#LINKSDERWOCHE | 42/2020: Produktivität, Agile, Leadeship und Management

PRODUKTIVITÄT

Gewohnheiten ändern: Mit kleinen Schritten zum Erfolg

Das Gewohnheiten zu ändern, kein leichtes Unterfangen ist, das dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Aber wie wird man erfolgreich? Mit kleinen Tippelschritten. Gut nachvollziehbar. Und doch gar nicht so einfach. Wie wir alle wissen. Marcus Raitner hat mich genau zu diesem Thema mit einem Hinweis auf das Modell B.J. Fogg erinnert, von dem ich auch schon bei anderen gelesen habe. Fogg hat ein Modell entwickelt, das mit kleinen, sich selbstverstärkenden Schritten arbeitet. Das Buch habe ich schon lange auf der Leseliste, es aber bis dato noch nicht geschafft. Leider. Mit dem Artikel von Marcus ist es jetzt auf der Prioritätenlisten nach oben gerutscht.

https://fuehrung-erfahren.de/2020/10/der-mensch-das-gewohnheitstier/

Mehr als Checklisten: Selbstmanagement beginnt mit drei essentiellen Erkenntnissen

Schön wäre es, wenn gutes Selbstmanagement einfach mit ein paar Checklisten abhandelbar wäre. Ist es leider nicht. Im Gegenteil. Ich werde gerade mal wieder selbst schmerzvoll daran erinnert, dass es mehr ist, als nur einem „Methodik“ zu implementieren. Die letzten Wochen waren ziemlich vollgepackt, weil ich etwas vorschnell aus meiner Begeisterung ein paarmal zu viel „Ja“ gesagt habe und dabei den „Preis“ nicht ausreichend kalkuliert habe. Ivan Blatter hat noch zwei weiter Punkte zusätzlich genannt, die es zu beachten gilt. Nämlich die bewusste Entscheidung, auf was man sich fokussieren möchte und die Klärung der eigenen Erwartungen. Wenn Ihr Eure Selbstorganisation auf den Prüfstand stellen wollt, fangt damit an. Nicht mit den Methoden und Checklisten. Sonst landet Ihr sehr schnelle auf der Nase.

https://ivanblatter.com/podcast/inspirationen/

Arbeitssicherheit: Wer ist zuständig?

Was hat Arbeitssicherheit mit Produktivität zu tun, wird sicherlich der eine oder andere jetzt am liebsten Fragen. Für mich sehr viel. Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit gehören zu den Rahmenbedingungen der Produktivität. Werden sie permanent verletzt, kann kein Mensch wirklich produktiv arbeiten. Und die wenigsten von uns sind als „Einzelkämpfer“ unterwegs. Wer muss sich um was kümmern, wenn es um die Arbeitssicherheit geht? Diese Frage beantworten zu können ist, denke ich daher, alles andere als unbedeutend. Allerdings bin ich selbst kein Kenner der Regelungen und auch kein Experte für Arbeitssicherheit. Ich habe allerdings vor ein paar Jahren bereits gelernt, dass diese schon mit den Arbeitsmitteln beginnt. Mit ganz trivialen Dingen, die aber im Zweifelsfall heftige Auswirkungen haben können. Von daher lohnt es sich, wenn man zumindest die Grundzüge kennt. Mehr dazu im Toolblog von Stephan List:

https://toolblog.de/2020/10/11/wer-ist-eigentlich-fuer-die-arbeitssicherheit-verantwortlich/

AGILE

Roadmap: Ein paar essentielle Prinzipien für die Erstellung der Roadmap

Agilisten planen nicht? Falsch. Sie planen. Aber sie planen anders. Oder anders ausgedrückt. Feinkörnig wird nur für kurze Zeiträume geplant. Alles, was in weitere Ferne liegt, wird grob geplant. Nicht weil man faul ist, sondern aus der Erkenntnis heraus, dass die mittel- bis langfristige Zukunft noch viel neue Erkenntnisse und Veränderungen bereit halten wird und deswegen feinkörnige, detaillierte Planung wenig sinnvoll ist. Dennoch: Gerade bei längerfristigen Projekten ist eine grobe Orientierung mit Orientierungsmarken sinnvoll. Das Mittel der Wahl für die langfristige Planung ist die Roadmap. Hier plant man nicht auf Basis von User Stories oder sogar Epics, sondern sogar auf einer weit höheren Flughöhe. Es ist eine strategische Planung. Einige grundsätzliche Prinzipien hierzu findet Ihr im Artikel von Stefan Wolpers, der es sehr prägnant auf den Punkt bringt.

https://www.scrum.org/resources/blog/product-roadmap-first-principles-empower-scrum-teams-align-w-stakeholders

Scrum als Lernsystem: In iterativen Schleifen lernen, was es wirklich braucht

Scrum der Methode willen zu betreiben macht wenig Sinn. Auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass es bei manchen darum geht. Aber gut sei es drum. Im Fokus steht immer ein – für den Auftraggeber – gutes und brauchbares Ergebnis zu liefern. Mit Scrum „entdecken“ wir in iterativ Schleifen, wie wir Stück um Stück dorthin kommen. Mit den Worten von Jan Fischbach „Scrum ist ein Lernsystem“. Wir lernen, wie wir das beste Ergebnis für unseren Auftraggeber herausholen können, in dem wir uns an die beste mögliche Lösung herantasten. Das macht Scrum unter Bedingungen hoher Komplexität hochgradig effektiv und effizient.

https://www.teamworkblog.de/2020/10/scrum-ist-ein-lernsystem.html

Product Discovery: Ein kurzer „Reiseführer“ auf dem Weg der Produktentwicklung

Wenn wir neue Produkte entwickeln, ist es ziemlich schwierig, zu Beginn zu definieren, wie das fertige Produkt am Ende aussehen wird. Wir müssen uns viele Gedanken machen, was die künftigen Anwender wirklich brauchen. Sprich, wir machen uns auf eine Entdeckungsreise. Am Beginn dieser Reise müssen wir erst einmal klären, ob es überhaupt einen Bedarf für ein Produkt gibt. Diese Phase nennt sich „Product Discovery“. Es macht wenig Sinn, ein Projekt aufzusetzen, für welches keinerlei Bedarf gibt. Leuchtet ein. Roman Pichler unterscheidet zwischen der zeitlich limitierten (timeboxed) und der kontinuierlich stattfindenden „Produktentdeckung“. Eine Unterscheidung, die für mich Sinn macht. Zuerst muss ich wissen, lohnt es sich überhaupt, in die Neuentwicklung einzusteigen. Im Entwicklungsprozess selbst, muss ich immer wieder schauen, lohnt es sich ein Produkt weiterzuverbessern und wenn ja, in welcher Art und Weise. Mehr dazu:

https://www.romanpichler.com/blog/a-brief-guide-to-product-discovery/

Story Points: Hilfsmittel oder ein „Irrtum“?

Als ich den Podcast-Titel von Marc Löffler gelesen habe, musste ich – zugegebenermaßen – schlucken. Nachdem ich den Podcast angehört habe, kann ich allerdings die Aussage nachvollziehen. Ich setze das Schätzen nach Story Points als Hilfsmittel für Feedback mit Blick auf den Zuschnitt von User Storys ein. Die von Marc wiedergegebenen Beobachtungen kenne ich ebenfalls. Damit sind seine Argumente für mich nachvollziehbar. Halte ich das Schätzen von Komplexität nach Story Points für einen Fehler? Trotz der Argumente von Marc sehe ich es nach wie vor differenzierter. Ein guter Impuls für eine tiefergehende Diskussion und zur Reflexion. Hört es Euch an. Eure Meinung würde mich interessieren. Gerne als Kommentar im Blog.

https://marcloeffler.eu/2020/10/08/story-points-einer-der-groessten-fails-im-agilen-kosmos/

Sprintziel: Team überzeugen, warum ein Sprintziel sinnvoll ist – ein Workshopformat

Nicht immer und in jedem Team ist es Konsens, dass ein Sprintziel eine sinnvolle Sache ist. Wie überzeugt man ein Team? Barry Overeem nutzen dafür die Liberating Structures als Rahmen für einen Workshop. Unabhängig vom Thema Sprintziel – ein schönes Beispiel, wie man Liberating Structures einsetzen kann. Prädikat: lesenswert.

https://www.scrum.org/resources/blog/workshop-sprint-goal-optional-scrum

Scrum Guide: Neuer Scrum Guide angekündigt

Im Blog SCRUMschau bin ich über eine interessante Info gestolpert, die mir offenbar durch die Lappen gegangen ist. Wie heißt es so schön, die wichtigen Dinge finden immer ihren Weg. Manchmal halt eben nicht direkt 😉 So wie es aussieht, gibt es in Kürze eine neue Version des Scrum Guides. Ich bin schon gespannt. Wie gesagt, erste Infos gibt es hier:

https://scrumschau.wordpress.com/2020/10/08/neuer-scrum-guide-2020-angekundigt/

OKR: Wie funktioniert das Herunterbrechen OKRs?

Es ist nicht immer so einfach, wie es im ersten Moment scheint. Das Herunterbrechen von OKRs auf der Unternehmensebene auf die jeweiligen Teams. Das kann sich sicherlich jeder von Euch vorstellen. Die Team-OKRs sollen überschneidungsfrei sein und gleichzeitig auch noch auf die übergeordneten OKRs einzahlen. Das setzt einiges an Kommunikationsleistung voraus, wie auch der Beitrag im Murakamy-Blog darlegt, der sich genau mit dieser Frage beschäftigt.

https://murakamy.com/blog/wie-funktionier-das-runterbrechen-von-okrs

LEADERSHIP UND MANAGEMENT

Leader oder Manager: Ein Unterschied mit großer Wirkung

Tim McMahon hat einen schönen Artikel verfasst, der – wie ich finde – sehr gut geeignet ist, um als Führungskraft das eigene Verhalten zu hinterfragen. Was ist der Unterschied zwischen Leader und Manager? Der eine „verwaltet“, der andere „inspiriert“ zum Beispiel. Was er hier aufzeigt, ist der Unterschied zwischen zwei gegensätzlichen Führungsverständnissen. Das eine basiert auf Kontrolle, Sanktion und detaillierter Steuerung. Der Gegensatz dazu ist die Idee der dienenden Führung, die auf Vertrauen, intrinsischer Motivation und Führung durch Inspiration basiert.

http://www.aleanjourney.com/2020/10/are-you-leader-or-manager.html

Purpose: Kritische Reflexion zum Hype der Sinnfrage

Zwar zähle ich mich persönlich zu denen „Freunden“ der Sinnfrage, aber einer kritischen Reflexion stehe ich offen gegenüber. Ich halte sie sogar für wichtig und essenziell. Den jede noch so gute Idee hat ihre Schwachstellen. Und perfekte Lösungen gibt es nicht. Daher braucht es auch die kritische Auseinandersetzung und die Reflexion. Eine solche Anregung zur kritischen Reflexion bietet der Artikel von Stefan Kühl, der dem Hype um „Purpose“ oder der Sinnfrage in Bezug auf das Thema Führung eine differenziert-kritische Sicht gegenüberstellt, die sehr schön zeigt, dass die Idee der sinnstiftenden Führung nicht immer der optimale Weg ist und warum Distanz der Mitglieder zur Organisation durch aus wichtig sein kann.

https://sozialtheoristen.de/2020/10/06/zum-hype-um-den-purpose-weswegen-distanz-der-mitglieder-zur-organisation-hilfreich-sein-kann/

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