Produktivität
Werkzeug-Tipp | Videobearbeitung mit Losslesscut
Eigentlich ein Werkzeug-Tipp für Videofans. Nicht so mein Ding. Aber man weiß ja nie, was man im Notfall mal braucht. Deshalb gebe ich den Tipp aus dem Blog von Herbert Hertramph gerne weiter. Sein Blog ist sowieso spannend für alle, die ein Faible für digitale Tools haben, denn dort habe ich in der Vergangenheit schon so manchen guten Tipp gefunden. Hier stellt er das Videobearbeitungswerkzeug Losslesscut vor.
https://digital-cleaning.de/index.php/losslesscut-blitzschnell-videos-bearbeiten-win-mac-linux/
Werkzeug-Tipp | MS OneNotes mit MS Loops
Ich gebe es zu – so richtig warm geworden bin ich mit OneNotes noch nicht. Das könnte sich vielleicht ändern, denn mit der Integration der Loop-Komponenten wird das Ganze doch etwas interessanter. Wie das Zusammenspiel aussehen könnte, beschreibt Sigrid Hess hier in einem Blogbeitrag auf Basis der neuesten Features. Ich werde auf jeden Fall weiter beobachten, wohin die Reise geht.
https://www.teamworkblog.de/2024/08/ganz-neu-loop-komponenten-in-onenote.html
Ausmisten des Terminkalender | Radikal Termine auf den Prüfstand stellen
Wow, was für ein radikaler Ansatz, den Martin Gaedt hier vorschlägt. Sehr radikal. Oder nicht? Eigentlich nicht. Termine regelmäßig auf den Prüfstand stellen und hinterfragen, ob sie wirklich notwendig sind. Meine These: Ein großer Teil der Termine, zu denen wir verdonnert werden, könnte locker eine E-Mail oder eine Chat-Nachricht sein. Ein anderer Teil könnte deutlich kürzer sein oder sogar in reguläre Termine integriert werden. Nehmen wir ein schönes Beispiel: Scrum kennt nur wenige Regelmeetings und trotzdem erlebe ich immer wieder Teams, die mit zusätzlichen Terminen überschwemmt werden. Termine, die in Daily, Review, Planning und Refinement integriert werden könnten. Sie werden zusätzlich gemacht. Oder es werden OKRs eingeführt. Anstatt die OKR-Meetings in bestehende Regelbesprechungen zu integrieren, werden zusätzliche Regelbesprechungen eingeführt. Und das, obwohl der Teilnehmerkreis nahezu identisch ist. Wen wundert’s, wenn sich alle beschweren, dass sie nicht zum Arbeiten kommen? Lean und agil geht anders. Zeit für mehr 5S im Kopf und weniger Muda 😉
https://martingaedt.de/den-terminkalender-loeschen-und-3-stille-stunden-pro-tag-starten/
Lean
Gesunde Arbeit | Ein Beispiel, wie die Vermeidung von Muda entlastet und gleichzeitig die Arbeitsergebnisse verbessert
Ob Martin Gaedt dabei an die Vermeidung von Muda gedacht hat? Ich weiß es leider nicht. Es würde passen. Zumindest in der Lesart von Monozukuri, die ich kennen und schätzen gelernt habe. Denn es geht nicht nur darum, möglichst viel aus den vorhandenen Ressourcen herauszuholen, sondern auch darum, die Arbeit so zu gestalten, dass diejenigen, die die wertschöpfende Arbeit verrichten, diese auch „entspannt“ verrichten können. Hier zeigt Martin, dass der Ansatz durchaus wirtschaftlich interessant sein kann, auch wenn man erst einmal in Vorleistung geht. Entlastung schaffen, indem unnötige Arbeit aufgespürt und reduziert wird. Jeder, der in dem einen oder anderen großen Unternehmen unterwegs ist, kennt viele Geschichten von überbordenden Prozessen, die immer weiter aufgebläht werden, statt zu verschlanken. Statt Prozesse an den Bedürfnissen der Beteiligten und dem gewünschten Ergebnis auszurichten, bestimmen oft genug Tools und das Eigeninteresse der Bürokratie, wie wir Prozesse gestalten. Der Preis: deutlich mehr Muda als nötig. Regelmäßiges Überprüfen, kritisches Hinterfragen hilft enorm.
https://martingaedt.de/wie-entlastung-die-arbeit-verbessert/
Obeya | 10 praktische Tipps
Ich bin ein Freund von Obeya geworden. Obeya ist die Visualisierung aller entscheidungsrelevanten Informationen in einem großen Raum, verbunden mit regelmäßigen, in einem festen Rhythmus stattfindenden Austausch- und Diskussionsrunden. Im Lean-Kontext ist dieser Ansatz bereits weit verbreitet, in der agilen Welt würde er sich anbieten, ist aber erstaunlicherweise noch sehr wenig anzutreffen. Schade, denn ich glaube, dass mit Obeya die Brücke zwischen den Flughöhen geschlagen werden kann und die Kommunikationsdefizite, die in der Praxis häufig genau hier zu finden sind, überwunden werden können. James Morgan hat 10 praktische Lehren aus seiner Erfahrung mit Obeya gezogen, die sicher für den einen oder anderen interessant sind. Außerdem gibt es einen Design Brief rund um Obeya, der gegen Angabe der E-Mail-Adresse heruntergeladen werden kann und einige nützliche Informationen enthält.
https://www.lean.org/the-lean-post/articles/obeya-management/
Agile
Größenzuschnitt von PBIs | Wenn User Stories zu groß geschnitten sind
Eine Herausforderung, der ich bisher in fast jedem Scrum-Team begegnet bin, ist – neben unzureichend formulierten Product Backlog Items – der Zuschnitt der User Stories. Klingt ziemlich trivial. In der Theorie. In der Praxis ist es aber gar nicht so einfach. Beides braucht Übung. Auch als Team. Es gibt Faktoren, die das beeinflussen. Und nicht immer ist es mangelnde Einsicht im Team. Eine Beobachtung, die ich immer wieder mache: Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ein allzu menschlicher Effekt. Und nein, es ist nicht damit getan, dass ich als Scrum Master mal schnell eingreife. Oft ist echte Überzeugungsarbeit gefragt. Nicht über einen Sprint, sondern über mehrere Sprints und immer wieder beharrliches Arbeiten an den Ursachen, die nicht immer offensichtlich sind. Das wird auch im Blogbeitrag von Simon Flossmann deutlich, der hier der Frage nachgeht, warum „User Stories“ (PBIs müssen nicht immer als User Story formuliert werden) immer wieder zu groß für einen Sprint sind.
Burnout | Wenn Scrum Master/Agile Coaches auszubrennen drohen (leider kein Wunderrezept)
Es ist kein Geheimnis, dass agile Coaches oder Scrum Master in ihrem Wunsch, die Welt auf den Kopf zu stellen, sich aufreiben und ausbrennen. Die vermeintliche Ohnmacht, die mit der fehlenden formalen Durchsetzungsmacht einhergeht und die Tatsache, dass sich Strukturen nicht einfach so ändern lassen, dürfte ein Faktor sein. Und ja, das habe ich selbst oft erlebt. Übrigens auch als Teil der Hierarchie mit entsprechenden Befugnissen. Man braucht Geduld und ich erinnere mich immer wieder an eine Aussage von Taiichi Ohno, dass er über 10 Jahre gebraucht hat, um seine Ideen von Kanban in der Organisation zu verankern. Barry Overeem verweist aus guten Gründen auf den ethischen Verhaltenskodex für Agile Coaches, der durchaus hilfreich ist und bringt als Werkzeug zur Überwindung der „vermeintlichen“ Hilflosigkeit die Liberating Structures mit. Beides spannende Impulse.
https://medium.com/the-liberators/are-agile-coaches-burning-out-06d5af2e4e1a
Org-Toplogies | Deutschsprachige Einführung
Zu den Org-Topologies gibt es jetzt eine deutschsprachige Einführung. Ich in zwar, was die Org-Topologies betrifft der Meinung, dass es nicht der große revolutionäre Wurf ist, wie in manche Mitmenschen darstellen. Auch hier wird nur mit Wasser gekocht und die zugrundelegende Idee ist keineswegs so neu, wie es scheint. Dennoch ist es einen Blick wert, um den Werkzeugkoffer um ein sinnvolles Analysewerkzeug zu erweitern.
https://www.orgtopologies.com/post/einf%C3%BChrung-in-org-topologies
Scrum Daily | Wie man am Daily erkennt, wie es um das Team steht
Volle Zustimmung beim Thema der aktuellen Podcastfolge des #NoBullshitAgile: Am Daily kann man gut ablesen, wie es um das Team steht. Daher beobachte ich zu Beginn gerne, wie das Daily verläuft und ob ein Team das Daily auch ganz ohne Scrum Master:in meistert. Sprechen sie aktiv über neue Erkenntnisse, stellen Verständnisfragen und bieten sich gegenseitig Hilfe an? Werfen sie sich gegenseitig die Bälle zu, fokussieren sie sich auf das Ziel und wie sie Aufgaben erledigen?