
PRODUKTIVITÄT UND SELBSTMANAGEMENT
Anstand | Die Grundlage des Zusammenlebens
Ursula Brummack hat einen Text verfasst, der kurz und prägnant das Wesentliche zum Ausdruck bringt: „Anstand bedeutet das Ernstnehmen der Anderen, das Mitdenken ihrer Eigenheiten und Bedürfnisse. Anstand ist Verantwortung, Wertschätzung und Würdewahrung. Anstand baut die Grundfesten gesellschaftlichen Zusammenlebens.“ Volltreffer würde ich sagen. Den ganzen Wortlaut gibt es hier:
Grenzen als Energieverstärker | Weshalb es Sinn macht limtierende Grenzen zu setzen
Dan Rockwell verdeutlicht, weshalb bei aller Liebe zur freien Selbstorganisation „Grenzen“ extrem wichtig sind. Mit Grenzen sind hier Leitplanken gemeint, innerhalb derer wir agieren. Dazu passt auch schön eine Frage, die ich im Zusammenhang mit Systemdenken aufgeschnappt habe: Was gehört dazu und was nicht? So definiert man einen Handlungskorridor, ohne zu sehr die Handlungsfreiheit zu beschränken. Der Korridor oder Entscheidungsrahmen hilft uns dabei, uns zu fokussieren und unsere Kräfte zu bündeln. Und da er durchaus selbstbestimmt sein kann … Lest einfach selbst 😉
https://leadershipfreak.blog/2026/10/16/boundaries-concentrate-energy/
Vorgangsverwaltung | Ein Anforderungsbeschreibung an ein Vorgangsmanagementsystem
Beim Thema Vorgangsverwaltung geht es mir wie Jan Fischbach – bis heute habe ich dafür noch keine wirklich befriedigende Lösung. Aktuell experimentiere ich damit, das Ganze über Tags in Obsidian in mein Arbeitssystem zu integrieren. Auch nicht ideal. Beim Lesen des Artikels von Jan ist mir die Schwäche des Systems klar geworden: Es ist im Grunde nichts anderes als meine Aufgabenverwaltung, die ich für einen Überblick nutze. Es fehlt die Verknüpfung mit der Dokumentenablage und Ähnlichem – genauso, wie er es beschreibt. Es deckt nur einen Teil ab. Ich bin allerdings kein Freund davon, mir irgendetwas mit KI zusammenzucoden – dafür habe ich zu wenig Ahnung von Softwareentwicklung. Deshalb lasse ich die Finger davon.
https://www.teamworkblog.de/2026/10/was-macht-eine-vorgangsverwaltung.html
LEAN
Kaizen oder kontinierliche Verbesserung | Im hier und jetzt sein als Schlüssel
Kontinuierliche Verbesserung im Sinne von Kaizen beginnt im Hier und Jetzt. Dass sich das bewusst zu machen, kann manchmal sehr sinnvoll sein. Wir begeben uns an den Ort des Geschehens. Wir sind JETZT präsent und beobachten. Wenn wir reflektieren – im Sinne: was ist passiert –, dann schauen wir vom JETZT zurück, um im JETZT Ideen zu entwickeln, wie wir künftig Dinge besser machen. Im JETZT entscheiden wir für das MORGEN auf Basis dessen, was war und ist. Wohlwissend, dass das, was wir JETZT entscheiden, MORGEN auf den Prüfstand kommt. Das ist kontinuierliche Verbesserung. Das beständige Reflektieren und Verbessern durch Beobachten dessen, was passiert. Und die Verbesserung findet in der Gegenwart statt. Klingt leicht philosophisch, bedeutet einfach ausgedrückt, dass wir um kontinuierliche Verbesserung mit Leben füllen zu können, auch tatsächlich physisch und persönlich präsent sein müssen. Eben nicht fern in einem Elfenbeinturm, sondern am Ort des Geschehens.
https://blog.gembaacademy.com/2026/10/14/continuous-improvement-happens-now/
AGILE
Teamhindernisse | Wenn das Organisationsdesign zum Hindernis für das Team wird
Die Gap-Analyse gehört eigentlich zum Standardrepertoire. Zumindest aus meiner Sicht. Definiere einen Zielzustand oder Standard. Schaue drauf, wie die gelebte Realität aussieht, und gleiche Zielzustand mit Istzustand ab – schon ergeben sich Abweichungen, die man vertiefend auf Ursachen analysieren kann. Aber Vorsicht, das kann auch mal bedeuten, dass man feststellt, dass der Standard nichts taugt. Dann muss man ggf. den Standard anpassen. Denn der Standard, das sind die reproduzierbaren Gelingensbedingungen. Wenn etwas nicht zum Gelingen beiträgt, dann ist es unnötig und kann weg. Im anderen Fall, ausgehend von einem Zielzustand, den man anstrebt, heißt es, lösungsorientiert zu bleiben. Erst das Zielbild definieren, dann schauen, wo man aktuell steht, um dann zu verstehen, was fehlt, um zum Ziel zu kommen. Dabei ist dann oft die Herausforderung, die vermeintlichen Hindernisse nicht als unlösbares Problem zu sehen, sondern sie als Rahmenbedingung zu definieren. Das macht die Lösungsfindung einfacher. Was Robert Pieper als Gap-Analyse beschreibt, ist also kein Hexenwerk. Aber hilfreich.
https://www.scrum.org/resources/blog/see-system-when-team-impediment-really-design-problem
Gap-Analyse | Ein kleiner Leitfaden für die Praxis
Die Gap-Analyse gehört eigentlich zum Standardrepertoire. Zumindest aus meiner Sicht. Definiere einen Zielzustand oder Standard. Schaue drauf, wie die gelebte Realität aussieht, und gleiche Zielzustand mit Istzustand ab – schon ergeben sich Abweichungen, die man vertiefend auf Ursachen analysieren kann. Aber Vorsicht, das kann auch mal bedeuten, dass man feststellt, dass der Standard nichts taugt. Dann muss man ggf. den Standard anpassen. Denn der Standard, das sind die reproduzierbaren Gelingensbedingungen. Wenn etwas nicht zum Gelingen beiträgt, dann ist es unnötig und kann weg. Im anderen Fall, ausgehend von einem Zielzustand, den man anstrebt, heißt es, lösungsorientiert zu bleiben. Erst das Zielbild definieren, dann schauen, wo man aktuell steht, um dann zu verstehen, was fehlt, um zum Ziel zu kommen. Dabei ist dann oft die Herausforderung, die vermeintlichen Hindernisse nicht als unlösbares Problem zu sehen, sondern sie als Rahmenbedingung zu definieren. Das macht die Lösungsfindung einfacher. Was Robert Pieper als Gap-Analyse beschreibt, ist also kein Hexenwerk. Aber hilfreich.
https://www.scrum.org/resources/blog/how-perform-gap-analysis
Sprintreview | Wenn er zum Theater verkommt
Da haut Steven Deneir aber einen raus. Und hat auch noch recht. In den meisten Sprint Reviews wird gezeigt, was fertig und stabil funktioniert. Selten wird darüber gesprochen, wo es hakt und Probleme gibt. Entscheidungen werden nicht im Review getroffen. Der Sprint Review ist keine Feedbackveranstaltung, kein Austausch, sondern reines Theater. Damit ist das eigentliche Thema tatsächlich verfehlt. Ein echtes Lernen findet gar nicht statt. Das ist aber nicht der Sinn und Zweck dahinter. Es geht ja um das Lernen, das heißt, wir müssen auch über unangenehme Dinge sprechen und darüber, wo Probleme schlummern. Fair genug, auch die Stakeholder darüber zu informieren und einzubinden. Sie gehören schließlich zum Projekt dazu.
https://www.scrum.org/resources/blog/your-sprint-review-isnt-inspection-its-theatre-0
Teamwork | 7 Leitlinien für gutes Teamwork, nicht nur im agilen Kontext
Mit der Überschrift von Mike Cohens Artikel bin ich nicht ganz konform. Er spricht von Regeln. Das ist mir zu hart. Leitlinien wären besser geeignet. Inhaltlich folge ich ihm fast gänzlich. Seine 7 Leitlinien decken sich mit meinen Beobachtungen im Teamalltag und klingen daher für mich stimmig. Mit anderen Worten: Die 7 Leitlinien für agile Teamarbeit halte ich für einen sehr guten Impuls, der helfen kann, die Zusammenarbeit im Team zu fördern. Kein Hexenwerk. So gelingt gute Zusammenarbeit im Team:
https://www.mountaingoatsoftware.com/agile/rules-for-agile-teamwork
POLITIK UND GESELLSCHAFT
Die falsche Sorge | Auf dem rechten Auge wieder blind?
Linksextremismus ist genauso Mist wie Rechtsextremismus. Keine Frage. Da brauchen wir nicht darüber diskutieren. Wenn ich mir allerdings anschaue, wo aktuell das Hauptproblem liegt, muss ich immer an das Zitat des einstigen Zentrumspolitikers und Reichskanzlers in der Weimarer Republik Joseph Wirth denken: „Da steht (nach rechts) der Feind, der sein Gift in die Wunden eines Volkes träufelt. – Da steht der Feind – und darüber ist kein Zweifel: dieser Feind steht rechts!“ Der Satz fiel anlässlich der Ermordung von Walther Rathenau im Jahr 1922. Seine politischen Erben scheinen es offenbar vergessen zu haben, wenn sie reflexhaft „Linksextremismus“ schreien, wenn sie daran erinnert werden, dass es aktuell ein größeres Rechtsextremismusproblem gibt, und ihre größte Sorge ist, man könnte nach links abdriften. Guido Kühn hat es daher für mich persönlich diese Woche gut getroffen:
https://guidos-welt.de/die-wuerde-des-rechtsextremisten/
Rechtsextremismus | Kriminelles und Kurioses von der Nicht-Alternative
Im Blog der Republik gibt es eine Rubrik „AfD – Kriminelles und Kurioses vom rechtsextremen Rand“. Immer wieder lesenswert. Gut, die Freunde des Allgemeinen flüssigen Dünnpiffs – pardon, der Nicht-Alternative – wird es nach wie vor nicht überzeugen. Mit rationalen Argumenten sind leider in diesem Lager die Wenigsten noch überzeugbar. Obwohl, ab und an merkt es dann doch jemand, dass es ich um einen kriminellen Clan handelt, der sich wenig um den kleinen Mann/die kleine Frau schert. Allein, was hier Woche für Woche zusammengetragen wird topt sogar die wirtschaftskriminellen Aktivitäten gewisser Amigos, die zu recht immer wieder krititisiert werden, um ein Vielfaches.
https://www.blog-der-republik.de/afd-kriminelles-und-kurioses-vom-rechtsextremen-rand-update-53/