#LINKSDERWOCHE | 31/2026: Produktivität, Lean und Agile

PRODKUTIVITÄT

Überzeugungen | Sie bestimmen unser handeln, daher sollten wir sie bewusst nutzen

Im Volksmund heißt es: „Der Glaube versetzt Berge.” Ich persönlich finde, dass da etwas Positives dran ist. Positiv im Sinne von Glaubenssätzen, die unsere Haltung und somit unser Handeln bestimmen. Ähnlich wie Dan Rockwell denke ich, dass unser „Glaubensbild” bestimmt, wie wir denken, fühlen und wahrnehmen. Daher ist es wichtig, was wir „glauben” und dies auch bewusst zu gestalten. Unsere Überzeugungen bestimmen unser Handeln.

https://leadershipfreak.blog/2026/07/30/the-three-powers-of-belief/

Struktur | Damit sie nicht zum drückenden Korsett wird

Der Begriff „Struktur” klingt oft etwas einschränkend. Wie Ivan Blatter es ausdrückt, fühlt es sich gelegentlich wie ein einschränkendes Korsett an. Eine gute und gesunde Struktur hingegen hilft und unterstützt. Sie engt nicht ein. Daher gilt es, eine Struktur zu entwickeln, die uns hilft und unser Leben erleichtert. Sie muss zu uns passen, damit aus der Struktur kein einschränkendes Korsett wird, sondern ein passendes System. Die Struktur so zu gestalten, dass sie uns unterstützt, ist demnach das „Geheimnis”. Wie das gelingen kann, beschreibt er in seiner Podcastfolge.

https://share.transistor.fm/s/8e29fc05

Selbstregulation | Unter Druck reagieren mit Routinen trainieren

Frank Edelkraut schreibt über Führung unter Druck. Unter Druck geraten wir alle irgendwann einmal. Und Führung ist nicht nur etwas, das Führungskräfte tun. Im Großen und Ganzen geht es darum, sich selbst zu reflektieren und sich selbst zu regulieren. Es geht darum, den eigenen Umgang mit Stress und Situationen mit großem Druck bewusst zu machen, um im Ernstfall souverän reagieren zu können. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus würde ich sagen, dass das eine große Herausforderung ist, die leider – zumindest bei mir – auch tagesformabhängig sein kann. Zum Glück lässt sich Selbstregulation trainieren. Ich habe noch einige Baustellen zu lösen, dass lässt mich hoffen.

https://t2informatik.de/blog/fuehrung-unter-druck-selbstregulation-entscheidet/

LEAN

Spilled Coffee Theory | Was eine verschüttete Tasse Kaffee über eine Organisation aussagt

In den letzten Tagen ist ein interessanter Impuls von Ron Pereira bei mir aufgeschlagen. Er rät dazu, zu beobachten, was passiert, wenn in der Organisation etwas schiefgeht. Gerade bei Kleinigkeiten lässt sich erkennen, welche Lern- und Fehlerkultur vorherrscht. So lassen sich mögliche Verbesserungspotenziale ableiten. Werden Fehler eher unter den Teppich gekehrt oder geht man offen mit ihnen um und forscht nach Ursachen? Okay, so ganz neu ist diese Idee für mich nicht. Ich achte bereits auf solche Dinge, und das nicht zu knapp. Dennoch ist es eine schöne Erinnerung und ein netter Impuls. Außerdem weiß ich jetzt, was die Spilled Coffee Theory ist.

https://blog.gembaacademy.com/2026/07/29/what-spills-out-when-the-pressure-is-on/

AGILE

Product Owner | Mythen rund um die Rolle des POs

Auch nach so vielen Jahren tummeln sich rund um agile Rollen spannende Mythen, die zu Missverständnissen führen. Die bekanntesten Mythen zur Rolle des Product Owners in Scrum hat Simon Flossmann zusammengefasst. Bei einigen davon lässt sich sehr gut nachvollziehen, wie es zu diesen Mythen kommt. Im Grunde sind es Missverständnisse, die es aufzulösen gilt. Irgendeine Daseinsberechtigung braucht man schließlich als Agile Coach 😉

https://www.scrum.org/resources/blog/der-heimliche-feind-jedes-product-owners-5-mythen-die-karrieren-ruinieren

Scrum Master | Scrum Master sind keine Projektleiter

Auch andere agile Rollen wie der Scrum Master haben häufig mit Missverständnissen zu kämpfen. Wie Chee-Hong Hsia schreibt, stößt man häufig auf Stellenausschreibungen, die Projektleiter und Scrum Master gleichsetzen. Das passt leider nicht ganz. Die Aufgaben eines Projektleiters sind auf die verschiedenen Verantwortlichkeiten eines Scrum-Teams verteilt, wobei jede Rolle einen anderen Fokus hat. Der Scrum Master ist für die Produktivität zuständig, der Product Owner für den Geschäftswert und das Scrum-Team trägt die Gesamtverantwortung für das Ergebnis. Alle drei zusammen tragen die Verantwortung für das Gesamtergebnis. Nicht eine Rolle und nicht eine Person allein. Das war und ist bei Scrum eine bewusste Entscheidung.

https://www.scrum.org/resources/blog/project-manager-isnt-dead-it-was-disassembled-purpose

Agiles Schätzen | Fluch und Segen

Schätzen ist im agilen Kontext – nicht nur aus meiner Sicht – ein zweischneidiges Schwert, weil es zwar sinnvoll, aber auch gefährlich ist, wie Thomas Schissler schreibt. Dem kann ich nur zustimmen. Ich sehe im agilen Schätzen ein Feedback-Werkzeug, um den Größenzuschnitt einer Anforderung zu ermitteln. Ansonsten ist und bleibt eine Schätzung eine Wette mit hoher Unsicherheit. Es ist hilfreich für die Diskussion im Hinblick auf ein gemeinsames Verständnis und auch für die Priorisierung. Es ist jedoch schwierig bis gefährlich, wenn es um Lieferzusagen und Budgets geht. Wie Schissler so schön schreibt, kommt es darauf an, wie man das Werkzeug nutzt. So ist es auch beim agilen Schätzen.

https://www.scrum.org/resources/blog/warum-aufwandsschatzungen-der-softwareentwicklung-gleichzeitig-sinnvoll-und-gefahrlich-sind

Agile Initativen | Weshalb sie scheitern und wie es besser geht

Hui, mal wieder etwas zum Thema agile Initiativen. Und das von keinem Geringeren als Mike Cohen. Ein agiles Urgestein. Das von ihm beschriebene Problem kommt mir doch sehr bekannt vor. Der Artikel ist sehr umfangreich. Er beschreibt typische Probleme und ihre Ursachen, die im Zusammenhang mit agilen Initiativen gerne auftreten, und zeigt Auswege auf. Zentral im Fokus steht, dass agile Initiativen kein Selbstzweck sind. Sie sollen ein Problem lösen. Die agile Herangehensweise soll dabei helfen, ist aber selbst nicht die Lösung. Sie ist das Hilfsmittel. Ich glaube, allein in dieser Erkenntnis liegt bereits der Schlüssel für den Erfolg oder Misserfolg einer agilen Initiative.

https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/leading-agile-initiatives

Priorisierung | Die Herausforderung der Backlog-Priorisieriung objektiv meistern

Es mangelt nicht an Priorisierungsmethoden. Die meisten davon sind wirklich gut. Keine Frage. Nur ist die Realität oft komplizierter und schwieriger als die methodischen Modelle. Das ist eine Herausforderung, die uns allen bekannt ist. Beim Reinhören in die Podcastfolge der Produktwerker habe ich daher viele Herausforderungen aus der Praxis wiedererkannt. Mit einer harten methodischen Vorgehensweise allein kommt man leider nicht weit, denn es gibt verschiedene Perspektiven, die berücksichtigt werden wollen.

https://produktwerker.de/wie-kann-ich-als-product-owner-objektiv-priorisieren/

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