Barcamps statt Powerpoint-Monologe #ccbc14

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Selfie-Gymnastik beim StreamCamp Selfie-Gymnastik beim StreamCamp

Die Krawattenfraktion im Management, die sich auf Internet-Tagungen salopp mit Polohemd und Slipper-Schuhen in Szene setzt, kann mit der Wirklichkeit des Mitmach-Webs wenig anfangen. Da labern Führungskräfte und so genannte Keynote-Speaker auf öligen Kongressen ihre Kalenderweisheiten ins Publikum und ergötzen sich an irgendwelchen Statistiken über die Relevanz von Facebook und Co. Veredelt wird das Gesagte mit bunten Powerpoint-Präsentationen.

„Die sind reserviert für bullet points – kurze, knappe Statements (‚Sätze’). Gut so, denkt sich der abendländisch geschulte Mensch: Da muss der Autor sich auf das Wesentliche beschränken und prägnant formulieren. Tut er aber nicht, sondern produziert generische Sätze, die zu allem passen und nichts sagen“, kritisiert Zeit-Herausgeber Josef Joffe.

Es fehle alles, was gute Kommunikation ausmacht: So dozierte der ehemalige Telekom-Chef René Obermann vor ein paar Jahren über die neue Markenstrategie seines Konzerns.

„One Company. One Service. Wir haben Marketing und Vertrieb gestrafft, die Zahl der Marken reduziert…

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Vernetzte Arbeitsorganisation in einer vernetzten Ökonomie

Avatar von gsohnwww.ne-na.me

Arbeiten in der Computerwolke Arbeiten in der Computerwolke

Es gibt nach Ansicht des Management-Experten Hans H. Hinterhuber zahlreiche Gründe, warum in den meisten Unternehmen eine Lücke zwischen Umsetzung und angestrebten Ergebnissen besteht – und das gilt für zentrale und dezentrale Organisationsformen: Der Handlungsspielraum der Mitarbeiter werde durch Vorschriften, Regelungen und Genehmigungen so eingeschränkt, dass sie an Ort und Stelle wenig bewegen können.

„Will das Unternehmen anpassungsfähig und innovativ sein, brauchen die Mitarbeiter Freiheitsspielräume, innerhalb denen sie zur Zufriedenstellung der externen und internen Kunden beitragen können.”

Je komplexer Organisationen werden, desto weniger eignen sich Anordnungen und Kontrollen von „oben”. Führung gelingt nur über die Kunst des Teilens, empfiehlt Hinterhuber.

Ähnlich sieht es der Publizist Falk Hedemann:

„Unternehmen sind gut beraten, wenn sie ihre Kultur so weit öffnen, dass sie alle Arbeitstypen integrieren, den Büro-Arbeiter, den Home-Office-Menschen und den Mobile-Worker. Nur so bekommen die Unternehmen die besten Köpfe und behalten sie auch langfristig, weil sie zufrieden…

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Geht durch die Flatrate der Gehalt des Produktes verloren?

Avatar von Christian SpließNur mein Standpunkt

Flatrates sind keine neue Erscheinung – so nutze ich persönlich Spotify recht gerne für meinen musikalischen Geschmack und PaperC hat ja für wissenschaftliche Bücher auch etwas ähnliches, lesen darf man hier kostenlos, fürs Ausdrucken oder für Seiten kann man dann bezahlen. Und PaperC hat durchaus mir schon einige teure Anschaffungen von Fachbüchern erspart weil ich vorher sehen konnte ob die etwas taugen oder nicht. Zudem: Falls sich jemand noch an Napster – nein, nicht den illegalen Dienst natürlich, den haben wir ja nieeeee benutzt, hüstel, sondern den legalen – erinnert, die hatten das „(Fast) alle Musik für einen 10,-er im Monat aber mit DRM“-Prinzip ja auch schon lange vor Spotify und Co. Insofern ist das mit der Flatrate eigentlich nicht mehr so neu.

Neu ist aber die Frage wie der kulturelle Umgang mit der Flatrate aussieht. Jetzt hat Amazon ja bekanntlich eine Flatrate für eBooks eingerichtet – zumindest in den…

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#umdenken

Avatar von TMampelmampels welt

Ich weiss nicht, wie Ihr das seht. Aber ich halte es kaum noch aus. Überall auf der Welt herrscht Krieg, brutale Gewalt. Gaza, Israel, Ukraine….. und und und…. Alle Menschen, die ich kenne, sind genau so angewidert und hilflos wie ich. Wir sehen zu, wie Fanatiker und Fundamentalisten aller möglichen Denk- und Glaubensrichtungen mit Gewalt dabei sind, uns ihre Vorstellung eines Zusammenlebens in dieser Welt aufzuzwingen. Aber wir wollen das nicht mehr. Wir wollen nicht mehr hinnehmen, dass gewaltbereite und fanatische Spinner in Jerusalem, in Kiew, in Gaza, in Kairo ….und, und ,und  …. definieren, wie wir mit unseren Mitmenschen auf diesem kleinen Planeten zusammen leben sollen ……

Es wird Zeit. #umdenken ist unsere Forderung! Unser Weg!

Oder um es mit Nazim Hikmet zu sagen: „Leben, einzeln und frei wie ein Baum. Und brüderlich wie ein Wald. Das ist unsere Sehnsucht!“

Alles verändert sich, wenn wir es verändern. Bist Du…

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Über die Fähigkeitsmystik des Managements – Wie Neo-Bürokraten an der Komplexität scheitern

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Idiotensysteme im Management Idiotensysteme im Management

Von Professor Rupert Hasenzagl gibt es eine vernichtende Prophezeiung für das Management:

„Wir bedienen uns derzeit eines toxischen Systems und fahren mit 300 Stundenkilometer gegen die Wand.“

Wir könnten uns noch gar nicht vorstellen, wo wir in fünf Jahren stehen würden, weil uns die Dimensionen fehlen. Weil wir uns in einem enormen Umbruch befänden. Weil Unsicherheit und Angst zunähmen. Weil es vielen Managern an der Profession fehlt, um die Komplexität zu erfassen. Stattdessen würden wir die Dosis an Macht und Bürokratie erhöhen. In diesen bürokratischen Organisationen gedeiht eine trügerische Rationalitätsfantasie. Sie verschanzt sich hinter Controlling-Kennzahlen, Erbsenzähler-Monitoring-Systemen, ISO-Normen, Zertifikaten, Testaten und sonstigen Hilfsmitteln der Planungsgläubigkeit.

Der britische Soziologe Michael Power vertritt die These, wir lebten in Audit-Gesellschaften, in denen immer mehr beobachtet und immer weniger gehandelt wird. Sozusagen eine Evaluations- und Buchführungs-Diktatur. Nachzulesen in dem äußerst bemerkenswerten Opus „Leben im Büro“ von Christoph Bartmann – erschienen im Hanser…

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Über die Debattenkultur in Deutschland: The European-Chefredakteur Alexander Görlach bei #Bloggercamp.tv Update @theeurpoean

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Über schweigende Mehrheiten, Stammtische und Tabuthemen Über schweigende Mehrheiten, Stammtische und Tabuthemen

Ab 16 Uhr stellt Chefredakteur Alexander Görlach die The European-Sommerausgabe vor mit dem Schwerpunkt „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“. Gibt es Tabu-Zonen in öffentlichen Diskursen, sind wir offen und diskussionfreudig oder dominieren Moralwächter die Diskurse in Deutschland? Das Institut für Demoskopie Allensbach sprach ja bekanntlich von der Schweigespirale. Die Wirkungskette ist gut erforscht: Die siegessichere Fraktion ist redebereit, die Verlierer tendieren zum Schweigen. Der Prozess schaukelt sich auf. Wer zum moralisch überlegenen Lager zählt, zeigt eine stärkere Bekenntnisbereitschaft und beeinflusst dadurch andere, sich den stärkeren Bataillonen anzuschließen. Diesen Effekt der öffentlichen und nunmehr netzöffentlichen Meinung erkannten schon Rousseau und Locke: Der Einzelnen kann auch gegen seinen Willen zu einem bestimmten Verhalten bewegt werden. Jede Schweigespirale besteht also auch aus einer Bekenntnisspirale. Niemand möchte zu den Verlierern zählen, jeder hat eine soziale Haut, die auf Zustimmung und Anerkennung wert legt.

Ihr könnt…

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Tools erzählen keine Geschichten – Über neue Mündlichkeit und aphoristische Twitteratur

Stichwort: #ContentMarketing via @gsohn

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Merkwürdige Marketing-Schwurbeleien - aber immerhin handgeschrieben Merkwürdige Marketing-Schwurbeleien – aber immerhin handgeschrieben

Je höher die Innovationsgeschwindigkeit ist, desto weniger veraltungsanfällig sind alte Lebensformen, so die überraschende Feststellung des Philosophen Odo Marquard, die wie eine Paradoxie klingt. Die moderne Wandlungsbeschleunigung würde selber in den Dienst der Langsamkeit treten. So sollte man sich beim modernen Dauerlauf Geschichte unaufgeregt überholen lassen und warten, bis der Weltlauf wieder bei einem vorbeikommt. Gerade die neuesten Technologien benötigen die alten Fertigkeiten und Gewohnheiten. Unsere Arche Noah im Umgang mit der Überinformation sei eine alte Kunst: der Rückgriff aufs Mündliche. Das war schon zur Zeit des Buchdrucks so.

„Wir werden künftig mitnichten dauernd vorm Bildschirm sitzen, sondern – je mehr datenspendende Schirme flimmern – wir werden fern vom Bildschirm im kleinen oder großen Gesprächskreise mündlich jenes Wenige besprechend ermitteln, was von dieser flimmernden Datenflut wichtig und richtig ist“, schreibt Marquard in seinem überaus klugen Essay „Zukunft braucht Herkunft“.

So bleiben die schnellen Informationsmedien…

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Kündigung wegen Rivalität am Arbeitsplatz – Wenn der Ellbogen des Kollegen zu Frustrationen führt

@gsohn über Konkurrenzdenken am Arbeitsplatz #Mitarbeiterführung #Arbeitswelt

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Krümie

Fairer Wettstreit am Arbeitsplatz ist in vielen Organisationen wohl nur eine Illusion. Rivalität im Joballtag wird oftmals mit harten Bandagen und unsportlichen Mitteln ausgetragen. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Umfrage des Karriereportals Monster.

Nahezu die Hälfte der Befragten gab zu Protokoll, dass allzu starker Konkurrenzkampf in der Arbeit sie dazu veranlasst, den Job zu kündigen oder zu überlegen, einen Jobwechsel vorzunehmen. Bei der länderspezifischen Aufschlüsselung zeigten sich die deutschen Teilnehmer am stärksten von rivalisierenden Kollegen betroffen: 27 Prozent haben deshalb bereits einen Job gekündigt, ein Drittel hat schon einmal diese Option erwogen.

„Arbeiten ähnlich qualifizierte und motivierte Menschen zusammen, entsteht oftmals eine Konkurrenzsituation“, so Monster in einer Presseverlautbarung.

Infografik_Monster_Rivalität am Arbeitsplatz

Wettbewerb sei nicht zwingend etwas Schlechtes und kann uns zuweilen zu Bestleistungen anspornen. Ärger mit wetteifernden Kollegen oder auch Neiddebatten würden allerdings genau das Gegenteil bewirken. ablenken. Work@Home-Spezialist Thomas Dehler bestätigt diesen Befund. In vielen Büros führe die Ellbogen-Mentalität zu…

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