„Keine Probleme zu haben, ist das größte Problem von allen.“ – Taiichi Ohno
Taiichi Ohno war für das Toyota Production System prägend. Immer wieder muss ich an das Zitat von Taiichi Ohno in meinem Arbeitsalltag denken. Es trifft in so vielen Punkten den Nagel auf den Kopf. Wenn wir keine Probleme erkennen, können wir die Dinge nicht verbessern und uns weiterentwickeln.

Jede umgesetzte Verbesserung zeigt uns neue Ansatzpunkte. Wie in einem sich selbst verstärkenden Kreislauf. Wer kontinuierliche Verbesserung zur Gewohnheit macht, trainiert nicht nur Prozesse, sondern auch die Fähigkeit, Probleme systematisch zu lösen. Und das lohnt sich.
Was ist eine Verbesserung? Eine Verbesserung erfüllt mindestens zwei der folgenden Kriterien:
- sie vereinfacht Prozesse oder reduziert den Aufwand für die Beteiligten
- sie steigert die Ergebnisqualität messbar (z. B. weniger Fehler, höhere Kundenzufriedenheit)
- sie spart Zeit, Kosten oder andere Ressourcen
Werden die Kriterien nicht erfüllt, stellt sich mir die Frage: Gibt es andere zwingende Gründe für die Maßnahme? Wenn nicht, dann können wir sie getrost bleiben lassen. Besonders, wenn es sich um lokale Optimierungen handelt, die das Gesamtsystem verschlechtern (z. B. durch Insellösungen oder zusätzliche Komplexität). Gerade das ist oft genug der Fall.