#LINKSDERWOCHE 18/2021: Produktivität, Agile, Management und Leadership

PRODUKTIVITÄT

Klarheit und Achtsamkeit: Wie eine kurze Pause dabei helfen kann, mehr Klarheit zu bekommen

Vielleicht kennt Ihr die 18-Minuten-Regel Peter Bregman, bei der das bewusst Innehalten und Refokussieren im Vordergrund steht. Genau an diese musste ich beim Lesen des Blogartikels von Matthias Büttner als erstes Denken. Beide Ideen – von Bregman und Büttner – setzten auch bewusstes „Unterbrechen“. Während Bregman empfiehlt, jede Stunde kurz zu unterbrechen, um sich auf das Tagesziel zu refokussieren, geht Büttner mit seiner 4 x 7 Methode noch weiter. Er setzt auf bewusste Pausen mit 7 Minuten Länge, verteilt über den Tag, um quasi in einer Kurzmeditation nicht nur das konkrete Doing zu refokussieren, sondern im Sinne eines achtsamen Umgangs mit sich selbst und dem, was man tut, zu reflektieren und Klarheit zu schaffen. Ich finde durch aus, ein Gedanke, der es wert ist, ausprobiert zu werden.

http://www.train-your-personality.com/de/blog/die-4×7-methode-fuer-mehr-klarheit-im-leben-0078/

Videokonferenzen: Über die richtige Position der Kamera und das Thema Licht

Ich muss zugeben, in Sachen Licht ist mein Set-up für Videokonferenzen noch deutlich ausbaubar. Allerdings bin ich mir nicht im Klaren, ob ich das wirklich will, den mir ist gerade das nicht ganz perfekte Set-up sympathisch. Es liegt vielleicht daran, dass mir bei vielen zu sehr auf die „Show“ wert gelegt wird, dafür die Inhalte hinten runter fallen. Ich weiß es nicht genau. Dennoch, man sollte es nicht unterschätzen. Und daher werde ich wohl noch ein paar Dinge verbessern. Angeregt dazu hat mich der Beitrag von Tim Themann, der sich mit der Frage nach der richtigen Position der Kamera und den Lichtverhältnissen beschäftigt).

https://die-computermaler.de/im-rechten-licht-und-gut-ins-bild-gesetzt/

Fragen: Wer fragt, gewinnt

Eigentlich ist es ein offenes Geheimnis: Wer fragt, der gewinnt. Und doch ist ein wiederkehrender Klassiker. Egal, ob man Führungskraft ist, oder „nur“ Mitarbeiter. In beiden Fällen hilf es, über Fragen zu arbeiten. Ein hervorragendes Buch dazu ist übrigens „The Coaching Habit“ von …, dass ich dazu wärmstens empfehlen kann. In seiner aktuellen Podcastfolge greift Ivan Blatter genau dieses Thema auf und gibt einige sehr gute Impulse zum Thema. Mein Tipp: Ivan zuhören, danach zum Buch greifen 😉

https://ivanblatter.com/podcast/fuehren-fragen/

Zuhören: Warum effektives Zuhören eines Schlüsselfähigkeit der Produktivität ist

Zur richtigen Fragetechnik gehört auch die Fähigkeit, effektiv zu zuhören. Beides gehört, wenn so will dazu. Es spielt dabei keine Rolle, ob ich in führender Rolle tätig bin oder Teil eines sich selbststeuernden Teams bin. Der Artikel von Vinita Bansal beleuchtet diesen Aspekt sehr ausführlich, zeigt den Wirkmechanismus auf und geht darauf ein, auf was wir achten sollten, unsere Fähigkeiten in diesem Bereich zu verbessern:

https://dzone.com/articles/how-effective-listening-can-make-you-a-better-lead

AGILE

Innovative Teams: 5 Regeln für mehr Innovation im Team

Innovation im Team braucht einen Rahmen, der es ermöglicht, Innovation zu leben. Die von Patrick Steller vorgestellten Regeln für innovative Teams können Teams helfen, den Rahmen abzustecken, den es braucht, um im Team Ideen, Verbesserungen und innovative Ideen zu entwickeln.

https://blog.thedarkhorse.de/allgemein/5-regeln-fur-innovative-teams/

Retrospektive: Datenbasierende Retrospektiven durchführen

Interessanterweise schreiben wir uns in der agilen Welt immer wieder Empirie auf die Fahne. Schaut man mal in Retrospektiven und beobachtet, ob und inwieweit Teams ihre Verbesserungsmaßnahmen dauerhaft nachhalten, habe ich den Eindruck, dass wir dem Anspruch wenig gerecht werden. Wir arbeiten erstaunlicherweise wenig mit empirischen Daten. Hier setzt Stefan Wolpers an und zeigt, wie wir diese Lücke schließen können. Sehr spannend, weil ich mich ebenfalls mehr mit dem Thema beschäftige und mich in Zug dessen vieles „abgucke“, was im Lean Management-Kontext unter dem Stichwort Coaching Kata und Kaizen kennengelernt und auch im agilen Kontext adaptiert habe bzw. adaptiere. Ähnelt in der Tat stark den Ideen aus dem Blogartikel von Wolpers:

https://www.scrum.org/resources/blog/data-informed-retrospectives

Agile Frameworks: Ein neuer Player auf dem Markt

Erste Reaktion beim Lesen des Blogartikels von Felix Stein war bei mir: Ah ja, der nächte Versuch, sich vom Kuchen was abzuschneiden. Da gibt es also ein neues agiles Framework. Man merkt, ich bin etwas skeptisch, ob tatsächlich ein weiteres Framework wirklich notwendig ist und ob dieses tatsächlich etwas liefert, was nicht schon in ähnlicher Form ohnehin schon vorhanden ist. Braucht es wirklich ein weiteres Skalierungsframework? Diese Frage ist durch aus berechtigt, insbesondere wenn man sieht, wie sich eine ganze Zertifizierungsindustrie rund um die Agilität entwickelt, die – meine Befürchtung – genau diese auf Dauer zu konterkarieren droht. Meine Skepsis bei Seite lassend, denke ich, dass wir trotzdem einen Blick auf „FAST“ werfen sollten und zu schauen, was es das Framework kann und was nicht.

https://www.lean-agility.de/2021/04/fast.html

Zombie-Scrum: Wenn Scrum Master zu Predigern werden …

Der Artikel von Barry Overeem stellt zwei Typen von Scrum Master*innen gegenüber, die sich in der freien Wildbahn in der Tat immer wieder beobachten lassen. Auf der einen Seite der „Lehrer“, der sich als Wissensvermittler wie die Rolle vom Scrum-Leitfaden anvisiert wird und sein „Zombie-Scrum“-Pendant der Prediger, der Scrum zur Ersatzreligion stilisiert. Diesen Gegensatz, wie von Overeem beschrieben wird, halte ich als Reflexionshilfe sehr spannend.

https://www.scrum.org/resources/blog/when-scrum-master-teacher-becomes-preacher

Agile Todsünden: Wie man Agilität definitiv an die Wand fährt

Die Podcast-Folge von Marc Löffler ist recht knackig – hat es aber in sich. Im Fokus: die drei agilen Todsünden. Ich bin mir sicher, die drei werden Euch beim Anhören bekannt vorkommen. Mehr Teasertext gibt es an dieser Stelle nicht, weil ich sonst zu viel vorwegnehme 😉

http://passionateteams.com/e/die-drei-agilen-todsunden/

Backlog Refinement: 5 bewährte Strategien aus der Praxis

Ein gutes Backlog-Refinement ist Basis und Voraussetzung für das Sprint Planning. Da das Refinement sich als solches im Scrum Leitfaden nicht wiederfindet, tun sich Scrum-Neulinge bei dem Thema oft schwer. Eine gewisse Orientierung bietet der Artikel von Simon Flossmann. Ich finde zwar die Überschrift irritierend, weil ich beim Begriff Strategie eine andere Erwartungshaltung habe, dies leistet den genannten Ideen und Vorschlägen allerdings keinen Abbruch. Er beschreibt dort „fünf“ Schritte mit konkreten Handlungsvorschlägen für das Backlog-Refinement, die aus meiner Sicht gut angewendet werden können.

https://www.scrum.org/resources/blog/5-strategies-product-backlog-refinement

Stabile Teams: Warum feste und stabile Teams wichtig sind

In der Praxis ist es ein großes Problem, dass Teams nicht wirklich „stabil“ im Sinne von 100%iger Kapazität im jeweiligen Projekt sind. Ein großes Problem. Die Team-Mitglieder arbeiten teilweise parallel in mehren Projekten und letztendlich arbeiten sie in keinem der Projekte wirklich fokussiert und produktiv, weil sie permanent mit Kontextwechseln und dem permanent Austarieren von Ansprüchen aus mehreren Projekten beschäftigt sind. In diesen Situationen empfehle ich dem Management gerne Why Limit WiP vom Jim Benson zu lesen. Den hier ist meiner Meinung nach das Management in der Pflicht. In der Pflicht, die Prioritäten der Projekte zu definieren und klar die Projekte zu fokussieren, damit die Teams wirklich wertschöpfende Arbeit leisten können. Ähnlich argumentiert auch Peter Fischbach in seinem, im folgenden verlinkten und lesenswerten Beitrag:

https://www.teamworkblog.de/2021/04/why-dedicated-stable-teams-matter-case.html

MANAGEMENT UND LEADERSHIP

Teambuilding: Was funktioniert wirklich?

Vorneweg: Das Thema Teambuilding verlinke ich unter „Management und Leadership“, weil ich es als grundsätzliches Thema erachte. Über die diversen Managementdenkschulen hinweg. Ein zentraler Denkfehler, den meines Erachtens oft gemacht wird, ist, Teambuilding über einzelne Veranstaltungen verordnen zu wollen. Das funktioniert nicht wirklich. Ähnlich argumentiert auch Daniel Dubbel, der ebenfalls feststellt, dass man dem sozialen System Team am ehesten gerecht wird, wenn das Team sich selbst als Team erlebt und erfährt:

https://www.inspectandadapt.de/teambuilding-was-hilft-am-meisten/

Komplexität: Ein Begriff in aller Munde

Jeder spricht von Komplexität und VUCA. Man könnte fast meinen, Komplexität wäre etwas gänzlich Neues. Ist sie zwar nicht, aber sie scheint wieder im Fokus unseres Bewusstseins und der Diskussion dazu zu stehen. Unter uns, die viel gelobte deusche Ingenieursdenke ist nicht immer ideal, wenn die Dinge komplex werden. Zumindest ist das meine Meinung. Grund genug in der Tat darüber zu sinnieren, was Komplexität ist und wie wir damit umgehen. Dieses Thema steht in der aktuellen Podcastfolge von Hendrik Epe mit Stephanie Borgert im Fokus, die sehr kurzweilig daher kommt.

https://ideequadrat.podigee.io/78-komplexitaet-stephanie-borgert

Entscheidungen treffen: Eine Schatzkisten voller Nuggets

Die große Herausforderung bei der Schatzkiste von Tobias Leisgang ist, dass ich sie eigentlich hier mehreren Kategorien einordnen könnte 😉 Das ist auch das Markenzeichen. In seiner Schatzkiste finden sich immer wieder Nuggets zu den verschiedensten Themen, die immer wieder sehr spannend sind. Die hier verlinkte Schatzkiste hat den Themenschwerpunkt Entscheidungen und ist sehr, sehr gut gefüllt. Garantiert ist da auch was für Euch dabei. Ich habe mich entschieden, die Schatzkiste unter Management und Leadership einzuordnen, da der Fokus bei den Nuggets auf Entscheidungen im Unternehmenskontext liegt. Mehr:

https://www.companypirate.de/2021/05/02/schatzkiste-134-entscheidungen/

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