PRODUKTIVITÄT
E-Mail | Damit die E-Mail tatsächlich beantwortet wird …
Ich kommuniziere beruflich viel über „interne“ Messenger. Fluch und Segen. Wie bei der E-Mail. Das Postfach, derzeit eher mein privates, quillt täglich über. Und darunter oft viel „Blödsinn“. Aber auch immer wieder Wichtiges. Leider machen es mir manche Absender sehr, sehr schwer, schnell zu erkennen, worum es eigentlich geht und was sie von mir wollen. Das kostet viel Zeit und nicht selten geht etwas in der Flut unter. Mit ein paar einfachen Grundregeln kann jeder von uns dazu beitragen, dass wir uns gegenseitig das Leben leichter machen. Daher finde ich einige Empfehlungen aus dem t3n-Artikel von Marvin Fuhrmann sehr hilfreich.
https://t3n.de/news/tipps-antworten-auf-mails-bekommen-1651890/
Dateienorganisation | Digitale Sammelkörbe für Dateien
Im Digtial Cleaning Blog von Herbert Hertentramph stieß ich auf den Hinweis auf nützliche digitale Helferlein für die Dateiverwaltung. Mit Hilfe dieser Helferlein erhält man „Sammelkörbe für Dateien“, die man dann leichter dorthin befördern kann, wo man sie in Zukunft ablegen möchte. Das hört sich vielleicht nicht nach einer großen Sache an, aber wer hin und wieder seine Dateiablage „entrümpelt“, der weiß, wie mühsam das sein kann und da kann so ein Helferlein sehr hilfreich sein.
https://digital-cleaning.de/index.php/sammelkoerbchen-fuer-dateien-dropshelf-und-collector/
Energiemanagement | Regelmäßig wieder Auftanken, bevor es zu spät ist …
Produktivität ist auch eine Frage des richtigen Energiemanagements. Jeder, der schon einmal an dem Punkt war – und davon gibt es viel mehr als man denkt -, an dem die Batterie völlig leer war, weiß wahrscheinlich sofort, was Dan Rockwell meint. Irgendwann bekommen wir unsere Batterie nicht mehr voll, weil wir eine Schwelle unterschritten haben. Und genau das darf uns nicht passieren. Deshalb sollten wir ständig darauf achten, unsere Energie immer wieder aufzuladen.
https://leadershipfreak.blog/2024/10/18/refuel-or-die/
LEAN
Erwartungshaltung | Weshalb (nicht nur) Lean ein Problem hat
Was Götz Müller über Lean schreibt, gilt in ähnlicher Weise auch für Agile und noch grundsätzlicher immer dann, wenn mit Methoden (Werkzeugen) die Erwartung verbunden wird, dass die Methodik allein die Lösung aller Probleme ist. Zur Ergänzung: Ein guter „Handwerker“ hat nicht nur einen „Hammer“ in der Werkzeugkiste, sondern für den jeweiligen Kontext passende Werkzeuge und natürlich kennt jeder gute Handwerker die Grenzen seines Handwerks. Ein Zimmermann wird in der Regel nicht die Arbeit eines Elektrikers machen. Genau das wird aber in manchen Unternehmen von Beratern erwartet: mit dem „Hammer“ alle Probleme zu lösen und die Arbeit eines anderen Fachexperten gleich mit zu erledigen. Leider gibt es findige und geschäftstüchtige Mitmenschen, die genau diese Erwartungshaltung für sich zu nutzen wissen. Leider.
https://www.geemco.de/artikel/warum-lean-ein-problem-hat
Coaching Kultur | Nutzen einer coachenden Kultur für die Organisation
Tim McMahon ist Teil der Lean-Community, auch wenn sein Artikel sicherlich die Agilisten unter den Lesern der Links der Woche ansprechen dürfte. Es geht um die Vorteile einer „Coaching-Kultur“ in der Organisation. Wer sich ein wenig auskennt, weiß, dass der japanische Autokonzern Toyota hier längst „Meister“ geworden ist.
http://www.aleanjourney.com/2024/10/3-benefits-for-developing-coaching.html
AGILE
Sprintziel | 6 Prüffragen für Sprintziele, die dabei helfen „meisterhaft“ gute Ziele zu formulieren
Die Formulierung von „Sprintzielen“ ist immer wieder eine Herausforderung. Ich hatte dieses Thema mit einem Team beim letzten Sprintwechsel. Ich war und bin mit dem Sprintziel nicht zufrieden. Gut für das Team. Irgendwie. Zumindest haben sie verstanden, warum ich mit dem Sprintziel nicht zufrieden bin. In meinem konkreten Fall hätte Frage 6 aus dem Blogbeitrag von Stephanie Ockerman gepasst (ich habe sie ähnlich gestellt). Die anderen fünf Fragen zur Sprintzielformulierung finde ich nicht weniger interessant. Je nachdem, in welchem Kontext sich ein Team befindet. Grundsätzlich sollte man immer die Annahmen hinterfragen. Auch das passiert in der Praxis viel zu selten und wird oft aus Zeitgründen zurückgestellt. Ich kann auf jeden Fall nur jedem empfehlen, die Annahmen „sichtbar“ zu machen und zu reflektieren. Denn auch hier kann man sich gewaltig irren.
https://www.scrum.org/resources/blog/6-jedi-level-questions-create-better-goals
Sprintziel | Mit Liberating Structures zu besseren Sprintzielen
Und noch einmal das Thema Sprintziel. Der Ansatz hier von Simon Flossmann ist, mit Hilfe von Liberating Structures zu einem besseren Sprintziel zu kommen. Eine gute Idee, die Charme hat und funktionieren kann, wenn sich ein Team darauf einlässt. Ohnehin sehe ich die Liberating Structures mit ihrer umfangreichen Sammlung an möglichen Herangehensweisen als hilfreichen Werkzeugkasten, um aus den Denkmustern auszubrechen.
Roadmap-Formate | Drei Formate für gute Produkt-Roadmaps
Eine gute Grobplanung hilft, den Überblick zu behalten. Roadmaps sind dafür ein gutes Hilfsmittel. Simon Flossmann stellt drei Formate vor, die ich sehr spannend finde: Die zielgerichtete Produkt-Roadmap, die „Story Map“-Roadmap und die „Now, Next, Later“-Roadmap Letztere erinnert mich an eine Zeitmanagementmethode, die ich in ähnlicher Form bereits im Rahmen meines persönlichen Kanban-Systems eingesetzt habe. Tatsächlich habe ich diese Form der Roadmap noch selten gesehen. Sehr gut finde ich, dass im Artikel jeweils kurz auf die Vorteile und die Anwendung eingegangen wird.
Agiles Manifest | Ein Satz, der oft überlesen und doch einen zentralen Auftrag enthält
Es ist immer wieder spannend, im agilen Manifest neue Aspekte zu entdecken, die gerne übersehen werden. Hier ein Hinweis von Willem-Jan Ageling aus der englischen Originalfassung, der – wie ich finde – auch in der deutschen Fassung hervorgehoben werden sollte. Auch hier wird deutlich, dass die Suche nach besseren Wegen nicht abgeschlossen ist. Es ist ein kontinuierlicher, stetiger Fluss. Ganz im Sinne von Kaizen hört er nie auf. Wir sind also noch lange nicht am Ende der Reise angelangt. Unser Auftrag ist klar und eindeutig: weiter nach besseren Wegen zu suchen.
https://ageling.substack.com/p/the-most-neglected-words-of-the-agile-74
Veränderungen und Denkfehler | Wie wir mit selektiver Wahrnehmung uns selbst den Blick verstellen
Durch Felix Stein bin ich auf einen interessanten Aspekt aufmerksam geworden. Ein Phänomen, das man auch als „selektive Wahrnehmung“ des Positiven bezeichnen kann, bei dem das Negative unbewusst ausgeblendet wird. Davor sind wir als „Berufsagile“ in Veränderungsprozessen nicht gefeit. Und das, obwohl wir uns immer wieder auf die Fahne schreiben (und auf die Schulter klopfen), wie selbstreflektiert wir sind. Unter uns: Ich kenne niemanden, der davor gefeit ist. Ich kenne eine Handvoll Menschen, die selbstkritisch genug sind, um zu erkennen, dass sie immer wieder in diese Falle tappen. Mir gefällt die Erinnerung daran, mich und meine „Wunschvorstellungen“ nicht zu überschätzen und mir immer wieder bewusst zu machen, meine „Idealvorstellungen“ nicht zu überschätzen. Regelmäßige Erdung fördert übrigens auch die Resilienz 😉
https://www.lean-agility.de/2024/10/the-agile-vice.html
LEADERSHIP
Weniger formale Hierarchie bedeutet mehr Bedarf an Führung
Daniel Dubbel bringt es auf den Punkt: Weniger (formale) Hierarchie bedeutet auch mehr „Führung“. Das mag für den einen oder anderen überraschend klingen. Es wird aber deutlich, wenn man Führung in erster Linie als „Kommunikation“ versteht und nicht als etwas, das nur an formalen Positionen festzumachen ist. Je mehr „Dezentralisierung“ stattfindet, desto größer wird der Bedarf an koordinierender Führung, um den gemeinsamen Rahmen zu straffen. Die Führungsarbeit wird also anspruchsvoller. Dies ist übrigens einer der Gründe, warum in Organisationen, die „Servant Leadership“ groß schreiben, deutlich kleinere Führungsspannen zu beobachten sind.
https://www.inspectandadapt.de/warum-weniger-hierarchie-mehr-fuehrung-bedeutet/