#LINKSDERWOCHE | 38/2023: Produktivität, Projektmanagement, Lean, Agile und Managment

PRODUKTIVITÄT

Microsoft | Wann Sharepoint, OneDrive und OneNotes?

Ich bin eigentlich kein Freund von marktbeherrschenden Technologieunternehmen wie Microsoft und Co. Auch einige „Tools“ mag ich nicht besonders. Unter anderem bin ich mit OneNotes bis heute nicht wirklich warm geworden. Wettbewerber haben es für meinen Geschmack besser verstanden, Notizen zu organisieren. Dennoch muss ich zugeben, dass das „Wolkenkuckucksheim“ von Microsoft im Zusammenspiel mit den verschiedenen Diensten ein großes Potential hat. Da auch die meisten Organisationen auf Micosoft setzen, haben wir damit im beruflichen Kontext einen bunten Strauß an Möglichkeiten zur Verfügung, in den ich mich gerade näher einarbeite. Sigrid Hess zeigt hier, wann Sharepoint, OneDrive und wann OneNotes die passende Lösung ist. Das ist übrigens nur ein Bruchteil dessen, was das „Biotop“ unter der Haube hat. Mit Power Platforms und ähnlichem lässt sich noch mehr in Sachen Geschäftsprozessoptimierung herausholen und das ganz ohne Programmierkenntnisse.

https://www.teamworkblog.de/2023/09/microsofts-wolkenkuckucksheim-mein.html

Erschöpfung | Wenn wir drohen auszubrennen

Wir leben in einer schnelllebigen Welt, in der sich das Rad extrem schnell dreht. Das führt zu einer, wie ich es nennen möchte, kognitiven Überlastung, die ich, genau wie Anna Koschinski es beschreibt, nicht nur bei mir immer öfter spüre und beobachte. Vielleicht rührt daher auch mein Wunsch, mich wieder mehr mit den antiken Stoikern und ihren „Nachfahren“ zu beschäftigen? Grundsätzlich brauchen wir wieder bewusste Auszeiten von der schnelllebigen Welt, um nicht auszubrennen. Das ist leider leichter gesagt als getan. Auch eine Erkenntnis der letzten Wochen und Monate, die ich schmerzhaft gelernt habe. Schließlich sind da noch zwei Kinder, Ehrenämter (die mir sehr am Herzen liegen) und dann die Zwänge aus der Berufswelt, die sich nicht so einfach beiseite schieben lassen.

https://anna-livia.de/die-grosse-muedigkeit/

Schwungrad der Produktivität | Ein Denkmodell für echte Produktivität

So Es macht richtig Spaß, im Flow zu arbeiten. Man rockt richtig. In den Flow zu kommen ist eine Herausforderung, den Flow zu halten noch mehr. Das habe ich in den letzten Tagen immer wieder gespürt. Da sind die Störungen und erzwungenen Kontextwechsel von außen, da ist der eigene „Geist“, der ständig umherwandert und sich nur zu gerne ablenken lässt, da ist das gigantische Informationsangebot, das jeden Tag auf uns einprasselt und noch so vieles mehr. Und dann sind da noch die Ideen, die mehr und schneller produktiv wären (was ich davon halte, habe ich ja schon in dem einen oder anderen Gedankenblitz zum Ausdruck gebracht). Es lohnt sich also, darüber nachzudenken, was Produktivität eigentlich bedeutet und was Produktivität eigentlich antreibt. Vielleicht hilft dabei das Denkmodell von Thomas Mathoi. Und schon wird klar, dass wirkliche Produktivität aus vielen Ebenen besteht (und, was den Methodenfetischisten nicht gefallen wird, eben nicht nur aus Methodik), die in Bewegung gebracht werden müssen, damit wirkliche Produktivität entsteht, die eben nicht darin besteht, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu erledigen 😉

https://www.mathoi.at/2023/09/25/das-schwungrad-der-produktivitaet/

Obsidian | Plugin für schnelle Notizen

Seit einigen Wochen probiere ich fleißig Obsidian als Alternative zu Notion und Evernote aus. Das Ziel ist ein brauchbares Notizbuch. Deshalb lese ich sehr aufmerksam, was Thomas Mathoi, der schon länger mit Obsidian arbeitet, an Ideen und Anregungen aus seiner Erfahrung postet. Im folgenden Blogeintrag geht es um ein Addon für Obsidian, mit dem man schnell eine Notiz hinzufügen kann. Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber gerade als Addon hinzugefügt. Der Test folgt in den nächsten Tagen, denn in der Tat ist es eine Funktionalität, die ich in meinen Tagesnotizen noch vermisse.

https://www.mathoi.at/2023/09/29/obsidian-kaizen-quickadd/

PROJEKTMANAGEMENT

Prompting für Projektleiter | ChatGPT als Projektleiter nutzen

Der Hype um ChaptGPT ist vorbei und so langsam beginne ich mich mit den Möglichkeiten und Grenzen von „ChatGPT“ auseinanderzusetzen. Zu viele euphorische Artikel waren anfangs für mich im Umlauf. Der Beitrag von Hung Tieu zeigt, wie das Tool für Projektmanager sinnvoll eingesetzt werden kann. Ich bin zwar immer noch eher kritisch, sehe aber die Möglichkeit mit ChatGPT Anregungen und Impulse zu generieren:

https://t2informatik.de/blog/prompting-projektleiter-produktivitaet/

LEAN

Visualisierung von Informationen | Ein Überblick über das KPI-Dashboard von Toyota

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir in Sachen Informationsvisualisierung viel von Toyota lernen können. Der Artikel von Christopher Roser über das KPI Dashboard von Toyota hat mich darin bestärkt. Was mir besonders aufgefallen ist, ist die Art der KPIs. Hier kann sich so manches Unternehmen in unseren Breitengraden noch eine Scheibe abschneiden.

https://www.allaboutlean.com/toyota-dashboard-overview/

Verbesserungskultur | Weshalb das Suchen nach Verbesserungspotenzialen mit „Ausmisten“ vergleichbar ist

Ich weiß gar nicht, wie oft ich mir anhören musste, dass ich negativ sei, weil ich ständig nach Möglichkeiten gesucht habe, die Dinge besser zu machen, nach „Problemen“, die wir beseitigen können. Wenn ich den Artikel von Götz Müller lese, habe ich das Gefühl, dass ich nach dem „Mist“ gesucht habe, den ich „ausmisten“ kann. Ich habe das Gefühl, es passiert zu wenig. Der Misthaufen wird lieber ignoriert, anstatt ihn zu hinterfragen und den Mist als Dünger zu nutzen.

https://www.geemco.de/artikel/die-zukunft-ist-auf-mist-gebaut/

AGILE

Scrum-Events moderieren | (K)Eine Blaupause als Referenz zur Verbesserung Eurer Scrum-Events

Kleine Vorbemerkung: Ich halte die unreflektierte Übernahme von „Blaupausen“ jedweder Art für grob fahrlässig. Blaupausen, Frameworks und Standards sind für mich sehr lebendige Referenzen, die nur im reflektierten Umgang Sinn machen. Sie bieten Hilfe und Unterstützung bei der Identifikation von reproduzierbaren Erfolgsbedingungen, sind aber weder in Stein gemeißelt noch immer und in jedem Fall die richtige Wahl. In diesem Sinne ist der Beitrag von Simon Flossmann als Hilfestellung im Sinne eines Referenzpunktes zu verstehen, der helfen kann, die Moderation von Scrum-Events zu verbessern. Wichtig, das betone ich noch einmal, immer reflektiert einsetzen und ggf. auch weiterentwickeln!

https://www.scrum.org/resources/blog/blaupause-wie-du-jedes-scrum-event-erfolgreich-moderieren-kannst-ohne

Mit Scrum starten | Statt „Fachbegriffe“ um sich werfen, das Wozu in den Fokus stellen und erleben lassen

Wenn ein Team mit Scrum beginnt, ist alles noch etwas holprig. Das ist verständlich. Man muss sich erst mit der Arbeitsweise vertraut machen. Dann wird oft über Rollen und Events diskutiert und Begrifflichkeiten eingeführt. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass es viel einfacher ist, die Dinge niederschwellig erlebbar zu machen und nicht so sehr auf die Scrum-Begrifflichkeiten zu setzen. Wie im Beitrag der Liberators zu erklären, was wir warum machen und es dann erlebbar zu machen, erleichtert den Einstieg. Statt „Wir machen jetzt eine Retrospektive“ wird erklärt „Wir gehen einen Schritt zurück und schauen, was wir verbessern können“. Das Warum wird klarer und erlebbarer.

https://medium.com/the-liberators/five-creative-ways-to-start-with-scrum-without-the-framework-7ae091e1452

Scrum Master | Den Erfolg sichtbar machen

Wie kann man sichtbar machen, dass man als Scrum Master einen Wertbeitrag für das Team und die Organisation leistet und zum Erfolg beiträgt? Wenn ich mir anschaue, wie wenig die Rolle des Scrum Masters als Servant Leader in der Praxis anerkannt wird, scheint es hier einen großen Bedarf zu geben, deutlich mehr zu verdeutlichen, woran man die erfolgreiche Wirkung eines Scrum Masters sichtbar machen kann. Mary Iqbal gibt in einem Blogbeitrag erste Hinweise, die auch deutlich machen, wo das Problem liegt. Scrum Master:innen können ihre Wirkung nicht direkt quantifizieren, sondern fast immer nur indirekt.

https://www.scrum.org/resources/blog/how-do-i-measure-success-scrum-master

Strategische Ziele | Evidenzbasierendes Managemet nutzen um strategische Ziele sichtbar zu machen

Von einem Oberstleutnant a.D. habe ich gelernt, dass die Ebenen Strategie, Taktik und operative Umsetzung nie getrennt gedacht und bearbeitet werden können. Sie gehören zusammen und beeinflussen sich ständig gegenseitig. Zwar gibt es meist eine – durchaus sinnvolle – Arbeitsteilung zwischen Strategie und operativer Umsetzung, aber erst im Zusammenspiel wird daraus ein Schuh. Wie eben auch beim „agilen Arbeiten“. Es ist also naheliegend, dass es auch im agilen Umfeld strategische Ziele gibt und hier gibt es durchaus interessante Ansätze, die auf der Idee des evidenzbasierten Managements aufbauen (übrigens von den Lean-Kollegen abgeguckt). Was mir bei dem Ansatz von Lars Richter allerdings noch fehlt, ist die klare Unterscheidung der Key Value Indicators in temporäre Verbesserungsmetriken und langfristige Metriken, die sichtbar machen, wie gut wir die Kundenbedürfnisse dauerhaft erfüllen. Dies versucht unter anderem das Fit-For-Purpose-Framework.

https://cdi.digital/strategische-ziele/

OKR | Begriffsklärung: Moal

OKR wird gerne als „agile Variante“ der Strategiearbeit dargestellt und ähnelt stark den Ideen hinter Hoshin Kanri im Lean Management. Zu den aus meiner Sicht guten Ansätzen gehört die Integration von langfristigen (Objectives), mittelfristigen (Moals) und kurzfristigen strategischen Zielen (Vision). Die Moals, die mittelfristige Ebene, stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Lars Richter:

https://cdi.digital/moal/

Daily Scrum | Es ist kein Syc-Meeting – kein Status-Meeting

Zu den typischen “ Anti-Pattern “ im Scrum-Kontext gehören die Dailys, in denen Statusberichte abgegeben werden. Ich kann gut nachvollziehen, wie schnell man in diese Falle tappen kann. Gerade die klassischen drei Fragen für Dailys fördern die Gefahr, genau in dieses Fahrwasser zu geraten. Ich denke, es ist wichtig, sich immer wieder in Erinnerung zu rufen, was der Zweck des Dailys ist: Synchronisation im Team, um die Zusammenarbeit bei der Problemlösung zu fördern. Mit anderen Worten: Wenn der Scrum Master am Rande steht und das Team gemeinsam am Board diskutiert, was es braucht, um voranzukommen, und wie es sich gegenseitig dabei helfen kann, dann ist das ein gutes Zeichen. Mehr dazu von Mike Cohn:

https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/daily-scrum-not-just-for-scrummasters

MANAGEMENT

Verantwortung übernehmen | Ein Wort, das unterschiedlich interpretiert werden kann …“

„Ich möchte mehr Verantwortung übernehmen“ und „Ich möchte, dass meine Mitarbeitenden mehr Verantwortung übernehmen“ hört man immer wieder, und wenn man genauer hinschaut, stellt man fest, dass beide Seiten zwar von Verantwortung sprechen, im Detail aber Unterschiedliches meinen. Es geht darum, die „Korridore“ der Handlungsspielräume abzustecken, so Tamara-Jane Schickle. Mit anderen Worten: Es geht nur im gemeinsamen Austausch und Dialog. Leider wird genau das zu wenig beachtet.

https://t2informatik.de/blog/die-sache-mit-der-verantwortung/

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..