktionssystems, zugeschrieben werden. Muda gibt es auch in agilen Teams. Das ist naheliegend, gerade auch wegen der Komplexität in der Neuentwicklung. Das kann sich wiederum auf die Effektivität und Effizienz eines Teams auswirken. In manchen Fällen können Teams aktiv etwas dagegen tun. Die Idee der Flow-Effizienz aus Kanban kann zum Beispiel unterstützend wirken, wie Ralph Jocham in einem Blogartikel auf Scrum.org herausarbeitet.

https://www.scrum.org/resources/blog/flow-efficiency-hidden-metric-exposing-your-product-bottlenecks

Pre-Mortem | Ein Ansatz zur Stärkung der Resilienz und des Upsteam-Denkens

Die von Stefan Wolpers ins Spiel gebrachte Pre-Mortem-Methode ist für mich persönlich ein sehr guter Ansatz, um Probleme und Hindernisse zu identifizieren, bevor sie überhaupt zum Hindernis werden können. Dabei wird „flussaufwärts“ vorgegangen, indem man sich vorstellt, was alles schieflaufen könnte, um die entsprechenden Weichen zu stellen. Interessanterweise wird dieser Ansatz, obwohl er schon von den antiken Stoikern verwendet wurde, in der Praxis wenig genutzt und bisweilen abgelehnt. In meinen Augen schade, aber ich kenne oft genug die Ausreden: „Dafür haben wir keine Zeit“ oder „Du siehst alles immer nur negativ, das demotiviert“. Dabei steckt dahinter eher ein pessimistischer Optimismus, der sich darauf stützt, sich auf den Ernstfall vorzubereiten und dabei davon ausgeht, dass dieser nicht eintritt, weil man die Weichen entsprechend stellt. Der Effekt ist, dass wir am Ende als Team/Organisation resilienter reagieren, weil wir für mögliche „Fehlentwicklungen” bereits gewappnet sind und Lösungen entwickeln.

https://www.scrum.org/resources/blog/when-leadership-blocks-your-pre-mortem

Business Engagment und Scrum | Eine unterschätzter Zusammenhang

Im Zusammenhang mit agilen Teams gibt es ein Phänomen, das fast schon als Klassiker der Fehleinschätzungen gelten könnte. Die Vorstellung, dass selbstorganisierte Teams keine „Führung” bräuchten und alles selbst lösen könnten. Nein, können sie nicht. Es ist eine Art Arbeitsteilung. Das Management kümmert sich um die strategischen und taktischen Rahmenbedingungen, damit das Team seine Arbeit operativ tun kann. Dies setzt voraus, dass die aktive Mitwirkung auch von „Business“-Seite erfolgt. Damit meine ich auch echte „Präsenz” im Sinne von Befähigen, Zuhören und Unterstützen. Genau diesen Zusammenhang stellt der Beitrag von Robert Pieper in den Fokus.

https://www.scrum.org/resources/blog/why-business-engagement-scrum-determines-whether-it-succeeds-or-fails

Scrum und seine Historie | Die Zeitleiste von der Idee zum Framework

Um Scrum besser zu verstehen, ist es hilfreich, sich mit der „Historie” und den „Vorläufern” näher zu befassen. Dabei finde ich die Recherchearbeit, die Jan Fischbach dazu betrieben hat, sehr unterstützend. Sie spart viel Zeit und ist äußerst hilfreich. Ich finde es immer wieder interessant, woher die vielen Impulse, Ideen und Gedanken kamen, die irgendwann im Scrum-Leitfaden mündeten. Schaut selbst.

https://www.teamworkblog.de/2025/12/scrum-eine-zeitleiste-der-ideen.html

Product Owner | Wie POs in ihrer Rollen unterstützten?

Haben wir als Scrum-Community zu wenig getan, um echte Product Owner zu befähigen? Diese Frage ist Ausgangspunkt eines weiteren Beitrags von Simon Flossmann, der sich der Frage widmet, wie wir Product Owner besser dabei unterstützt werden können, ihrer Rolle als „Wertmaximierer“ gerecht zu werden. Dabei macht er sich eine Matrix mit den Dimensionen Entscheidungsfähigkeit und Lieferfähigkeit zu eigen, die bei der Ausgangsanalyse helfen soll. Interessanter Ansatz, wenn auch keine revolutionär neue Idee.

https://www.scrum.org/resources/blog/product-owner-coaching-so-unterstutzen-scrum-master-wirklich-die-wertmaximierung

MANAGEMENT UND LEADERSHIP

Empathie und Leadership | Zu viel des Guten wird zum Problem

Volltreffer, lieber Daniel Dubbel! So würde ich es zumindest bezeichnen. Empathie ist wichtig, aber zu viel des Guten kann sich in der Führung auch ins Gegenteil umkehren. Gute Führung ist empathisch, solange sie nicht zum Selbstzweck wird und mit einer gewissen professionellen Distanz einhergeht. Zum einen schützt sie den Führenden. Zum anderen schützt sie auch die Organisation.

http://www.aleanjourney.com/2025/10/finding-your-way-when-youve-lost_4.html

Vision, Mission, Strategie | Der Dreiklang aus dem Lehrbuch und die Praxis

Ich habe das den Dreiklang aus Vision, Mission und Strategie vor vielen Jahren gelernt. Wie viele auch. Aber irgendwann ging es mir, wie Lars Richter, ich habe gemerkt, dass es so einfach gar nicht ist. Bedauerlicherweise ist der Artikel vollständig nur für Community-Mitglieder lesbar. Die Mitgliedschaft ist kostenlos. Wer also kein Problem damit hat, eine E-Mail-Adresse Preis zu geben, kann den ganzen Artikel lesen. Für mich war das „Nordstern-Modell“ mit Verbesserungs- und Coaching-Kata aus dem TPS ein Aha-Moment, der mir geholfen hat, deutlich besser zu orientieren. Eine handlungsorientierte, zeitlose „Vision“ zu haben, die an temporäre, kleine „Visionen“ gekoppelt und mit eng mit einem iterativen Vorgehen verknüpft ist, entspricht eher der Realität als der Dreiklang, der viel zu oft künstlich erzwungen, aber selten wirklich gelebt wird.

https://scamper.blog/vision-mission-strategie/

Fehlerkultur | Von der Fehler- zur helFerkultur

Grundsätzlich stimme ich Sascha Rülicke zu. Der Begriff „Fehlerkultur” greift zu kurz. Allerdings habe ich ein Problem mit dem Begriff „Helferkultur”. Es geht darum, Menschen zu befähigen, Probleme selbst zu lösen – idealerweise noch bevor sie zum Problem werden. Helfen kann, falsch verstanden, was öfter vorkommt, in „Entmündigung” statt „Befähigung” enden. Das ist hier sicherlich nicht gemeint. Dennoch kommt hier mein „Aber” gegen „Helferkultur” her. Inhaltlich passt es für mich. Vielleicht bin ich auch nur schon einschlägig vorbelastet. 😉

https://t2informatik.de/blog/von-fehler-zur-helferkultur/

Unternehmenskultur | Ist sie messbar?

Kann man die Unternehmenskultur messen? Die Antwort ist: Jein. Das gilt übrigens für viele Dinge. Messen kann man alles Mögliche. Aber ist das sinnvoll? Dafür braucht es einen Kontext und die bewusste, beständige Reflexion. Beim Thema Unternehmenskultur kommt hinzu, dass wir sie nicht direkt messen können. Unternehmenskultur, das sind die ungeschriebenen Entscheidungsprämissen der Organisation. Sie sind nicht offen sichtbar, sondern versteckt. Wie Elisabeth Fabian im Fazit treffend schreibt: „Unternehmenskultur ist messbar, aber nicht in Zahlen allein.” Das wird gerne vergessen.

https://t2informatik.de/blog/wie-sich-unternehmenskultur-messen-laesst/

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