#GEDANKENBLITZ | Unverbindlichkeit und fehlende Wertschätzung

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Es gibt die Dinge, da werde ich ungehalten. Dazu gehört die – gefühlt immer mehr um sich greifende – Unverbindlichkeit. Nur um es richtig einzuordnen: Ich habe kein Problem damit, wenn mal etwas verrutscht oder schief geht. Kann passieren. Die Häufung macht den Unterschied. Und da muss ich mich schon fragen, ob allen klar ist, was sie da tun. Wenn ja, gehören sie – auch wenn es dramatisch klingt – “übers Knie gelegt und ihnen der Hintern versohlt” (ja, ich weiß macht man heute nicht mehr und dies ist auch gut so).

Wer sich zu einer Veranstaltung anmeldet und nicht erscheint; wer eine Zusage macht und ohne Vorwarnung nicht einhält; wer andere Warten lässt, die ohne eine Information ein Mitwirken nicht weiterarbeiten können, der oder die handelt im höchsten Masse nicht nur respektlos gegenüber anderen. Das ist der Teil mit fehlender Kinderstube. Den er oder sie nötig anderen als zumutbar, auf das sie Lebenszeit (!!) investieren, ohne dass diese zu einem Ergebnis führt. Das allein ist schon, wie will ich sagen, toll dreist.

Da kommt allerdings noch mehr. Noch mehr, dass in Folge betroffen ist. Es ist ja nicht so, dass diejenigen, die davon betroffen sind, Langeweile haben und das nicht Auswirkungen gar auf Dritte hat, die dann in Folge mit Verzögerungen rechnen müssen. Nein, am Ende bedeutet es zusätzlichen Stress für alle – in der ganzen Kette. Und darüber müssen wir auch sprechen, Vertrauen geht verloren. Der Frustpegel steigt. Die Motivation geht runter. Und et voilà, was ist das Ende vom Lied? Genau. Es macht keinen Spaß.

Das nächste Mal also bitte darüber nachdenken, welche Auswirkungen es auf andere haben kann. Auch Dritte und Vierte … Am Ende profitieren wir alle davon, wenn wir den vermeintlichen kurzfristigen Nutzen mal hinten an stellen und wenn wir schon eine Zusage nicht einhalten können, wenigstens den Hörer aufnehmen und kurz eine frühzeitige Wasserstandsmeldung absetzen.

Es gibt den berühmten kategorischen Imperativ oder im Volksmund die “Goldene Regel”. Wenn diese jeder etwas mehr beherzigen würde, da bin mir sicher, würde sich die verschwendete Lebens- und Arbeitszeit deutlich reduzieren. Die Frage ist nämlich nicht, was ist mir zumutbar, sondern was kann ich anderen zumuten, was ich mir selbst nicht zumuten würde. Diese Frage bitte ehrlich beantworten und ernst nehmen.

Ich bin sicher, dass sich so manches Problem in der Gesellschaft und im Arbeitsleben schlagartig auflösen wird, wenn wir konsequent darüber nachdenken, was ist anderen zumutbar und nicht, was ist mir nicht zumutbar.

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