#GEDANKENBLITZ | Die Interaktion bestimmt die Struktur oder weshalb der Kontext wichtig ist

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Wir ächzen und stöhnen unter der Last von zu vielen Meetings und Verpflichtungen, die unsere Aufmerksamkeit binden. Es fehlt an Transparenz. Es fehlt an Klarheit. In der Fülle tun wir uns schwer, Qualität zu identifizieren. Formale Strukturen sollen Abhilfe schaffen, doch der Plan geht nicht auf. Etwas Entscheidendes fehlt. Wir richten uns zu sehr an Regeln, Strukturen und Formalismen aus. Keine Frage, es braucht sie. Aber sie sind kein Selbstzweck. Sie benötigen einen Referenzpunkt, der sie legitimiert, ihnen Richtung und Sinn gibt und die Möglichkeit bietet, ihre Sinnhaftigkeit und Effektivität zu beurteilen. Dieser Referenzpunkt ist der Mensch und seine Interaktion. Die Welt der Dinge muss sich an der Welt der Menschen ausrichten, nicht umgekehrt. Die Struktur muss sich an den Bedürfnissen der Interaktion ausrichten. Dominiert die Struktur die Interaktion, verlieren wir die Bedürfnisse und den Grund der Interaktion aus den Augen. Die Struktur mutiert so zum Zweck, nicht zum Hilfsmittel. Daher sollten wir mehr über das „Weshalb” und „Wozu” sprechen oder besser den Kontext des „Weshalb” und „Wozu” immer wieder mitgeben. Auch im alltäglichen Kleinklein. Weshalb möchte ich etwas (für wen) und mit welchem Ziel tun?

Mein Fazit: Anstatt uns auf Strukturen zu versteifen, die lediglich Hilfsmittel sind, sollten wir wieder mehr die Interaktion, das Wozu und die Wirksamkeit in den Mittelpunkt stellen. Auf diese Weise können wir Strukturen schaffen, die die Interaktion erleichtern. Nicht erschweren.

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