#LINKSDERWOCHE | 27/2020: Produktivität, Agile, Leadership

PRODKUKTIVITÄT

Dokumentationen: Bitte Powerpoint vermeiden

Ich gebe es ja zu, auch ich nutze – je nach Projekt – Powerpoint zum Dokumentieren. Allerdings nicht für technische Dokumentation, sondern für Vorträge und Workshops. Ich halte es nicht für ideal, nur leider habe ich nicht immer auf die Infrastruktur Dritter den entsprechenden Zugriff und wenn ich als externer Mitarbeiter einen Workshop dokumentiere, packe ich eben den ganzen Rest zu den Vortragsfolien dazu, um nicht noch ein weiteres Format zu nutzen. Viel eleganter und schöner wäre natürlich ein Wiki oder ein vergleichbares Werkzeug. Und selbst wenn es nicht verfügbar ist, gehören Dokumente in einer gut organisierten Dateiablage mit Querverweisen (und das E-Mail-Postfach ist das am wenigsten hierfür geeignete Hilfsmittel. Auch bin ich überhaupt kein Freund davon, Informationen an verschiedenen Orten vorzuhalten. Alles, was zusammengehört, sollte auch an einem Ort zu finden sein. Idealerweise so einfach wie nur möglich. Und da finde ich nach wie vor ein gut strukturiertes Wiki oder eine gut durchdachte Dokumentenablagen (mit nur wenigen Gliederungsebenen) nach wie vor unschlagbar. Insofern stimme ich Joachim Schlosser voll und ganz zu, der sich in seinem Beitrag überwiegend auf technische Dokumentationen bezieht (es gibt – als ehemaliger Verwaltungsmensch kenne ich das noch zur genüge – auch nicht technischer Dokumentationen, für die im Grundsatz Ähnliches gilt):

https://www.schlosser.info/powerpoint-dokumentieren-2/

Internet: Online-„Spuren“ (teil-)verwischen

Das große Problem mit dem Internet ist nicht, dass jemand was Dummes sagt oder tut. Das gab es auch schon früher. Das Problem ist, dass so etwas im Netz wesentlich schneller oder zumindest weitere Kreise zieht, als der berühmte Fehlgriff der uns alle mal im (analogen) Leben passiert ist und dann wird es schwierig, es wieder in den Griff zu kriegen. Nein, Ihr sollt Euch nicht outen 😉 Aber ich bin mir sicher, jedem von Euch ist so etwas Ähnliches schon mal passiert. Ist es einmal im Netz unterwegs, nun ja, lässt es sich leider schwerer eindämmen als den berühmten Dorfklatsch, der zwar rasant schnell ist, aber dann doch meist lokal bleibt und schnell wieder vergessen wird. Da hilft nur ein ausgeprägtes „Bewusstsein“ dafür, wie schnell ein Spaß auch mal nach hinten losgehen kann. In begrenztem Maße können wir auch hier gegensteuern. Ob allerdings das Löschen von Social-Media-Accounts viel hilft, zweifle ich mal an. Keine Ahnung, was dies Konzerne inoffiziell und gegen alle Verlautbarungen alles speichern. Aber wenigstens einen Teil können wir ggf. noch geradebiegen. Zumindest gibt es dafür einige Hilfen, wie sie Stephan List im Toolblog anregt (auch mit dem Hinweis, dass es a) keine Garantie gibt und b) das eigene umsichtige Verhalten der beste Weg ist).

https://toolblog.de/2020/06/24/internet-wie-sie-sich-vom-acker-machen/

Gewohnheiten: Tipps und Tricks, um die Frage wie wir Gewohnheiten ändern können

Gewohnheiten waren, sind und werden es wohl auch in Zukunft für mich sein – die größte Herausforderung. Ich habe es in meinem Leben geschafft mir einige ab- oder anzugewöhnen, bei anderen habe ich mir die Zähne ausgebissen bzw. beiße sie sie mir immer noch aus. Und da ich noch einige Gewohnheiten vor mir habe, die ich loswerden möchte und andere, die ich mir angewöhnen will, bin ich natürlich immer wieder dankbar über Ideen und Inspirationen, wie ich meine Erfolgsquote verbessern kann. So wie im Podcast von Ivan Blatter:

https://ivanblatter.com/podcast/gewohnheiten-inspiration/

Pausen: Über die hohe Kunst der wahren Pause

Könnt ihr wirklich noch einen Moment der Stille, eine echte Pause genießen und aushalten. Ganz ohne etwas zu tun? Wenn ich ehrlich bin, habe ich da bei mir mittlerweile größte Zweifel. Und wenn ich mich so umschaue, fürchte ich, dass diese hohe Kunst einer echten Pause, nur von ganz wenigen noch beherrscht wird. In unserer hektischen Zeit hat man den Eindruck, dass alles irgendwie mit Aktivität gefüllt sein muss. Selbst die Pausen. Dabei sind Pausen so essenziell wichtig für unser „Energiemanagement“. Und doch: Wir lassen uns pausenlos berieseln. Der folgende Artikel von Leo Babauta hat mich übrigens wieder mal darauf gebracht, darüber zu sinnieren, wie ich meine kleinen Auszeiten gestalte. Vielleicht ist er auch für Euch interessant:

https://zenhabits.net/resting/

„Geisteshaltung“: Der Unterschied zwischen zwischen fixer und wachstumsorientierter Geisteshaltung

In der Literatur stolpert man des Öfteren über „fixed Mindset“ und „Growth Mindset“. Zwei Begriffe gerne auch im agilen Kontext zur Anwendung kommen. Der auf Weiterentwicklung ausgelegte, wachstumsorientierte Ausdruck von Haltung steht für das beständige Dazulernen, Weiterentwickeln und reflektieren des eigenen Könnens/Wissens. Diese Haltung sehr explorativ, in die Zukunft ausgerichtet. Zeitgenossen mit dieser Geisteshaltung reflektieren beständig sich selbst, sind bestrebt, sich selbst weiterzuentwickeln, neue Themenfelder zu entdecken und zu „wachsen“. Im Gegensatz dazu steht der „fixed Mindset“ also eine tendenziell eher bestandswahrende Sicht, die darauf abzielt, Dinge zu erhalten, Veränderungen weniger offen gegenüber steht. Diese beiden Haltungen stellt Vinita Bansal gegenüber, wobei sie klar dem Growth Mindset den Vorzug gibt. Da bin ich nicht ganz glücklich darüber, den auch wenn ich dem Growth Mindset näher stehe, so hat auch ein fixed Mindset – in entsprechendem Kontext – seine Daseinsberechtigung.

https://dzone.com/articles/fixed-mindset-vs-growth-mindset

Fokussiert bleiben: 4 Tipps

Es ist natürlich auch eine Frage des Typs. Der „kreative Chaot“ lässt sich schnell ablenken, wie der „strukturierte Analyst“ (um zwei Klischeetypen zu verwenden). Und doch: Alle kämpfen wir im Laufe es Arbeitstages mit demselben Problem. Nämlich im fokussiert und konzentriert unsere Aufgaben zu erledigen, die wir uns definiert haben. Das fällt mir an manchen Tagen sehr leicht, an anderen Tagen fast ein sinnloses Unterfangen. Teilweise auch, weil Ding, die ich nicht beeinflussen kann, hierbei eine Rolle spielen. Und doch gibt es einiges, was wir selbst bestimmen können, um im Fokus zu bleiben. Vier Vorschläge hierzu habe ich im Evernote-Blog entdeckt, die zwar keine wirklich neuen Erkenntnisse liefern, aber doch sicherlich einen Blick wert sind:

https://evernote.com/blog/de/stay-focused-get-stuff-done/

Vorbild geben: Fünf Punkte, die wir besser sein lassen sollten

Die Überschrift lautet zwar „5 Dinge, die gute ‚Leader‘ nicht tun“, dennoch bin ich persönlich der Auffassung, dass diese fünf Punkte von Dan Rockwell jedem von uns gut zu Gesicht stehen würden. Daher war ich so frei, diese fünf Punkte hier – unter Produktivität – einzuordnen und nicht, wie der Titel vermuten lässt, unter „Leadership“:

https://leadershipfreak.blog/2020/06/22/39477/

AGILE

Testmanagement im agile Umfeld: Wie entwickle ich als „Testmanager“ eine agile Haltung

Anders als manchem Softwareentwickler bewusst ist: Testmanagement ist eine hochgradig empirische Sache, die meines Erachtens sehr gut in die agile Methodenwelt passt. Vorausgesetzt natürlich, man fällt nicht auf die üblichen „Missverständnisse“ zur Agilität herein. Und ein gutes Testmanagement ist – auch im agilen Kontext – essenziell, um eine gute Qualität liefern zu können. Und doch: Was sich leicht anhört, lässt sich nicht immer so leicht in Umsetzung bringen. Auch weil der Tester und der Testmanager – leider allzu menschlich – gerne als „lästige Nervensägen“ verschrien sind. Machen wir uns bewusst: Am Ende steht ein agiles Team immer komplett dafür gerade, dass die Qualität stimmt. Übrigens nicht nur im Softwareumfeld. Selbst ein emprisch forschender Wissenschaftler muss sein Werkzeug gründlich prüfen und harten Tests unterziehen, um es auch das tut was es soll 😉 Daher empfehle ich gerne den Artikel von Fred Wilson:

https://dzone.com/articles/4-steps-to-developing-an-agile-testing-mindset

Digitales Taskboard: Alternativen zu Jira

Wenn man jemanden fragt, welches elektronische Hilfsmittel für Taskboards man nutzen kann – Jira ist mit Sicherheit dabei. Zumindest im Software-Umfeld. Ich will es nicht kleinreden oder madig machen. Richtig konfiguriert ein hervorragendes Hilfsmittel. Gerade für die Softwareentwicklung sehr gut geeignet. Aber erstens muss es nicht immer Jira sein, weil der Funktionsumfang für nicht Software-Projekte doch ziemlich wirkmächtig ist und es – je nach Kontext und Anwenderkreis durch aus Alternativen gibt, die in diesen spezifischen Fällen passender sind. Die folgendende, doch sehr umfangreiche Liste, enthält über 32 digitale Taskboard-Werkzeuge, von denen ich nur einen Bruchteil selbst kenne. Wichtig, bevor ich an die Auswahl des Werkzeugs gehe: Ich muss mir genau Gedanken machen, was ich wirklich brauche. Und entsprechend das Werkzeug aussuchen, dass zu meinen Projekten und meinem Kontext passt. Dann wir auch ein Schuh draus.

https://dzone.com/articles/32-best-jira-alternatives-for-agile-project-manage

User Storys: Ein Canvas als Hilfe fürs Refinement

Das Formulieren einer User Story kann eine ziemliche Herausforderung sein. Gerade für Neulinge. Das „Verfeinern“ kann da schon sehr anspruchsvoll sein, wobei ich immer dazu rate, dies nicht im stillen Kämmerlein durch den PO allein ausmachen zu lassen, sondern immer auch noch den einen oder anderen Vertreter aus dem Umsetzungsteam hinzuziehen. Ich bin dieser Tage über den Artikel von Slava Moskalenko gestolpert, der genau darauf abzielt. Er schlägt ein Canvas vor, dass unterstützen soll. Ich bin etwas ambivalent, wenn ich ehrlich bin. Grundsätzlich gefällt mir die Idee, aber der Umfang erscheint mir dann doch etwas sehr groß zu sein und gefühlt finde ich den Vorschlag mit insgesamt 14 Feldern fest etwas zu sehr aufgebläht. Was ist Eure Meinung?

https://www.scrum.org/resources/blog/complex-refinement-user-story-canvas

Liberating Structures: Helping Heuristics

Bekanntermaßen habe ich einen Faible für deliberative Verfahren der Entscheidungsfindung. Liegt wohl an meiner Vergangenheit 😉 Und weil dem so ist bin ich ein großer Freund der „Liberating Structures“. Der folgende Blogartikel von Christiaan Verwijs stellt eines der „Werkzeuge“ aus der genannten Werkzeugkiste, die Helping Heuristics, vor. Dabei handelt sich um einen Ansatz, der stimulieren soll, in den Dialog zu treten. Nicht einfach so, sondern auch mit dem Ziel Hilfe abzuholen oder Hilfe anzubieten. Nicht einfach so, sondern auch um den Impuls – im Sinne eines Growth Mindsets (siehe oben) – zu stärken und stimulieren:

https://medium.com/the-liberators/practice-progressive-methods-for-giving-and-getting-helping-with-helping-heuristics-db62cbafa59e

Transformation: Veränderungsprozesse als Fair Process gestalten

Jeder Veränderungsprozess bedeutet enorme Unsicherheit. Unsicherheit, auf die sich alle Beteiligten erst einmal einlassen müssen, damit überhaupt eine Transformation, eine Veränderung möglich wird. Das verlangt von allen Beteiligten auch das Einlassen auf unbekanntes Terrain. Und damit wir ein Veränderungsprozess auch eine enorme Herausforderung, den wir Menschen mögen Unsicherheit nicht wirklich. Sie birgt uns Risiken. Noch dazu unbekannt in Art und Umfang. Wie geht man damit um? Ein Ansatz können die 3 E des Fair Prozess sein, die Lars Richter vorstellt:

https://flowwork.rocks/transformation-fair-process/

LEADERSHIP

Motivation fördern: Fünf Säulen des Wohlbefindens

Was ist die Hauptaufgabe dienender Führung? Richtig, ein Umfeld schaffen, dass es den Geführten ermöglicht, ihr Potenzial zu entfalten und sich selbst zu organisieren. Hierbei können die fünf Säulen des Wohlbefindens basierend auf Martin Seligmans PERMA-Prinzip eine wertvolle Anregung sein, die Marcus Raitner in seinem aktuellen Blogartikel vorstellt:

https://fuehrung-erfahren.de/2020/06/die-fuenf-saeulen-des-wohlbefindens/

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