#GEDANKENBLITZ | Mehr Quantität bedeutet nicht mehr Ergebnisqualität, sondern am Ende das Gegenteil

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Wir erleben eine zunehmende Verdichtung der Arbeitsqualität, doch Politik und Wirtschaft schreien nach längeren Wochenarbeitszeiten, als gäbe es die Erkenntnisse aus der Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitsforschung nicht. Als würde mehr Quantität automatisch zu mehr Produktivität führen. Tut es aber nicht!

Nein, nicht jeder ist so „wichtig“, dass er oder sie einen Teil der Arbeitszeit als Netzwerken auf dem Golfplatz verkaufen kann. Die breite Masse der Arbeitnehmenden hat diese Möglichkeit nicht. Sie wird mit einer qualitativen Arbeitsverdichtung konfrontiert, in der Routinearbeiten zunehmend von technischen Lösungen ausgeführt werden und am Ende nur noch Arbeit übrig bleibt, die Phasen hoher Konzentration erfordert. Das funktioniert aber nicht acht Stunden und mehr am Tag, schon gar nicht am Stück. Das aber wäre die Schlussfolgerung, wenn wir an der Quantität der Arbeitszeit schrauben.

Am Ende wird genau das teuer – dann, wenn die Mitarbeiterloyalität sinkt und die Krankenstände steigen, weil Menschen ausbrennen. Sinken die Arbeitskosten dadurch? Nein, sie steigen. Durch Ausfälle, durch Qualitätseinbrüche uvm. Das alles ist bekannt. Aus der Forschung. Und wird derart eklatant von „Effizienzneurotikern“ ignoriert, die ausschließlich auf ein paar Finanzkennzahlen starren, ohne auch nur im Geringsten im System zweiter oder dritter Ordnung zu denken.

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