#GEDANKENBLITZ | Die Ermahnung der eigenen Unzulänglichkeit

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Ich stolpere täglich über meine eigenen Unzulänglichkeiten. So ärgerlich sie auch sind, so wertvoll sind sie für mich zugleich. Sie erinnern mich daran, dass niemand perfekt ist. Es ist sinnvoll, den „Brotkorb” als „Ziel” hoch zu hängen, sich aber gleichzeitig bewusst zu sein, dass das Verfehlen des Ziels kein Bewertungsmaßstab ist, an dem man Personen messen darf und sollte. Vielmehr sollte man sie daran messen, wie sie mit ihrem „Scheitern” umgehen.

Niemand ist perfekt. Fehler passieren. Irrtümer im Sinne fehlerhafter Annahmen gehören zum Alltag. Im Nachhinein sind wir immer schlauer. Das ist alles kein Problem, wenn wir aktiv Verantwortung übernehmen, reflektieren, lernen und danach streben, die gleichen Fehler nicht zu wiederholen.

Ich schätze daher Menschen sehr, die offen und ehrlich zugeben, dass sie einen Irrtum begangen oder einen Fehler gemacht haben – auch wenn es weh tut, denn wer irrt sich schon gerne oder macht Fehler. Insbesondere dann, wenn sie zeigen, was sie das nächste Mal anders machen würden und es auch umsetzen. Solche Menschen übernehmen Verantwortung und stellen sich nicht nur den Folgen, sondern suchen auch nach den Ursachen. Und die sind erstaunlich oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet. So jemand handelt verantwortungsvoll.

Ich weiß nicht, wie viele Verbesserungen, neue Ideen und neue Impulse nur daraus entstanden sind, dass etwas nicht nach Plan verlaufen ist, die Betroffenen daraus gelernt haben und etwas Besseres entstanden ist. Aber es müssen sehr viel sein.

Sich hinzustellen und zuzugeben, dass man Fehler macht und sich irrt, kostet Überwindung und ist mutig. Aber genau das finde ich unterstützenswert. Gerade in einer Zeit und Welt, in der „Überoptimierung” als trügerischer Schein die vermeintliche Perfektion zum heiligen Gral erklärt.

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