#LINKSDERWOCHE | 24/2026: Produktivität, Agile, Leadership und Management, Politik und Gesellschaft

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PRODUKTIVITÄT

Homeoffice | Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte

Homeoffice ist Fluch und Segen zugleich. Seit geraumer Zeit habe ich eine Homeoffice-Quote von fast 100 %. Der Tech-Cartoon von Christian Möller trifft das Gefühl, das dabei gelegentlich in mir entsteht, ziemlich gut. Wenn ich dann ein- bis zweimal pro Woche aus dem Homeoffice zu einer Abendveranstaltung verschwinde, stößt das nicht immer auf Gegenliebe bei meiner Familie. Dabei ist das für mich der Schlüssel zum „Überleben“ im Homeoffice. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Videokonferenzen können die persönliche Interaktion nicht ersetzen. Und unter uns: Ich habe schon während der Corona-Pandemie bemerkt, dass mein „Sozialverhalten” unter zu viel „digitaler” Kommunikation leidet. Hiergegen zu steuern ist sehr wichtig.

https://www.cloud-science.de/homeoffice-isolation/

Obsidian | Wie startet man?

Der Artikel von Daniel Schimpke trägt den Titel „Mit Obsidian starten”. Zwei Punkte, die er festhält, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen: Mit einer einfachen Struktur starten. Keinesfalls Notizen aus anderen Programmen importieren. Ersteres kann ich grundsätzlich für jede Form der Ablage empfehlen. Unnötig komplexe Strukturen sind anstrengend, nerven und man verzettelt sich. Bei Letzterem mag es etwas verwundern. Man startet einfach bei Null, komplett sauber, was eine gute Gelegenheit ist, um einmal alles zu entrümpeln, was sich angesammelt hat. Und unter uns: Im Laufe der Zeit sammelt sich unglaublich viel „Zeug” an – gerade digital. Gerade digital.

https://www.kadaschi.de/so-wuerde-ich-heute-nochmal-mit-obsidian-starten/

AGILE

Scrum Master:innen | Mythen, die Scrum Master:innen und Scrum Teams ausbremsen

Obwohl Scrum offenbar als etabliertes Rahmenwerk gilt, das vor allem im Umfeld von Neuentwicklungen zum Einsatz kommt, geistern nach wie vor einige „Mythen” durch die Welt, die sich einfach nicht ausrotten lassen. Und das, obwohl der Scrum-Leitfaden sehr eindeutig ist. Zu diesen Mythen gehören die drei von Stephen Woolston thematisierten Punkte im Hinblick auf Scrum Master:innen. Das Problem dabei ist: Diese Mythen tragen auch wesentlich dazu bei, dass sich Scrum-Teams und Scrum-Master:innen nicht wirklich weiterentwickeln. Unter anderem ist eine Scrum Masterin nicht nur für das Scrum-Team da, sondern immer auch für die Gesamtorganisation. Scrum Master beheben übrigens keine Impediments selbst, sondern sind dafür verantwortlich, dass dies stattfindet, indem sie dabei unterstützen (Eigenverantwortung lässt grüßen). Scrum Master „moderieren” außerdem alle Scrum-Events. Nein, müssen sie nicht. Sie stellen nur sicher, dass sie effektiv und effizient sind. Das ist übrigens ein guter Reifegradindikator für Teams.

https://www.scrum.org/resources/blog/three-scrum-master-myths-could-be-holding-your-scrum-back

Sprintziel | Vorlagen, die dabei helfen, Sprintziele zu formulieren

Meine agile Reise begann im Jahr 2008, das sind immerhin schon 18 Jahre. Und in all den Jahren war es immer wieder eine Herausforderung, Sprintziele zu formulieren. Das hat sich bis heute nicht geändert. Das gilt wohl für jede Form der Hypothesenbildung. Dabei ist die Hypothese das A und O des empirischen Arbeitens. Sie muss nicht immer SMART sein. Es gibt einige andere gute Ansätze wie GUT, AMORE, CLEAR oder PURE. Nur so nebenbei. Sehr hilfreich ist immer der Fokus auf das Ergebnis: Was soll für wen mit welchem Ziel erreicht werden und weshalb – das ist nicht ohne Grund meine Lieblingsfrage. Simon Flossmann hat als dritten Ansatz noch ein Template entwickelt, das sich eignet, wenn die Endnutzer noch nicht wirklich greifbar sind.

https://www.scrum.org/resources/blog/nach-10-jahren-scrum-meine-3-bewahrten-sprintziel-vorlagen-inkl-ki-playbook-zur-abkurzung-des-sprint-plannings

KI und kognitive Schulden | Augen auf und Verstand an, wenn es um KI gibt

Überall hört man, dass die KI alles schneller und effizienter macht. Nun ja, da bin ich etwas skeptischer. Zumindest was die Effizienz betrifft. Schneller sicher. Aber alles hat auch einen Preis. Einen Preis, den wir beim KI-Einsatz in der Entwicklung zahlen, sind beispielsweise „kognitive Schulden” (vermutlich auch „technische Schulden”, wenn die Qualitätssicherung unterschätzt wird, was hier aber nicht Thema ist). Piyush Rahate umreißt das Thema recht gut. Es gilt also auch beim Einsatz von KI: immer Augen auf, Verstand an.

https://www.scrum.org/resources/blog/cognitive-debt-yes-it-very-much-real

Agil-industrieller Komplex | Systemische Auswüchse – hier: Vermittlung externer Scrum Master oder der „billige Jakob“ hat einen Preis

Zu den systemischen Auswüchsen des agil-industriellen Komplexes hat Felix Stein sicherlich einen Punkt getroffen. Dazu gehört auch die Problematik des „billigen Jakob” und der Preisunterbietungswettbewerb bei Personalvermittlungen, der leider oft mit Qualitätseinbußen bei den entsprechenden Kandidaten einhergeht. Ich habe schon Ausschreibungen gesehen, bei denen ich mich gefragt habe, wie sich überhaupt jemand darauf bewirbt, denn die Tagessätze waren und sind alles andere als auskömmlich. Insbesondere, wenn man sich die Anforderungen ansieht, die gestellt werden. Fort- und Weiterbildungen wären also umsonst. Nun ja, das ist der berühmte Preiswettbewerb. Er geht fast immer auf Kosten der Qualität und ist, wie schon gesagt, eine systemische Schwäche.

https://www.lean-agility.de/2024/04/die-vermittlung-externer-scrum-master.html

LEADERSHIP UND MANAGEMENT

Leadership | Kluge Führung weiß, dass sie nichts weiß …

Sokrates soll den Satz „Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.“ gesagt haben. Dieser Satz fasst aus meiner Sicht gut zusammen, was Dan Rockwell in seinem Blogartikel Führungskräften mitgibt, auch wenn er es etwas anders ausdrückt. Seine Empfehlung lautet, sich als Führungskraft „dumm“ zu stellen. Das heißt, nicht Antworten vorzugeben, sondern neugierig Fragen zu stellen, die Menschen anspornen, ihre eigene Kompetenz weiterzuentwickeln, und dabei selbst mitzuwachsen. Das klingt einfach, ist aber manchmal verdammt schwer.

https://leadershipfreak.blog/2026/06/12/smart-leaders-show-up-stupid/

Delegation | Nicht zu delegieren behindert Führung und Geführte

Aufgaben zu delegieren ist kein Thema, dass ausschließlich Führungskräfte im engeren Sinne betrifft, sondern durch aus in vielen verschiedenen Kontexten eine Rolle spielt. Allerdings ist der Bezug im zweiten verlinkten Beitrag von Dan Rockwell doch sehr stark auf Führungskräfte. Interessant ist ja dabei immer wieder, wenn Führungkräfte der Meinung sind Aufgaben nicht delegieren zu können, weil Mitarbeitende vermeintlich noch nicht soweit seien. Das dabei auch Wachstumspotentiale blockiert werden und die Entwicklung von Teams und Mitarbeitenden damit unmöglich gemacht wird, sollte man sich ebenso vor Augen führen, wie die Entlastung die eine sauber Aufgabendelegation erzeugen kann. Ein klar definierter Auftrag mit einem definierten Korridor wirkt oft Wunder und löst so manchen Knoten. Daran scheitert es leider öfter, wenn die Aufgabendelegation nicht funktioniert. Aber genau dies ist die Führungsleistung. An dieser können Führung und Geführte übrigens gemeinsam gut wachsen und lernen.

https://leadershipfreak.blog/2026/06/10/make-the-unready-ready/

Mensch-Maschinen-Schnittstelle | Wenn KI Experten unterstützt statt sich zur Expertin aufzuschwingen

Auf den ersten Blick scheint das Thema von Astrid Kuhlmey nicht unbedingt in die Rubrik „Management und Leadership” zu passen. Auf den zweiten Blick schon. Denn wer entscheidet, ob wir Menschen oder die IT an der Kundenschnittstelle interagieren? Genau, das Management. Das Management. Menschen, die in zweiter und dritter Ordnung denken können, werden sich bestätigt fühlen, wenn Wissen als gespeicherte Information betrachtet wird. Gerade auch dort, wo es um Interaktion mit Menschen geht. Bedauerlicherweise sind es die „Effizienzneurotiker”, die an diesem Punkt nur so weit denken können, wie ihre Praktikanten bzw. die KI ein Klavier werfen kann. Pardon, das musste jetzt einfach sein. Kuhlmey plädiert für eine KI, die Expertinnen und Experten unterstützt, statt sich selbst als Expertin zu sehen. Dieses Plädoyer sollten mehr Entscheider übernehmen. Dann wird hoffentlich auch ein Schuh daraus.

https://t2informatik.de/blog/digital-me-mehr-als-meine-daten/

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Kriminelles vom rechtsextremen Rand | Wo findet man die meisten Straftäter in der Politik? In der AfD

Die Damen und Herren der AfD zeigen gerne mit dem Finger auf andere, vergessen dabei jedoch, dass dabei immer auch vier Finger zurückzeigen. Das ist in einer Partei, in der überdurchschnittlich viele Menschen versammelt sind, die in puncto krimineller Energie den vermeintlichen „Sündenböcken” der blauen Partei in nichts nachstehen, ja sogar deutlich übertreffen, durchaus berechtigt. Wer es nicht glaubt, möge einen Blick in den Blog der Republik werfen. Dort finden sich fast wöchentlich jede Menge Hinweise und Belege, wie beim Artikel „AfD – Kriminelles und Kurioses vom rechtsextremen Rand, Update 47”. Wie die Bezeichnung „Update 47” belegt, gibt es noch viel mehr. Es sind lediglich die aktuell bekannten Meldungen – Achtung – aus einer Woche, die hier zusammengetragen wurden.

https://www.blog-der-republik.de/afd-kriminelles-und-kurioses-vom-rechtsextremen-rand-update-47/

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