#GEDANKENBLITZ | Unpolitisch gibt es nicht

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Unpolitisch? Das gibt es nicht. So etwas hat es noch nie gegeben. Und wird es auch nie geben. Weshalb? Ein einfacher Blick auf die Definition von Politik dürfte es mehr als verdeutlichen:

Politik bezeichnet die Strukturen, Prozesse und Inhalte zur Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch allgemein verbindliche und somit in der Regel auf politischer Macht beruhende Entscheidungen.

Quelle: Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Politik aufgerufen am 16.04.2026

Sobald wir über das Gemeinwesen reden, wird es politisch. Wir können darüber reden, dass es keine „parteipolitischen” Entscheidungen gibt. Dennoch kommen wir immer wieder an den Punkt, dass „unpolitisch” nicht möglich ist. Das Gemeinwesen ist von Natur aus politisch.

Macht, wird – ebenfalls laut Wikipedia – wie folgt definiert:

Macht bezeichnet die Fähigkeit einer Institution, Person oder Gruppe, auf das Denken und Verhalten einzelner Personen, sozialer Gruppen oder Bevölkerungsteile so einzuwirken, dass diese sich ihren Ansichten oder Wünschen unterordnen und entsprechend verhalten.

Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Macht, aufgerufen am 16.04.2026

Sobald wir versuchen, das Verhalten anderer Menschen zu beeinflussen, können wir also von Macht sprechen. Ja, sogar von Politik. Es gibt also kein „unpolitisch”. Politik ist überall. Wir sind alle Teil eines Gemeinwesens.

Die Frage ist nicht, ob man politisch oder unpolitisch ist. Vielmehr stellt sich die Frage, nach welchem ethisch-moralischen Kompass wir uns dabei richten. Und genau hier liegt die Frage aller Fragen. Die Frage nach dem ethisch-moralischen Kompass.

Für mich ist dieser eindeutig definiert und lässt sich in einem Satz zusammenfassen:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.”

Quelle: Art. 1, Abs. 1, Satz 1 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Jede Person und jede Organisation, die diesen Grundsatz auch nur ansatzweise infrage stellt, hat sich für mich für jeden weiteren politischen, gesellschaftlichen und sonstigen Diskurs disqualifiziert. Das ist die Grenze. Die rote Linie, die für jeden echten Demokraten gilt – egal, ob auf EU-, Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene. Hier gibt es kein „es geht nur um die Sache” und „kein unpolitisch”. Auch nicht als Verein. Nicht als Unternehmen. Nicht als Behörde. Nicht als einzelne Person. Das ist die Grenze. Die Untergrenze. Alles, was darüber liegt, ist verhandelbar; alles, was darunter liegt, wird nicht geduldet. Punkt. Ohne Diskussion.

Diese Grenze gilt für mich im Arbeitsalltag, im Ehrenamt und in der Zusammenarbeit mit anderen. Sie gilt für mich im Umgang mit meinen Mitmenschen. Daran richte ich mich aus. Und daran bemesse ich das Verhalten meiner Mitmenschen. In Beruf, Freizeit und Alltag.

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