#LINKSDERWOCHE | 35/2021: Produktivität, Lean und Agile

PRODUKTIVIÄT

Meeting-Teufelskreis: „Patient Null“ identifizieren und den Teufelskreis durchbrechen

Es gibt auch diese Woche ein sehr guter Beitrag von Tim Themann zum Thema Besprechungs(un)kultur, der sehr lesenswert ist. In diesem Beitrag geht es um die Frage, wie wir den Meeting-Teufelskreis durchbrechen können, in dem wir den „Patienten Null“ identifizieren, der den Ball ins Rollen bringt und diesen dabei unterstützen, gar nicht erst in die Falle zu tappen.

https://die-computermaler.de/mehr-zum-meeting-teufelskreis/

Balance zwischen Konzentration und Zusammenarbeit:  Eine Reflexion

Sehr schön zum Thema Meeting-Teufelskreis passt meines Erachtens die Reflexion von Marcus Raitner über die richtige Ausbalancierung von Konzentration und Zusammenarbeit. Beides ist für gute Wissensarbeit wichtig. Beides braucht gleichzeitig komplett andere Rahmenbedingungen, die sich durch aus beißen können. Gefühlt wurde vor COVID darüber viel zu wenig diskutiert. Ich hoffe, dass sich jetzt etwas daran ändert. So gerne ich mit Menschen arbeite und die persönliche Zusammenarbeit nach über einem Jahr fast gänzlich im Home Office vermissen, so wenig verspüre ich Lust, im anderen Extrem zu verfangen. Die richtige Mischung ist wichtig und dafür müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden.

https://fuehrung-erfahren.de/2021/08/das-wechselspiel-zwischen-konzentration-und-kommunikation/

Scannerpersönlichkeiten:  Jede Menge Links und Nuggets zum Thema

Ich würde mich selbst nicht als Scannerpersönlichkeit bezeichnen, auch wenn ich – wie mir mehrfach gesagt wurde – einige Merkmale aufweise, die zum Persönlichkeitsprofil passen würden. Was ich aber definitiv bin: Ein Generalist. Scannerpersönlichkeiten sind echte Multitalente. Das ist Fluch und Segen zugleich. Ausgeprägte Scannerpersönlichkeiten sind ständig auf der Suche nach neuen Themen, neuen Ideen und neuen Dingen. Sie probieren ständig neue Dinge aus. Sie langweilen sich aber auch sehr schnell, wenn man sie mit Routine konfrontiert und wenn sie mal etwas verstanden haben, lassen sie die Dinge oft auch wieder links liegen und verlieren das Interessen. Sie gelten daher vielen Menschen als unbeständig, was ich so nicht stehen lassen würde. Tobias Leisgang hat aktuell eine ganze „Schatzkiste“ den Scannerpersönlichkeiten gewidmet, die für alle interessant sein kann, die sich mit den Fragen Generalist vs. Spezialist, Rolle der Multitalente und artverwandten Themen beschäftigt, interessant sein kann.

https://www.companypirate.de/2021/08/28/schatzkiste-135-scannerpersoenlichkeit/

Online Meetings und Workshops: 6 Prinzipien für mehr Effektivität und Effizienz

Ein schöner Beitrag aus profunder Feder zum Thema Gestaltung von Online-Workshops ist mir letzte Woche ins Auge gestochen, den ich hier gerne mit Euch teilen möchte. Er stammt von Julian Kea. Ich durfte Julian schon vor vielen Jahren kennenlernen. Damals haben wir beide an der Steinbeis Hochschule Berlin unser MBA-Studium absolviert. In dem folgenden Beitrag erläutert er 6 Prinzipien für gute, effektive und effiziente Online-Workshops. Die Prinzipien hören sich simple an. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das Füllen mit Leben dieser Prinzipien ist alles andere als trivial. Dennoch: Es lohnt sich.

https://t2informatik.de/blog/prozesse-methoden/6-prinzipien-online-workshops-meetings/

Resonanzthemen: Es muss nicht immer ein Prozessziel sein

Tja, da hat mich Wolf Steinbrecher mal wieder gefordert. Wo packe ich den Artikel hin? Ich habe mich entschieden, ihn unter Produktivität zu verlinken. Das Thema passt super zu persönlichen Produktivität, ebenso wie zur Teamproduktivität und zur Organisation. Spannend finde ich die Unterscheidung Ziel und Resonanz. Blickt man sich um, könnte man fast meinen, dass um effektiv und effizient zu sein, immer ein Ziel erforderlich ist. Jeder Prozess braucht ein Prozessziel. Wirklich? Vorneweg: Nein, muss nicht sein. Es gibt ja auch „Resonanzthemen“ und die sind nicht minder wichtig. Beim Lesen habe ich mich ein wenig an Effectuation erinnert gefühlt. Fazit: Nicht immer muss etwas zielführend sein. Es reicht aus, wenn es Resonanz erzeugt und sich allmählich verfestigt 😉

https://www.teamworkblog.de/2021/08/prozesse-ohne-ziel-resonanzthemen.html

LEAN

Zielfokus bei Lean-Einführung: „Focus on Processes, Not Results“

Was mir bei der Auseinandersetzung mit Toyota immer wieder positiv ins Auge sticht: Die Fokussierung auf Prozesse statt auf Ergebnisse. Das hört sich im ersten Moment etwas seltsam an. Den letztendlich geht es darum, gute Ergebnisse zu erzielen. Allerdings sind Ergebnisziele immer temporär zeitlich begrenzt und nicht wirklich geeignet, eine Organisation auf Dauer auszurichten. Anders Prozessziele, eine langfristige Perspektive anbieten. Dazu mehr von Art Byrne, der in dem folgenden Blogpost die Frage beantwortet: What Targets Should We Set When Launching a Lean Turnaround?

https://www.lean.org/LeanPost/Posting.cfm?LeanPostId=1482

AGILE

Stacey-Matrix:  Ursprungsidee, Adaption und Überblick über die kritische Diskussion

Die Stacey-Matrix wird gerne genutzt, um für agile Rahmenwerke zu werben. Ich gebe zu, das habe ich auch früher gemacht. Tue es sogar heute noch, allerdings immer in Kombination mit der PAVE-Matrix und dem Cynefine-Modell. Die Kritik an der Verwendung (nicht an der Stacey-Matrix) selbst ist nicht unberechtigt. Insbesondere, weil häufig eine vereinfachte Version der ursprünglichen Stacey-Matrix verwendet wird. Es macht also durch aus Sinn, sich das Ganze mal genauer anzuschauen, wie es hier Andrea Windolph macht.

https://projekte-leicht-gemacht.de/blog/projektmanagement/stacey-matrix/

Stellenausschreibungen für Scrum Master*innen: Stellenausschreibungen und was sie über das Verständnis von Agilität aussagen

Man stolpert auf den verschiedensten Wegen immer wieder über Stellenausschreibungen (nicht nur) für Scrum Master*innen. Gelegentlich lese ich sie sogar. Und mehr als einmal ging es mir schon wie Doris Weißgerber. Man fragt sich, habe die Verfasser*innen verstanden, was für eine Position sie da ausgeschrieben haben? Nein, wir wollen hier geht es nicht um Personaler-Bashing. Auch wenn es so klingen mag. Es geht viel mehr um ein falsches Verständnis der Rolle des Scrum Masters und Agilität im Allgemeinen, die ihren Ausdruck in einer Stellenausschreibung findet. Immerhin wird über die Stellenausschreibung jemand gesucht, der Agilität vermitteln und vorleben soll. Ähnliche Stellenausschreibungen sind mir letzter Zeit öfter aufgefallen. Und dies löst bei mir ein ungutes Gefühl aus. Mal ehrlich, würdet Ihr Euch auf solche Stellenausschreibungen hin bewerben?

https://www.teamworkblog.de/2021/08/bericht-des-status.html

Product Operations: Unterstützungseinheit(en) für agile Teams

Die Idee hinter dem Begriff Product Operations kannte ich zwar bereits, aber der Begriff war mir neu. Hinter Product Operations verbirgt sich verkürzt ausgedrückt, die agile Variante eines klassische PMOs. Eine zentrale Unterstützungseinheit, die beratend agile Projekte unterstützt und administrative Aufgaben übernimmt. Solche Unterstützungseinheiten, die beratend selbstorganisierte Teams unterstützen, nutzt zum Beispiel auch buurtz.org. Dort sind Fachleute und Experten für bestimmte Themen angesiedelt, die im Bedarfsfall mit Fachexpertise die jeweiligen Teams unterstützen. Es sind also unterstützende Berater am Werk, die man in Anspruch nehmen kann, aber nicht muss.  Gerade in großen Organisationen durch aus eine sinnvolle Option. Mehr von Felix Stein:

https://www.lean-agility.de/2021/08/product-operations.html

Scrum Master*in = Agile Coach?

Mit der Frage, wie groß die Schnittmenge zwischen Agile Coach und Scrum Master*in ist und worin die Unterschiede liegen, habe ich mich auch schon einmal intensiver auseinandergesetzt und für den Blog von t2informatik einen Gastbeitrag veröffentlicht. Die Schnittmengen zwischen den beiden Rollen sind ziemlich groß und doch gibt es Unterschiede. Hierzu passt sehr schön der Blogartikel von Matthew Hodgson, der sehr schön hervorhebt, dass  Scrum Master*innen auch als Coach in der Organisation wirkt und warum es wichtig ist, dass Scrum Master*innen und Agile Coachs eng zusammenarbeiten müssen, um die Agilität der Gesamtorganisation gemeinsam voranzutreiben.

https://www.scrum.org/resources/blog/scrum-master-agile-coach

Scrum Master*in: Neu in einem bestehenden Team

Persönlich finde ich es immer wieder spannend, wenn ich neu in ein bestehendes Team komme und dort die Rolle eines Scrum Masters übernehme. Kein Team ist wie ein anderes. Zusammensetzung, Kontext, Aufgabenstellung, Ausgangslage, Vorwissen usw. sind jedes Mal gänzlich anders. Und doch ähnelt sich meine Vorgehensweise immer wieder. Allerdings weiß ich auch, dass der Einstieg nicht ganz so trivial ist, wie der eine oder andere vielleicht meinen mag. Ganz im Gegenteil. Sofort Durchstarten und alles Umkrempeln ist keine gute Idee. Zunächst gilt es erst mal die Ausgangslage kennzulernen und zu verstehen usw. usf. Auf was man als Scrum Master*in sonst so achten sollte und was wichtig ist, damit der Einstieg gelingt, verrät Euch der Podcast von Ralf Kruse

https://enablechange.de/2021/08/25/wie-starte-ich-als-scrum-master-effektiv-in-einem-bestehenden-scrum-team/

Retrospektiven: Wenn sich „Schulden“ in der Retro auftürmen

In der vergangenen Woche bin ich über einen Beitrag von Johann-Peter Hartmann gestoßen, der sich mit Retrospektiven intensiver beschäftigt. Er beschreibt in seinem Beitrag drei Varianten von Retrospektiven: Update, Vent und Disaster. Regelmäßige Retrospektiven sind meist Update-Retrospektiven, gelegentlich mal auch die Variante Vent. Die Variante Disaster ist bei regelmäßigen Retrospektiven eher die Ausnahme. Kann aber auch mal vorkommen. Auffällig: Je häufiger Retrospektiven ausfallen, desto öfter werden Retros eher in der Variante Disaster verlaufen. Es haben sich Schulden „aufgebaut“, die erst einmal aufgelöst werden müssen. Man sieht: Regelmäßige Retrospektiven sind wichtig 😉

https://blog.mayflower.de/10960-retrospektive-schulden.html

Kanban: Grundlegende Lernpunkte des Schiffchenspiels

Kanban in 7 Minuten ist einer meiner Lieblings-Podcasts rund um das Thema Kanban. In der aktuellen Folgen stellt Florian Eisenberg das Schiffchenspiel als Kanban-Simulation vor und die Essenz in Bezug auf den Flow dar. Was er dort beschreibt, ist einer der wesentlichen Punkte, warum ich Kanban sehr schätze.

https://www.buzzsprout.com/603118/9023778-flow-flow-flow-your-boat.mp3

Kanban: Beispiele für Kanbanboards

Ich bin – auch wenn meine agile Reise einst mit Scrum begonnen hat – mittlerweile ein riesiger Kanban-Fan geworden. Die Vielseitigkeit von Kanban, dass weit mehr als nur ein Kanbanboard ist, auf was Kanban leider viel zu oft reduziert wird – beeindruckt mich immer wieder. Noch mal, um einigen Missverständnissen vorzubeugen: Kanban ist mehr als die visuelle Darstellung von Prozessketten auf Boards mit WiP-Limitierung. Das erschließt sich meist erst, wenn man die grundlegenden Prinzipien näher betrachtet. Es steckt sehr viel evolutionäres Lernen und Verbessern dahinter. Die Visualisierung ist allerdings extrem hilfreich, um dieses Lernen und Weiterentwickeln zu ermöglichen und die erforderliche Transparenz zu schaffen, die dies ermöglicht. Der folgende Link zum Beitrag von Lauren Durdan beinhaltet ein paar Beispiele zur Kanbanboards, die dies hoffentlich nochmals unterstreichen:

https://djaa.com/kanban-board-examples/

Validated Learning Board: Eine Einführung

Das Konzept Time To Learn hatte ich bereits in den #LINKSDERWOCHE in Form eines Artikels von Lars Richter vorgestellt. Zur Ergänzung gibt es heute einen Link zu einem Artikel, ebenfalls von Lars Richter, der sich auf die visuelle Umsetzung mit Hilfe eines Validated Learning Boards bezieht. Das Validated Learning Board ist eine Kanban-Adaption  und ein weiteres schönes Beispiel, wie vielseitig Kaban sein kann. Kleiner Hinweis: Solch ein Validated Learning Board passt sehr gut in einen Obeya-Room im Team, der sich übrigens auch sehr gut mit einem virtuellen Whiteboard für Remote-Teams realisieren lässt.

https://flowwork.rocks/validated-learning-board/

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