#LINKSDERWOCHE | 25/2023: Produktivität, Agile, Management und Leadership

PRODUKTIVITÄT

Weshalb tun wir uns schwer, Probleme zu lösen?

Hand aufs Herz, wie leicht fällt es Euch Probleme zu lösen? Es dürfte uns fast allen schwerfallen. Besonders „Upstream-Denken“ ist etwas, dass wenig verbreitet ist. Die Gründe sind vielfältig. Zu einen sind die meisten von uns vom Tagesgeschäft so getrieben, dass zum Innehalten und wirklich tiefer gehenden Nachdenken über Problemursachen keine Zeit bleibt. Wir reagieren, indem wir die Symptome behandeln. Zum anderen haben wir es oft – wie es Edgar Rodehack – schreibt, nicht wirklich gelernt und eingeübt. Das müssen wir ändern, wenn wir die Herausforderungen von heute UND morgen vernünftig lösen wollen.

https://www.teamworkblog.de/2023/06/warum-tun-wir-uns-so-schwer-probleme-zu.html

E-Mails im Urlaub | Über den Umgang mit dem E-Mail-Postfach im verdienten Erholungsurlaub

Unter uns: 80 % und mehr, was im elektronischen Postfach landet, ist meist weder dringend noch wirklich wichtig. Das Problem ist die schiere Masse, die dort hereinflattert und sich am Ende eines zweiwöchigen Urlaubes zu einem gigantischen Berg auftürmt, den man – kaum ist man erholt aus dem Urlaub zurück – erst mal mühevoll und in stundenlanger Qual sortieren muss. Wenn ich lustig bin, schaue ich ab und an zwischendurch rein und sortiere mein Postfach etwas vor, damit mich nicht der Schlag trifft. Ansonsten rühre ich mich selten. Urlaub ist Urlaub und zur Erholung da. Mit dieser Strategie habe ich mich fast in der Podcastfolge von Ivan Blatter wiedergefunden. Allerdings habe ich auch ein paar neue Ideen mitgenommen. Der Sommerurlaub steht bald bevor – idealer Zeitpunkt, es auszuprobieren 😉

https://ivanblatter.com/podcast/e-mails-urlaub/

Motivation | Weshalb es sinnvoll sein kann, erst unangenehme Themen zu lösen

Interessanter Gedanke, den J. D. Meier im Folgenden aufwirft: Um motiviert zu bleiben, brauchen wir etwas, dass uns „nervt“. Indem wir mit „unangenehmen“ Herausforderungen beginnen, hinterfragen wir unsere Grundannahmen und gewinnen Energie, weil wir etwas vermeintlich schwer lösbares, gelöst haben. Spannender Gedanke:

https://gettingresults.com/do-something-that-sucks/

Kurze „Serien“ | Die Macht kurzer Serien

Dan Rockwell plädiert mit seinem folgenden Beitrag für kurze „Serien“ an Veränderungsschritten. Etappenziele mit Zwischenschritten, die uns motivierter und zielstrebiger, zugleich effektiver voranbringen. Für nicht nur schlüssig, sondern auch Teil meiner Lebenserfahrung, die mich Ähnliches gelehrt hat. So bleibt man wendiger und offener, auch für neue Optionen. Refokussiert sich regelmäßig und prüft, ob es noch passt

https://leadershipfreak.blog/2023/06/23/tap-the-power-of-short-series/

AGILE

Menschen im Fokus | Resilienz und Agilität sind das Ergebnis, nicht das Ziel

Ein wenig Werbung in eigener Sache möchte ich mir heute auch hier erlauben. Nicht, weil ich meine, mein Gastartikel wäre besonders gelungen, sondern weil mir das Thema wichtig ist. Beständig ist von Resilienz und Agilität als Ziel die Rede. Das halte ich nicht für gut, den beides sind die Ergebnisse einer ganz anderen Frage. Der Frage, ob wir die Welt der Menschen der Welt der Dinge unterordnen oder andersherum. Meine Thesen hierzu durfte ich als Gastbeitrag bei t2informatik veröffentlichen und würde mir wünschen, dass daraus eine Diskussion entsteht. Den irgendetwas läuft gefühlt schief.

https://t2informatik.de/blog/resilienz-und-agilitaet-mit-fokus/

Experimente für Scrum-Teams | Kanban-Metriken gegen Zombie-Scrum

Das Kanban und Scrum sich gegenseitig sich hervorragend ergänzen, sieht man unter anderem auch daran, wie „typische“ Kanbanmetriken im Scrum-Umfeld im wachsenden Umfang Anklang und Anwendung finden. Der Blogartikel der Liberators empfiehlt unter anderem, die Lean und Cycle Time in Scrum-Teams als Experiment zu nutzen, um die „Liefergeschwindigkeit“ sichtbar zu machen. Key Value Indicator wie Time to Learn nutzen die Idee übrigens auch. Ich bin der Meinung, dass dieses Experiment durch aus Beachtung verdient hat, den bei Scrum geht es insbesondere um das Lernen, Reflektieren und Anpassen – in kurzen Abständen/Iterationen.

https://medium.com/the-liberators/experiment-measure-lead-and-cycle-time-2caca83155e2

3-Stunden-Sprints | Entzauberung eines Tesla-Mythos

Ich weiß, dass manche Elon Musk und seine Innovationsfreude gerne hochjubeln. Für mich verbergen sich dahinter sehr, sehr viele Mythen, aufgebauscht durch seine hohe Publizität. Und ich persönlich halte nicht viel, besonders, weil ich immer wieder hoch innovative Teams und Organisationen erlebe, deren Erfolge eben nicht gehypt werden, obwohl sie durch aus die gleiche oder gar mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Auch weil sie auf Basis guter Zusammenarbeit entstanden sind und nicht von egozentrischen Mitmenschen gepusht werden. In diesem Sinne hinterfragt Felix Stein im Folgenden den Mythos um den 3-Stunden-Sprint aus dem Hause Tesla.

https://www.lean-agility.de/2023/06/dreistunden-sprints.html

Scrum Master vs. Agile Coach | Weshalb die „Trennung“ wenig Sinn macht

Scrum Master:innen, die man ausschließlich auf die Teamebene reduziert, können weder effektiv noch effizient wirken. Insofern bin ich bei Stephan Wolpers. Eine strikte Trennung zwischen Agile Coach (Organisation) und Scrum Master (Team) ist kontraproduktiv. Man kann Strategie, Taktik und operative Ebene nie getrennt voneinander betrachten und bearbeiten. Der Dreiklang aller drei Ebenen ist untrennbar miteinander verwoben. Dieser Dreiklang fehlt mir allerdings auch im in dem Beitrag, den hier fehlt die strategische Ebene, in den Ausführungen. Für mich ist die Rolle Scrum Master hier das „Verbindungselement“.

https://www.scrum.org/resources/blog/why-employing-agile-coaches-next-scrum-masters-unnecessary

Wie fährt man erfolgreich ein Scrum-Team an die Wand?

Um zu verstehen, was man nicht tun sollte, kann es durchaus interessant sein, die Frage aufzuwerfen, wie man definitiv ein Projekt an die Wand fährt. Das gilt auch für Scrum. Sprich, wenn ich weiß, wie eine Scrum-Implementation unter Garantie an die Wand fährt, dann kann ich im Umkehrschluss darauf schließen, was ich für den Erfolg nicht tun sollte. In diesem Sinne schaut Euch die 9 Wege, um ein Scrum-Team zu ruinieren an, die Willem-Jan Ageling auflistet:

https://ageling.substack.com/p/9-ways-to-ruin-your-scrum-team

Scrum und Kanban im Vergleich | Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Synergien

Die Überschrift von Lars Richter finde ich etwas ungünstig: Er schreibt Scrum versus Kanban, was eine harte „Abgrenzung“ suggeriert, die ich nicht förderlich halte. Ansonsten ein guter Vergleich. Schade leider, dass hier nur der Vergleich auf Teamebenen stattfindet. Scrum ist ein Framework mit Hauptfokus auf Teams. Kanban als Methodik ist hingegen voll skalierbar. Letzteres kommt mir zu wenig heraus. Wäre aber sicherlich ein eigener Beitrag. Auf Teamebene ähneln sich die meisten Scrum und Kanban-Implementationen sehr stark. Unterschiede werden nach meiner Erfahrung erst richtig sichtbar, wenn wir den Rahmen erweitern, Down- und Upstream einbeziehen und ggf. auch die Skalierungsfrage in vertikaler Hinsicht aufwerfen.

https://cdi.digital/scrum-vs-kanban/

Flow Debt | Ein Metrik, nicht nur für Kanban-Implementierungen

Noch ein weiterer Beitrag von Lars Richter hat es auch diese Woche wieder in die Links der Woche geschafft: Flow Debt. In der freien Wildbahn habe ich diese Metrik bisher selten gesehen und erlebt. Dabei ist sie durchaus interessant, um Fehlentwicklung früh zu erkennen. Ich werden in nächster Zeit öfter darauf achten. Es könnte lohnenswert sein.

https://cdi.digital/flow-debt/

5 Dysfunktion eines Teams | Hat Lencioni ausgedient?

Die 5 Dysfunktionen eines Teams von Lencioni sollte man kennen, auch wenn sie schon gut 2 Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Das Parkinsonsche Gesetz und andere Studie über die Verwaltung von Parkinson hat gut 7 Jahrzehnte auf dem Buckel und ist noch immer treffend. Als ich den Artikel von Conrad Gillner entdeckt habe, war ich angefixed, weil tatsächlich jemand Lenconi als toxisch bezeichnet haben muss, damit Conrad den Ball aufgreift und wie Conrad komme ich – man hat es schon erraten – zu einem anderen Ergebnis.

https://t2informatik.de/blog/lencionis-dysfunktionen-toxisch-unsinn/

Leadership und Management

Unterschiede nutzen | Echte „Diversität“ fördern statt vermeintliche Harmonie leben

Olaf Hinz schreibt es recht schön: „Statt Gemeinsamkeiten zu betonen, lieber Unterschiede nutzen“. Das ist zwar anstrengend, aber am Ende durch aus produktiv, wie auch Wolf Lotter in seinem Podcast Trafostation festhält, den ich ebenfalls hier verlinke. Wir brauchen echte „Diversität“ in unseren Organisationen, die durch aus eine Herausforderung für unsere Ambiguitätstoleranz sein kann. Leider sprechen wir viel von „Diversität“, leben sie in unsern Organisationen wenig.

Blogartikel von Olaf Hinz: https://www.hinz-wirkt.de/lotsenblog/artikel/5463-statt-gemeinsamkeiten-zu-betonen-lieber-unterschiede-nutzen/

Podcast Trafostation: https://trafostation.podigee.io/10-harmonie-verblodet-sagt-was-ist

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