#LINKSDERWOCHE | 30/2023: Produktivität, Agile, Leadership und Management

PRODUKTIVITÄT

Produktivitätsrhythmus | Dreiklang aus Zeit, Fokus und Energie

Thomas Mathoi beschreibt hier sehr schön den Dreiklang aus Zeit, Fokus und Energie hin zum Produktivitätsrhythmus. Der durchaus sehr individuell sein kann. Mit ein Grund, weshalb ich den Satz „Am Abend werden die Faulen fleißig“ für wenig zielführend halte. Zurück zum Dreiklang, nur wer ihn verstanden hat, schafft es wirklich produktiv zu sein. Das ist den ich ein sehr zentraler Aspekt:

https://www.mathoi.at/2023/07/26/produktivitaetsrhythmus/

Radikale Akzeptanz | Wie ein Stoiker an die Lösung gehen

Ich habe es zwar noch nicht zur stoischen Meisterschaft (im Sinne der Stoiker) geschafft, aber ich beschäftige mich immer wieder mit den – in meinen Augen zeitlosen – Ideen. Zu den Dingen, die ich an den alten Stoiker der Antike schätze, gehört eine Idee, die wir heute „radikale Akzeptanz“ nennen würden und die wir uns noch heute, wie der Artikel von Brigitte Hettenkofer zeigt, zu eigen machen können. Als Individuum oder als Team.

https://t2informatik.de/blog/radikale-akzeptanz/

AGILE

Product Discovery für Scrum Teams | Ansätze und Methoden für die Entdeckung neuer Lösungen und Produkte

Zwar ist Scrum ein Produktentwicklungsrahmenwerk, dennoch fehlt die explizite Erwähnung der Produktentdeckung (Product Discovery). Auch nicht nötig den dafür gibt es bereits tolle und bewährte Werkzeuge, Ansätze und Rahmenwerke, die sich wunderbar integrieren lassen, wie sie von Stefan Wolpers im folgenden Link unter anderem aufgelistet werden. Schmälert dies die Leistung von Scrum? Keineswegs. Nach wie vor, da bin ich fest davon überzeugt, enthält der Scrum Leitfaden alles, was es braucht, um explorativ ein Thema/Produkt/Projekt zu entwickeln. Es liefert das minimal erforderliche Set der Gelingensbedingungen hierfür als eine Art reproduzierbaren Standard (ja, ich weiß, Standard ist für viele Agilelogen ein böses Wort – meine Meinung nach zu Unrecht. Agilisten wissen, was ich meine 😉)

https://www.scrum.org/resources/blog/product-discovery-scrum-teams

Sprint Plannung mit Liberating Structures | Purpose to Practice nutzen, um den Sprint zu planen

Von mir hört man öfter mal 5S im Kopf machen. Was soviel bedeutet, sich regelmäßig Gedanken zu machen, was man für wen und weshalb eigentlich tut. Im agilen Kontext sollte dies immer zu Beginn des Sprints stattfinden und dann auch im Sprint immer wieder zur Refokussierung wiederholt werden. Das Ganze kann mit Ansatz Purpose-To-Practice (aus dem Werkzeugkoffer der Liberating Structures) wie ich finde, etwas spannender gestalten, zu einer „Routine“ machen und unterstützen, die Barry Overeem von den Liberators in einm Blogartikel vorschlägt:

https://medium.com/the-liberators/plan-your-sprint-with-purpose-to-practice-92fec2e086

Happiness Index | Ein klassisches Werkzeug

Das eigentliche Fortschrittsmaß in jedem Team sollte immer das Ergebnis und die Zufriedenheit der Anspruchsgruppen mit den Arbeitsergebnissen sein. Den letztendlich sind zufriedene Sponsoren, Geldgeber und Kunden, die uns den Spaß des agilen Arbeitens ermöglichen. Sie tun dies nicht aus Jux und Tollerei, sondern weil sie sich am Ende bessere Ergebnisse erhoffen. Auf dem Weg dorthin ist es natürlich hilfreich, eine gute Stimmung im Team zu haben, die dazu beitragen kann, dass die Zusammenarbeit und Kreativität im Team fließt und damit zu besseren Ergebnissen beitragen kann. Es macht also durch aus Sinn, den „Happiness Index“ im Team zu nutzen. Wenn Spaß und Freude bei der Arbeit nur ein Faktor von mehreren sind und nicht zum Selbstzweck werden dürfen. Als Klassiker hat er damit nicht ausgedient, sondern wie Edgar Rodehack es ausdrückt: Er ist immer noch ein wertvolles Werkzeug.

https://www.teamworkblog.de/2023/07/tooling-2-good-old-happiness-index.html

Storytelling für Scrum Master | Wie gute Geschichten helfen, Themen zu vermitteln und Veränderungen anzuregen

Nein, ich bin nicht der Meinung, dass wir aus allem und jeden eine Heldenreise machen sollten. Aber der Ansatz des Storytellings macht uns das Leben einfacher und wir können ihn im kleinen wie im großen gut Nutzen, um ein Thema besser zu transportieren. Wir Menschen lieben gute Geschichten. Geschichten erzählen gehören wohl zu den ältesten Kulturleistungen der Menschheit. Und es lässt sich nutzen, um Veränderungsprozesse in Organisationen zu unterstützen. Genauso wie es Simon Flossmann hier erklärt.

https://www.scrum.org/resources/blog/die-organisation-als-scrum-master-verandern-wie-storytelling-dabei-helfen-kann

Experimente durchführen | Aus der Beobachtung lernen

Scrum ist hochgradig explorativ ausgerichtet. Dazu passen eigentlich ganz im Sinne eines empirisch-wissenschaftlichen Vorgehens, Experimente. Aufstellen einer Hypothese, die mithilfe einer guten Operationalisierung überprüfbar gemacht wird, sodass man die Wirkung überprüfen und validieren kann, um die Hypothese entweder zu verwerfen oder zu verfeinern. Ganz so, wie von Barry Overeem beschrieben.

https://www.scrum.org/resources/blog/experiment-observe-what-happening

Exploration versus Exploitation | Ausgewogenheit zwischen Erkundung neuer Geschäftsfelder und Optimierung bestehender Geschäftsfelder

Eine gesunde Organisation erfindet sich immer wieder neu. Sie setzt nicht nur auf ihr bestehendes Geschäftsmodell, mit dem sie jetzt erfolgreich ist, sondern achtet drauf, auch zukünftige Geschäftsfelder zu entdecken und zu entwickeln, auch in der Zukunft erfolgreich zu sein. Hier ein gesundes Maß zwischen Exploitation und Exploration haben, macht schnell einen großen Unterschied aus. Im folgenden Link erklärt Lars Richter die Unterschiede zwischen den Begriffen Exploration und Exploitation. Gleichzeitig gibt er einen ersten Überblick über hilfreichen Ansätze.

https://cdi.digital/exploration-vs-exploitation/

Wenn Ihr Euch jetzt verstärkt für die Portfoliomap als Werkzeug interessiert, hilft Euch ggf. der zweit verlinkte Artikel von Lars Richter weiter, der den Fokus eben auf jene hat:

https://cdi.digital/portfolio-map/

Ambidextrie oder Beidhändigkeit | Es braucht Stabilität und Agilität zugleich

Was macht dynamikrobuste Höchstleister (Gerhard Wohland) aus? Es sind beidhändige Organisationen, die ein gesundes Maß zwischen explorativer Agilität und Standardisierung im Sinne von Optimierung von Prozessen und Abläufen aufweisen. Sprich: Sie beherrschen situativ Stabilität und Agilität. Je nach dem was, im jeweiligen Kontext die bessere Wahl ist. Lars Richter nutzt hierfür unter anderem den Begriff der organisationalen Ambidextrie oder auch Beidhängigkeit.

https://cdi.digital/organisationale-ambidextrie/

Verantwortung | Über organisierte Verantwortungslosigkeit, Verantwortung übernehmen und Komplexität oder weshalb Verantwortungsübernahme die berständige Arbeit am System voraussetzt

Wir reden viel von Selbstmanagement in Teams. Dazu gehört allerdings auch die Verantwortung und Verantwortungsübernahme. Was ich aber häufig beobachte, ist ein System der organisierten Unverantwortlichkeit. Betonung liegt auf System. Das macht es den Einzelnen mitunter Verantwortung zu übernehmen, wobei Verantwortung hier am Ende meist auf „Schuldigen suchen und finden“ reduziert wird. Das hat mit echter Verantwortungsübernahme nicht viel zu tun. Und dann fällt mir immer wieder die Rosinenpickerei in sogenannten „agilen Teams“ auf, in denen die unangenehmen Dinge wegdelegiert werden. Auch ein Thema, das mir immer wieder auffällt. Das hat auch nicht mit Verantwortung übernehmen zu tun. Alles Themen, die auch Daniel Dubbel in seinem Beitrag streift, der bereits sehr ausführlich ist, weshalb mich bemühe, nicht auch noch auszuholen (es, gibt bereits den einen oder anderen Gedankenblitz im Blog dazu).

https://www.inspectandadapt.de/ich-bin-lieber-nicht-verantwortlich/

Leadership und Management

Microlearning nutzen | Lernen als Organisation

Hendrik Epe hat zwar soziale Organisationen im Fokus, dennoch sehe ich das Thema Microlearning, wie von im geschrieben, auch in anderen Feldern als sehr fruchtbar und befruchtend an. Da ich der Meinung bin, dass gutes Management den Rahmen dafür schafft, war ich so frei und habe mir erlaubt den Artikel hier zu verlinken. Mit der Hoffnung, den einen oder anderen zu inspirieren.

https://www.ideequadrat.org/microlearning/

Führung und Persönlichkeit | Führungspersönlichkeit wecken und entwickeln

Zum Thema Führungspersönlichkeit habe ich ein sehr gespaltenes Verhältnis. Daher auch Blogartikel von Janine Tychsen. Auf der einen Seite bin ich fest davon überzeugt, dass hohe fachliche Expertise nicht automatisch befähigt gut zu führen, auch wenn bis heute immer noch Führungskräfte (ganz im Sinne es Peter Prinzips) aufgrund ihrer Fachlichkeit in ihre Position kommen und dann meist halblebig unterstützt werden, die erforderlichen Fähigkeiten zu entwickeln. Zum anderen bin ich fest überzeugt, dass mindestens noch der Kontext der Aufgabe, das Umfeld und am Ende die Mitarbeitenden genauso eine gewichtige Rolle spielen wie die Führungskraft selbst, damit Führung gelingt. Sprich: Es gibt nicht die Führungspersönlichkeit. Daher greift mir der Artikel etwas zu kurz, ist aber durch aus einen guten Weckruf an alle sich auch als Führung zu verstehen. Führung kann fluent sein und wird nicht (immer) durch formale Rollen determiniert.

https://t2informatik.de/blog/von-fuehrungskraft-zur-fuehrungspersoenlichkeit/

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