PRODUKTIVITÄT
Kleinigkeiten wirken oft Wunder | Über die kleinen Freuden, die wir oft zu wenig würdigen
Ich bin gestern oder vorgestern, ich weiß es nicht mehr genau, über den Blogartikel von Leo Babauta gestolpert. Schon der erste Satz hat mich aufhorchen lassen: „Some days, I’m in need of some comfort. I’m tired, emotionally drained, or just feeling besieged by the world.“ Weshalb? Ich habe mich wiedererkannt. Und ich bin mir sicher, vielen von euch da draußen geht es genauso. Und beim Weiterlesen habe ich bemerkt, dass ich diese Kleinigkeiten, die mir guttun und von denen er spricht, in jüngerer Zeit viel zu oft ignoriere. Ein Fehler, wie mir bewusst geworden ist.
https://zenhabits.net/small-comforts/
Produktivitätsfaktoren | Ziele, Fähigkeiten und Kenntnisse sowie Arbeitsweise – drei Faktoren mit großem Einfluss
Gibt es so etwas wie universale Produktivitätskriterien? Ich bin mir da nicht sicher, allerdings ist mir mehrfach aufgefallen, dass alle guten Ansätze, die ich kenne, drei Elemente enthalten, die auch im Blogartikel von Thomas Mathoi keine gerade zentrale Rolle spielen: Ziele, Fähigkeiten und Kenntnisse, sowie Arbeitsweise. Diese Faktoren beeinflussen sich gegenseitig, wie auch mein Namensvetter schreibt.
https://www.mathoi.at/2023/07/14/produktivitaetsfaktoren/
Obsidian | Markdowngrundlagen einfach erklärt
Wenn ich mich doch noch irgendwann wieder mit Obsidian auseinandersetzen sollte, dann ist Thomas Mathoi sicherlich dafür mitverantwortlich. In dem folgenden Beitrag erklärt er anschaulich die Grundlagen der Nutzung von Markdown vor dem Hintergrund von Obsidian. Es handelt sich um Grundlagen, die auch jenseits von Obsidian sehr hilfreich sein können. Daher ist dieser Beitrag auch für Nicht-Obsidian-Nutzer spannend.
https://www.mathoi.at/2023/07/11/markdown-grundlagen/
Selbstwirksamkeit und Wirksamkeit im Team | Ein Thema mit Relevanz
Sascha Rülicke und Sarah Jauer haben meine Aufmerksamkeit auf das Thema Selbstwirksamkeit und kollektive Wirksamkeit gelenkt. Niemand arbeitet allein. Es gibt immer Schnittstellen zu anderen. Daher wirkt Selbstwirksamkeit auch im Zusammenspiel mit anderen eine große Rolle. Mein Fazit: Ich werde darüber noch einiges nachdenken müssen. Ein Thema, das ich offenbar vernachlässigt habe.
https://t2informatik.de/blog/selbstwirksamkeit-wirksamkeit-im-team/
Von passiv zu aktiv | Ungesunde Defensivität überwinden
Die letzte Woche hatte ich eine sehr intensive Fortbildung bei einem von mir sehr geschätzten Kollegen, aus der ich eher beiläufig – also eigentlich nicht zum eigentlichen Thema – spannende Erkenntnisse mitgenommen habe, die ich noch aufbereiten möchte. An einen dieser Punkte, die ich daraus mitgenommen habe, erinnert mich ein wenig der Artikel von Dan Rockwell zum Thema Defensivität. Wenn wir in der Defensive sind, nehmen wir oft die Rolle des Opfers ein und geraten in eine schädliche Passivität, die uns lähmt. Dadurch werden wir handlungsunfähig. Zu erkennen, wie wir aus dieser defensiven Haltung herauskommen, hilft uns dabei, wieder aktiv verantwortlich zu werden.
https://leadershipfreak.blog/2023/07/13/7-responses-that-defeat-defensiveness/
LEAN
Verbesserungen | Über Problem als „Treiber“
Wie kommt man zu Verbesserungen? Indem man ein Problem identifiziert. Das ist zumindest eine Variante. Ein Problem im Sinne einer Abweichung von einem Ist- oder Soll-Zustand. Was mir beim Artikel von Götz Müller noch fehlt, ist die Variante „Inspiration“. Das Auffangen einer „zufälligen“ Anregung. Gut herausgearbeitet finde ich, dass der Fokus auf die IST-Abweichung kein guter Rat ist. Die Mischung macht den Unterschied. Der Blick auf das zukünftige SOLL ist nicht minder wichtig.
https://www.geemco.de/artikel/alles-problem-oder-was/
AGILE
Backlogmanagement | Überdimensionierte Produktbacklogs erzeugen „Overhead“ und Ballast
Wer kennt sie nicht, die übervollen Produktbacklogs, in denen uralte PBI schlummern, die gefühlt seit Generationen niemand angefasst hat? Ich habe ein Problem damit. Ein guter Produktbacklog wird regelmäßig aufgeräumt, „entrümpelt“. Nicht, weil ich jemanden ärgern möchte, sondern weil zu viel „unnötiger Ballast“ einfach das Leben unnötig verkompliziert, den Blick auf das Wesentliche erschwert und damit „verlangsamt“. Stefan Wolpers hat es schön zusammengefasst, auch mit Tipps und Hinweisen, wie man es anders machen kann.
https://www.scrum.org/resources/blog/expensive-folly-oversized-product-backlog
Product-Owner-Antipattern | Signale, dass Verbesserungen notwendig sind
Und schon sind wir bei Antipattern rund um Aufgabenfeld der Product Owner. Ein überdimensionierte Produktbacklog ist nur eine Beispiel, bei dem gute Scrum Master:innen intervenieren. Die Liste von Simon Flossmann enthält noch einige weiteren Antipattern, die Scrum Master:innen kennen sollten und die hellhörig werden lassen sollten, hier gemeinsam mit allen Beteiligten Verbesserungen zu intiieren:
Definition of Done | Die DoD auf den Prüfstand stellen und weiterentwickeln
Der Blogartikel von Barry Overeem hat ein bisschen was von 5S im Kopf machen. Allerdings in Bezug auf die Definition of Done. Ein mächtiges Hilfsmittel, wenn man sie sinnvoll nutzt und sich auch regelmäßig – im Sinne von 5S im Kopf machen – auf den Prüfstand stellt und gar weiterentwickelt. Hier kann das vorgestellte Workshopformat gute Dienste leisten.
https://medium.com/the-liberators/take-your-definition-of-done-to-the-next-level-ec5e20e7ea4a
Definition of Done | Die Kunst der Einfachheit
Unter den 12 Prinzipien des Agile Manifesto gibt es einen persönlichen Favoriten von mir: „Einfachheit — die Kunst, die Menge nichtgetaner Arbeit zu maximieren — ist essenziell.“ Einfach halten, so gut es geht. Damit wir schnell und einfach erkennen, was sinnvoll ist und was nicht. Das gilt auch für die Definiton of Done, wie es Paul Ralton herausgearbeitet hat:
https://www.scrum.org/resources/blog/trying-keep-things-simple-ready
Scrum Master | 10 Charaktereigenschaften effektiver und effizienter Scrum Master:innen
Was macht gute Scrum Master:innen aus? Wirft man einen Blick in Stellenangebote und schaut sich an, wer häufig die Rolle ausübt, habe ich den Eindruck, dass mein Bild und das Autoren wie Mary Iqbal wenig mit der Realität zu tun hat. Das würde allerdings auch erklären, weshalb viele Scrum Teams regelrecht in trudeln geraten. Gute Scrum Master sind Servant Leader, Lehrer, Coaches, Mentoren, Facilitatoren, Moderatoren und vieles mehr. Wer den Job richtig und gut machen will, ist ein Mulittalent. Gefühlt wird das viel zu oft noch ignoriert. Leider.
https://www.scrum.org/resources/blog/10-characteristics-great-scrum-master
Gründe für das Scheitern von Scrum
Was sind mögliche Gründe, dass Scrum scheitert? Einer der Hauptgründe: Kein Scrumteam ist isoliert. Sie sind immer auch Teil eines größeren Ganzen, und das bestimmt auch die Arbeit im Team. Unvermeidbar. Niemand und nichts können sich den Einflussgrößen des übergeordneten Systems vollständig entziehen. Genau in diese Kategorie würde ich fast alle der von Jan Ageling genannten Gründe einordnen. Bei Punkt 7 bin ich allerdings vorsichtig. Das Team mag (noch) nicht erfasst haben, was der Sinn und Zweck von Scrum ist, aber „missverstehen“ als Begriff artet mir zu oft in Fingertippfehler aus. Inhaltlich bin ich also bei ihm, nur bei der Begriffswahl vorsichtig.
https://ageling.substack.com/p/7-reasons-why-scrum-fails
Retrospektiven | Wenn die Sprint Retrospektive stockt …
Simon Flossmann beschreibt drei typische Szenarien in Sprint-Retrospektiven, die auch für erfahrene Personen sehr herausfordernd sein können. Ich kenne kaum einen Scrum Master oder eine Scrum Masterin mit Erfahrung, die noch nicht in einer vergleichbaren Situation waren. Daher sind es sehr praktische Tipps, die auf jeden Fall weiterhelfen.
OKR | Strategie vs. Tagesgeschäft?
Eigentlich ein Stoßseufzer, der weit in die Welt hinaus zu hören sein dürfte, der mir bereits beim ersten Satz über die Lippen kam. Tagesgeschäft vs. Strategie? Streicht das versus. Tagesgeschäft, Taktik und Strategie sind ein Dreiklang, der keine harte Grenze kennt. Es ist ein Zusammenspiel und beständiger Austausch. Und allein deshalb ist OKR für mich zwar ein Werkzeug zur Strategieumsetzung, allerdings eines, das mit der taktischen und operativen Ebene immer auch verbunden sein sollte. Und, wie auch Lars Richter sehr schön schreibt, ein Werkzeug, das sich auch für das Tagesgeschäft nutzen lässt.
https://cdi.digital/tagesgeschaeft-okr/
OKR und Confidence Level | Zuversicht als Frühindikator
Das Vertrauen in die Zielerreichung ist ein Frühindikator, den ich in letzter Zeit immer mehr und häufiger zu schätzen gelernt habe. Weshalb, das lasse ich euch von Lars Richter in Bezug auf OKRs darlegen. Nur so viel: Ist das Vertrauen in die eigene Lösungsfähigkeit des Teams gering, ist das ein prima Ansatz, um Verbesserungen zu identifizieren. Der einfachste Einstieg: „Was braucht ihr, damit eure Zuversicht wächst? Was würde euch dabei helfen?“ Und schon seid ihr mit dem Team in der Verbesserungsschleife und auf der Suche nach Lösungen.
https://cdi.digital/confidence-level/
MANAGEMENT UND LEADERSHIP
Führung ist Arbeit | Führung ist kein Hexenwerk, aber eine komplexe Aufgabe
Führung ist kein Hexenwerk, sondern eine komplexe Aufgabe und als solche sollten man sie auch verstehen und wahrnehmen. Daniel Dubbel spricht in seinem Blogartikel viele Punkte an, die ich teile. Führung ist nichts, was man nebenher macht. Das ist richtige Arbeit. Eine Leitungsspanne von 10 bis 12 direkt Mitarbeitenden und mehr ist für mich vollkommender Nonsens, nicht realistisch und macht gute Führungsarbeit unmöglich. Mit etwas Neid blicke ich auf Unternehmen wie Toyota oder gar Nissen, die vergleichsweise radikal die Führungsspanne reduziert haben (5 bis 8 Mitarbeitende maximal), gleichzeitig viel Aufwand investieren, Führende im Sinne einer coachenden Führung zu qualifizieren und zu befähigen, den ich so in vielen Unternehmen leider nicht wahrnehme. Denn Führung wird dort als komplexe und anspruchsvolle Aufgabe verstanden.