#LINKSDERWOCHE | 21/2023: Produktivität, Lean, Agile, Management und Leadership

PRODUKTIVITÄT

Obsidian | Tricks und Kniffe für die optimale Nutzung

Thomas Mathoi hatte ich den letzten Wochen bereits einige Male in Sachen Obsidian hier verlinkt. Erneut habe ich wieder ein paar Tipps von ihm hier verlinkt. Die letzte Woche bin ich erneut auf zwei hilfreich Postings zu Obsidian von ihm gestoßen, die ich gerne weitergeben möchte.

Schnellnotiz-Kurzbefehle https://www.mathoi.at/2023/05/22/schnellnotiz-kurzbefehl-fuer-obsidian/

Zeilen tauschen https://www.mathoi.at/2023/05/26/obsidian-kaizen-zeilen-tauschen/

Kleine Gewohnheiten und Wissensmanagement | Wie wir schon mit kleinen Gewohnheiten viel erreichen können

Mit kleinen Gewohnheiten lässt sich viel erreichen. Das klingt einleuchtend. Die Hemmschwelle und der Aufwand ist gering. Es braucht keinen großen Wurf. Viele kleine Schritte sind meist effektiver und nachhaltiger. Das hat sich nicht erst seit James Clear und seinem Buch Atomic Habits herumgesprochen. Was ist, wenn man die Idee der kleinen Gewohnheiten auf die „Wissensvermittlung“ überträgt? Genau diesen Versuch hat Annette Hexelschneider in einem Blogartikel gewagt. Die Anregung finde ich spannend und werde es ausprobieren.

https://wissendenken.com/wissenstransfer/kleine-gewohnheiten/

MS Outlook | Die neue Version ist da

Ich kenne nur ganz wenige, die nicht mit Outlook arbeiten. Zumindest im beruflichen Kontext dürfte es der meist genutzte E-Mail-Client sein. Jetzt ist eine neue „Version“ am Start, die den Anspruch hat, aufgeräumter zu sein. Ich habe die Version schon im Einsatz. Manches gefällt mir ganz gut – anderes finde ich noch suboptimal. Der Umstieg hat erstaunlich gut geklappt. Falls ihr es noch nicht kennt und wissen wollt, was Euch erwartet – der Blogpost von Sigrid Hess gibt einen kleinen Überblick über die Neuerungen:

https://www.teamworkblog.de/2023/05/das-neue-outlook-one-outlook-erster.html

Geheimnis guten Zeitmanagements | Halte es einfach und komme ins tun!

Wieder eine sehr gute Folge von Ivan Blattes Podcasts, die eine zentrale Erkenntnis in den Fokus stellt, die wir gerne aus den Augen verlieren: Halte Dein System so einfach wie nur möglich, damit du ins tun kommst. Es gibt eine Unmenge an Ideen, Ansätzen, Methoden – alle versprechen sie uns die Probleme zu lösen. Das Problem: Wir beginnen uns im Methodenwust zu verzetteln und die Zeitmanagementmethoden werden zum Selbstzweck. Das eigentliche Ziel, das Tun und Handeln fällt der Überoptimierung unseres Systems zu Opfer. Halte Dein System s einfach und auf das Wesentliche reduziert und fokussiere Dich auf die Umsetzung.

https://ivanblatter.com/podcast/just-do-it/

Peinlichkeiten und Wachstum | Weshalb die Blamage zur persönlichen Entwicklung und Wachstum gehört

Ich möchte nicht wissen, wie oft ich schon etwas getan habe, dass mir im Nachgang peinlich war. Und vermutlich wird mir das im Leben immer wieder passieren. Auch wenn es im Moment mehr als ärgerlich ist und mit unter sehr schmerzhaft sein kann – gerade in diesen Situationen habe ich am meisten über mich gelernt und einiges an Erkenntnissen mitgenommen. Der Versuch, Peinlichkeiten auf Teufel komm raus zu vermeiden, wird unweigerlich dazu führen, dass wir in „Schockstarre“ verharren und gar nicht erst beginnen, etwas auszuprobieren. Gleichzeitig ist hilft der reflektierte Umgang mit „Peinlichkeit“ uns zu lernen, was wir besser und anders machen können. Leo Babauta bringt es treffend auf den Punkt: Peinlichkeiten sind ein wesentlicher Bestandteil des Wachstumsprozesses. Mehr dazu:

https://zenhabits.net/embarrassment-is-part-of-growth/

PROJEKTMANAGEMENT

Fokus und Klarheit | Was machen wir heute nicht?

Eigentlich passt der Artikel von Holger Zimmermann sehr gut in die Kategorien Lean und Agile, aber es passt genauso gut zur Strategie und klassischem Projektmanagement. Es geht um ein generelles Thema: Fehlendem Fokus auf der taktischen und strategischen Ebene und den Auswirkungen auf die operative Ebene. Ohne den strategischen Fokus verzettelt sich die operative Basis im ständigen Hin und Her der Kontextwechsel verursacht durch fehlende Klarheit, was strategisch wichtig ist. Diese Transparenz und Klarheit kann man mit Obeya, Kanban und anderen Ideen super unterstützen. Aber solange die Grundidee nicht durchdrungen ist, wird es nicht funktionieren. In diesem Sinne, bitte unbedingt lesen und weitergeben: Was mach wir heute nicht, ist genauso wichtig, wie was machen wir heute.

https://blog.projektmensch.com/2023/05/24/und-was-machen-wir-heute-nicht/

LEAN

Gemba Walk | Weshalb es sich lohnt an den Ort des Geschehens zu gehen und zu beobachten

Viel zu viele Organisationen, die ich kenne und erlebe, tun etwas nicht oder zu wenig. Sie suchen nicht gezielt nach Verbesserungen. Verbesserungen, die zwei Dinge tun: 1) den Mitarbeitenden die Arbeit einfacher machen und 2) zu besseren Arbeitsergebnissen für den Endabnehmer, meist Kunden sorgen. Ein sehr effektives Hilfsmittel, um zu Ziel zu kommen, ist es, sich an den Ort des Geschehens zu begeben und zu beobachten, zu zuhören und zu verstehen, was dort passiert, wo der Wert erzeugt wird. Ich kann bis heute nicht nachvollziehen, wie irgendwelche Führungskräfte, die nicht mal ansatzweise wissen, wie etwas getan wird, darüber entscheiden sollen, wie etwas gemacht wird. Passiert allerdings täglich. Oft mit negativen Folgen für die Mitarbeitenden und am Ende für die Kunden. Öfter und regelmäßig einen Gemba-Walk machen und das Problem würde sich lösen.

https://www.lean-service-institute.de/der-gemba-walk/

Kontextwechsel vermeiden | Weshalb Kontextwechsel für die Problemlösung schädlich sind

Eigentlich ist es eine Binsenweisheit: Häufige Kontextwechsel führen zu fehlendem Fokus, fehlender Fokus führt zu Stress und letztendlich zu Qualitätsmängeln. Was klar und eingängig klingt, ist in der Praxis eine ordentliche Herausforderung bei der Umsetzung: Kontextwechsel vermeiden setzt die regelmäßige Reflexion voraus, den in der Hektik des Alltags reagieren wir oft den kurzfristigen Zwängen entsprechend und vernachlässigen den Grundsatz „Start Finishing. Stop Starting.“ Das gilt übrigens auch in der Entwicklung von Problemlösungen, wie Steve Kane schreibt:

https://blog.gembaacademy.com/2023/05/26/how-context-switching-affects-problem-solving/

AGILE

Dysfunktionale Agiltät | Wenn das Klassenziel verfehlt wird oder auch Agilität ist kein Selbstzweck!

Ein kleiner Rant von Marc Löffler, der vieles anspricht, was mir selbst auch immer wieder negativ auffällt. Unter anderem muss ich immer wieder erleben, dass Agilität auf Feelgood-Management reduziert wird, was es definitiv nicht ist. Nein, die Aufgabe eines guten Teamfacilitators ist es nicht, dass sich alle ständig gut fühlen. Aufgabe ist es dabei zu unterstützen, dass das Team lieferfähig ist. Steht im Falle von Scrum sogar im Scrumleitfaden: Am Ende jedes Sprints muss ein potenziell auslieferbares Produktinkrement stehen. Was wir tun, tun wir, damit am Ende für jemanden ein Ergebnis steht, mit dem der- oder diejenige nahtlos weiterarbeiten kann. Wenn wir nichts mit Wert und Qualität liefern, dann haben wir das Klassenziel verpasst. Ich greife vor. Hört selbst rein.

https://podcasts.apple.com/us/podcast/dysfunktionale-agilit%C3%A4t/id1288991492?i=1000614420659

Effektives Stakeholderengagement | Wie man es schafft, Anspruchsgruppen aktiv einzubinden

Voraussetzung für agile Vorgehensweisen ist eine ausgeprägte Kultur der beständigen Rückkopplung mit den wesentlichen Beteiligten (Stakeholdern) und diese setzt voraus, dass man die Bedürfnisse und den Kontext der wichtisten Anspruchsgruppen kennt und versteht. Sonst gelingt die effektive Einbindung ins Entwicklungsprojekt nicht. Lavaneesh Gautam fasst hier seine Blogserie zum Thema Stakeholdermanagement mit den einzelnen Teilementen recht gut zusammen, so dass Ihr einen guten Einstieg die Thematik bekommt.

https://www.scrum.org/resources/blog/effective-way-engaging-stakeholders

Crossfunktionialität | Wie entwickelt man sie im Team weiter?

Scrum-Teams sollen crossfunktional sein. Das ist die Idee. Nur 1) wissen wir nicht immer zu Beginn, welche Funktionalitäten wir in einem komplexen Projekt benötigen und 2) ist nicht alles im gleichen Umfang und gleicher Qualität an Knowhow vorhanden, wie wir es brauchen. Das liegt in der Natur der Sache, dass wir auch an der Crossfunktionalität eines Teams immer wieder mal arbeiten müssen. Wie der Blogartikel von Barry Overeem zeigt, ist das kein Hexenwerk. Wir sind schließlich Agilisten und Lean-Enthusiasten und wissen daher, dass wir durch beständige Weiterentwicklung zum Besseren auch unsere Crossfunktionalität verbessern können.

https://www.scrum.org/resources/blog/how-improve-cross-functionality-within-your-team

Retrospektiven | Weshalb die Retro nicht nur Aufgabe der Scrum Master*innen ist

Muss eigentlich immer der Scrum Master die Retro moderieren? Ich finde nicht. Erstens wird es mit der Zeit langweilig und zweitens ist es doch Aufgabe der Rolle, sich zunehmend „obsolet“ zu machen. Außerdem gilt ja auch für diese Rolle die Crossfunktionalität im Team zu stärken. Es kann ja nicht sein, dass wen der/die Rolleninhaberin mal verhindert ist, die Retro ausfällt. In diesem Sinne tun gute Teamfacilitatoren gut daran, auch an den Moderationsskills der Teammitglieder zu arbeiten. Keine Sorge, gute Scrum Master*innen verlieren dadurch nicht ihren Job 😉 Mehr dazu von Stephan Wolpers:

https://www.scrum.org/resources/blog/retrospektiven-moderation-von-gut-zu-fantastisch

Chapter Leads und Group Leads | Neue Führungskonzepte, neue Namen

Es gibt eine Tendenz, der ich sehr ambivalent gegenüberstehe, beständig neue Rollen mit neuen Bezeichnungen einzuführen, die vorzugsweise anglisiert werden. Manchmal ist es besser die Titel stehen zu lassen und sich mehr auf die Rollenbeschreibung zu konzentrieren. Dennoch braucht es eine „Modell“, um abgrenzen und einordnen zu können, damit erst Reflexion möglich ist. In diesem Sinne ist die Ableitung was Chapter Lead und Group Leads darstellen, wie es Felix Stein in seinem Blogartikel tut, wichtig und richtig.

https://www.lean-agility.de/2023/05/chapter-leads-and-group-leads.html

FÜHRUNG UND LEADERSHIP

Beständiges Weiterentwickeln als Führungsaufgabe | Führung animiert und unterstützt den beständigen Wandel zum Besseren

Ich bin ein ganz großer Freund des beständigen Wandels zum Besseren (Kaizen). Die Idee hinter Kaizen umfasst alle Hierarchieebenen. Alle sind eingebunden. Alle beteiligen sich daran, beständig besser zu werden. Als Team, Abteilung, Bereich, Gesamtorganisation. Es braucht eine Führung, die dies unterstützt und animiert. Ganz so, wie es Dan Rockwell beschreibt:

https://leadershipfreak.blog/2023/05/24/the-ultimate-pursuit-of-leadership/

Führung ist hilfreich, aber entmündigt nicht | Sieben Fragen, die wir uns stellen sollten, eher wir „helfen“

Gute Führung ist hilfreich, fördert und fordert. Sie entmündigt nicht. Dieser schmale Grat ist oft gar nicht so einfach zu leisten. Auf der einen Seite will und soll man Mitarbeitenden dabei helfen, sich weiterzuentwickeln und ihre Aufgaben zu schaffen – auf der anderen Seite entmündigen wir Mitarbeitende und stärken ihre Fähigkeiten nicht, wenn wir ihnen vermeintlich helfen, in dem wir ihnen Handlungsspielräume beschränken. Den richtigen Weg zu finden, ist mitunter schwierig. Hierfür bietet Dan Rockwell sieben, wie ich finde, sehr hilfreich Frage an:

https://leadershipfreak.blog/2023/05/23/smart-help-7-questions-to-ask-before-helping/

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