#LINKSDERWOCHE | 4/2023: Produktivität, Lean, Agile und Leadership

PRODUKTIVITÄT

Microsoft Teams | „Updates“ sinnvoll im Team nutzen

Man kann zu Produkten aus dem Hause Microsoft stehen, wie man will. Privat nutze ich Teams nicht. Hier ziehe ich Lösungen wie Mattermost vor. Im beruflichen Kontext ist es mir vorgegeben. Und wenn ich schon mit MS Teams arbeite, dann nutze ich die Möglichkeiten sinnvoll aus. Und die sind sehr umfangreich. Ich staune immer wieder was mit der Funktion „Updates“ so alles möglich ist. Ein Beispiel liefert hier Sigrid Hess in einem Blogbeitrag passend zum Thema:

https://www.teamworkblog.de/2023/01/teambarometer-und-mehr-mit-microsoft.html

Kleinigkeiten mit Hebelwirkungen | 7 Anregungen mit wenig Aufwand und großer Wirkung

Manchmal braucht es nur ein kleines winziges Hebelchen, um eine große Lawine loszutreten. Diesen Effekt kann positiv nutzen, wie Ivan Blatter sehr schön in seinem Podcast erklärt und mit sieben praxisbewährten Anregungen anreichert.

https://ivanblatter.com/podcast/hebelwirkung/

Mentoring | Was gute Mentoren tun

Diese Woche habe ich meine Bereitschaft erklärt, als Alumni wieder am Mentoring-Programm der Steinbeis Hochschule als Mentor teilzunehmen. Ich bin gespannt, ob es ein passendes „Kombination“ geben wird. Dazu passt, dass ich den folgenden Artikel von Dan Rockwell zum Thema entdeckt habe, in dem Empfehlungen zusammengefastst sind, damit die Rolle des Mentors auch effektiv ausgefüllt werden kann:

https://leadershipfreak.blog/2023/01/17/the-best-mentors-do-six-things/

Fragetechnik | Spezifische Fragen für den Einstieg

Wer fragt, der führt, sagt man. Und das trifft es ziemlich auf den Punkt, wie ich finde. Der verlinkte Blogartikel lässt sich eigentlich gut zusammenfassen: Stelle spezifische Fragen für den Einstieg und dann frage auf die Antwort nochmals gezielt nach. Etwas ausführlicher erklärt es Dan Rockwell. Mir gefällt es und ich weiß aus eigener Erfahrung es funktioniert. Es erinnert mich auch daran, dass ich mir vorgenommen habe, in Sachen Fragen stellen besser zu werden.

https://leadershipfreak.blog/2023/01/18/how-to-ask-questions-that-wake-up-people/

LEAN

Visualisierung | Digitale Shopflor-Dashboards nutzen

Ich bin immer wieder begeistert, wie „Visualisierung“ im Lean-Kontext genutzt wird, um die Zusammenarbeit, die Fähigkeit zur Problemlösung und das beständig Lernen als Organisation zu befördern. Auch hier macht die Digitalisierung nicht halt und immer mehr kommen auch digitale Hilfsmittel zum Einsatz, die sich übrigens auch remote nutzbar machen lassen können. Sprich hier gibt es wieder großen Potenzial für das gegenseitige Lernen der Geschwister Lean und Agile. Deshalb habe ich mit großem Interesse den Artikel von Christoph Roser über Digital Shop Floor Dashboards gelesen und auch einige Anregungen mitgenommen. Gerade mit Blick auf virtuelle Obeya-Räume für agile Teams interessant.

https://www.allaboutlean.com/digital-shop-floor-dashboards/

Gemba Walks | Wie man sie sinnvoll durchführt …

Ich kann jedem nur empfehlen, sich möglichst oft an den Ort des Geschehens zu begeben und mit den Beteiligten gemeinsam zu beobachten und zu reflektieren. Gerade Führungskräften und anderen Entscheidern würde es gut stehen aus ihren „Büros“ in den Maschinenraum zu steigen. Dort lässt sich viel lernen und verstehen, sodass die Entscheidungen besser im Sinne einer höheren Effektivität werden.

https://www.lean.org/the-lean-post/articles/how-to-go-to-the-gemba-go-see-ask-why-show-respect/

AGILE

Backlog-Management | Ein Experiment mit Wirkung

Uns fällt es verdammt schwer Dinge loszulassen. Das gilt übrigens auch für Product Backlog Items. Statt sie irgendwann, nach dem man sie über Wochen und Monate immer mitgeschleppt hat, ohne sie wirklich in Angriff zu nehmen, bleiben sie einfach im Backlog. Werden beständig niedrig priorisiert, weil andere PBIs gerade gewichtiger sind. Streng genommen gehören sie aussortiert. Was wichtig ist, das schlägt irgendwann wieder auf. Und doch bleiben sie im Backlog. Und der wächst und wächst. Er bläht sich auf und wir immer unübersichtlicher. Wider besseres wissen. Kommt Euch das bekannt vor? Dann versucht mal dieses Experiment von „The Liberators“: die Limitierung der maximalen Backloglänge. Ich bin mir sicher, es wirkt.

https://medium.com/the-liberators/experiment-limit-the-maximum-length-of-your-product-backlog-a2f17808f79f

Definition of Ready | Eine kritische Auseinandersetzung

Ist eine Defintion of Ready zwingend erforderlich? Nein. Macht sie manchmal Sinn? Ich würde sagen ja. Und doch sollte man – im Scrum-Kontext – etwas vorsichtig mit ihr umgehen. Es gibt nämlich durch aus gute Argumente, die gegen die Definition of Ready sprechen. Simon Flossmann zeigt in seinem Blogartikel auf, warum er wenig begeistert von der Definition of Ready ist, da sie auch störende Wirkung entfalten kann:

https://www.scrum.org/resources/blog/3-probleme-die-durch-die-definition-ready-entstehen

Warum „Nein“ für Product Owner wichtig ist

Grundsätzlich kann ich verstehen, dass Product Onwer in Scrum ihre Stakeholder zufriedenstellen wollen und nur ungern „Nein“ sage wollen. Wie aber Mary Iqbal aufzeigt, ist das Nein wichtig und verdient eine würdige und reflektierte Anwendung in Scrum-Kontext. Den es geht nicht darum, alle glücklich zu machen, sondern in erster Linie darum, die Arbeit, die nicht getan wird, zu maximieren, weil wir nur die Arbeit tun wollen, die einen echten Nutzen stiftet und uns vorwärtsbringt.

https://www.scrum.org/resources/blog/why-no-part-scrum-product-owners-love-language

Scrum bei Toyota | Warum kleine Einheiten oft bessere Lösungen für komplexe Fragen liefern

Spannend an dem Beitrag von Nigel Thurlow sind für mich seine „Takeaways“ bereits direkt am Anfang seines Blogartikels, fassen sie für mich ziemlich genau zusammen, was ich unter „Agilität“ verstehe. Es geht um Kommunikation mit allen Beteiligen, kleine und wenige Teams, die Lösungen entwickeln und fokussiert arbeiten können, weil die Rahmenbedingungen es ihnen erlauben, sich darauf zu konzentrieren. Ales Gründe, warum für mich die meisten bekannten agilen Skalierungsrahmenwerke nur „Krücken“ bleiben und nur im „Notfall“ genutzt werden sollten. Weiterer spannender Punkt, sein Bericht bezieht sich auf Toyota, ein Unternehmen, das mit den Ideen rund um das, was wir als Lean Management kennen, bereits einiges inspiriert hat und doch genauso wie alle anderen Großorganisationen ins schleudern kommt, wenn es darum geht, komplexe Aufgabenstellung zu lösen.

https://nigelthurlow.com/how-scrum-rescued-a-major-toyota-program/

RACI-Matrix | Ein Klassiker erklärt

Lars Richter erklärt in dem folgenden Artikel einen methodischen Klassiker, der streng genommen nichts mit agile zu tun hat, sich aber als Werkzeug auch im agilen Umfeld bewährt hat und besonders dann sinnvoll genutzt werden kann, wenn es darum geht zu klären, was die „Verantwortlichkeiten“ der jeweiligen Rolle umfassen.

https://cdi.digital/raci-matrix/

Highperfomance Teams | Den Rahmen schaffen, damit sie entstehen können

Wenn ich auch den Ruf nach Highperfomance-Teams immer wieder etwas kritisch sehe, weil mir der Fokus dadurch zu oft auf das Team verrutscht und das Umfeld zu wenig einbezogen wird, finde ich es richtig und gut, darüber zu sprechen, was ein Team braucht, damit es überhaupt gut performen kann. Dazu gehört auch, was leider sehr oft ausgeblendet wird, die Schnittstellen und das Umfeld zu betrachten. Was bringt mir ein Highperformance-Team, wenn die Schnittstellen nicht in der Lage sind zu liefern bzw. abzunehmen? Nichts. Daher meine Bitte, fokussiert Euch nicht zu sehr auf die Teams, sondern bezieht immer auch das Umfeld ein. Zurück zum Thema, wie man leistungsstarke Teams entwickelt. Dazu hat Venkat Edagottu ein paar interessant Punkte zusammengetragen.

https://www.agileconnection.com/article/7-strategies-build-high-performing-teams

LEADERSHIP

Veränderungen ermöglichen | Die Kehrtwende eine U-Boot-Besatzung

Das Buch von David L. Marquet, der als U-Boot-Kapitän der US-Pafizifikflotte den Versuch gewagt hat, mit einem neuen Führungskonzept eine bisher nur mäßig zusammenarbeitende Besatzung eines Atom-U-Boots zu einer der besten Mannschaften der Flotte zu entwickeln, dürften sicherlich viele kennen. Ich kann es nur sehr empfehlen, weil es auch zeigt, dass Organisationsstrukturen, die vermeintlich auf strikter Hierarchie beruhen, viel Potenzial für Selbstorganisation von Teams haben und dies positive Effekte hat. Wer es noch nicht kennt oder sein Gedächtnis auffrischen möchte, der kann auf die Video-Empfehlung von Andreas Diehl zurückgreifen.

https://digitaleneuordnung.de/videos/greatness-by-david-marquet/

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