#LINKSDERWOCHE | 2/2022: Produktivität, Lean, Agile und Strategie

PRODUKTIVITÄT

E-Mail-Management | Wie wir mit wenigen Kniffen deutlich besser mit E-Mails umgehen können

Die Zahl der E-Mails, die bei mir täglich einflattern, hat sich in den letzten Jahren deutlich reduziert. Aus verschiedenen Gründen. Dazu gehört auch, dass ich bewusst reflektiere, welches Medium ich für was nutze. Bei komplexen und komplizierten Themen zum Beispiel ist die E-Mail taub. Telefon und Videoschalte sind hier wesentlich effektiver. Das Ergebnis wird dann kurz zusammengefasst und ggf. als E-Mail verschickt. Das allein erspart schon einiges an E-Mail-Verkehr. Die Messengerdienste wie Slack und MS Teams habe natürlich auch ihren Beitrag dazu geleistet. Es kommt dennoch noch genug im Postfach an. Die drei – wirklich einfach umzusetzenden – Kniffe, die Christian Sachs in einem Blogartikel vorstellt, wirken dabei hervorragend. Alle drei habe ich mir schon vor länger Zeit zu eigen gemacht und ich kann bestätigen, dass sie hervorragend funktionieren. Newsletter zum Beispiel landen dank automatischer Filter in einem eigenen Ordner und entlasten mein Eingangsfach. Zusammen mit Inbox-Zero lässt sich sehr viel schon erreichen. Es gibt neben den genannten drei Kniffen noch weitere Tricks und Kniffe, die mit wenig bis kaum Aufwand verbunden sind wie z. B. eine einheitliche Struktur der Betreffzeile mit aussagekräftigen Informationen, die die „chaotische Suche“ im Archivordner unschlagbar schnell macht und mir so das mühselige Ablegen in vielen Unterordnern erspart zum Beispiel.

https://cactus-competence.com/e-mail-tricks-die-richtig-zeit-sparen/

Kritik äußern | Konstruktive Kritik

Ich halte Kritik für ein wertvolles Hilfsmittel, um etwas zu besseren entwickeln zu können. Allerdings ist nur konstruktive Kritik wirklich gute Kritik und nach wie vor bin ich der Meinung, dass es sich hierbei um eine Königsdisziplin handelt, die einiges an Selbstreflexion und Übung voraussetzt. Kritik zu äußern ist ein heikles Thema. Selbst wenn man den Prinzipien, die Burkhard Heidenberger vorstellt, en détail folgt.

https://www.zeitblueten.com/news/konstruktive-kritik-richtig-kritisieren/

Umgang mit Kritik | Wie man mit „Gegenwind“ umgeht

Nicht jede Kritik fällt unter konstruktive Kritik und nicht immer ist die Art und Weise wir Kritik geäußert wird angebracht. Wie geht man damit um und wie ordnete man die verschiedensten Arten ein? Der Artikel von Isabell Prophet gibt zwar keine abschließende Antwort, hilft aber sicherlich weiter hin und wieder auch mal etwas gelassener auf Kritik zu reagieren.

https://t3n.de/news/feedback-kritik-meinung-gegenwind-1439560/

Tiny Habits | Ein kleiner Appetizer

Zu den Büchern, die ich guten Gewissens zum Thema Gewohnheiten ändern empfehlen kann, gehört das Buch Tiny Habits von BJ Fogg. Ich habe damit ein paar kleine Erfolge gefeiert, auch wenn ich noch eine große Liste vor mir habe, die, an der ich arbeiten möchte. Im Magazin t3n habe ich einen kleinen Appetizer mit Video entdeckt, der vielleicht dem einen oder anderen hilft einzuschätzen, ob der Ansatz für sie oder ihn auch interessant sein könnte. Die Idee dahinter ist einfach: Mit einem niederschwelligen Einstieg in Form eines „kleinen Zielzustands“, den es zu erreichen gilt, die Eigenmotivation stärken und darauf aufbauend ausbauen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Eure Neujahrsgrundsätze scheitern, sinkt merklich. Übrigens: Weniger ist mehr gilt auch auf der Meta-Ebene. Nehmt Euch nur ein oder zwei Gewohnheiten zu ändern auf einmal vor. Fokussiert im Sinne eines persönlichen WiP-Limits trägt ebenfalls erheblich zum Erfolg bei. Auch dies habe ich schon getestet und es hat deutlich besser funktioniert.

https://t3n.de/news/tiny-habits-methode-vorsaetze-routinen-gewohnheiten-aendern-1442671/

Schlaue Entscheidungen | Entscheidungen treffen unter Berücksichtigung der fünf Gesetze menschlicher Dummheit

Wie oft stellen wir uns die Frage, wie es möglich sein kann, dass intelligente Wesen erstaunlich „dumme Entscheidungen“ treffen. Klar, meistens bewerten wir solche Entscheidungen im Nachgang und vergessen dabei, dass wir jetzt unter anderem bessere Informationen haben als der Entscheidende zum Zeitpunkt seiner Entscheidung. Svenja Hofert nimmt einen Essay von Carlo M. Cipolla mit dem Titel „The basic laws of human stupidity” als Grundlage zu reflektieren, was schlaue Entscheidungen sind und wie wir mit höherer Wahrscheinlichkeit schlauere Entscheidungen treffen können. Sehr interessanter Gedanke. Insbesondere wenn ich bedenke, wie oft ich im Leben schon Entscheidungen getroffen habe, die nicht ganz so schlau waren, wie ich zuerst dacht.

https://karriereblog.svenja-hofert.de/mindset/die-5-gesetze-menschlicher-dummheit-und-was-wirklich-schlau-waere/

Jahresplanung | Ein paar Impulse von Ivan Blatter

Ich gehe dieses Jahr, was meine Planung betrifft, etwas entspannter an. Die Erfahrung hat mich gelehrt, auf eine detaillierte Jahresplanung zu verzichten, lieber nur wenige Fokusthemen zu definieren, zu reflektieren, was mir wichtig ist und in einem „rollierenden“ System Zielzustände für kürzere Abschnitte im Jahresverlauf zu definieren. Was ich allerdings noch nicht getan habe, ist die Visualisierung in Zusammenhang mit meinen Gewohnheiten, wie sie Ivan Blatter in seinem Podcast darstellt. Mal schauen, vielleicht probiere ich es noch aus.

https://ivanblatter.com/podcast/jahresplanung-muehe/

LEAN

Kultur der kontinuierliche Verbesserung | Der Auftakt: eine Strategie für den kulturellen Wandel erarbeiten

Der folgende Artikel stammt von John Knotts und hat den Aufbau einer Kultur der stetigen Veränderung als Thema. Kulturveränderung ist ein langer Prozess und auch wenn es in dem Artikel so klingen mag, ist es nicht etwas, dass generalstabsmäßig geplant werden kann. Davon bin ich zutiefst, auch aufgrund meiner Erfahrungen überzeugt. Dennoch irgendwo muss man beginnen. Strategische Überlegungen zu treffen, erscheint mir eine gute Ausgangslage zu sein. Mein Tipp: Immer und jeder Zeit braucht es ein sehr, sehr gute Antwort auf die Frage, warum tun wir das alles. Und diese Frage muss eine befriedigende Antwort für alle Beteiligten auf allen Ebenen liefern, um auch allen Beteiligten Orientierung zu bieten. Veränderungen dieser Art brauchen Unterstützung von oben und unten. Nur gemeinsam gelingen sie.

https://blog.gembaacademy.com/2022/01/07/crafting-your-continuous-improvement-strategy/

AGILE

Selbstmanagende Teams | Wie man ein selbstmanagendes Team wird

Vorsicht! Es handelt sich im folgenden Artikel nicht um eine Anleitung zum „Malen nach Zahlen“. Es ist eine Empfehlung, die reflektiert werden will und Orientierung bietet. Pim de Morree gibt einen sehr guten Überblick, was es braucht, um ein „selbstmanagendes Team“ zu werden, basierend auf Gemeinsamkeiten und typischen Merkmalen erfolgreicher, sich selbststeuernder Teams. Es sind nicht wirklich überraschende Erkenntnisse und die Kunst besteht meines Erachtens eher im Wandel der historischen Denkpfade in der Organisation als in der Struktur. Schelle Würfe sind daher nicht zu erwarten. Dennoch irgendwo müssen wir beginnen.

https://corporate-rebels.com/how-to-become-a-self-managing-team

Scrum Implementierung | Warum es nicht die EINE Implementierung von Scrum gibt

Was mich immer ein wenig stört, ist die Suche nach vermeintlichen Blaupausen in Form von „Best Practice“-Ansätzen, die sich mehr oder minder unreflektiert adaptieren lassen. Das greift leider auch in der agilen Welt immer mehr um sich. Ein Indiz hierfür ist der „Siegeszug“ von SAFe, dass von vielen genauso genutzt wird. Dabei ist genau diese fehlen einer Blaupause und das bewusst offen lassen des „Wie“, dass mir an den agilen Ansätzen wie Scrum und Kanban so gut gefällt. Es gibt nicht die eine Implementierung, die immer und überall passt, sondern es gibt viele bewusste Spielräume. Und die ist gut so. Weil es in komplexen Situationen nicht den einen Weg geben kann und wird. Bezogen auf Scrum erklärt dies der Artikel von Chee-Hong Hsia recht gut..

https://www.scrum.org/resources/blog/dont-confuse-scrum-implementation-scrum

Scrum puritische betrachten | Warum eine dogmatiche Sicht nicht angebracht ist

In ein ähnliches Horn stößt ein weiterer Artikel ebenfalls aus der Feder von Chee-Hong Hsia der sich auch auf Scrum bezieht und der sich klar gegen eine dogmatische Sicht ausspricht und mir damit aus er Seele spricht. Echte Agilität kennt kein Dogma. Für mich persönlich machen die Kanban-Prinzipien und der evolutionäre Charakter von Kanban sogar noch deutlicher (was bei der Fixierung vieler auf die Visualisierung leider verloren geht).

https://www.scrum.org/resources/blog/its-actually-ok-be-scrum-purist-and-why

Product Owner | Muster, die nicht zu einem guten Rollenverständnis gehören

Von den drei Rollen in Scrum ist die des Product Owners, diejenige, die am ehesten verantwortlich dafür ist, den Kurs im Sinne der Maximierung des „Nutzwertes“ voranzutreiben. Und dabei kann im Rollenverständnis einiges verrutschen und schief gehen. 5 typische Fehlmuster beschreibt Maik Seyfert in dem folgenden Blogartikel. Den nur was man kennt, kann man identifizieren und letzt endlich auflösen.

https://www.lostconsultants.com/2022/01/04/5-product-owner-anti-patterns-to-escape-from/

Missverständnisse | 5 Missverständnisse rund um Scrum Events

Wie heißt es so schön, Scrum ist leichtgewichtig, aber nicht einfach in der Umsetzung. Was sich auch immer wieder in diversen Missverständnissen rund um das Rahmenwerk niederschlägt. In dem Beitrag von Mary Iqbal werden unter anderem fünf Missverständnisse rund um Scrum Events behandelt, die mir auch mal mehr und mal weniger begegnet sind.

https://www.scrum.org/resources/blog/5-misconceptions-about-scrums-sprint-event

Product Backlog | Was im Umgang mit dem Produkt-Backlog alles schief gehen kann

Im Umgang mit dem Product Backlog lässt sich so manches „Fehlmuster“ beobachten, dass sich zu einem echten Hindernis ausweiten kann. Solche Fehlermuster hat Stefan Wolpers gesammelt und – ich meine auch schon englischsprachig, jetzt deutschsprachig – auf Scrum.org veröffentlicht. Darunter echte „Klassiker“. Gleicht es mal mit Eurem Backlog ab und schaut, was ihr an Verbesserungsmöglichkeiten erkennt.

https://www.scrum.org/resources/blog/28-produkt-backlog-anti-patterns

Agile Roadmaps | Video von und mit Roman Pichler

Roman Pichler ist immer wieder in den Links der Woche vertreten. Insbesondere mit Blick auf agile Produktmanagement ist er für mich die Quelle. Gesammelt Tipps zur Anwendung der Roadmap im agilen Kontext gibt es als Video von ihm als Teil einer Konferenzdoku.

https://www.heise.de/hintergrund/Roman-Pichler-Agile-Produkt-Roadmaps-erfolgreich-einsetzen-6318767.html

STRATEGIE

Blue Ocean Strategie I: Mit dem dem Rahmenwerk 3 Tiers of Noncustomers potentielle Zielgruppen entdecken

Die Artikelserie von Lars Richter zur Blue Ocean Strategie war bereits Gegenstand der Links der Woche. Auch diese Woche habe ich zwei Beiträge aus der Artikelserie gelistet. Der erste hat die „3 Tiers of Noncustomers“ im Fokus. Das Rahmenwerk, dass Teil der Blue Ocean Strategie ist, unterstützt dabei, mögliche Zielgruppen zu identifizieren, die außerhalb des Branchenfokus stehen, aber ggf. nicht minder interessant sein könnten und leider noch nicht näher betrachtet worden sind.

https://flowwork.rocks/tiers-noncustomers/

Blue Ocean Strategie II: Das 6 Path Rahmenwerk

Im folgenden Teil der Artikelserie werden 6 verschiedene Erkundungspfade von Lars Richter beschrieben, die Teil der Blue Ocean Strategie sind. Jeder dieser Pfade soll dabei unterstützen zu erkunden, wie eine Organisation sich gegenüber ihren Mitbewerbern abgrenzen kann, um im Wettbewerb erfolgreicher zu sein. Nichts Weltbewegendes, aber sehr gut strukturiert und damit ein probates Hilfsmittel für ein systematisches Erkunden der Optionen.

https://flowwork.rocks/6-path-framework/

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