#LINKSDERWOCHE | 41/2019: Produktivität, Agile, Leadership

PRODUKTIVIÄT

Pair-Coaching

Muss es immer ein Coach von außen sein oder tut es auch mal ein Coaching durch Kollegen? Nun, es kommt sicherlich auf das Thema an. Aber im Alltag werden wir täglich mit Fragestellungen konfrontiert, bei denen wir schlicht und ergreifend auf dem Schlauch stehen und es hilfreich ist, jemanden zu haben, dem man seine Ideen gegenspiegeln kann. In diese Richtung zielt die Idee des Pair-Coachings angelehnt, an die Idee des Pair Programmings. Eine schöne Idee, um die Zusammenarbeit zu befördern, die in Richtung kollegiale Beratung geht. Aber Vorsicht, es gibt nach wie vor Themen, die Ihr trotz alledem erfahren Coaches überlassen sollet. Mehr dazu von Yassal Sundman und Michael Göthe:

https://blog.crisp.se/2019/10/06/yassalsundman/pair-coaching

Feedback: Schluss mit (schlechtem) Feedback

Ich lege Wert auf regelmäßige Rückkopplung. Das Dumme bei der Geschichte ist, jede Rückkopplung oder jedes Feedback ist hochgradig subjektiv und in unseren Breiten in aller Regel extrem defizitorientiert. Insofern kann ich die Kritik von Daniel Dubbel nachvollziehen. Diesen berechtigen Kritikpunkt transparent zu machen und sich bewusst zu sein, ist für mich persönlich der Unterschied zwischen gutem und schlechtem Feedback. Und schlechtes Feedback habe ich in meinen Leben selbst sehr oft erhalten und vermutlich auch oft genug selbst gegeben. Die Wirkung war fatal. Ich habe aber auch die Wirkung von gutem Feedback, im genannten Sinne, beobachtet und erfahren (leider selten durch Führungskräfte). Machen wir es besser.

https://www.inspectandadapt.de/schluss-mit-feedback/#.XaODsWZCTcs

Das Gefühl, dass mit einem etwas nicht stimmt „produktiv“ nutzen

Als ich den Artikel von Leo Babauta gelesen habe, fühlte ich mich doch sehr an die eine oder andere Situation in meinem eigenen Leben erinnert. Dieses merkwürdige Gefühl, dass mit einem selbst irgendetwas nicht stimmen würde, ist mir öfter begegnet und aus Gesprächen mit vielen anderen Mitmenschen weiß ich auch, dass ich damit kein Einzelfall, sondern tatsächlich ein Massenphänomen durchlebt habe. Aus eigener Erfahrung kann ich übrigens bestätigen, dass was Leo Babauta beschreibt, tatsächlich hilfreich sein kann. Den in diesem eher unguten Gefühl schlummert auch ein Potenzial, das wir urbar machen können:

https://zenhabits.net/wrong-hearted/

@Wartet auf: Wenn wir bei der Aufgabenerfüllung von Anderen abhängig sind

Ich bin begeisterter Personal Kanban-Fan und wenn ich in und mit Teams arbeite, dränge ich sehr schnell darauf Abhängigkeiten auch im Taskboard/Kanbanboard durch einen entsprechende @Wartet auf-Spalte sichtbar zu machen. Zum einen visualisiere ich auf diese Weise, dass es hier um Dinge geht, die außerhalb meiner originären Einflusssphäre liegen und bei denen ich abhängig von Faktoren außerhalb bin (analog gilt dies für das Team), zum anderen kann somit leichter nachvollziehen, wem ich mal wieder auf die „Zehen“ treten muss. Mehr dazu im Toolblog von Stephan List:

https://toolblog.de/2019/10/10/nutzen-sie-wartenauf/

Bauchgefühl: Warum wir unsere Intuition vertrauen können

Mein „Bauchgefühl“ oder besser Instinkt hat schon manchen „Braten gerochen“ noch bevor ich das Ganze an objektiven Fakten greifbar machen konnte. Bitte nicht falsch verstehen, ich verlasse mich nicht ausschließlich auf mein Bauchgefühl. Aber es ist so etwas wie ein Seismograf für mich, der mich „sensibilisiert“ genauer hinzusehen und nicht vorschnell Entscheidungen zu treffen. In diesem Sinne stimme dem geschätzten Stephan List zu, wenn er empfiehlt unserem Bauchgefühl zu vertrauen:

https://toolblog.de/2019/10/08/warum-sie-in-der-regel-eben-doch-ihrem-bauch-trauen-sollten/

AGILE

Für die Methodenkist: What I Need From You (WINFY)

Im Blog von Lars Richter habe ich was Spannendes für Eure Werkzeugkiste entdeckt What I Need From You. Mit diesem methodischen Ansatz könnt Ihr Abhängigkeiten (zwischen Teams) sichtbar machen und bearbeiten. Aus meiner Sicht ein sehr praktikabler Ansatz, den ich in ähnlicher Form in anderem Kontext bereits in Aktion erlebt und angewandt habe. Soll heißen, ihr könnt auch sehr gut damit jenseits des agilen Kontexts arbeiten, wenn es um das Thema Abhängigkeiten geht:

https://flowwork.rocks/what-i-need-from-you-winfy/

Zombie-Scrum: Mit Liberating Structures einen Gegenpol schaffen

Das Scrum-Rahmenwerk ist ein Leichtgewicht und kommt mit nur wenigen Regeln, Prinzipien, Rollen und Artefakten aus. Aber es ist nicht einfach die Rahmen auch adäquat mit Leben zu füllen. Dies lässt sich der Praxis immer wieder beobachten. Sprich regelmäßig steht zwar Scrum drauf, gelebt wird – nun ja – nur ein armseliger Abklatsch. Eingebürgert hat sich hierfür der Begriff Zombie-Scrum. Das Autorentrio Barry Overeem, Johannes Schartau, Christiaan Verwijs zeigen in einem ausführlichen Artikel, wie mit partizipativen Ansätzen des Liberating Structures, wie es gelingen kann die lebenden Untoten in die Schranken zu weisen:

https://www.infoq.com/articles/zombie-scrum-liberating-structures/

Anitpattern: ScrumBut/ScrumAnd

Für Newbies im agilen Umfeld dürften ScrumBut und ScrumAnd etwas irritierende Begriffe sein. Beide Beschreiben typische Sachverhalte, wie Scrum falsch verstanden adaptiert und angewandt werden kann. Beide Begriff bekommt Ihr sehr schön von Felix Stein beschrieben, sodass Ihr eine erste Orientierung habt:

http://www.lean-agility.de/2019/10/scrumbut-und-scrumand.html

Communities of Practice: Gegenseitige Hilfe in der Gemeinschaft – ein Erfahrungsbericht

Eine Commuity of Practice ist ein selbstorganisierter Rahmen Gleichgesinnter mit dem Ziel sich durch kollegiale und gegenseitige Hilfe zu unterstützen und Erfahrungen sowie Erkenntnisse weiterzugeben. Unter dem Dach des Forum Agile Verwaltung gibt es bereits seit einiger Zeit eine organisationsübergreifende Community of Practice. Mein Vorstandskollege aus dem Forum Agile Verwaltung, Wolf Steinbrecher, stellt die Erfahrungen in einem Artikel dar, den ich Euch gerne als Anregung empfehlen möchte. Ja, auch die öffentliche Verwaltung kann agile 😉

http://www.teamworkblog.de/2019/10/communitys-of-practice-gegenseitige.html

Agile Missverständnisse: Nein, Agile zu arbeiten bedeutet kein Verzicht auf Prozesse und Planung

Wenn ich ein Team an das Thema Agilität heranführe, bekommt es von mir grundsätzlich das Manifests um die Ohren gefeuert. Auch mit dem Ziel typische „Missverständnisse“ wie Agilität schafft Prozesse ab, Dokumentationen braucht es nicht und Planen müssen wir auch nicht mehr. Dabei argumentiere ich ähnlich wie Michael May:

https://blog.mayflower.de/8086-prozesse-planung.html

Agile Metriken: Vom Team für das Team, nicht für das Management

Ich wiederhole es in meiner Praxis immer wieder und hoffe, dass die Botschaft auch irgendwann in der Fläche ankommt: Agile Metriken wie Velocity sind „Kennzahlen“ des Teams für das Team. Wir reden von selbstorganisierten Teams, die – wenn sei einmal eingespielt sind – selbst in der Lage sind Produktivitätshindernisse zu erkennen und zu beseitigen. Sie werden die Hindernissen, die in ihrer Einflusssphäre liegen selbst beseitigen und das Management um Unterstützung bitten, wenn Hindernisse auftreten, die außerhalb ihrer Einflusssphäre liegen. Für das Management ist daher primär das Ergebnis von Interesse und es kann sich darauf fokussieren. Auch sind die Metriken – schon allein auf der „Individualität“ der Teams und des Kontexts der Komplexität selten mit denen anderer Teams vergleichbar und daher in ihrer Aussagekraft extrem beschränkt. Die Verwendung agile Metriken zum Vergleich über Teams hinweg ist daher kontraproduktiv und auch im Hinblick auf ein Reporting in Richtung Management nicht zielführend. Mehr zu Thema von Stefan Wolpers:

https://www.scrum.org/resources/blog/faking-agile-metrics-or-cooking-agile-books

Teamwork: Wenn die Enegie eines guten Teams sich entfaltet …

Im agilen Umfeld sollte man eigentlich nicht meinen, Menschen noch von der Energie eines gut eingespielten Teams überzeugen zu müssen. Da es aber auch darum geht, Menschen überhaupt erst einmal davon zu überzeugen, dass Agilität, die auf selbstorganisierten Teams basiert, überhaupt in Frage kommt, ist es durch aus sinnvoll Skeptiker davon zu überzeugen, was ein wirklich gutes Team erreichen kann. Hierzu passt der Artikel von Thomas Schissler:

https://www.scrum.org/resources/blog/power-real-teamwork

Agilität in Unternehmen: Der Stand der Dinge

Alle Welt spricht von Agilität und – gefühlt – wollen alle agil sein. Aber wie sieht es den nun wirklich in den Unternehmen aus? Wie agil sind sie wirklich? Dominic Lindner hat sich diverse Studien angeschaut und zusammengefasst. Fazit: Es ist noch sehr viel Luft nach oben.

https://agile-unternehmen.de/agilitaet-in-unternehmen-studie/

LEADERSHIP

Ermächtigung: Die 10 Gebote der Ermächtigung

Gute Führung bemuttert nicht, gute Führung befähigt! Sie schafft den Rahmen, um Aufgaben lösen zu können. Sie steckt die Leitplanken ab, gibt Orientierung. Im Blog von Dan Rockwell gibt es genau dazu eine kleine Handreichung, die 10 Gebote der Ermächtigung. Ich finde sie sehr passend und hilfreich. Sie sich ins Büro – direkt ins Gesichtsfeld – als ständige Erinnerung zu hängen, kann sicherlich helfen, um auf Kurs zu bleiben 😉

https://leadershipfreak.blog/2019/10/07/the-10-commandments-of-empowerment/

Hingabe: Führung durch „Begeisterung“

Wem sind wir eher bereit zu folgen? Jemanden, der das was er tut aus Überzeugung und mit Begeisterung macht oder jemanden, der es nur tut, weil er es tun muss? Ich bin mir sicher, das Pendel schlägt zugunsten der begeisterten Führungskraft aus. Warum dürfte eigentlich auch klar sein. Wer mit Hingabe führt, der tritt authentisch auf und er ist der Lage, diese Begeisterung auf andere zu übertragen. Das Merkwürdige ist, dass diese Kausalität als Erkenntnis bereits aus der Antike als überliefert und anerkannt gilt und dennoch bis heute viel zu wenig Bedeutung erfährt. Okay, es gehören natürlich noch ein paar weitere Faktoren dazu, wie z. B. Empathie. Aber wie Markus Raitner es ausdrückt, in einer hoch-dynamischen Welt, ist die intrinsische Motivation, die Hingabe ermöglicht, höchst relevant:

https://fuehrung-erfahren.de/2019/10/fuehren-mit-hingabe/

 

 

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