#LINKSDERWOCHE | 17/2020: Produktivität, Agile, Leadership und Management

PRODUKTIVITÄT

Fehler- und Lernkultur: 10 unveränderliche „Gesetze“

Fehlerkultur ist ein Begriff, der sich seit geraumer Zeit einer großen Beliebtheit erfreut und an vielen Ecken und Enden eingefordert wird. Ich mag den Begriff nicht sonderlich, spreche lieber von einer Fehler- und Lernkultur, den es geht ja nicht darum Fehler zu machen, sondern Fehler als etwas zu begrüßen aus dem wir etwas Lernen können. Damit dies gelingt, müssen wir uns selbst und gegenseitig eingestehen, dass Fehler machen etwas vollkommen Normales – ja fast Unvermeidbares ist. Quasi ein Naturgesetz. Ähnliches hat sich Alan Norton gedacht, der 10 unveränderliche Gesetze über das Fehler machen definiert hat. Gefunden habe ich diese übrigens im Tooblog von Stephan List:

https://toolblog.de/2020/04/21/10-unveraenderliche-gesetze-ueber-das-fehler-machen/

Werkzeugtipp: Datenvisualisierung

Zahlenwerke zu präsentieren ist eine „furztrockene“ Angelegenheit und nicht immer sind die Bordmittel die Excel u. ä. Programme anbieten, nicht immer die besten Hilfsmittel um die mitunter sehr komplizierten Aussagen von Daten verständlich zu transportieren. Stephan List hat in seinem Blog ein Werkzeug präsentiert, dass genau hier Unterstützung verspricht, und kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Vielleicht kann der eine oder andere von Euch es brauchen:

https://toolblog.de/2020/04/23/daten-visualisieren-mit-tulip/

Home Office: Wertvolle Tipps – nicht nur für Neueinsteiger

Kira Subkowski gibt in einem Blogartikel ein sehr umfangreiches Füllhorn an Tipps für „Überleben“ im Home Office, das sicherlich nicht nur für „Neueinsteiger“ interessant sein dürfte. Arbeiten im Home Office ist oft gar nicht so einfach, wie manche meinen. Das fängt mit den äußeren Rahmenbedingungen an und geht mit der eigenen Produktivität weiter …

https://www.sozial-pr.net/tipps-rund-ums-home-office/

Zeitmanagement ist Nonsens: Produktiver durch gutes Energiemangement

Es hört sich schräg an, was Merlin Mechler, in der Überschrift seines Blogartikels zum Ausdruck bringt: Zeitmanagement ist Zeitverschwendung. Ich stimme voll zu. Den Zeit lässt sich nicht managen. Unsere Energie, die wir aufwenden und wie wir uns Akkus wieder aufladen jedoch sehr wohl. Um es mit den Worten (ich meine, dass mich Ivan Blatter vor Jahren darauf gebracht hat): Es geht um gutes Energiemanagement. Mehr dazu:

https://merlinmechler.de/zeitmanagement-ist-zeitverschwendung-konzentriere-dich-stattdessen-lieber-hier-drauf/

Podcast: Effektive Fort- und Weiterbildung

Ich darf mich – so bilde ich es mir zumindest ein – als jemanden bezeichnen, der permanent seinen Horizont erweitert und sich weiterbildet. Vieles davon findet im stillen Kämmerlein auf autodidaktischem Wege statt. Ganz einfach, weil es für mich flexibler ist und sich so in meinen Alltag fügt. Aber die gute alte Präsenzfortbildung in Workshop und Seminarform nutze ich ebenfalls gerne, den in der gemeinsamen Reflexion und gegenseitigen Inspiration liegt eine – nicht zu unterschätzende – Energie und Kraft, die das Weiterentwickeln befördert. Zum Thema gibt es einen sehr gute Podcast von Ivan Blatter.

https://ivanblatter.com/podcast/weiterbildung/

Agile Selbstorganisation: Effektiver durch Scrum

Es gibt ein paar Ideen aus Scrum, die sich sehr gut in den Selbstorganisationskontext übernehmen lassen, wobei diese Ideen sicherlich kein Privileg sind, als Scrum in die Welt gekommen zu sein 😉 Sei es drum, mir gefallen die Ideen, die Fabio Panzavolta ins Spiel bringt und die sich sehr schön mit (Personal) Kanban verbinden lassen.

https://www.scrum.org/resources/blog/scrum-and-personal-effectiveness

AGILE

OKR: OKRs resonant statt smart formulieren

Ich halte OKRs für eine sehr gute Möglichkeit die operative Ebene mit der strategische Ebne zu verknüpfen und gleichzeitig durch Feedbackschleifen einen Lerneffekt innerhalb der Organisation zu ermöglichen. Im Blog FlowWork.Rocks von Lars Richter bin ich auf einen interessanten Ansatz gestoßen, der dabei helfen soll, die OKRs besser zu formulieren. Üblicherweise wird hierbei die SMART-Regel in Spiel gebracht, hiervon weicht der Vorschlag allerdings ab. Zusammengefasst wird dieser Ansatz in einem Akronym: RESONANT. Es trifft es ziemlich auf den Punkt.

https://flowwork.rocks/resonante-okr/

Sprint Planning: Anregungen für einen Remote-Ansatz

Von Stefan Wolpers habe ich einen spannenden Artikel zum Thema Sprint Planning Remote entdeckt. Dabei folgt Stephan Wolpers dem Ansatz, bei dem er deliberative Moderationstechniken aus dem Werkzeugkoffer der Liberating Structures verwendet. Das Ganze kombiniert er oben drein mit typischen Anti-Pattern, die im Zusammenhang mit Sprint Plannings auftreten können:

https://www.scrum.org/resources/blog/remote-agile-part-6-sprint-planning-distributed-teams

Für Agilität begeistern: In dem wir das Kind nicht beim Namen nennen …

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich bin überzeugter Agilist. Als solcher verstehe ich nicht als Agilologen. Manchmal habe ich allerdings den Eindruck, dass Agilität zur glückselig machenden Ideologie aufgeblasen wird und in diesem Zusammenhang auch vollkommen überdrehte Erwartungen mit Agilität verknüpft werden. Ebenso wie abstruse Mythen, bei denen lustig Dinge mit anderen Mythen verknüpft werden, wie z. B. in Sachen Unternehmensdemokratie. Was also tun? Florian Eisenberg schlägt vor, es einfach nicht „Schnitzel zu nennen“ und erst mal zu erkunden, was die Intension hinter dem Wunsch nach – Ihr wisst schon was (Harry Potter lässt Grüßen – habe ich übrigens von Falk Golinsky 😉 ):

https://www.kanbwana.de/2020/04/21/don-t-call-it-schnitzel/

Agilität falsch verstanden: Was passiert, wenn man Agilität mit reiner Methodik gleichsetzt

Heiko Bartlog hat den 4. Teil seiner Artikelserie im t2informatik-Blog veröffentlicht und auch diesmal eine Punktlandung hingelegt, die vollgepackt, die im Zusammenhang mit Agilität immer wieder schief gehen. Der Grund warum ich Agilist und nicht Agilologe bin 😉

https://t2informatik.de/blog/prozesse-methoden/agilitaet-haben-wir-probiert-funktioniert-nicht-teil-4/

Scrum spielerisch vermitteln: Ballpoint-Game

Ein sehr simples Spiel, um die Ideen hinter Scrum zu vermitteln, ist das Ballpoint Game. Es braucht nur ein paar Bälle, eine Uhr und eine Visualisierungshilfe für die Ergebnisse. Der Aha-Effekt ist ziemlich gut. So viel kann ich Euch aus meiner Erfahrung berichten. Wollt Ihr mehr darüber wissen, dann hört mal in den Podcast von Julian Kea rein.

https://seriousgames.podigee.io/8-ball-point-game

LEADERSHIP UND MANAGEMENT

Managemententscheidungen unter den Bedingungen der Komplexitität: Das Cynefin-Modell im Kontext von COVID19 erklärt

Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass die ITler und BWLer erst jetzt entdeckt haben, wie komplex die Welt ist. Dabei haben die Organisationssoziologen bereits vor einem halben Jahrhundert aufgezeigt, wie komplex Entscheidungsfindung ist und das es bestenfalls nur begrenzt-rationale Akteure und Entscheidungssituationen gibt. Ich denke dabei an das Mülleimer-Modell von March/Olsen/Cyert. Das nur mal nebenbei bemerkt. Aber immerhin, die Botschaft ist angekommen. Und bei der Verortung des Entscheidungskontexts kann das Cynefin-Modell von David Snowden wertvolle Dienste leisten, wie Marcus Raitner am Beispiel von COVID19 aufzeigt:

https://fuehrung-erfahren.de/2020/04/cynefin-und-corona/

Vision, Ziel und gemeinsames Verständnis: Basis eines gut funktionierenden Teams

In jüngerer Zeit habe ich wieder intensiver mit Leadership beschäftigt und dabei festgestellt, dass es im komplexen Zusammenspiel zwischen Führenden, Geführten und Kontext, weniger um persönliche Eigenschaften der Beteiligten – insbesondere des Führenden – geht, als viel mehr um die Frage eines gemeinsamen Ziels und eines gemeinsamen Verständnisses. Dieser Aspekt wird gerade dann besonders relevant, wenn wir auf Selbstorganisation von Teams setzen wollen. Das ist an sich für mich keine neue Erkenntnis, aber dennoch spannend, den nach wie vor sind wir viel zu oft auf die Person des Führenden, die bei weitem weniger Einfluss hat, als wir uns gerne vor Augen führen wollen – auch jenseits der selbstorganisierten Teams. Das aber nur am Rande bemerkt, den eigentlich wollte ich hier den Beitrag von Dan Rockwell in den Vordergrund rücken, der das Eingangs erwähnte gemeinsame Ziel und das gemeinsame Verständnis in den Fokus rückt:

https://leadershipfreak.blog/2020/04/23/how-to-build-teams-that-row-together/

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