#LINKSDERWOCHE 3/2025 | Produktivität, Lean, Agile, Management und Leadership

PRODUKTIVITÄT

Ziele und Vorsätze | Über den „richtigen“ Umgang

Ziele und Vorsätze … nun ja, die Realität hat die Neigung, mich hier regelmäßig wieder auf den Boden der Realität zurückzuholen. Unter anderem, weil sich dann doch zeigt, dass andere Dinge wichtiger sind. Das dürfte den meisten bekannt vorkommen. Das gilt übrigens für den Einzelnen wie auch für das Team. Eine gewisse Adaptionsfähigkeit ist daher wichtig. Genauso wie ein angemessener Umgang mit der eigenen Unzulänglichkeit und „Unberechenbarkeit“ des Lebens an sich (die sich aus der Komplexität ergibt). Alles Themen, die auch Daniel Dubbel hier schön aufgreift und zusammenfasst. Sehr schön auf den Punkt gebracht.

https://www.inspectandadapt.de/vorsaetze-und-ziele-besser-erreichen/

Einfache Planung | Mit weniger, mehr erreichen …

Wieder einmal bin ich bei Thomas Mathoi über einen interessanten Blogartikel gestolpert. Hier reflektiert über seinen persönlichen Ansatz und die Erkenntnisse, die er dabei gewonnen hat und wie er das Ganze mit Obsidian abbildet. Was mir gefällt, ist die „Reduzierung“ auf das Wesentlich. Wie auch mein Namensvetter habe ich früher für mich persönliche eine Monates- und Quartalsplanung durchgeführt. Ich fand es schlüssig und sinnvoll. Und auch wie Thomas Mathoi ist mir aufgefallen, dass es für mich nicht wirklich zielführend ist. Ich habe es in der doch aufwenigen Version über Bord geworfen und reduziert. Es funktioniert. Ich versuche gerade – auch mit Obsidian – mir einen persönliches Obeya zu entwickeln, um nicht zusätzlich neben der Notizverwaltung mit einem Whiteboard u. ä. arbeiten zu müssen. Ob es funktioniert, wird sich noch zeigen müssen. Der Anfang ist zumindest gemacht.

https://www.mathoi.at/2025/01/17/simple-multi-scale-planning/

Zeitnutzung | Strategie statt Methodenkonsum

Bei Ivan Blatter stand zum Jahreswechsel einige Veränderung an. Sein Podcast hat – zumindest im Namen – einen neuen Fokus: Zeit bewusst nutzen. Gefällt mir. Auch die aktuelle Podcastfolge spricht mir wieder einmal aus der Seele. Es gabe eine Zeit, da bin ich auch von Tipp zu Tipp, von Ratgeber zu Ratgeber gehechtet – immer mit der Hoffnung, endlich die glückselig machende Lösung zu finden. Ich hätte einiges sparen können, wie ich heute weiß. Ohne vernünftige strategische Ausrichtung kommt man nicht weiter, um seine Zeit sinnvoll zu nutzen. Es gibt noch einiges an Verbesserungsarbeit von meiner Seite zu leisten, aber da ich ohnehin der Meinung bin, dass immer etwas zu verbessern gibt, stört mich es nicht weiter. Es gehört einfach dazu, sich beständig den Veränderungen im Umfeld entsprechend weiterzuentwickeln, um handlungsfähig zu bleiben.

https://ivanblatter.com/podcast/zeitnutzer/

LEAN

Routine als Erfolgfaktor | Am Beispiel Lean Daily Management erklärt

Was ich an dem Beitrag von Tim McMahon interessant finde, ist die Erkenntnis, dass die tägliche Routine für das „evolutionäre Entwickeln“ der Organisation von zentraler Bedeutung ist. Irgendwie erinnert mich das Ganze an Karate Kid und ich sehe Mister Miyagi vor mir, wie er seinem Zögling das händisch Polieren eines PKWs erklärt, bei der es am Ende darum geht, einen Bewegungsablauf so zu trainieren, dass er in Fleisch und Blut übergeht. So ähnlich ist es auch mit dem kontinuierlichen Verbessern in der Organisation. Das will täglich geübt werden, damit es selbstverständliche wird. Als eine „Gewohnheit“.

http://www.aleanjourney.com/2025/01/the-role-of-lean-daily-management-in.html

Überhöhe Erwartungen | Weshalb Lean Manager nicht die Kavallerie sind …

Lean Manager – wie auch Agile Coaches – sind keine „Kavallerie“, die als Retter in der Not den großen Befreiungsschlag erreichen. Da hat Götz Müller bei mir sogar einen Nerv getroffen. Es geht immer um nachhaltige Veränderungen und die braucht Zeit. Zeit, damit die Dinge sich entwickeln und in der Organisation verankern können. Es braucht Zeit, bis es zur Gewohnheit wird und erst dann entwickelt es seine Wirkkraft nachhaltig. Das wird nur leider viel zu gerne vergessen.

https://www.geemco.de/artikel/warum-lean-manager-nicht-die-kavallerie-sind

Demut | Sich täglich in Demut üben

Sich täglich in Demut zu üben, das ist etwas, was ich mir persönlich immer wieder vornehme. Manchmal bin ich darin etwas erfolgreicher, an anderen Tagen gelingt es mir nicht und ich erleide einen Rückschlag. Das ist normal, es sei den man ist ein Heiliger. Und selbst diese haben bei genauem Hinsehen auch ihr Schattenseiten und sind meist im Nachgang erst zum Mythos „stilisiert“ worden. Daher gefällt mir Dan Rockwells Beitrag zum Thema Demut üben sehr, sehr gut. Ich werde ihn mir zu Herzen nehmen.

https://leadershipfreak.blog/2025/01/13/7-small-acts-of-humility/

Glück | Weshalb nach dem großen Glück suchen, wenn der Weg voller Möglichkeiten zum glücklich sein liegt …

Glücklich zu sein, wird ja gerne als ganz großes Ziel gehandelt und wir jagen dann wie verrückt dem vermeintlichen Glück hinterher. Dabei übersehen wir die kleinen Glücksmomente im Alltag und vergessen das „Glück“ ohne sein Pendant „Unglück“ nicht viel wert ist. Dazu mehr von Anna Koschinski, die es viel schöner zum Ausdruck gebracht hat, ls ich das Thema in Worte fassen kann:

https://anna-livia.de/gluecklich/

AGILE

Scrum Master | Mehr als Teambespasser und Moderatoren

Vermutlich lesen diejenigen, die den Beitrag von Simon Flossmann lesen sollten, nicht die Links der Woche in Toms Gedankenblog. Dann wüssten Sie bereits, dass Scrum Master:innen eben nicht die „Teambespasser“ sind, für die man sie gerne hält. Erst vor wenigen Tagen wurde ich wieder gefragt, wie jemand mit viel Berufserfahrung sich „nur“ mit einem „Job“ als Scrum Master zufriedengeben kann. Ich habe ausführlich dargelegt, dass Scrum Master:innen Servant Leader sind und es ein großer Fehler ist, die Rolle ausschließlich auf „Teamassistenz“ zu reduzieren. Ganz im Gegenteil. Ob ich meinem Gegenüber vermitteln konnte, dass die Rolle darin besteht, Teams und ihr Umfeld zu „befähigen“, Probleme und Hindernisse möglichst selbst zu lösen, weiß ich leider (noch) nicht. Der Artikel von Simon räumt zumindest etwas mit diesem „Bild“ auf und macht deutlich, dass Rollenträger nach wie vor mehr Aufgaben wahrnehmen, als vielen bewusst ist, die die Rolle unterschätzen. Gerade diese Unterschätzung ist viel häufiger der Fall, als es wünschenswert wäre.

https://www.scrum.org/resources/blog/was-machen-scrum-master-wirklich-die-10-aufgaben-von-scrum-mastern

Loop Approach | Ein neuer „Spieler“ auf dem Feld der Frameworks

Offenbar gibt es einen neuen Player auf dem Markt der agilen Frameworks im agil-industriellen Komplex. Zumindest deute ich den Schluss von Felix C. Stein in einschlägiger Richtung, indem er zuerst den Loop Approach anreist, um dann auf die Kritikpunkte zu kommen. Mir erscheint das Ganze ziemlich „aufgebläht“, beginnend beim Rollenkonzept über die Meetings. So richtig Lust, mich näher damit auseinanderzusetzen, kam nicht auf. Ich habe – zumindest für mich – nicht erkennen können, dass einen Mehrwert gegenüber den bereits bekannten Frameworks liefert. Aber immerhin, ich habe gelernt, es gibt wieder etwas Neues und man sollte zumindest mal davon gehört haben. Seine Fans wird der Ansatz sicherlich finden.

https://www.lean-agility.de/2025/01/der-loop-approach.html

Backlogmanagement | Forensiche Analyse des Backlogs als Übung fürs Team

Wie bei Stefan Wolpers zwischenzeitlich üblich, gibt es den Blogartikel mit dem Titel „Forensische Produkt Backlog-Analyse“ zweisprachig. In Englisch und Deutsch. Hinter dem etwas „kriminalistisch“ klingenden Namen verbirgt sich eine einstündige Teamübung zur Identifizierung von Verbesserungspotenzialen im Backlogmanagement. Sprich eine gute Gelegenheit, hier auch im Team über Backlogpflege zu reflektieren. Sicherlich auch eine gute Gelegenheit, um Teams zu vermitteln, dass das Backlog zwar zum Verantwortungsbereich des POs gehört, das Team aber auch hier wieder eine gemeinsame Verantwortung hat und tragen sollte.

Englischer Version: https://www.scrum.org/resources/blog/forensic-product-backlog-analysis-new-team-exercise

Deutsche Version: https://www.scrum.org/resources/blog/die-forensische-produkt-backlog-analyse-eine-neue-teamubung-60-minuten

Roadmap | Die Navigationshilfe für agile Projekte

Die sogenannte „Roadmap“ als Grobplanung für „größere“ Entwicklungsprojekte ist ein sinnvolles Werkzeug, wenn sie regelmäßig fortgeschrieben und weiterentwickelt wird. Es handelt sich nicht einem in Stein gemeißelten Plan, sondern um ein lebendiges Dokument auf einer höheren Flughöhe, dass dabei helfen kann, die strategische und taktische Arbeit zu erleichtern. Die Produktwerker schauen sich das Ganze mit Fokus auf Produktentwicklung genauer an, wobei ich auch für andere Entwicklungsprojekte hier durchaus Anleihen sehe. Nochmal zu Erinnerung: wir reden von explorativen „Projekten“ bei denen ein hoher Unsicherheitsfaktor besteht und die Prognosen über die Zukunft nicht auf historische Daten zurückgreifen können. D. h. wir haben einen kontinuierlichen Anpassungs- und Veränderungsbedarf, der sich aus der beständigen Überprüfung und Fortentwicklung unserer Annahmen durch neue Erkenntnisse ergibt.

https://produktwerker.de/product-roadmaps-in-der-taglichen-arbeit-einsetzen/

Wozu | Kritische Worte zu Sineks „Beginne mit dem Wozu“

Das wird manchen Wehtun. Ich fand Sinek irgendwann auch mal interessant. Und noch heute bin ich der Meinung, dass es wichtig ist, zu wissen, wozu man etwas für wen macht, um entsprechend reagieren zu können. Das ganze „Purpose“-Gedöns hat mich allerdings irgendwann etwas gestört, weil es für mich gefühlt unterkomplex ist. Ob Stefan Knecht hier etwas zu hart mit Sinek ins Gericht geht? Nun, er fasst einen kritische Botschaft eines anderen Autoren zusammen, der zurecht die fehlender empirische Evidenz hinter Sineks Aussage kritisiert. Und nein, niemand „kauft“ etwas, nur weil ich es gerne tue, sondern weil ich ein Problem löse. Oder auch wieder, wozu machen wir das für wen und für was braucht die betreffende Person das? Alles andere ist marektingtechnische Augenwischerei. Insofern kann ich der Kritik folgen.

https://digitalien.org/knecht/mit-dem-warum-starten-ist-konstruiert#fn3-27100

Rituale und Veränderungen | Weshalb Routinen und Rituale „Halt“ im Chaos geben

Es ist kein originär agiles Thema, was hier von Olaf Hinz angesprochen wird. Ich finde allerdings, dass es ganz gut hier rein passt. Die Überschrift ist Rituale im Change und da ich behaupten würde, dass Veränderung beständig und es bei Agilität um das Adaptieren dieser Veränderung geht, passt es sehr gut hier hinein. Auch, weil wir das Thema Routinen heute schon mehrfach hatten. Routinen sind zentral und essenziell, sie bieten Stabilität in der Veränderung. Das Daily, die Retrospektive, der Review – alles sind Rituale mit einem Ziel und einer Funktion: sie bieten Stabilität in der Veränderung und liefern damit wichtige Orientierung.

https://www.hinz-wirkt.de/lotsenblog/artikel/5993-rituale-sind-im-change-wichtig/

MANAGEMENT UND LEADERSHIP

Digitales Arbeiten | Irrtümer, die es aufzuräumen gilt

Eigentlich richtet sich Christian Müller (Sozial PR) an die Sozialwirtschaft. Vieles von dem, was er hier über digitales Arbeiten lässt sich auch in anderen Branchen fast identisch beobachten. Daher auch das Prädikat lesenswert mit klarer Lesempfehlung. Digitalisierung ist eben nicht die Fortführung des bisherigen in digital und Kompetenzen einfach vorauszusetzen, ist auch keine gute Idee. Nur um zwei Themen zu nennen, die er anspricht, die aber häufig gerade von der Führung beim Stichwort Digitalisierung sträflich ignoriert werden.

https://www.sozial-pr.net/sieben-irrtuemer-digitalen-arbeitens-in-sozialen-organisationen-und-was-wirklich-hilft/

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