#LINKSDERWOCHE | 39/2018: Produktivität, Agile, Gesellschaft

PRODUKTIVITÄT

Evernote: Vorlagen erstellen und verwalten

Gefühlt habe in jüngerer Zeit den Eindruck, dass das meiste an Software auf dem Markt verschlimmbessert wird. Der Anwender wird zum Versuchskaninchen unausgereifter Experimente, die nicht einmal annähernd das Versprechen halten, die von den Entwicklern mit den Updates angekündigt werden. Evernote – in letzter Zeit ins Trudeln geraten – ist aktuell die Ausnahme. Seit wenigen Tagen gibt es ein Feature, welches ich mir schon lange gewünscht habe: Vorlagen erstellen und verwalten. Ein weiteres Feature ist wohl in Sicht, schreibt Herbert Hertentramph in seinem Blog (für alle Evernote-Fans ein Muss).

http://www.notieren.de/neuer-vorlagen-katalog-verfuegbar-aufgabenplanung-in-sicht/

Angst überwinden: Wenn Angst uns blockiert – ein Vorschlag sie zu überwinden

Ein Ziel zu haben ist toll und erstrebenswert. Aber auch nicht so leicht, wie es scheint und gerne behauptet wird. Wir sind nur Menschen. Menschen sind komplexe Wesen, die sich gerne auch mal selbst im Weg stehen. Ich habe nicht mit gezählt, wie oft ich schon davor zurückgeschreckt bin, ein Ziel in Angriff zu nehmen, dass ich mir vorgenommen habe. Und ich kenne extrem produktive Menschen, von denen es niemand erwarten würde, die mir erzählt haben, dass es ihnen oft nicht besser ergangen ist. In jedem von uns sitzt eine kleine Spaßbremse, mit dem Namen Angst. Sie ist gut. Weil sie uns davor bewahrt leichtfertig zu große Risiken einzugehen, aber sie kann so mächtig sein, dass sie uns zu sehr ausbremst. Hier setzt die Idee von Leo Babauta an, die Ihr dem folgenden Link folgend Nachlesen könnt:

https://zenhabits.net/fearful/

Erfolgsjournal: Erfolge sichtbar machen, feiern und dokumentieren

Ein sehr interessanter Ansatz, seine Produktivität zu steigern, ist das sogenannte Erfolgsjournal. Dabei werden die Erfolge des Tages in Tagebuchform festgehalten. Das gibt eine Motiviationskick. So ähnlich wie der Blick auf die „Done“-Spalte auf einem Taskboard oder der Liste der erledigten Aufgaben am Ende des Tages. Eine schöne Idee, die in Kombination mit der täglichen Selbstreflexion sehr hilfreich sein kann. Mehr zum Thema, wie ihr das Thema anpacken könnt, verrät Euch der Beitrag von Merlin Mechler:

https://vitaminp.info/erfolgsjournal-dein-trick-fuer-langfristigen-erfolg/

LibreOffice: Praxiswissen für Ein- und Umsteiger

Es muss nicht immer aus dem Hause Microsoft sein. Ja, in dem Punkt bin ich gelegentlich etwas eigen – manche mögen es „schrullig“ nennen. Das „bunte Fähnchen“ und der „angebissene Apfel“ – ich bin weder echter ein Freund des einen noch des anderen. Gleiches gilt für die Konkurrenz von Google. Die Marktdominanz der Unternehmen ist mir nicht geheuer. Aber leider kommt mensch um die drei großen Player nicht immer herum. Im Bereich der Office Suiten gibt es mit LibreOffice eine brauchbare OpenSource-Alternative, die ich privat nutze. Im Blog von Stephan List habe ich einen Buchtipp für Ein- und Umsteiger für LibreOffice gesehen, sicherlich auch für andere digitalen „Außenseiter“ interessant.

https://toolblog.de/2018/09/25/buch-libreoffice-6-praxiswissen-fuer-ein-und-umsteiger/

Rituale: Wenn Produktivität zur Gewohnheit wird …

Wenn es um Produktivität geht, heißt es oft, dass alles nur eine Frage der Disziplin ist. Wirklich? Disziplin bedeutet in erster Linie Druck. Druck von außen, Druck von innen. Sich permanent selbst zu disziplinieren kostet Kraft und Energie. Es geht einfacher, so schreibt Ivan Blatter. Über Gewohnheiten in Form von Ritualen. Ist ein Ritual in Fleisch und Blut übergegangen, zum Ritual geworden läuft es von ganz allein. Es ist selbstverständlicher Teil des Tagesablaufs. Mehr dazu:

https://ivanblatter.com/rituale-als-rahmen/

AGILE

Selbstorganisation: Kein Rezept, aber zwei zentrale Zutaten

http://www.teamworkblog.de/2018/09/two-ingredients-for-self-organization.html

Begriffsklärung: Potentiell auslieferbar

Der Scrum Guide nutzt manche Begriffe, die – so simple sie scheinen – doch der Erläuterung bedürfen. Das ist auch eine Erfahrung, die ich immer wieder mache und unabhängig vom Scrum Guide. Sprache ist leider nicht in der Lage alles eindeutig zu definieren. In diesen Fällen ist es wichtig, eine gemeinsame Interpretation zu definieren, um Missverständnissen vorzubeugen. Zurück zum Scrum Guide. Ein Begriff, der gelegentlich Interpretationsspielräume zulässt, lautet „Potentially Releasable“ also potenziell auslieferbar. Mike Cohn hat sich die Mühe gemacht und erläutert in seinem Beitrag – nicht nur für Neulinge – das in der agilen Gemeinschaft entwickelte Verständnis des Begriffs:

https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/what-does-it-mean-to-be-potentially-releasable

Sprint Review: Review moderiert im Basar-Modus

Der Sprint Review ist der Moment am Ende des Sprints, in dem sämtliche Stakeholder oder auch Anspruchsberechtigten vom Auftraggeber bis hin zum Anwender, dem Team direkt Rückmeldung geben. Dieses Feedback ist extrem wichtig für das Team. Es ist der finale Test, ob das Ergebnis tatsächlich den Ansprüchen genügt und welche Dinge noch verbessert werden müssen. Ein magischer Moment für das Team. So ein Review will daher gut vorbereitet und moderiert werden. Eine Möglichkeit stellt Roland Flemm in einem längeren Blogpost vor, den ich interessant finde:

https://www.scrum.org/resources/blog/how-facilitate-awesome-sprint-review-bazaar-mode

Lean Coffee: Ein Format für den offenen Wissensaustausch

Ich bin bekennender Freund des Formats Lean Coffee. Einweihte wissen, ich greife gerne und oft darauf zurück, wenn es darum geht einen offenen Austausch in überschaubaren Runden zu gestalten. Damit stehe ich nicht alleine. Matthias Rodewald hält ebenfalls große Stück auf das Format, dass er in Blogbeitrag inspirierend vorstellt. Na, Lust bekommen? Einfach mal ausprobieren.

https://blog.borisgloger.com/2018/09/26/lean-coffee-der-koffeinkick-fuer-ihre-meetings/

ScrumMaster: Die „Hofnarren“ der Agilität

Wenn wir heute von Hofnarren reden, dann denken wir an einen Spaßmacher. Das ist leider so nicht richtig. Sie hatten eine „moralische“ Funktion. Sie waren auch immer der Stachel im Fleisch der Mächtigen, der ihnen den Spiegel vorhielt. Sie hatten Narrenfreiheit. Die Freiheit auszusprechen, was sonst niemand wagte, auszusprechen. Diese Rolle entspricht in etwa der, des ScrumMasters, schreibt Marcus Raitner. Sehr treffend verargumentiert er in dem folgenden Beitrag, warum er den ScrumMasters als modernen Hofnarren bezeichnet:

https://fuehrung-erfahren.de/2018/09/die-modernen-hofnarren/

Agile Verwaltung: Eine belgische Bundesbehörde zeigt, es funktioniert!

Ich hatte schon mehrfach gehört, dass eine belgische Bundesbehörde den Weg hin zu agilen Strukturen versucht. Leider fehlten mir bisher noch Details. Das Ganze hörte sich für mich mehr nach New Work als Agilität an. Zwei Ansätze, die gewissen Schnittmengen haben, aber doch zwei verschiedene Dinge sind. Dank des folgenden Artikels der Corporate Rebels wird das Bild eindeutiger und macht mich neugierig. Wäre so etwas auch in deutschen Amtsstuben denkbar?

https://corporate-rebels.com/government-department/

GESELLSCHAFT

Demokratie und Hierarchie: Ein kleiner theoretischer Diskurs für mehr Klarheit

Demokratie und Hierarchie – zwei Begriffe, die oft und ausführlich genutzt werden. Für meinen Geschmack oft zu wenig reflektiert, was die Ursprünge und die Ideenentwicklung der Begriffe betrifft. Der Blog von Ardalan Ibrahim beschäftigt sich sehr intensive immer wieder mit Demokratietheorie und der ideengeschichtlichen Basis. Sehr spannend und immer wieder anregende Impulse, die mich zum Nachdenken anregen, kommen aus seiner Feder. So auch der aktuelle Blogpost, den ich hier verlinke. Hier beschäftigt sich Ibrahim sehr detailliert mit dem Zusammenhang zwischen Demokratie und Hierarchie.

https://wyriwif.wordpress.com/2018/09/29/hierarchie-demokratie-staatlichkeit/

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