#LINKSDERWOCHE | 32/2020: Produktivität, Agile, Leadership und Management

PRODUKTIVITÄT

Online-Besprechung: Eine Checkliste zur Vor- und Nachbereitung

Es zeichnet sich ab: Wir werden noch eine Weile, sehr viele Termine im Remote-Modus wahrnehmen – auch solche, die wir lieber persönlich gemacht hätten. Und natürlich haben wir alle in den letzten Wochen sehr viel über Online-Meetings gelernt, improvisiert und jede Menge Verbesserungsschleifen gedreht. Luft nach oben ist immer 😉 Deswegen finde ich die Checkliste von Joachim Schlosser interessant. Sind tatsächlich ein paar Dinge dabei, ich als Anregung mitnehmen werde:

https://www.schlosser.info/checkliste-online-meetings/

Selbstmanagement: 12 Dinge, die unsere persönliche Produktivität definitv ausbremsen

Es heißt ja immer Gebote wären besser als Verbote. Dennoch: Es ist gut, zu wissen, was man tunlichst vermeiden sollte. Sensibilisiert sein, für die Fallstricke, die uns zum Stolpern bringen. Solche Fallstricke – insgesamt 12 – zum Thema persönliche Produktivität findet Ihr in der folgenden Liste, die ich über das Toolblog von Stephan List gefunden habe:

https://toolblog.de/2020/08/01/12-dinge-die-sie-auf-keinen-fall-tun-sollten/

AGILE

Communities of Practice: Sinn, Rahmen und Hindernisse

Von der kollegialen Beratung und dem Austausch innerhalb einer Community of Practice halte ich ziemlich viel. Gleichwohl weiß ich auch, dass es nicht ganz einfach ist, eine selbstorganisierte Gemeinschaft – Communites of Practice gehören in diese Kategorie – mit Leben zu füllen. Ein paar Impulse zum Thema findet Ihr in dem folgenden Beitrag von Stefan Wolpers. Zum Thema Communityaufbau kann ich Euch übrigens empfehlen, Euch mal mit Leuten aus dem Bereich des Bürgerschaftlichen Engagements zu unterhalten. Die haben damit meist viel Erfahrung und einen gut gefüllten Werkzeugkoffer mit Anregungen und Ideen.

https://www.scrum.org/resources/blog/how-create-agile-community-practice

Gruppendynamik im Team: Groupthinking vermeiden

„Groupthinking“ hat zunächst nichts mit Agilität zu tun. Zumindest nicht originär. Es ist ein Phänomen, dass uns immer dann begegnet, wenn Gruppendynamik in Spiel kommt. Und damit schlagen wir die Brücke in die agile Welt. In der agilen Welt spielt die Zusammenarbeit im Team und darüber hinaus eine herausragende Bedeutung. Damit haben wir auch mit den Herausforderungen der Gruppendynamik und ihren positiven wie auch negativen Seiten einiges zu tun. Unter anderem kann diese Gruppendyamik dazu führen, dass Kritik nicht geäußert wird, weil man meint, sie sei nicht berechtigt, da eine Mehrheit der Teammitglieder anderer Ansicht zu sein scheint u. ä. In diesem Zusammenhang wird von „Groupthinking“ gesprochen. Mehr dazu Vinita Bansal:

https://dzone.com/articles/avoid-groupthink

Priorisierung: Ein kleine Überblick

Letzte Woche habe ich für das Forum Agile Verwaltung einen kleinen Impulsvortrag über Backlog-Priorisierungsmethoden gehalten und nahezu gleichzeitig bin ich über den Artikel von Holger Tewis gestolpert, der ebenfalls das Thema Priorisierung zum Gegenstand hat. Holger Tewis erwähnt in seinem Beitrag das RICE-Modell, das ich bisher nicht kannte, also eine gute Ergänzung zu den – im Vortrag vorgestellten Methoden – darstellt.

https://scrumburg.wordpress.com/2020/07/29/markt-und-produkte-priorisierung/

Evolutionärer Weg: Fokus auf kleine Schritte statt große Sprünge

Ungeduld ist eine Schwäche, die wir vermutlich alle haben. In alle Regel wären wir mit unseren Projekten gerne weiter, haben große Sprünge im Kopf. Schmerzhaft gelernt habe ich schon vor langer, langer Zeit: Große Sprünge gelingen selten, kleine Schritte sind in aller Regel erfolgversprechender. Mit ein Grund, warum ich zwischenzeitlich ein großer Freund des evolutionären Ansatzes von Kanban geworden bin. Statt auf große Sprünge setze ich schon lange auf kleine Veränderungsschritte. Übrigens muss dies nicht zwangsweise bedeuten, dass man dadurch langsamer ans Ziel kommt 😉 Nicht selten, so meine Beobachtung, ist es sogar der effizientere und effektivere Weg, auf kleine Schritt fokussiert zu sein. Mehr zum Thema von Bharath Srinivasan:

https://www.scrum.org/resources/blog/focus-steps-not-leaps

Zombie-Scrum: Autonomiecosten transparent machen

Es steht Scrum drauf, aber irgendetwas stimmt nicht. Könnte es Zombie-Scrum sein? Einer der Indikatoren für Zombie-Scrum ist fehlender Autonomie des Teams. Wie lässt sich fehlende Autonomie sichtbar machen und verifizieren? Barry Overeem schlägt hierzu ein Experiment vor, dass mit wenig Aufwand umgesetzt werden kann und ganz nebenbei auch noch Zahlen, Daten und Fakten liefert, wie sich die fehlende Autonomie auf das Team auswirkt. Spannende Geschichte:

https://www.scrum.org/resources/blog/experiment-make-cost-low-autonomy-transparent-permission-tokens

Sprintlänge: Wie findet man die richtige Länge für den Sprint

Der Scrumguide definiert für den Sprint eine maximale Länge von 4 Wochen. D. h. eine Sprintlänge kann zwischen einem Tag und 4 Wochen liegen. Wie definiert man nun für sein eigenes Projekt die richtige Länge? Im Hardwarebereich sind 4-Wochen-Sprints bereits eine Herausforderung, während im Bereich der Softwareentwicklung sich – aus nahe liegenden Gründen – deutlich kürzer Sprintlängen eingebürgert haben. Was ist die ideale Länge des Sprints für das jeweilige Projekt? Dafür gibt es leider keine Blaupause – spielen doch verschiedene Faktoren dabei eine Rolle. Dave Slaten, Kendra West und Tom Bullock  schlagen vor, sich – ganz im Sinne der empirischen Logik – durch experimentieren und beobachten an die ideal Springlänge anzunähern. Damit entlassen sie uns allerdings nicht aus der Pflicht intiale eine Sprintlänge zu definieren.

https://www.scruminc.com/determining-the-right-length-of-your-sprint/

Leadership und Management

Führung durch Vertrauen: Ein Dreiklang aus Empathie, Authenzität und Empathie

Es hat sich zum Glück herumgesprochen, das Führung, die auf Angst basiert, auf Dauer eher kontraproduktiv ist. Das Gegenmodell hierzu ist Führung durch Vertrauen, die – nicht nur – von Marcus Raitner eindeutig favorisiert wird. In seinem aktuellen Blogartikel geht er dabei auf die drei Treiber von Vertrauen – Empathie, Logik und Authentizität – näher ein. Hier zeigt sich schon, ein Faktor allein reicht nicht aus. Authentizität ohne Empathie und Logik funktioniert genauso wenig, wie Empathie ohne Logik und Authentizität. Mehr dazu:

https://fuehrung-erfahren.de/2020/07/mit-vertrauen-in-fuehrung-gehen/

Gemeinsames Verständnis: Die Sprengkraft des gemeinsamen Commitments

Ich tue mich schwer für den Begriff Commitment eine aussagekräftige deutsche Entsprechung zu finden. Man sehe mir daher nach, wenn ich den englischen Begriff nutze. Ähnlich wie Dan Rockwell bin ich der Überzeugung, dass ein gemeinsames Commitment – die Selbstverpflichtung auf Basis eines gemeinsamen Verständnisses – ein unglaublicher Treiber sein kann und eine enorme Sprengkraft besitzt, wenn es darum geht „Felsen“ aus dem Weg zu sprengen.

https://leadershipfreak.blog/2020/07/29/the-5-powers-of-shared-commitment/

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