#LINKSDERWOCHE 40/2024: Produktivität, Agile, Leadership und Management

PRODUKTIVITÄT

Obsidian | Tipps für die Suche

Ich habe Obsidian auf meinem privaten Rechner installiert und verwende es derzeit für private Zwecke. Leider darf ich Obsidian auf dem zur Verfügung gestellten Device im aktuellen Projekt nicht verwenden. Das ist schade, da ich es als Notizprogramm mit seinen Möglichkeiten sehr schätze. Gerade die Suchfunktion, die weiter unten von Thomas Mathoi näher beschrieben wird, hat mich sehr positiv überrascht.

https://www.mathoi.at/2024/10/04/die-suchfunktion-in-obsidian-produktiv-nutzen/

Effektive Gewohnheiten | Wie wir andere inspireren, begeistern und in ihrer Entwicklung unterstützen können

Dan Rockwell bezieht sich in seinen Blogbeiträgen zwar immer auf das Thema Leadership, aber viele Aspekte, die er anspricht, lassen sich auch im Kontext von „formeller Führung“ adaptieren und nutzbar machen. Mir ist schon vor langer Zeit aufgefallen, dass es immer wieder Menschen gibt, die ohne formelle Autorisierung eine Führungsrolle übernehmen. Kraft ihrer Ideen, ihrer Erfahrung, ihres Wissens und Könnens übernehmen sie die Führung und schaffen damit Rahmen und Raum für ihre Kolleg:innen – ganz im Sinne von Servant Leaders. Also durchaus interessant für alle, die neue Kolleg:innen einarbeiten, sich um Auszubildende kümmern oder einfach wegen ihrer besonnenen Art und ihres Könnens als Führungskraft geschätzt werden.

https://leadershipfreak.blog/2024/09/27/the-5-habits-of-highly-effective-servant-leaders/

Schmerz des Scheiterns überwinden | Der Schmerz des vermeintlichen Scheiterns als Erkenntnistreiber

Auf die Nase fallen und sich eine blutige Nase holen ist verdammt schmerzhaft. Vom „Feiern des Scheiterns“ halte ich nichts. Genauso nervt es mich, wenn ich auf Business-Plattformen immer wieder auf geschönte Erfolgsgeschichten stoße, bei denen sich die „Erzähler“ selbst auf die Schulter klopfen. Die Wahrheit ist, dass wir regelmäßig stolpern und auf die Nase fallen, bevor wir wirklich einen „Erfolg“ verbuchen können. Das liegt in der Natur komplexer Probleme. Eigentlich eine Binsenweisheit. Nur verkauft er sich schlecht. Und wenn ich so zurückblicke, war mehr als einmal das vermeintliche Scheitern mit all dem Schmerz, den es in dem Moment für mich bedeutete, der Moment, in dem ich aus meinen Denkmustern ausbrechen konnte. Mit solchen Situationen umzugehen, das habe ich gelernt, ist eine Herausforderung, die in diesem Moment viel Kraft kostet. Auch wenn es für Außenstehende oder für einen selbst mit zeitlichem Abstand nicht so aussehen mag. Hier nimmt Dan Rockwell sozusagen den Ball auf und bietet Hilfe an. Vieles von dem, was er hier beschreibt, würde ich bestätigen, wohl wissend, dass es in der jeweiligen aktuellen Situation trotzdem nicht einfach ist. Irgendwo habe ich mal gelernt (die Quelle habe ich leider nicht mehr): Traue niemandem, der noch nie einen Fehler gemacht hat.

https://leadershipfreak.blog/2024/10/02/painful-experiences-the-key-to-your-future/

Wirklich wichtig | Die Frage, die Richtung gibt

Anna Koschinski hat in diesen Tagen wieder einmal etwas bei mir ausgelöst, indem sie über Erkenntnisse schreibt, die sie selbst hat. Das ist einer der Gründe, warum ich ihre Blogeinträge so gerne lese. Die Frage ist, wie sie am Ende so schön sagt, was ist wirklich wichtig? Klar, das ist sicher für jeden Menschen etwas anders. Aber ich wage die These, dass die wenigsten Menschen wirklich wissen, was ihnen wirklich wichtig ist. Wir jagen zu viel und zu oft dem vermeintlich schnellen Ruhm und der Ehre hinterher, d.h. wir fahren effizient in die falsche Richtung. Was wirklich wichtig ist, das sollte unser persönlicher wahrer Nordstern, unser Kompass im Leben sein. Fazit nach der Lektüre für mich: noch einmal Kurs setzen, korrigieren und alles Unwichtige als unnötigen Ballast abwerfen 😉

https://anna-livia.de/kleine-schritte/

AGILE

Agile Grundsätze | Wozu Agilität statt methodischer Fetischismus

Offensichtlich bin ich nicht der Einzige, der feststellt, dass wir uns wieder darauf besinnen müssen, worum es eigentlich geht, wenn wir über Agilität sprechen. Die methodischen Debatten über das richtige Framework und die richtige Zertifizierung haben uns in eine Sackgasse geführt, weil wir das „Warum und Wozu“ für wen und mit welchem Ziel aus den Augen verloren haben. Ich lese gerade ein Buch – Der Rabbi hat immer Recht: Die Kunst, Probleme zu lösen von Nilton Bonder, Carl-Auer-Verlag, 2013 – und eine der Erkenntnisse, die ich daraus mitnehme, ist, wie wichtig es ist, unsere „Suche nach Wissen“ in einer „Referenz“ zu verankern. An dieser Stelle hatte ich für einen kurzen Moment die agile Community vor Augen. Die Rückbesinnung auf die Grundprinzipien der Agilität, wie sie Stephan Wolpers beschreibt, kann ein Baustein sein. Ein anderer ist und bleibt für mich die Frage: „Was wollen wir eigentlich zu welchem Zweck erreichen? Das gilt auch oder gerade in der Diskussion um das richtige Framework. Der Beitrag von Stephan Wolpers liegt in einer deutschen und einer englischen Fassung vor:

deutschsprachige Version: https://www.scrum.org/resources/blog/agile-primitives-agilitat-jenseits-von-frameworks

englischsprachige Version: https://www.scrum.org/resources/blog/agile-primitives

Agilität ist kein Selbstzweck | Das Wozu hinter den agilen Methoden als Kompass

Passend zu Stephan Wolpers ist die folgende Podcast-Episode aus dem No Agile Bullshit Podcast. Auch hier geht es um den Kern dessen, was wir unter Agilität verstehen. Wozu und mit welchem Ziel machen wir das Ganze? Das sollte die Kernfrage sein, die uns als Kompass dient – auch oder gerade wenn wir uns auf agile Frameworks eingeschossen haben. Noch einmal zusammengefasst: Was wollen wir für wen und zu welchem Zweck damit erreichen? Wozu wollen wir agiler werden, denn Agilität ist ein Selbstzweck? Weshalb wollen wir mit einem agilen Framework arbeiten? Genau diese Frage, es mag abgedroschen klingen, müssen wir uns immer wieder stellen, damit die agile Methodik nicht zum Selbstzweck verkommt.

https://no-bullshit-agile.de/nba34-agil-sein-durch-feedback-und-anpassung-nicht-durch-starre-prozesse.html

Definition of Done | Was ist sie und wer legt sie fest?

Es ist immer wieder spannend, wie eine Definition of Done zur Herausforderung werden kann. Vor allem in skalierten Umgebungen. Es gibt zwei Extreme, die zu großen Problemen führen können. Variante 1: Jedes Team hat seine komplett eigene DoD. Hier kann es schnell zu Missverständnissen in der teamübergreifenden Zusammenarbeit kommen. Variante 2, das zweite Extrem, ist das genaue Gegenteil: Es wird stur eine einheitliche DoD detailliert und allen Teams exakt vorgegeben, so dass kein Spielraum für sinnvolle Anpassungen möglich ist. Agil sieht anders aus. Es ist übrigens kein Problem, dass wir das nur im agilen Kontext beobachten können. Es erinnert mich ein wenig an zentralistisch-unitarische versus dezentral-föderale Systeme. Ich werde das hier nicht weiter vertiefen, versprochen 😉 Also zurück zum Blogartikel, den ich hier verlinke. Mary Iqbal, regelmäßiger Gast in den Links der Woche, beschreibt hier kurz, was eine DoD ist und wozu sie dient, um die Frage zu klären, wer die DoD letztendlich definiert.

https://www.scrum.org/resources/blog/who-creates-definition-done

Agile Coach | Für die Selbsreflexion: 5 Fallen, in die wir sehr schnell treten können

Auch wenn mir noch kein besserer Begriff für Agile Coach untergekommen ist und ich auch selbst nicht die Weisheit zu besitzen scheine, einen besseren Begriff zu finden, gewinne ich immer öfter den Eindruck, dass gerade in der Bezeichnung Agile Coach viele Missverständnisse liegen, die selbst „erfahrene“ Agile Coaches zu „Denkfehlern“ verleiten. Denkfehler, die Rob Galen kurz und prägnant sehr schön zusammengefasst hat und vor denen selbst hochreflektierte Zeitgenoss:innen nicht gefeit sind. Für mich wieder ein schöner Anlass, mich selbst zu hinterfragen, denn auch ich bin schließlich unter dem Label „Agile Coach“ unterwegs, auch wenn ich mich hin und wieder gerne als „Organisationsscout“ bezeichne, der als Kundschafter Organisationen und ihren Mitgliedern hilft, einen gangbaren Weg zu finden.

https://bobgalen.substack.com/p/5-biggest-traps-for-agile-coaches

LEADERSHIP UND MANAGEMENT

Führung und Kommunikation | Stärkung der Eigenverantwortung durch Führungskommuniaktion

Ich bin der Meinung, dass man erwachsenen Menschen mit guter Ausbildung und Erfahrung nicht erklären muss, wie sie etwas zu tun haben. Mikromanagement ist mir deshalb ein Gräuel. Mein Credo: Es braucht ein klares Ziel bzw. einen klaren Auftrag mit einem abgesteckten Kompetenz- und Handlungsrahmen, ein klares Verständnis „was für wen mit welchem Ziel“ erreicht werden soll und Vertrauen darauf, dass die Profis wissen, was sie tun. Ähnlich ist der Ansatz, den Dan Rockwell hier empfiehlt, der auf die Stärkung der Eigenverantwortung setzt. Kommunikation spielt dabei eine zentrale Rolle. Er gibt dazu einige hilfreiche Fragen, die “ Führungskommunikation“ in diesem Sinne beantworten sollte:

https://leadershipfreak.blog/2024/10/03/communicate-with-power-with-9-questions/

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