#LINKSDERWOCHE | 7/2019: Produktivität, Agile, Leadership und Management

PRODUKTIVITÄT

Fokus schaffen 1: Bewußt Nein sagen

Hin und wieder bewusst Nein zu sagen, hat nichts mit Böswilligkeit und mangelnder Hilfsbereitschaft zu tun, sondern ist zentrales Element eines gesunden Energie- und Zeitmanagements. Warum das so ist, das ist offenkundig: Wir haben nur eine begrenzte Menge Zeit und Energie zur Verfügung. In Folge bleibt uns nur eine Option, die Limitierung der parallelen Arbeit durch Priorisierung: Sprich, bewusst Nein zu einer Verpflichtung zu sagen. Mehr von Patrick Schönfeld:

http://chaosverbesserer.de/blog/2019/02/10/oefter-mal-nein-sagen/

Fokus schaffen 2: Wie „Ja“ Organisationen lähmen kann

Und weil wir gerade beim Thema „Nein sagen“ sind. Was für das Individuum gilt, trifft auch für die Organisation zu. Ein Aspekt, den David Dame im folgenden Blogartikel sehr schön thematisiert. Auch Organisationen können eine Neigung entwickeln, zu allem „Ja“ zu sagen und sich dabei zu verzetteln, statt sich bewusst zu fokussieren und so Ressourcen effektiv und effizient einzusetzen. Mehr zu Thema und wie in Organisationen gegengesteuert werden kann, erfahrt Ihr hier:

https://www.scrum.org/resources/blog/saying-yes-crippling-organizations

Sinnhaftigkeit: Verknüpfe Aufgaben mit Sinn und Bedeutung

Ich persönlich habe bei mir des Öfteren selbst die Beobachtung gemacht, dass die Sinnhaftigkeit einer Aufgabe zu kennen, zwei positive Dinge auslöst: 1) ich entwickle ein besseres Verständnis, wie ich zum Ziel komme und 2) ich bin wesentlich motivierter bei der Arbeit. Gerade darum formuliere ich Aufgaben gerne nach dem Muster „Ich möchte folgendes getan haben, weil …“. Ähnliche Beobachtungen scheint auch Leo Babauta gemacht zu haben, der in eine ähnliche Richtung argumentiert. Mehr dazu:

https://zenhabits.net/meaning/

Produktivitätsirrtümmer: Aufräumen mit Zeitmanagementmythen

Es gibt einige hartnäckige Mythen, die sich in Sachen Zeitmanagement und und Produktivität hartnäckig halten, obwohl sie mittlerweile widerlegt sind. Einige davon werden in einem Beitrag thematisiert, den Stephan List im Toolblog veröffentlicht hat. Darunter der Klassiker „Morgenstund hat Gold im Mund“. Hat sie nicht. Zumindest nicht für jeden Menschen. Je nach „Biorhythmus“ liegen die Produktivitätsphasen beim einen früher oder später. Dennoch hält sich der Mythos hartnäckig. Weitere Infos:

https://toolblog.de/2019/02/12/6-irrtuemer-ueber-produktivitaet/

Druckvorlagen: Vorlagen für analoge Planer

Stephan List – wenn ich mich richtig erinnere tatsächlich sogar Ingenieur für Papiertechnik, also vom Fach – hat im Toolblog eine Quelle für Druckvorlagen für analoge Planer vorgestellt, die sicherlich nicht nur für Papierfans interessant sein dürfte. Falls Ihr also derzeit auf der Suche nach entsprechenden Vorlagen seid, um Euch Euren eigenen analogen Planer zu basteln – hier könntet Ihr fündig werden:

https://toolblog.de/2019/02/13/vordrucke-fuer-ihren-analogen-planer/

Entwicklungsfokus: Ergebnis fokussiert

Weit verbreitet ist die Meinung, dass wir uns bei der Eigenentwicklung auf unser Stärken konzentrierten sollten. Schwächen aufzulösen ist schwierig und bindet viele Ressourcen. Der Stärkenfokus hingegen zeitigt schnelle Ergebnisse. Das Ganze hat aber dennoch einen Hacken. Daher lautet die Empfehlung von Merlin Mechler den Fokus auf das Ergebnis zu richten. Das Ergebnis, dass uns näher an unser Ziel bringt. In diesem Sinne ist das Ergebnis eine Art Zwischenstation. Nachlesen könnt Ihr es hier:

https://www.merlinmechler.de/2019/02/13/vergiss-deine-staerken-und-schwaechen-und-fokussiere-dich-auf-ergebnisse/

AGILE

Crossfunktionalität: Mehr als nur eine Frage der Teamaufstellung

Zentrale Problem großer Organisationen ist zwangsläufig die Tendenz, in Silosstrukturen zu verfallen. Der Versuch diese durch crossfunktionale Teams aufzubrechen ist ein nahe liegender Gedanke. Allerdings stößt diese Idee an gewisse Grenzen, den durch die Abgrenzung von Teams entstehen neue Silos, die zwar innerhalb des Silos crossfunktional sind, jedoch im Zusammenspiel wieder abgegrenzte Einheiten bilden können, die eben nicht crossfunktional zusammenarbeiten. Das zu verhindern, macht den Anspruch der Crossfunktionalität eben nicht zu einer Frage der Teamaufstellung sondern zu einer Frage der Unternehmensmentalität oder Unternehmenskultur. Klaus Leopold hat diesen Aspekt, der häufig unterschätzt wird, in einem Blogartikel thematisiert, den ich Euch wärmstens empfehlen kann:

https://www.leanability.com/de/blog-de/2019/02/crossfunktionalitaet-ist-keine-sache-der-teamaufstellung/

Backlog-Refinement: Ein Praxisbeispiel

Das Backlog-Refinement ist die gemeinsame Pflege der Liste „offener Aufgaben“. Gemeinsam arbeiten hier Entwicklerteam und Product Owner daran Anforderungen zu verstehen, zu verfeinern, anzupassen und zu priorisieren. Der Artikel von Mark Levison exerziert an Hand eines Beispiels das Backlog Refinement durch. Interessant nicht nur für Scrum-Newbies.

https://agilepainrelief.com/notesfromatooluser/2019/02/scrum-product-backlog-refinement.html

Backlog-Refinement: 4 Formate für Backlog-Refinements über mehrere Teams

Backlog-Refinement – also die regelmäßige Pflege des Backlogs – findet auch in größeren Projekten statt, in denen mehrere Scrum-Teams gemeinsam zusammenarbeiten. Gerade die Skalierung über mehr als ein Team kann eine Herausforderung sein. Der Artikel von Cesario Ramos zeigt einige Wege auf, wie das Backlog-Refinement mit mehreren Teams aussehen kann (ohne dabei auf einen spezifischen Skalierungsrahmen wie LeSS, Nexus oder SAFe zu referenzieren):

https://www.scrum.org/resources/blog/multi-team-backlog-refinement

Agile Mythen entzaubert: Der Product Backlog als alleinige Domäne des Product Owners

Der Scrum Leitfaden besagt zwar, dass der Product Backlog in der Verantwortung des Product Owners liegt, dass bedeutet aber nicht – wie hin und wieder zu hören ist – das der Product Backlog eine ausschließliche Domäne des POs ist. Christiaan Verwijs geht diesem Mythos nach und verdeutlicht: Auch für den Product Backlog gilt, dass es auf ein gutes Zusammenspiel zwischen allen Teammitgliedern in Scrum-Team ankommt 😉

https://medium.com/the-liberators/myth-the-product-backlog-is-maintained-exclusively-by-the-product-owner-af51bc62e90f

Agiles Softwaretesten: Wie wird das Testen in die agile Softwarentwicklung integriert?

Agile Softwareentwicklung bedeutet iterativ-inkrementell immer wieder einen Teil der Software „ausliefern“ zu können. Dazu gehört das Testen, um mögliche Schwächen und Fehler möglichst ausschließen zu können und so das Risiko zu minimieren und die Qualität des gelieferten Produkts zu maximieren. Kenner wissen, Softwaretest ist eine anspruchsvolle Angelegenheit – auch wenn sie nicht sonderlich beliebt ist. Wer möchte schon an seine eigene Fehlbarkeit erinnert werden. Wie aber wird das Softwaretesten in der agilen Softwareentwicklung umgesetzt? Einen Einblick gibt der Artikel von Kent McDonald:

https://www.agilealliance.org/agile-qa-testing-in-agile-software-development/

LEADERSHIP UND MANAGEMENT

Vertrauen schaffen und Wirkung entfalten: 5 Tipps

Gute Führung basiert auf Vertrauen. Vertrauen der Geführten in die Führung und der Führung in die Geführten. Dan Rockwell hat fünf Punkte identifiziert, die essenziell sind, die Vertrauensbildung zu unterstützen:

https://leadershipfreak.blog/2019/02/14/the-top-5-tips-for-building-trust-and-multiplying-impact/

Überleben in bürokratischen Strukturen: Ein persönlicher Erfahrungsbericht eines „Hofnarren“

Marcus Raitner hat einen interessanten beruflichen Weg hinter sich. Von der kleinen, beinah anarchischen Beratung hin zum Großkonzern. Für ihn kein einfacher Weg, wie der persönliche Einblick in seine berufliche Reise darlegt. Die Herausforderung in einer – tendenziell „überbürokratisch“ Struktur mit agiler Geisteshaltung zu arbeiten, ist nicht ohne. Sein Erfahrungsbericht ist daher ein Mutmacher für künftige Hofnarren.

https://fuehrung-erfahren.de/2019/02/anpassungsschmerzen-im-grosskonzern/

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