#LINKSDERWOCHE | 5/2022: Produktivität, Lean und Agile

PRODUKTIVITÄT

Glaubenssätze | Wie wir verhindern können uns selbst auszubremsen

Ich weiß gar nicht, wie oft ich mir selbst schon im Leben im Weg gestanden bin, weil ich irgendetwas, was irgendwer mir mal den Kopf geworfen hat, zum Glaubenssatz erkoren haben. Glücklicherweise konnte ich einige davon bereits über Bord werfen. Nicht immer aus eigener Kraft, gelegentlich auch mal durch Zufälle, die die Karten einfach neu gemischt haben und öfter mal durch Mitmenschen, die mir einen Denkanstoß gegeben haben. Als halbwegs selbstkritischer und – ich bilde mir es ein, es zumindest zu sein – selbstreflektierter Mensch kann ich selbst auch einiges dazu beitragen bzw. habe das eine oder andere bereits dazu beigetragen, den einen oder anderen „Irrtum“ aufzulösen, auch weil ich sie erkannt habe. Wenn man weiß, auf was man achten muss, fällt es einfacher. Deshalb möchte ich Euch den folgenden Beitrag Dan Rockwell empfehlen. Er zählt 6 Klassiker auf und als zusätzliches Schmankerl gibt es noch ein Video mit Dr. Zinsser, dem „Director of the Performance Psychology Program“ der United States Military Academy in West Point.

https://leadershipfreak.blog/2022/01/25/six-limiting-beliefs-that-hold-you-back/

Multitasking | Warum das Work-in-Progress-Limit = 1 sein sollte

Rund um das Thema Multitasking ranken sich nach wie vor Mythen – unglaublich. Multitasking ist Mist. Ganz einfach. Auch wenn es schwer fällt und ich selbst bin so ein Kandidat, dem es schwerfällt, das persönliche „WiP-Limit“ sollte möglichst immer 1 sein. Fokussiert an einer Sache arbeiten erhöht die Produktivität ungemein. Und für alle, die immer noch das Gegenteil behaupten, empfehle ich einfach mal den Beitrag von Dan Rockwell zu lesen:

https://leadershipfreak.blog/2022/01/26/multitasking-makes-you-stupid-single-tasking-is-smarter/

Microsoft Teams | Tricks und Kniffe rund um die Chat-Funktion

Im beruflichen Kontext ist MS Teams – wenn ich mich nicht täusche – kaum noch wegzudenken. Und es tut sich in der Tat immer wieder etwas. Zum Glück. So richtig rund ist es noch nicht. Eine meiner Quellen, um mal das eine oder andere zum O365 nachzuschlagen, ist der Blog von Büro-Kaizen. Die Microsoft-Support-Seiten finde ich persönlich ziemlich miserabel und bei Weitem nicht so hilfreich. Der folgende Blogartikel gibt ein einen Überblick über die Chat-Funktionen von Teams, die in den letzten Monaten einige Neuerungen erfahren haben und wenn ich richtig informiert bin, noch einige Verbesserungen in der nächsten Zeit erfahren werden:

https://www.buero-kaizen.de/microsoft-teams-chat-tipps/

Visuelles Denken | Zonenmetaphern verwenden

Im Blog von Annette Hexelschneider bin ich über einen Beitrag gestolpert, der das Thema Zonenmetaphern im visuellen Denken reflektiert. Mir war gar nicht bewusst, wie selbstverständlich ich Zonenmetaphern in Form von diversen Canvas bereits verwende. Ich hoffe, dass es mit den entdecken Impulsen künftig bewusster und damit zielgerichteter stattfindet.

https://wissendenken.com/visuelles-denken/zonenmetapher/

Digitaler Minimalismus | Digitalisierung nutzen, damit die Arbeit leichter von der Hand geht

An dem folgenden Podcast-Interview fasziniert nicht die konsequente Ausrichtung des digitalen „Set-ups“ an der Frage „Was brauche ich wirklich, damit mir meine Arbeit leicht von der Hand geht? Und wie kann ich es mit so wenig Hilfsmitteln umsetzen wie notwendig?“ Und genau diese beiden Fragen sollten wir uns öfter mal stellen. Netter Nebeneffekt: Man arbeitet unter Umständen kosteneffizienter, weil man unnötigen Ballast nicht mitfinanzieren muss. Ich hatte beim Anhören der Postcastfolge von Ivan Blatter das Gefühl, dass hier über „Lean“ gesprochen wird, ohne den Begriff auch nur einziges Mal zu verwenden 😉 Kleiner Hinweis: Lasst Euch nicht zu sehr von den Tools/der verwendeten Hardware ablenken – die ist meines Erachtens nachrangig.

https://ivanblatter.com/podcast/interview-karl-heinz-krawczyk/

Innerer Widerstand | Über den richtigen Umgang mit der inneren „Spaßbremse“

Vor vielen Jahren habe ich das Buch „So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund!“ von Marco Münchhausen (Campus, Frankfurt 2007) gelesen. Nun ja, was soll ich sagen, mein innerer Schweinehund heißt zwar nicht Günther, aber wir haben uns damals drauf verständigt, dass ich ab und an mal auf ihn höre, er dafür mir nicht immer im Weg steht. Wer das Buch nicht lesen will oder einfach nur eine kurze Wiederholung haben möchte, kann auch den Artikel von Leo Babauta über den richtigen Umgang mit dem inneren Widerstand lesen. Hilft auch schon weiter.

https://zenhabits.net/resistless/

Medienkompetenz und Haptik | Nur digital ist gut? Nein, definitiv nicht

Ich bin ein Freud des Digitalen. Mein E-Book-Reader ist gut gefüllt und doch schätze ich das gute alte papierne Buch sehr. Und so ist es mit vielen Dingen. Nach zwei Jahren Pandemie und fast ausschließlicher digitaler Bildschirmarbeit hat das haptische Arbeiten fast eine kleine Renaissance in meinem Alltag erlebt. Widerspricht sich das? Ich glaube nicht und der folgende Impuls von Daniel van Steenis bestätigt mich darin.

https://t2informatik.de/blog/prozesse-methoden/von-haptik-und-medienkompetenz/

Produktive Auszeit | Die Kunst des bewussten Nichts-Tuns

Ich weiß, dass es immer noch Mitmenschen gibt die „geschäftiges Treiben“ mit „Produktivität“ verwechseln. Das sind zu meist auch „Effizienzneurotiker“ (herrliches Wort). Aber halt: Wir wollen ja echte Produktivität, die echte Ergebnisse erzeugt (die Nutzen stiftet) und nicht nur irgendwas möglichst effizient erzeugt (dessen Nutzen zweifelhaft ist). Dafür braucht es Auszeiten. Zum einen zu Rückbesinnung, aber auch als Raum für Reflexion und Entwicklung neuer Ideen, aber auch als „Erholung“. Und zwar bewusst. Was wäre, wenn wir genau dies zum Jahresthema für 2022 küren würden? Genau diese schlägt Vicky Pham vor:

https://dzone.com/articles/productive-downtime-a-new-productivity-method-to-i

LEAN

Arbeitsplatzgestaltung | Vom „Lean Arbeitsplatz“ zum „befähigenden Arbeitsplatz“

Irgendwie tue mich etwas schwer, den Blogartikel von Jon Miller sauber einzuordnen. In meinem Kopf hallt nach, was ich in den letzten Wochen in einer Seminarreihe von Mari Furukawa-Caspary (Lean auf gut Deutsch) über das Toyota Production System (TPS) gelernt habe und wie es in der westlichen Hemisphäre als Lean adaptiert wurde. Dazwischen liegen durchaus Welten. Verstanden habe ich, dass im „Original“ die Idee ist, dass die Arbeit leichter von der Hand gehen soll. Das gelingt nur, wenn man es schafft, die Bedürfnisse des Menschen an erster Stelle zu stellen. Was allerdings in vielen Adaptionen die ich (jenseits des TPS) als Lean kennengelernt habe, in eine Umkehrung gemündet hat. Der Mensch hat sich den Bedürfnissen der Maschinen und der vermeidbaren Effizienz zu unterwerfen. Miller bricht dies – zu Recht – auf. Weil es eben kein Geheimnis ist, dass der Mensch produktiver ist, wenn ein Umfeld hat, mit dem er sich identifiziert.

https://blog.gembaacademy.com/2022/01/24/from-lean-workplaces-to-empowered-work-spaces/

Von Japan lernen | Ein sehr langer Podcast darüber, was wir von Japan lernen können

Die Podcastfolge mit Patrick Breitenbach und Bjoern Eichstaedt hat mir geholfen, die Denkweise, die Kaizen und anderen Ansätzen aus dem Toyota-Production-System besser zu verstehen, weil sie in weiten Teilen die kulturellen Besonderheiten Japans beleuchtet. Besonders gut gefällt mir – auch weil es sich in weiten Teilen mit meinen eigenen Vorstellungen deckt – die Langfristperspektive und die enge „Kopplung“ zwischen Lernen und Verbesserung, die das Denken und Handeln prägt. Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber daneben gibt es noch ein weiterer Aspekt, der mich angesprochen hat: Die Kultur der Zumutbarkeit, die in Japan in einer Art gegenseitigen, respektvollen Umgang ihren Ausdruck findet. Alles drei Aspekte, die ich in unserer Arbeitswelt wie auch in unserer Gesellschaft als Aspekte gelebter Nachhaltigkeit vermisse.

https://think-twice.studio/episode/episode-29-wie-koennen-wir-von-japan-lernen-bjoern-eichstaedt/

AGILE

Teamentwicklung | Eine Podcastfolge rund um das Thema in Bezug auf selbstorganisierte Teams

Teamentwicklung zu unterstützen ist eines der Hauptfelder der Rolle des Scrum Masters. Die Podcastfolge von Marc Löffler mit Nadine Schwarz hat genau dieses Thema als Inhalt. Für alte Hasen nicht wirklich viel Neues an Erkenntnissen, aber für Einsteiger vollgepumpt mit „Futter“. Einziges Manko, dass mich stört: Es fehlt der Verweis, dass es bei all dem nicht nur darum geht, ein Wohlfühlumfeld zu schaffen, sondern um ein produktives Umfeld, was am Ende gute Ergebnisse liefern soll. Deshalb an dieser Stelle der Hinweis, auch weil ich es viel zu oft erlebe, es geht nicht um das Team als solches liebe Scrum Master, sondern darum, dass ein Team gute Ergebnisse erzielt und diese verbessert! Bitte nicht vergessen, dass ein Team am Ende des Tages auch etwas liefern muss. Ein/e Scrum Master*in ist kein „Wohlfühlmanager“, sondern verantwortlich dafür, dass die Produktivität eines Teams gefördert wird.

https://marcloeffler.eu/2022/01/28/teamentwicklung-fuer-scrum-master/

Scrum-Projekte budgetieren | Gedanken zur Budgetschätzung

Idealerweise bekommt ein Scrum-Team einen Auftrag und ein festes Budget. Dieses Budget kommt nicht aus dem luftleeren Raum. Das Doofe ist, deswegen greift man zu Scrum, es ist wegen der Komplexität des Auftrags noch gar nicht klar, wie das Endergebnis aussehen soll. Kann man dann, wie Jan Fischbach meint, auf Basis von historischen Erfahrungswerten das Budget schätzen? Ganz ehrlich, ich fürchte, da bleibt uns vermutlich nicht viel übrig. Mit allen Unschärfen, die es mit sich bringt. Ob der Ansatz von Jan aufgeht? Was denkt Ihr?

https://www.teamworkblog.de/2022/01/scrum-projekte-budgetieren.html

Agile Prinzipien | Die 4 Muster in den agilen Prinzipien

Ich arbeite gerne und viel mit den 12 Prinzipien des agilen Manifests. Auch als Reflexionshilfe in Teams und Management, um eine Standortbestimmung vorzunehmen. Was ich allerdings noch nicht gemacht habe, sie wie Blake McMillan zu vier „Mustern“ zu gruppieren. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es für das Verständnis hilfreich ist, aber ausprobieren werde ich es bestimmt.

https://soulofscrum.com/blog/f/agile-principles-overview

Fehlverhalten im Sprint | 27 häufig zu beobachtende Anti-Pattern

Wen man weiß, auf was man achten muss, geht man bewusster mit den Herausforderungen um, die einem im Laufe des Lebens begegnen. Das gilt auch für die 27 von Stefan Wolpers benannten Anti-Pattern, bezogen auf den Sprint eines Scrum-Teams:

https://www.scrum.org/resources/blog/27-sprint-anti-patterns-0

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