#LINKSDERWOCHE | 26/2021: Produktivität, Agile, Management

PRODUKTIVITÄT

Homeoffice: Langzeit Effekte

Ich arbeite gerne im Homeoffice und möchte es auch nicht aufgeben. Reisezeiten fallen weg, Großraumbüro war eh noch nie mein Ding usw. usf. Es gibt aber auch ein Aber. Ich merke, dass durch die Arbeit ausschließlich im Homeoffice die kreative Zusammenarbeit gelitten hat und die soziale Interaktion, die die Maschinerie reibungsfrei laufen lässt, ebenfalls nicht immer so gut funktioniert wie in Präsenz. Eine gesunde Mischung ist daher mein Wunsch. Und da scheinen einige Langzeitstudien wohl darauf hinzudeuten. Denn Homeoffice ist nicht immer und für jeden immer ideal. Ein paar Infos hierzu hat Svenja Hofert zusammengetragen:

https://karriereblog.svenja-hofert.de/fuehrung/home-office-im-langzeitvergleich-weniger-effizienz-durch-mehr-koordination

Notizen: Eine gute Notiz ist oft schon die halbe Miete

Ein gutes Notizsystem (analog oder digital) zu haben, wirkt Wunder. Es entlastet unser Gedächtnis, den wir wissen, wo wir die Dinge wiederfinden, an die wir uns erinnern müssen und es fördert sogar unsere Kreativität beim Lösen von Problemen. Was braucht es für ein gutes Notizsystem? Was notiert man sich wie auf? Und wie finde ich heraus, was der beste Weg für mich ist? So verschieden wie wir Menschen, so verschieden sind auch unsere Ansprüche, die Werkzeuge, die wir nutzen. Wobei auch hier gilt: In der Einfachheit liegt die hohe Kunst. Mehr dazu vom hochgeschätzten Ivan Blatter aus der Schweiz:

https://ivanblatter.com/podcast/notizen/

Aufgaben: Welche Prio haben Aufgaben, bei denen andere auf uns warten?

Lustigerweise hatte ich am letzten Freitag einen Workshop, bei dem die Frage, die Ivan Blatter in der letzten Podcastfolge vor der Sommerpause aufgegriffen hat, auch an mich herangetragen wurde. Und mir kommt es so vor, als hätten wir dabei ähnliche Gedanken gehabt, was die Lösung der Frage betrifft. Ach ja, um welche Frage geht es. Es geht um die Frage, wie wir mit Aufgaben umgehen, bei denen andere auf uns warten. Allerdings muss ich sagen, dass Ivan noch weiter in die Tiefe geht und ein paar Effekte beschreibt, die ich am Freitag ausgelassen habe. Meine Empfehlung: Hört es Euch an. Es lohnt sich definitiv.

https://ivanblatter.com/podcast/aufgaben-anderer/

Outlook und Teams: Suchen und Finden einfach gemacht

Kürzlich hat man mich gefragt, wie meine Email-Ablage in Unterordner gegliedert sei, gab es erstaunte Gesichter. Warum? Ich glieder sie gar nicht großartig. Es gibt ein Eingangsfach, einen Ordner WiP, einen Ordner „Wartet auf“ und einen Ordner „Newsletter“. Was erledigt ist, wandert ins Archiv und das gliedert sich nach Jahr. Das war es auch schon. Den Rest macht die – ich muss ausnahmsweise Microsoft ein Lob aussprechen – die Suchfunktion. Dasselbe gilt für MS Teams. Damit finde ich in der Tat die meisten Dinge problemlos wieder. Das Ganze muss ich jetzt zum Glück nicht selbst weiter erklären, sondern überlasse ich Sigrid Hess:

https://www.teamworkblog.de/2021/06/arbeiten-sie-schon-oder-suchen-sie-noch.html

Scanner-Persönlichkeiten: Ein Blogergespräch mit „Aufklärungsfaktor“

Schon mal den Begriff „Scanner-Persönlichkeit“ gehört? Ich habe das erste Mal vor Jahren davon gehört. Zufällig und aus einem Gespräch heraus, in dem ich mit meinem Gegenüber über persönliche Marotten unterhalten habe. These meines Gegenübers: In mir würde viel Scanner-Persönlichkeit stecken. Ein ungewöhnlicher Typus Mensch, der auf viele unstet wirkt, weil sehr stark durch Neugier getrieben und thematisch extrem breit aufgestellt, permanent auf der Suche nach neuen „Entdeckungen“, um den Horizont zu erweitern. Scanner-Persönlichkeiten können übrigens sehr „bunt“ sein. Ein schöner Beitrag, um das Bewusstsein für das „bunt sein“, etwas zu fördern im Blog von Annette Schwindt:

https://www.annetteschwindt.de/2021/06/22/scanner-bloggespraech-anja-hess/

Procastination: Über den Umgang mit Aufschiebertis

Wer schiebt nicht mal eine unangenehme Geschichte auf die lange Bank? Ich kenne niemanden, der nicht schon Opfer von „Günter, dem Schweinehund“ oder anderen Zeitgenossen vergleichbarer Art geworden wäre. Wie bereitet man der Aufschieberei eine Niederlage? Darauf gibt der Artikel von Dan Rockwell ein paar Antworten.

https://leadershipfreak.blog/2021/06/24/how-to-procrastinate-successfully/

AGILE

Kanban: Wann ist es angebracht Kanban als Framework zu nutzen?

Neben Scrum gehört Kanban zum meinen favorisierten agilen Frameworks. Beide haben ihr Stärken und Schwächen, lassen sich als Scrumban sogar kombinieren. Wann aber empfehle ich Kanban, wann Scrum? Der Beitrag von Lauren Durdan gibt drei gute Hinweise, die ich so auch unterstütze, wann Kanban als Managementframework sinnvoll sein kann. Und als Bonus einen Tipp, wann Kanban keine gute Idee sein kann. Noch ein kleiner Hinweis am Rande – egal ob Scrum oder Kanban. Beide Framework lösen Eure Probleme nicht auf, sondern sie helfen dabei, die Hindernisse zu erkennen, die dann im Team und mit Umfeld gemeinsam gelöst werden müssen. Also wenn es „klemmt“ nicht schimpfen das Framework sei „doof“, sondern anerkennen, dass es etwas zum Verbessern gibt.

https://djaa.com/when-is-it-appropriate-to-choose-the-kanban-method/

Effectuation: Wie funktioniert Effectuation im agilen Teams?

Ich bin ein großer Freund von Effectuation. Zusammen mit Lean und Agile der perfekte Dreiklang für eine ambidextere Organisation, die Stablität und Agilität beherrscht und zusammen nutzt. Wie lässt sich Effectuation in agilen Teams nutzen, darauf gibt der Artikel von Birgit Mallow einen ersten Einblick. Ich hoffe, Ihr könnt dann meine These vom Dreiklang etwas besser nachvollziehen.

https://www.effectuation.at/so-funktioniert-effectuation-in-agilen-teams/

Retrospektiven: Gemeinsames Refektieren und Lernen

Retrospektiven sind für die meisten hier vermutlich alter Kaffee. Als Freund der kontinuierlichen Verbesserung (im Sinne von Kaizen) kann ich es dennoch nicht lassen, den Artikel von Hendrik Epe hier zu verlinken, der sehr schön zusammenfasst, wie Retrospektiven funktionieren. Was mich allerdings meistens noch stört, ist das Verbesserung in vielen Teams immer noch auf Retrospektive und Review reduziert wird und nicht als Teil des alltäglichen Tuns verstanden wird, wie es zum Beispiel die Toyota-Kata vorlebt. Da ist noch etwas Luft nach oben.

https://www.ideequadrat.org/wie-funktionieren-retrospektiven/

Defintion of Done: Im richtigen Rahmen einsetzen

Ich mag die Definition of Done. Den sie ist oft mein bester Verbündeter in Teams. Mit ihrer Hilfe ersparen sich Teams lange unnütze Diskussionen, was zu tun ist, damit eine Story abgeschlossen werden kann. Und doch tun sich viele Teams damit so schwer … Nämlich dann, wenn sie nicht den richtigen Rahmen für sie setzen. Das ist ein Thema, über das Felix Stein im folgenden Artikel schreibt. Sehr interessant. An dieser Stelle auch noch mal die Anmerkung: Wenn die DoD es nicht zulässt, dass man eine User Story nicht in einem Sprint abschließen kann, ist dies kein Beinbruch. Sondern ein Hinweis, dass irgendetwas nicht stimmt. Es gibt Verbesserungsbedarf. Und dies ist gut so. Gibt es nämlich keinen Verbesserungsbedarf, riecht es verdächtig danach, dass wir schludern.

https://www.lean-agility.de/2021/06/definition-of-done-ii.html

Scrum Master*in: Coaching von zwei und mehr Teams parallel?

„Ein/e gute/r Scrum Master*in kann zwei Teams parallel coachen, ein sehr guter nur eines.“ Diese Satz habe ich vor Jahren gehört und im Gedächtnis behalten. Klingt seltsam? Ist es aber nicht. Warum, das verrät Euch Steve Trapps sehr kurz und sehr knapp. Damit sehr eindrucksvoll.

https://www.scrum.org/resources/blog/coaching-more-one-team-same-time

Scrum Master*in: Wenn niemand die Hilfe des Scrum Masters/der Scrum Masterin annehmen will?

Ich hatte mal den Fall, dass ich ein Team begleiten durfte, dass mich zwar 30 Stunden die Woche gebucht hatte, aber mich keine 30 Stunden pro Woche gebraucht hätte. Die Herren und eine Dame waren supergut eingespielt. Innerhalb kürzester Zeit. Ich war irgendwann nur noch Sparringspartner für ihre Ideen oder konnte mit methodische Tipps weiterhelfen. So sollte es sein. Ich kenne es aber auch anders – habe es aber zum Glück sehr selten erlebt – ein Team braucht dringend Hilfe, ruft aber die Unterstützung durch den Scrum Master nicht ab. Aufdrängen ist da aber auch keine gute Idee, wie auch Ralf Kruse schön erklärt. Was jetzt? Ralf spricht von „Bedarf erzeugen“. Aber den Bedarf muss ich nicht erzeugen, der ist ja schon da. Daher finde ich die Wortwahl etwas unglücklich, aber ich weiß, auf was er hinaus will und da liegt er Punkt genau richtig. Ein Scrum Master muss erst mal sichtbar machen, wie er oder sie helfen kann, ohne als „Besserwisser“ aufzutreten. Und dies ist immer dann schwierig, wenn Teams gelernt haben, sich ohne Hilfe durchzubeißen. Mehr dazu:

https://enablechange.de/2021/06/23/wie-motiviere-ich-meine-kollegen-meine-unterstuetzung-als-scrum-master-zu-suchen/

Agile Coach: Warum es sie eigentlich nicht bräuchte …

Braucht es wirklich Agile Coaches? Nun ja, wenn es gute Teamfacilitator wie Scrum Master*innen gibt, die das Standing und die Erfahrung haben, dürften in den meisten Organisationen Agile Coaches obsolet sein. Die strickte Trennung sehe ich ohnehin nicht wirklich als sinnvoll an. Und ja, ich weiß, dass ich selbst als Agile Coach arbeite. Nein, ich will mir nicht den eigenen Job versauen. Es ist nur, dass vieles von dem, was Marc Löffler in seiner Podcast-Folge wiedergibt, ziemlich einen Nerv trifft, der auch Agile Coaches wie mir das Leben schwerer oder leichter macht. Scrum Master, Kaban Master oder wie auch immer sich Teamfacilitator bezeichnen, sind nicht nur im Team unterwegs. Sie müssen auch in der Gesamtorganisation mitwirken und Treiber sein. Oft lässt man sie nicht, sehr oft wird die Rolle extrem unterschätzt. Leider. Mehr zum Nachhören:

http://passionateteams.com/e/darum-die-rolle-des-agile-coach-obsolet/

Key Value Indicator: Wie wird sichtbar, wie gut es gelingt, den Kundejob zu erledigen?

Die meisten machen sicherlich den Fehler auf KPIs fokussiert zu sein und dabei den Kunden aus dem Auge zu verlieren, der am Ende der wichtigste Faktor überhaupt ist. Damit verbunden ist die Frage, wie gut sind wir darin, tatsächlich den Job zu machen, den der Kunde von uns als Team erwartete. Hier will der Key Value Indicator helfen. Der Artikel von Lars Richter gibt hierzu ein paar gute Ansatzpunkte:

https://flowwork.rocks/key-value-indicator/

MANAGEMENT

Veränderung: Der erste Schritt zur Veränderung der Organisation

Volltreffer! Wie die eigene Organisation verändern? Indem man aufhört, Ausreden zu erfinden, warum es in der eigenen Organisation nicht geht. Den es sind nur Ausreden. Ausreden, um sich nicht bewegen zu müssen. Bewegen muss man sich jedoch, wenn man etwas verändern möchte. Ganz einfach. Damit hat Pim de Morree den Nagel auf den Kopf getroffen.

https://corporate-rebels.com/stop-feeling-special

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