#LINKSDERWOCHE | 37/2026: Produktivität, Lean, Agile, Management und Leadership, Politik und Gesellschaft

PRODUKTIVITÄT

Übersicht | Vorgänge und Projekte auf dem Schirm behalten

Ich glaube, dass viele Menschen – zumindest im beruflichen Kontext – den Fehler machen, zu versuchen, Aufgaben zu verwalten. Aufgaben befinden sich auf der operativen Ebene. Sie befinden sich in einem permanenten Fluss. Da wird es schwer, strategisch zu organisieren. Der Begriff „Projekte”, den David Allen über GTD für die übergeordneten Themen verwendet, ist manchmal missverständlich. Zumindest kommt es mir so vor. Jan Fischbach spricht in diesem Kontext immer gerne von „Vorgängen”. Das ist an sich gar nicht schlecht, allerdings zucken viele innerlich zusammen, weil es sich für sie nach „preußischer Verwaltung” anhört (sie war oder ist übrigens besser als ihr Ruf). Losgelöst vom Begriff ist die Grundidee nach wie vor richtig und funktioniert in vielen Kontexten, in denen ich unterwegs bin, sehr gut. Und zwar vom Informations- bis zum Wissensmanagement. Das Ganze lässt sich übrigens auch sehr gut mit Kanban (und dem eher unbekannten Kamishibai) abbilden. Zusammen mit einem Obeya kann es als Gesamtsystem wunderbar visualisiert werden – im Sinne des von Jan Fischbach thematisierten Leitstands – und so in der „Dokumentenablage“ gespiegelt werden. Wichtig ist, das System möglichst einfach zu halten. Es sollten nur wenige Kategorien und eine einfache, flache Struktur verwendet werden. Sonst wird es wieder unübersichtlich. Dann funktioniert es nicht für uns als Individuum, sondern sehr gut im Team und in einer größeren Organisation.

https://www.teamworkblog.de/2026/09/viele-vorgange-und-projekte-mit-einem.html

Obsidian | Kanban mit Obsidian-Bases

Noch habe ich es selbst noch nicht ausprobieren können, da die anstehende Version 1.14 für Obsidian noch nicht ausgerollt ist. Dennoch, der Artikel von Thomas Mathoi macht mich neugierig. Mein Personal Kanban habe ich zwischenzeitlich in Personal Kanban integriert und mein Personal Obeya soll in Kürze folgen. Geplant ist mit der Version 1.14 Kanbanboards auch ohne Plugins in Obeya zu ermöglichen. Das hat Charme und erleichtert sicherlich den Einstieg für Obsidian-Nutzer in die Visualisierung von Workflows im Sinne eines Kanbanboards. Ich bin gespannt, wie gut es funktioniert, auch wenn meine Erwartungshaltung an die Flexbilität der Visualisierung nicht sonderlich hoch ist. Da kommen aber auch alle üblichen Verdächtigen nicht wirklich an ein haptisches Board an der Wand oder ein digitales Whiteboard heran. Liegt in der Natur der Technik.

https://www.mathoi.at/2026/09/16/kanban-mit-obsidian-bases/

LEAN

Kaizen und disruptive Innovation | Wir brauchen beides, unerschätzen aber Kaizen …

Ich finde den Artikel von Pascal Dennis insofern spannend, als er zeigt, wie sehr wir die Wirkung von Kaizen als kontinuierliches Streben zum Besseren im evolutionären Sinne unterschätzen. Wir feiern die „disruptiven Helden” der Innovation, die (vermeintlich) etwas Neues schaffen, wie Superhelden. Aber was ist mit der evolutionären Verbesserung? Die kleinen Minischritte mit ihren kaum merklichen Veränderungen sind mindestens genauso wichtig wie die vermeintlich supertollen neuen Ideen, die meist gar nicht so neu sind, sondern oft auf bestehenden Ideen basieren. Nur am Rande bemerkt: Diese feiern zufällig erst jetzt ihren öffentlichkeitswirksamen Durchbruch.

https://blog.leansystems.org/2026/09/kaizen-abracadabra-innovation.html

Reifegradmodelle | Wen sie in die Irre führen

Mir ist über die Lean Knowledge Base eine gelungene Erinnerung daran ins Blickfeld gerückt, dass wir Reifegradmodelle nicht zu sehr überbewerten sollten. Das Besondere daran ist, dass das Reifegradmodell nicht grundsätzlich verteufelt wird, sondern unser Umgang mit ihm im Fokus steht. Zur Erinnerung: Es sind Modelle. Sie stellen eine Referenz dar, die uns dabei hilft, etwas einzuordnen und zu erkennen. Sie sind niemals allein aussagefähig. Es braucht auch immer den Kontext. Ein Reifegradmodell hilft, Widersprüche und mögliche Handlungsfelder zu erkennen – nicht, sie zu verursachen. Gute Reifegradmodelle helfen uns, bessere Fragen zu stellen. Sie sind aber nie Selbstzweck. Es geht nicht darum, um jeden Preis den nächsten Reifegrad zu erreichen (selbst wenn er nicht zum Kontext passt), sondern herauszufinden, wo mögliche Potenziale liegen, die gehoben werden könnten.

https://leanbase.de/publishing/post/warum-reifegradmodelle-organisationen-in-die-irre

Kata | Routinen ohne Weshalb sind inhaltsleer

Persönlich habe ich reflektierte Routinen sehr zu schätzen gelernt. Dass ich das Wort „reflektiert” davorsetze, hat einen guten Grund, wie man sich denken kann. Routinen sind reproduzierbare, bewährte Praktiken im Sinne einer Gewohnheit. Im Lean-Kontext spricht man gerne von Kata. Sie haben einen Zweck und Grund. Aber der Zweck und Grund kann sich im Laufe der Zeit verändern, sodass eine perfekt ausgeführte Routine dennoch „Quatsch” sein kann. Es ist ein leeres Ritual ohne Lerneffekt. Da muss ich mich immer wieder daran erinnern, dass eine Routine – wie jeder andere Standard auch – nichts anderes als eine Arbeitshypothese ist, die so lange gilt, bis sie durch eine bessere abgelöst wird. Ganz abgesehen davon soll eine Routine uns beim Lernen unterstützen. Wird sie zum Selbstzweck, dann wird sie zum stumpfen Schwert ohne Mehrwert. Gerade deshalb ist es wichtig, sich immer wieder zu vergegenwärtigen, weshalb es die Routine gibt. Dann macht die Routine im Sinne einer Kata auch Sinn. In diesem Sinne bin ich voll und ganz bei Götz Müller. Eine perfekte Choreografie, die den Zweck jedoch ausklammert, ist keine Kata im Sinne von Lean.

https://www.geemco.de/artikel/wenn-kata-zur-choreografie-wird

AGILE

Moderation | Wie neutral muss ich als Moderator sein?

Michael Schenkel fragt: „Muss Moderation neutral sein?” Ich formuliere die Frage um: Kann sie überhaupt neutral sein? Unter uns gesagt, kann niemand vollkommen neutral sein. Der Unterschied besteht darin, sich dessen bewusst zu sein. Besser ist es, sich zu fragen, welche Aufgaben die eigene Rolle als Facilitator hat, wie man diese Rolle im jeweiligen Kontext am besten ausfüllt und was dies jeweils bedeutet. Denn ich habe immer auch einen Auftrag, der mich zwingt, in dieser Rolle Entscheidungen zu treffen. Damit bin ich wieder beim Artikel von Michael Schenkel, der das sehr gut herausarbeitet. Das Ganze erinnert mich irgendwie an die hohe Kunst der Gastgeberschaft, bei der ich als „Gastgeber” immer wieder verschiedene „Rollen” und „Positionen” einnehme, um den Raum und den Rahmen zu schaffen, der Austausch ermöglicht. Und das ist die eigentliche Kunst. Ein spannendes Thema.

https://t2informatik.de/blog/wie-neutral-muss-moderation-wirklich-sein/

Scrum | Mehr Besprechungen durch Scrum?

Ein Klassiker. Scrum führt zu mehr Besprechungen. Wirklich? Ja, wenn man es zusätzlich zu bestehenden Besprechungsrunden einführt. Drehen wir doch mal den Spieß um! Was wäre, wenn alles, was wir mühsam in vielen anderen Besprechungen erarbeiten, in effektiv geführten Scrum-Meetings stattfinden würde? Viele Besprechungen wären überflüssig. Kein Scherz. Ich habe das so oft erlebt. Und das gilt sogar dann, wenn die Stimmung ursprünglich gegen Scrum war. Das Problem sind nicht die Scrum-Meetings. Es ist vielmehr die Art und Weise, wie Kommunikation und Austausch gelebt werden, die sich immer wieder als Problem herausgestellt hat. Zu viele Besprechungen sind zu wenig ergebnisfokussiert und zu sehr mit „Selbstdarstellung” gefüllt. Wenn wir den Fokus bei Besprechungen auf das Ergebnis und die Zusammenarbeit richten, werden eben diese oft viel gescholtenen endlosen Runden schlagartig zielführender. Das ist eine spannende Erfahrung, die ich immer wieder mache. Ralph Jocham stößt in ein ähnliches Horn.

https://www.scrum.org/resources/blog/scrums-meetings-are-capped-five-hours-week-something-else-filled-your-calendar

Scrum Master | Sich obsolet machen ist nicht das Ziel

Chee-Hong Hsia trifft einen Nerv. Gute Scrum Master (und vergleichbare Facilitator-Rollen) haben zwar den Anspruch, Menschen zu befähigen, ihre Probleme selbst zu lösen – eine Idee, die übrigens aus dem Lean-Kontext stammt –, aber sie machen sich damit nicht obsolet. Sie schaffen den Rahmen und den Raum, sodass sie sich bei vielen Dingen zurücknehmen können und Teams eigenverantwortlich agieren können. Damit werden sie nicht überflüssig, sondern verschieben ihren Fokus. Den „Führung” braucht es immer. Als Impulsgeber, Motivatoren und Unterstützer. So gewinnen sie den Raum, den sie brauchen, um neue Ideen und Fertigkeiten zu entwickeln. Diese tragen wiederum dazu bei, dass Teams die nächste Entwicklungsstufe erreichen können. Organisationen müssen sich beständig weiterentwickeln. Weil sich ihr Umfeld fortentwickelt. Und dafür braucht es immer wieder jemanden, der dabei begleitet, unterstützt und befähigt.

https://www.scrum.org/resources/blog/hi-scrum-masters-if-your-goal-make-yourself-obsolete-then-youre-doing-it-all-wrong

Roadmap | Kollaborativ zur Roadmap

Ich werde nicht müde, immer wieder zu betonen, dass es für Scrum Master, Agile Coaches und vergleichbare Rollen sehr wertvoll sein kann, bei Bürgerbeteiligungen und Partizipationsprozessen zu hospitieren. Denn dort lernt man viele gute Methoden kennen, die bei der Arbeit mit Gruppen im beruflichen Kontext sehr hilfreich sein können. (Kleine Info: Im Kontext des bürgerschaftlichen Engagements begann übrigens vor fast 20 Jahren meine Reise in die Agilität.) Darunter auch die Methode des Gallery Walks, die Maria Iqbal in ihrem Blogartikel beschreibt. Wir erinnern uns: Es geht um gute Zusammenarbeit. Und genau hierfür sind viele Moderationstechniken aus dem Bereich des bürgerschaftlichen Engagements gedacht. Im Blogartikel wird der Gallery Walk genutzt, um eine realistische IT-Roadmap zu entwickeln.

https://www.scrum.org/resources/blog/gallery-walk-it-roadmap

Customer Journey Map | Eine kleine Anleitung

Wie kommt entwickelt man eigentlich eine Customer Journey Map? Diese Frage beantwortet Lars Richter aus Sicht eines Solopreneurs. Übrigens locker übertragbar auch in andere Bereiche. Die einzigen, die eventuell stolpern könnten, sind die Kollegen im Bereich der öffentlichen Hand. Gerade im hoheitlichen Bereich könnte es schwierig werden, den Kunden zu identfizieren, den der ist nun mal die Allgemeinheit. Mit etwas Transferleistung lässst sich das Ganze aber auch hier adaptieren und trägt zu einem besseren Verständnis bei, wie zum Beispiel Prozesse ausgestaltet werden sollten. Daher bin ich ein großer Freund der Customer Journey – auch über die Produktentwicklung hinaus. Der Blick von rechts nach links (also ausgehend von der Frage, was will ich für wen mit welchem Zweck erreichen) hilft tatsächlich so manchen Knoten auch bei prozessualen Fragen zu lösen. Zugegebenermaßen, man macht es viel zu selten.

https://scamper.blog/customer-journey-map/

Erfolgsgeschichten | Wen Scrum funktioniert

In den letzten Tagen ist mir wieder einmal bewusst geworden, dass wir – zumindest in Deutschland – sehr gut darin sind, das Negative zu sehen und das Positive auszublenden. Dabei wissen wir, wie wichtig positive Narrative für uns sind. Als Motivator, Energiespender und Hoffnungsträger. Natürlich müssen wir auch über das Scheitern reden, aber genauso wichtig ist es, über das zu sprechen, was gut funktioniert. Und uns überrascht hat. Ich war zum Beispiel überrascht, dass Scrum im Kundenservice erfolgreich war – ich hätte hier eher eine Domäne von Kanban vermutet. Aber mal ganz ehrlich: Wenn es funktioniert, ist mir das Framework schnuppe. Gerade in der explorativen Phase eines Veränderungsprozesses kann Scrum sehr gut unterstützend wirken. Diese Erfahrung durfte ich auch schon machen. Im Regelbetrieb wurde dann stärker auf Kanban in Verbindung mit der Verbesserungskata gesetzt. Na, fällt was auf? Genau. Eine methodische Zusammenarbeit statt Gegeneinander, je nach Bedarf und Kontext. Aber zurück zur Geschichte von Felix Stein. Es gibt Hoffnung. 😉

https://www.lean-agility.de/2026/09/agile-success-stories-scrum-im-kundenservice.html

Backlog | Wenn die KI die Anforderungen schreibt, aber das Verständnis fehlt

Ich lese oft über KI im Kontext des Backlog-Refinements. Alles gut. Als Hilfe eingesetzt durch aus sinnvoll. Und doch bleibt ein dickes „Aber“ übrig. Um es mit Mike Cohen auszudrücken: „Eine gut geschriebene Geschichte kann immer noch die falsche Geschichte sein.“ Und genau diese Gefahr besteht, wenn wir uns zu sehr auf die „Maschine“ verlassen. Sein Fazit ist für mich treffend: Der Mensch bestimmt, was den Mehrwert ausmacht und die Maschine hilft uns die Informationen zu „strukturieren“. Das Verstehen, was sich dahinter verbirgt, können wiederum nur die Menschen im gemeinsamen Austausch. Nicht die KI. Die Versuchung ist groß, aber Geschwindigkeit und Menge allein, liefern die Qualität und das Verständnis.

https://www.mountaingoatsoftware.com/agile/ai-can-write-backlog-items-it-cant-create-shared-understanding

LEADERSHIP UND MANAGEMENT

Teamreife entwickeln | Ein Team befähigen ist das Ziel

Vermutlich hört man es bei mir immer wieder heraus: Ich schätze eine Führung, die befähigt und Menschen in die Lage versetzt, Probleme und Hindernisse selbst zu lösen. Behandelt erwachsene Menschen wie erwachsene Menschen und habt Vertrauen in ihr Können. Und dann werdet ihr sehen, wie vieles plötzlich funktioniert. Leider beobachte ich oft genug das Gegenteil und bekomme das auch so zurückgespiegelt. Gefühlt sogar deutlich häufiger als früher. Und das gerade jetzt, in Krisenzeiten, in denen wir dieses Potenzial eigentlich bräuchten. Ich würde mir mehr Führung im Sinne von Dan Rockwells Beitrag wünschen, die es den Teammitgliedern ermöglicht, zu wachsen und sich zu entwickeln. Das ist meiner Meinung nach ein echter Booster.

https://leadershipfreak.blog/2026/09/17/how-to-develop-mature-team-members/

Fähigkeiten entwickeln | An konkreten Fertigkeit arbeiten bringt zum Ziel

Ein weiterer Impuls von Dan Rockwell hat mich positiv überrascht. Wir reden ja gerne davon, Führungskompetenz oder „Leadership“ zu entwickeln. Was wäre, wenn wir dabei viel zu groß denken? Wenn es eigentlich darum geht, einzelne Fähigkeiten zu entwickeln? Fähigkeiten, die zwar zur Führungskompetenz beitragen, aber auch für sich allein schon wertvoll sind. Konkrete Fähigkeiten. Das ist richtig, denn damit sehen wir schneller Wirksamkeit und auch schneller konkrete Ergebnisse. Kleinere Ziele, schnellere Ergebnisse, früheres Feedback. Moment, das klingt ja nach … ups … nach Agilität. Pardon, musste sein. Das ist eigentlich ein offenes Geheimnis. Nur übersehen wir es zu oft. Die Verbesserung der Kommunikation ist ein großes Thema und ich bin mir sicher, dass jeder von uns innerhalb dieses Feldes Stärken und Schwächen hat. Und es ist ein großes Feld. Lieber erst mal kleiner anfangen und es richtig umsetzen, dann steigt auch die Erfolgschance.

https://leadershipfreak.blog/2026/09/16/stop-developing-your-leadership/

Reorganisation | Wenn Reorganisation zum Motivator werden kann

Olaf Hinz widmet sich dem Thema Reorganisation. Ein großes Wort dafür, dass sich jede Organisation eigentlich beständig neu erfinden muss, um sich an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. Wo ich ihm voll zustimme, ist, dass eine gelungene Reorganisation ein Motivationstreiber auf allen Ebenen ist. Das durfte ich selbst schon mehrfach erleben. Mein persönlicher Favorit als Meta-Modell ist die Verbesserungskata, da sie dabei hilft, den Prozess mit Rhythmus, Ziel, Zwischenzielen, Feedbackzyklen und klarem Wirkungsfokus klarer zu machen. Das passt auch ganz gut zu seinen fünf Fragen. Aus meiner Beobachtung ist es wichtig, dass die Antworten auf diese fünf Fragen transparent gemacht werden und immer wieder Teil des Prozesses sind.

https://www.hinz-wirkt.de/lotsenblog/artikel/6842-wenn-reorganisation-gelingt-ist-sie-ein-motivator/

Satire | Führungskräftecodes oder Floskelsprech statt Klarheit

Mit Humor lässt sich auch manches Kritische sagen. In der aktuellen Folge des Agentursatire-Blogs von Buddy Müller schwingen mehr als eindeutig kritische Untertöne in Richtung Führung mit. Meister Konfus war bei der Lektüre sehr erfreut. Phrasendrescherei in der Führung statt Klarheit und Transparenz? Ja, was will man mehr? Mit Blick auf Veränderungen und Reorganisationen ist es genau das, was wir brauchen, damit Veränderungen nicht positiv wirken können. Ganz im Sinne von Meister Konfus gilt es, die Mitarbeiter zu verwirren, Klarheit zu vermeiden und am besten keinerlei Richtung aufzuzeigen.

https://agentursatire.blog/2026/09/18/folge53-fkk/

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Zur Rubrik | Weshalb ich sie für wichtig halte

Vielleicht ein paar Worte zu dieser Rubrik (Politik und Gesellschaft), weil mir der eine oder andere zurückspiegelt hat, dass die Themen dieser Rubrik nicht wirklich zum Rest der Links der Woche passen. Nun, ich bin da gänzlich anderer Meinung. Politik und Gesellschaft – das ist das Meta-System, in dem wir uns bewegen. Dieses Meta-System geht uns alle an. Es spielt direkt in unseren Alltag hinein, privat und beruflich. Für dieses Meta-System tragen wir alle, jeder einzelne von uns, Verantwortung. Und genau deshalb habe ich diese Rubrik auch in die Links der Woche aufgenommen. Man sehe es mir nach, aber es geht uns alle an, was in unserer Gesellschaft passiert. Wir können nicht neutral sein und bleiben. Man sehe mir daher bitte nach, wenn ich diese Rubrik weiterhin als Teil meiner Links der Woche sehe.

Offene Gesellschaft | Eine offene Gesellschaft braucht offene Denkmäler und diese brauchen uns als Zivilgesellschaft

Für mich ist Erinnerungskultur gelebte Verantwortung im Sinne von „Prophylaxe“. Echte Verantwortung bedeutet, dass man sich auf die Spurensuch begibt. Nicht weil man der Schuldige ist, sondern weil man danach strebt die Dinge besser zu machen und für die Zukunft lernt, um Fehler in Zukunft zu vermeiden. Daher sind mir Gedenkstätten und ihr Arbeit extrem wichtig. Übrigens, es gibt nicht nur Gedenkstätten, die den Opfern von Autokratie und Diktatur gedenken, sondern die auch vergessene Demokratiegeschichte wieder lebendig machen. Ein positive Narrativ erzählen. Diese sind gewissen Kreisen ebenso ein Dorn im Auge, wie die Erinnerungsorte für Opfer von Diktatur und Krieg. Und hier sind wir alle gefragt. Hier. Jetzt. Heute. Und gerade deshalb ist ein Angriff auf unsere Denkmäler und Ort der Erinnerung immer auch ein Angriff auf unsere Gesellschaft. Wir haben es in der Hand.

https://www.demokratiegeschichten.de/offene-denkmaeler-offene-gesellschaft/

AfD-Verbot | Verschwinden dann die Wähler der Nicht-Alternative?

Ich mache keinen Hehl daraus. Eine Partei, die so offen rechtsextremistische Thesen verbreitet wie die „Alternative für Deutschland“, gehört verboten. Eine Demokratie darf keine Toleranz gegenüber Intoleranz zeigen, die darauf abzielt, jegliche Toleranz und Freiheit abzuschaffen. Nun könnte man einwenden, dass ein Verbot nicht dazu führt, dass die Wähler verschwinden. Der Volksverpetzer zeigt meines Erachtens sehr genau auf, dass dieses Argument nicht greift. Die „Nicht-Alternative“ erzeugt ihre „Zielgruppe“ selbst. Sie schafft es geschickt, das Narrativ zu bestimmen, für das es in weiten Teilen nicht einmal empirische Belege gibt. Ganz im Gegenteil. Und genau diesen Prozess gilt es zu unterbrechen. Dann haben wir die Möglichkeit, ein Gegennarrativ zu setzen, denn es gibt durchaus Anknüpfungspunkte.

https://volksverpetzer.de/analyse/afd-verbot-waehler-verschwinden/

Ein Kommentar zu „#LINKSDERWOCHE | 37/2026: Produktivität, Lean, Agile, Management und Leadership, Politik und Gesellschaft

  1. @tomsgedankenblog.social Vielen Dank für die Erwähnung! 🥰

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