PRODUKTIVITIÄT
Arbeit lieben | Fünf Wege, wie Arbeit wieder Freude macht, statt Qual zu sein
Zwischen den Jahren habe ich einige antike Philosophen der Stoa aus meinem Bücherregal geholt und wieder einmal angefangen zu lesen. Kluge Köpfe, die schon vor langer Zeit wussten, dass die Dinge ständig im Fluss sind (dabei kannten sie den Begriff VUCA noch nicht einmal) und die das ständige Lernen/Weiterentwickeln zum Leitmotiv gemacht haben. Arbeit kann Spaß machen, wenn man sich auf das konzentriert, was wirklich wichtig ist, und sich auf die Dinge konzentriert, die man selbst beeinflussen kann. In diesem Sinne ist auch der Beitrag von Dan Rockwell formuliert, der fünf Wege aufzeigt, wie Arbeit Freude machen kann. Dazu gehört nicht „beeing busy“ und auch nicht unbedingt die „Selbstverwirklichung“ des eigenen Egos. Nur so nebenbei.
https://leadershipfreak.blog/2023/12/19/5-ways-to-love-work/
Verbesserungen | Kluge Menschen schätzen die Verbesserung
Noch einmal Dan Rockwell. Bei der Lektüre seines Beitrags ist mir wieder einmal aufgefallen, wie zeitlos manche Ideen antiker Denker und Philosophen sind. Sie spiegeln sich auch in diesem Beitrag wider. Kluge Führungskräfte, so Rockwell (ich würde sagen, das gilt für alle Menschen, egal in welcher Rolle sie agieren), schätzen die ständige Verbesserung und Weiterentwicklung. Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Alles fließt und verändert sich ständig. Auch wir. In diesem Sinne:
https://leadershipfreak.blog/2024/01/02/smart-leaders-love-correction-the-rest-suffer/
Obsidian | Ordnerstrukturen in der Ablage
Thomas Mathoi hat zwar Obsidian im Kopf, aber im Prinzip lässt sich seine Erkenntnis auf fast jedes digitale Notizbuch-System übertragen: „Wichtig ist mir daher vor allem, dass die Ordnerstruktur schlank und flach bleibt und so ein schnelles und unkompliziertes Ablegen von Dateien ermöglicht“. Mir geht es ähnlich. Ich habe viel ausprobiert und festgestellt, dass mir eine gute Verschlagwortung und gute Titel in fast allen Ablagesystemen das Leben viel mehr erleichtern als ausgeklügelte Ordnerstrukturen, die am Ende zu „kompliziert“ für eine effektive Suche und Ablage werden.
https://www.mathoi.at/2023/12/21/ordnerstruktur-in-obsidian/
Barcamp | Prinzipien und Ablauf
Ich bin seit vielen Jahren ein großer Fan von Formaten wie Open Space und Barcamp. Mein erstes Barcamp war das – mittlerweile nicht mehr existierende – PMCamp Dornbirn. Lang, lang ist es her. Ein – bis heute unerreichtes – jährliches Highlight im November. Jedes Barcamp ist eine große Überraschung, denn a) kenne ich die Themen nicht und b) hängt die Qualität auch sehr stark vom Engagement der Teilnehmer ab. Es lohnt sich also, sich vorher zu erkundigen, wie das Publikum eines Barcamps tickt 😉 Aber was ist ein Barcamp? Wie läuft es ab? Lars Richter erklärt es.
LEAN
Toyota Practical Problem Solving | Gegenmaßnahmen und ihre Umsetzung
Die Artikelserie zur Problemlösungsstrategie von Toyota aus der Feder von Christoph Roser hat noch im alten Jahr eine Fortsetzung gefunden, die ich der Vollständigkeit halber nicht vorenthalten möchte. Der Blogbeitrag zeigt, wie die entwickelten „Gegenmaßnahmen“ eines Problems im Toyota-Kontext ausgewählt und dann umgesetzt werden. Keine Raketenwissenschaft. Ganz im Gegenteil. Man fragt sich, warum man das nur in wenigen Organisationen erleben darf.
https://www.allaboutlean.com/practical-problem-solving-countermeasures-and-implement/
AGILE
Backlogmanagement | Wenn der Backlog zu groß ist – daran könnte es liegen
Ein unübersichtlicher und zu großer Backlog ist nicht hilfreich. Das Gegenteil ist der Fall. Ist er zu voll, versperrt er den Blick auf das Wesentliche und mindert die Fähigkeit, effektiv und effizient Entscheidungen zu treffen. Dass ein Backlog zu groß wird, kann viele Ursachen haben. Vier Fehler, die dazu führen können, hat Simon Flossmann im folgenden Beitrag zusammengefasst. Alle vier sind nachvollziehbar und decken sich weitgehend mit Beobachtungen aus meiner Praxis. Wie hier schön zu sehen ist und deutlich wird, ist das sichtbare Ergebnis ein übergroßer Backlog, die Ursachen liegen aber oft tiefer. Es lohnt sich, bei auftretenden Problemen in die Tiefe zu bohren.
Scrum Master I | Veränderungen begleiten und unterstützen mit Gesprächs- und Fragetechniken
Scrum Master:innen sind immer auch Veränderungsbegleiter in der Organisation. Das ist keine leichte Aufgabe. Vor allem dann nicht, wenn wir uns vom zweckrationalen Denken einer geplanten Veränderung der Organisation lösen müssen, weil wir es mit einem komplexen sozialen Gebilde zu tun haben. Aber das nur am Rande. Viel interessanter an dem Beitrag von Simon Flossmann finde ich, dass er aufzeigt, dass auch die Anwendung von Gesprächs- und Fragetechniken in diesem Kontext kein einfaches Unterfangen ist. Leider kratzt der Beitrag nur an der Oberfläche, was ich schade finde. Vielleicht macht er dem einen oder anderen Lust auf mehr und damit wäre das Ziel schon erreicht.
Dreiklang aus Mehrwert, Ergebnis und Wirkung | Wie es gelingt als Product Owner:in Mehrwert erzeugen
Der Artikel von Paul Kuijten richtet sich an Product Owner:innen und zielt auf den Dreiklang Mehrwert, Ergebnis und Wirkung ab. Der Fokus der Rolle des Product Owners ist es, den Mehrwert zu generieren. Um den Aufwand dafür ableiten zu können, bedarf es einer Referenz. Für Scrum als Framework der Produktentwicklung ist dies die Produktvision. Der Weg dorthin wird im Product Backlog festgehalten, damit wir wissen, ob wir die gewünschte Wirkung erreichen, braucht es gute und geeignete Metriken.
https://www.scrum.org/resources/blog/value-outcomes-and-impacts-product-owner
Scrum-Mythen | 10 Mythen über Scrum, die einfach nicht aussterben wollen …
Man sollte meinen, dass einige Mythen rund um Scrum inzwischen hinreichend widerlegt sind. Offensichtlich ist das nicht der Fall. Sie halten sich hartnäckig. Verstehen Sie mich nicht falsch. Wie jedes Framework hat auch Scrum je nach Kontext Stärken und Schwächen. Und einige Implementierungen geben durchaus berechtigten Anlass zur Kritik. Dennoch ranken sich immer noch Mythen um das populäre Framework, die so nicht stimmen. In der Liste von Mary Iqbal finden sich einige Klassiker, die mir in letzter Zeit tatsächlich seltener begegnet sind. Es besteht also Hoffnung 😉
https://www.scrum.org/resources/blog/scrum-chaos-and-other-scrum-myths
Scrum Master II | Scrum Master:innen als Strukturveränderer
Jan Fischbach bricht wirklich eine Lanze für die Tayloristen ;-) Ich finde, er trifft den Nagel auf den Kopf. Viele Scrum Master konzentrieren sich auf organisationspsychologische Ansätze im Team und vermeiden es, an den Strukturen (Prozesse, Abläufe, Entscheidungswege) der Organisation zu arbeiten. Ein Fokus, den Frederic Taylor gewählt hat. Was vielen nicht so bewusst ist und war, dass die Schule um Taylor einen partizipativen Ansatz und die Einbeziehung der Mitarbeitenden bevorzugte, um die Produktivität zu steigern. Nicht neu. Nicht revolutionär. Aber in der Praxis wenig gelebt. Das ist kein Zufall, hat sich doch ein stark organisationspsychologisches Denken durchgesetzt und das Management bis heute geprägt. Schade, denn hier sehe ich viel Potenzial. Der Grundgedanke ist übrigens Teil des Toyota-Produktionssystems. Jeder ist an der Verbesserung der Organisation beteiligt.
https://www.teamworkblog.de/2024/01/scrum-master-sollten-strukturen-andern.html
Scrum Master III | Topskills der Scrum Master
Fast ein bisschen zu kurz kommt der Blogbeitrag von Ciprian Banica, der in der Überschrift verspricht, die Top Skills erfolgreicher Scrum Master zu benennen. Die vier in seiner Aufzählung aufgelisteten Fähigkeiten sind in der Tat Voraussetzung für eine gute Arbeit als Scrum Master:in. Mir persönlich fehlen allerdings noch die analytischen Fähigkeiten und die Fähigkeit, sich in kurzer Zeit in unbekannte Themen einzuarbeiten. Dies ist sehr hilfreich, um Zusammenhänge zu verstehen und als Vermittler zwischen den Experten die Übersetzungsleistung effizient erfüllen zu können.
https://www.scrum.org/resources/blog/what-top-skills-do-successful-scrum-masters-have
Scrum Master IV | Scrum Master Maturity Model – braucht es das wirklich?
Braucht es ein Reifegradmodell für Scrum Master:innen? Interessante Frage. Ich würde sie so beantworten: Um zu wissen und zu erkennen, wo ich mich verbessern kann, brauche ich einen Referenzpunkt, der mir hilft, durch einen Soll-Ist-Vergleich den Bedarf abzuleiten. Dazu gibt es natürlich schon einige Modelle und Ansätze. Sogar recht differenzierte. Deshalb war ich auch neugierig, was Ralf Krause anders macht. Ich habe mit Ralf auch schon zwei Gespräche zu dem Thema geführt, da habe ich schon ein paar Einblicke bekommen, was er sich gedacht hat. Mir gefällt, dass Ralf das Ganze im Dialog entwickelt hat und viel aus seinen eigenen Erfahrungen und denen vieler anderer einfließen lässt. Der Stand ist sehr praxisorientiert. Das gefällt mir. Auch die kritische Selbstreflexion, mit der Ralf sich immer wieder hinterfragt..
https://open.spotify.com/episode/48PvGDEve2d3VM0HQWOjg7
Kanban | Die Arbeit fließen lassen
Ich persönlich schätze Kanban als Methode sehr. Der Beitrag von John Coleman zeigt, wie Kanban Blockaden im Arbeitsfluss sichtbar macht und so die Auflösung der Blockaden ermöglicht. Das Ziel von Kanban ist ja, dass wir die Arbeit zu Ende bringen. Nicht unter Stress. Nein, sondern in einem gesunden Modus. Kurz gesagt, ein System der Zusammenarbeit, durch das die Arbeit fließt.
https://www.scrum.org/resources/blog/how-do-we-actively-manage-items-workflowitems-progress-kanban
Problem Solution Fit | Das Konzept erklärt
Auch wenn Lars Richter das Problem Solution Fit Konzept aus der Sicht der Geschäftsideenentwicklung beschreibt, lässt es sich prinzipiell auf jede Idee anwenden, die Ihr irgendwo im Backlog habt. Löst eure Idee kein Problem eurer Zielgruppe, wird sich auch niemand finden, der bereit ist, dafür Geld in die Hand zu nehmen. Die technische Umsetzung ist am Ende sehr oft nicht das, wofür das Geld fließt, sondern ob wir mit einem Feature oder ähnlichem ein Problem derer lösen, für die wir das Ganze am Ende erstellen/produzieren. Es hilft also, Ideen auf den Prüfstand zu stellen und besser zu verstehen, für wen wir was machen und warum es für den Kunden relevant ist (klingt nach 5S im Kopf machen und kommt daher dem einen oder anderen sicher schon bekannt vor 😉).