#LINKSDERWOCHE | 22/2024: Produktivität, Lean und Agile

PRODUKTIVITIÄT

Business Journal | Notizbuch führen im „Arbeitskontext“

Jan Fischbach gibt im folgenden Artikel einen Einblick in seine Notizorganisation, die einige interessante Elemente enthält. Sein System ist relativ simpel und folgt einer einfachen Struktur mit wenigen Routinen. Ich halte es für sehr effektiv, auch weil ich in Teilen ähnlich arbeite und daher aus eigener Erfahrung weiß, dass es gut funktioniert. Ich nehme einige Anregungen für die Weiterentwicklung meines persönlichen Systems mit und kann daher eine Leseempfehlung aussprechen. Das Führen des Tagebuchs ist eine gute Reflexionshilfe für den Alltag und sehr hilfreich.

https://www.teamworkblog.de/2024/05/eine-einfache-anleitung-zum-fuhren.html

Gefüllte Terminkalender | Das „Märchen der Geschäftigkeit“

Das Hetzen von einer Sitzung zur nächsten ist etwas, was ich als sehr störend empfinde. Das ständige Hin- und Herspringen zwischen verschiedenen Kontexten ist weder effektiv noch effizient, das wissen wir. Aber genau das erlebe ich immer wieder in Form von überfüllten Terminen. Mit anderen Worten: Der Tag ist voll statt erfüllt. Eine Erkenntnis, die Marcus Raitner in seinem lesenswerten Blogbeitrag mit der Empfehlung abrundet, für jeden Termin, den man bucht, einen weiteren mit sich selbst von gleicher Länge zu vereinbaren. So bleibt genügend Zeit zum Nachdenken und zum Sortieren der Gedanken, anstatt von einem Kontext in den nächsten zu springen.

https://raitner.de/2024/05/erfuellt-statt-gefuellt/

Obsidian | Zitate sammeln

Mit Obisidian kann man auch sehr gut Zitate sammeln und verwalten. Das Ganze sogar ohne Extensions, nur mit den Mitteln des Boards. Ich verwende dazu #Hashtags für das Thema und markiere diese mit , wobei ich die jeweiligen Zitate entweder in der Tagesnotiz oder in der spezifischen Notiz belasse. Durch die thematische Verschlagwortung ergibt sich in Obisidian eine gute „Verlinkung“ aller Notizen zu einem Thema, über die ich auch schnell Zusammenhänge erkennen kann. Das kann man natürlich noch verfeinern, so wie es Thomas Mathoi macht. Das ist auch ein Impuls, den ich aufgreifen könnte.

https://www.mathoi.at/2024/05/29/zitate-sammeln-mit-obsidian/

LEAN

Handwerkunst | Ohne echten „Handwerkskunst“ kein Lean (und erst recht kein Agile)

Der Blogbeitrag von Steve Shoemaker bezieht sich zwar auf produzierende Unternehmen, lässt sich aber – meiner Meinung nach – auf fast alle Bereiche übertragen. Nur wenn ich mein Handwerk (das, was ich tue) wirklich beherrsche, kann ich Dinge wirklich weiterentwickeln, verbessern und auf die nächste Stufe heben. In unserer modernen, ich nenne sie fast schon effizienzneurotischen Arbeitswelt wird genau diese Erkenntnis allzu oft vergessen. Echtes Handwerk ist nichts, was man kurzfristig optimieren kann, sondern etwas, das langfristig und damit nachhaltig auf eine Organisation wirkt. Darauf sollten wir uns wieder mehr besinnen.

https://www.lean.org/the-lean-post/articles/craftsmanship-the-lost-art-in-product-development/

AGILE

Product Owner | Gestalter oder Verwalter?

Dieser Tage bin ich wieder einmal über einen schönen Beitrag von Barry Overeem von The Liberators gestolpert, der sich mit der Rolle des Product Owners beschäftigt. Was bedeutet es eigentlich, Product Owner im Sinne von Scrum zu sein? Bin ich in dieser Rolle nur der „Oberkellner“, der die Bestellung entgegennimmt oder bin ich der aktive Gestalter des Menüs? Die Rolle des Product Owners in Scrum ist die eines aktiven Gestalters und nicht die eines passiven Verwalters.

https://medium.com/the-liberators/is-the-product-owner-an-order-maker-or-order-taker-ef2e6ad7fd17

Rollen in Scrum | Weshalb man die Rollen Scrum Master und Product Owner nicht in einer Person vereinen sollte

Scrum unterscheidet aus gutem Grund drei Rollen: Scrum Master, Product Owner, Team. Man kann sich fragen, ob es sinnvoll ist, die beiden Rollen Scrum Master und Product Owner in einer Person zu vereinen. Das mag im Einzelfall funktionieren. Ich persönlich würde davon abraten. Und viele andere auch. Nicht weil wir um unseren Job fürchten, sondern weil es einfach gute Gründe dafür gibt. Gründe, die Stefan Wolpers im Folgenden gut darlegt:

https://www.scrum.org/resources/blog/product-owner-and-scrum-master-combined-one-individual

Karrierepfade für Scrum Master | Es muss nicht immer Agile Coach sein

Da ich den Weg in die Beratung gegangen bin, um meinen Traum vom agilen Arbeiten zu verwirklichen, lag der Entwicklungsweg „Agile Coach“ für mich relativ nahe. Es hätte auch anders kommen können, wenn die Rahmenbedingungen etwas anders gewesen wären. Wenn man bedenkt, dass der Scrum Master sein Vorbild im Vorarbeiter bei Totoyta gefunden hat, wird wohl klar, worauf Simon Flossmann hinaus will. Gute Scrum Master sind Leader. Und es ist gar nicht so abwegig, als Scrum Master einen solchen Karriereweg einzuschlagen.

https://www.scrum.org/resources/blog/karriere-als-scrum-master-eine-alternative-zum-agile-coach

OKR | Wann sollte man die Finger weglassen?

Der Hype um OKR ist für mich persönlich sehr ambivalent. Einerseits bin ich der Meinung, dass eine Organisation, bevor sie OKR einführt, erst einmal auf einer soliden operativen Basis stehen sollte und andererseits erschreckt mich bei vielen OKR-Implementierungen der zusätzliche Wasserkopf, der aufgebaut wird, anstatt OKR in bestehende Strukturen zu implementieren. Das zweite ist ein anderes Thema, das nicht im Fokus des Beitrags von Felipe Andrade steht. Er konzentriert sich auf die Frage, wann OKR für eine Organisation nicht empfehlenswert ist. Seine drei Punkte sind wenig überraschend: Top-Down-Hierarchie, fehlendes „Know-how“ im Umgang mit sinnvollen Metriken, Output- statt Outcome-Fokus. Hier geht es zum Artikel.

https://www.scrum.org/resources/blog/3-signs-your-company-should-avoid-okrs

Refinement Meeting | Struktur und Transparenz erzeugen, damit das Refinement effektiv wird

Oliver Boeff hat einen Gedanken zum Thema Refinement-Meetings geschrieben, den ich sehr interessant finde: Lean Coffee als Strukturhilfe. Ich bin ein großer Fan dieses Formats und wende es gerne und oft an. Es ist einfach umzusetzen, bietet eine Struktur, die es ermöglicht, Ideen und Lösungen zu diskutieren, ohne dass die Diskussion ausufert, und wenn man das noch mit dem gemeinsamen Erinnern an die Produktvision als Ritual verbindet, hilft es sicherlich, einen guten Rahmen zu schaffen.

https://boeffi.net/blog/refinement-meetings-transparenz-und-struktur/

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