PRODUKTIVITÄT
Zen Habits | Jetzt auch als Podcast
Leo Babauta taucht mit seinem Blog Zen Habits gelegentlich hier in den Links der Woche auf. Überrascht habe ich diese Woche festgestellt, dass jetzt auch einen Podcast von ihm gibt. Ich bin neugierig, was er da zaubern wird. Mehr Infos dazu:
https://zenhabits.net/zen-habits-podcast/
Besprechchung | Wenn eine E-Mail reicht …
Nicht jedes Treffen muss ein Treffen sein. Asynchrone Formate bieten sich häufiger an, als man denkt. Und bei diesen gibt es sogar Möglichkeiten, den Informationsfluss mit Automatisierung und ein wenig Hirnschmalz weiter zu vereinfachen. Wie wäre es, wenn wir bei Besprechungen öfter mal 5S im Kopf machen und uns fragen: Braucht es dafür wirklich einen Termin oder geht es auch anders? Und wenn doch, passt das Format zum Thema? Ihr glaubt gar nicht, wie hilfreich es sein kann, gerade hier öfter zu reflektieren. Vielleicht gibt der Artikel im t3n-Magazin einen ersten Anstoß:
https://t3n.de/news/gute-meetings-schlechte-meetings-1568878/
Micrcosoft Bookings | Wie man es nutzen kann, um leichter Termine abzustimmen
Terminkoordination – eine unendliche Geschichte. Zumindest in manchen Fällen. Es wäre doch viel einfacher, den Kalender zu veröffentlichen und jeder könnte … Nein, natürlich nicht. Das macht keinen Sinn. Aber was man machen kann, ist zum Beispiel mit Lösungen wie Microsoft Bookings zu arbeiten. Das macht es ein bisschen einfacher. Wenn Ihr es zufällig habt (es ist in vielen Microsoft Office Paketen enthalten), kann es hilfreich sein. Sigrid Hess zeigt euch, wie es geht und wie ihr es sinnvoll einsetzen könnt.
https://www.teamworkblog.de/2023/08/willst-du-mit-mir-sprechen-termine.html
Nein-Sagen | Mehr Verbindlichkeit erzeugen
Nein sagen. Und das öfter, das ist nicht böse gemeint. Ganz im Gegenteil. Ich gehöre auch zu der Kategorie, die im euphorischen Überschwang der Begeisterung vorschnell Ja sagt. Hinterher bin ich gestresst, denn ein Versprechen ist ein Versprechen und das haben wir gehalten. Dafür wurde ich neulich sogar als „Old School“ bezeichnet. Das fand ich etwas seltsam. Mit einem Ja, aber ich habe schließlich eine Zusage gegeben, von der möglicherweise jemand anderes etwas abhängt. Insofern verstehe ich ein reflektiertes Nein auch als vertrauensbildende Maßnahme. Ich sage nichts zu, was ich nicht halten kann/will. Und das ist völlig in Ordnung. Mehr dazu von Dan Rockwell:
https://leadershipfreak.blog/2023/08/07/the-power-to-say-no/
Bedürfnisse | Soziale Wesen haben Bedürfnisse, auf die wir Rücksichtnehmen müssen
Ein weiterer Artikel von Dan Rockwell hat meine Aufmerksamkeit erregt. Wir sind alle Menschen. Menschen mit Bedürfnissen. Zu diesen Bedürfnissen gehört, dass wir uns im Leben wohlfühlen wollen, dass wir unsere Arbeit gerne tun wollen, dass wir etwas Sinnvolles tun wollen, dass wir etwas erreichen wollen. Und wir alle stehen in Beziehungen zueinander. Natürlich wollen wir da nicht ständig Reibung. Das ist auch klar. Wenn wir uns dieser Bedürfnisse im Umgang miteinander bewusst sind, da bin ich bei Dan Rockwell, dann läuft es viel besser. Mehr dazu:
https://leadershipfreak.blog/2023/08/09/everyone-wants-5-things/
LEAN
5 Wege ein starkes Team aufzubauen
Viele assoziieren Lean immer noch mit Kostenoptimierung und übersehen dabei, dass die ursprüngliche Idee nicht Kostenoptimierung um jeden Preis ist, sondern die Steigerung der Auskömmlichkeit bei gleicher oder besserer Leistungsqualität. Und das setzt, was manchem Effizienzoptimierer den Angstschweiß auf die Stirn treiben mag, starke Teams mit hoher Fachlichkeit und Eigenverantwortung voraus. Angstschweiß deshalb, weil sie Personalkosten und dergleichen in unermessliche Höhen getrieben sehen und die positiven Effekte auf Qualität und Wirtschaftlichkeit ausblenden. Ich bitte diesen Seitenhieb zu entschuldigen. Er scheint mir als Vorbemerkung zum Blogbeitrag von Tim McMahon angebracht. Denn er setzt auf starke Teams im Lean-Kontext. Für wen das sehr nach Agile klingt, was er da schreibt: Lean und Agile sind keine getrennten Denkschulen. Sie gehören zusammen. Das Agile Manifest baut massiv auf Lean auf.
http://www.aleanjourney.com/2023/08/5-ways-to-build-strong-team.html
Krisenfester | Lean stärkt die Nachhaltigkeit und Adaptionsfähigkeit
In diesem Sinne möchte ich dazu anregen, sich intensiver mit Lean zu beschäftigen. Oder besser mit der japanischen Variante, die im Vergleich zur angelsächsischen den Kerngedanken stärker zu leben scheint. Ich glaube, dass die Ideen im Sinne der Kaizen-Philosophie, des ganzheitlichen Denkens und Handelns als Organisation, die sich konsequent auf Effizienz und Qualität konzentriert, nach wie vor zeitgemäß sind. Organisationen, so scheint es derzeit wieder, sind agiler und nachhaltiger, letztlich krisenfester, wenn sie diesen Weg gehen. So scheint es zumindest. Und ja, davon bin ich auch überzeugt..
https://leanbase.de/publishing/post/lean-management-uberwindung-von-rezessionen-in-org
Makigami-Prozessanalyse
Ich bin ein großer Fan davon, Prozesse und Abläufe ganzheitlich zu betrachten und auf nicht wertschöpfende Arbeitsarten (oft auch Verschwendungsarten genannt, ein Begriff, der meiner Meinung nach in die Irre führt) zu untersuchen. Die Makigami-Prozessanalyse macht genau das. Das gefällt mir:
https://leanbase.de/publishing/post/die-makigami-prozessanalyse-als-erfolgsinstrument
AGILE
Liberating Structures | Vorbehalte auflösen
Der Beitrag von Barry Overeem konzentriert sich zwar auf Liberating Structures oder besser gesagt auf den Umgang mit Vorbehalten gegen den Einsatz von Liberating Structures, dennoch bin ich überzeugt, dass die Ideen zum Umgang mit Widerständen auch anderweitig adaptiert werden können. Insofern ein mehrfacher Gewinn.
Scrum Master | Neutraler Facilitator?
Muss ein/e Facilitator:in im agilen Team immer neutral sein? Abgesehen davon, dass niemand wirklich 100% neutral sein kann, ist die Frage von Simon Flossmann durchaus sinnvoll gestellt. Ein Scrum Master, Flow Master oder wer auch immer die Rolle innehat, die Meetings/Workshops zu moderieren und zu begleiten, ist immer auch Teil des Teams. Allein deshalb ist die Frage schwieriger zu beantworten, als man meinen möchte, denn es kommt darauf an, eine Haltung einzunehmen, die es ermöglicht, allen Meinungen, Gedanken, Ideen und Diskussionspunkten einen wertschätzenden Raum zu geben. Mehr dazu hier:
Scrum und Kaban I | Work in Progress Limit stützt den Fokus
Zumindest auf Teamebene scheint die Grenze zwischen Kanban und Scrum zu verschwimmen, wie der folgende Artikel von Mary Iqbal andeutet. Mich wundert das nicht. Team-Kanban und Scrum gehen wunderbare Synergien ein. Übrigens: Sobald wir die Teamebene verlassen, verschwinden die Unterschiede wieder. Ich persönlich mag beide Ansätze sehr und bin auch ein großer Freund des parallelen Arbeitens. Übrigens nicht nur auf Teamebene, sondern auf allen Ebenen der Organisation. Es geht darum, sich zu fokussieren, um die Arbeit zu erledigen.
https://www.scrum.org/resources/blog/surprising-impact-limiting-work-progress-flow-work-scrum-team
Scrum und Kanban II | Mit Kanban-Metriken die Wertlieferung effizienter gestalten
Um die häufig zu beobachtende Übernahme von Kanban-Praktiken in Scrum zu untermauern, schiebe ich gleich noch einen Artikel nach. John Gillespie bedient sich nämlich schamlos der klassischen Kanban-Metriken. Und das ohne rot zu werden 😉 Das macht er nicht ohne Grund, sondern er nutzt die Metriken, um die Effizienz sichtbar zu machen. Was jetzt noch fehlt: auch einen echten Mehrwert als sichtbare Kennzahl zu liefern. Das sollte eigentlich in einem guten Review am Ende jedes Sprints geklärt werden.
Agile Coach | Ein unglücklich gewählter Begriff (?)
Während es für den Scrum Master eine Definition gibt, ist dies für den Agile Coach nicht ganz so einfach. Natürlich verwendet ein Agile Coach Coaching-Techniken. Er/sie coacht auch bis zu einem gewissen Grad. Aber als Agile Coach bin ich nicht wie ein typischer Coach nur meinem Coachee verpflichtet, sondern einer Organisation. Ich bin nicht nur Coach, ich bin auch Vermittler, Ausbilder, Lehrer… Und wenn ich über den Artikel von Felix Stein für mich nachdenke, dann ist der Begriff eigentlich nicht ganz zutreffend. Interessant, ich wusste gar nicht, dass der Begriff auf Lyssa Adkins und ihr Buch zurückgeht. Wieder etwas gelernt.