
Wenn ich Aufgaben delegiere, gehe ich davon aus, dass ich es mit mündigen Mitmenschen zu tun habe, die wissen, was sie tun. Wir vereinbaren das Ziel des Auftrags, und ich nenne den Grund, weshalb ich dieses Ziel erreichen will. Das „Weshalb” hilft bei Entscheidungen. Das „Wie” lasse ich offen. Gemeinsam stecken wir den Entscheidungskorridor ab und vereinbaren, dass wir uns gegenseitig informieren, wenn es Neuigkeiten gibt. Ich verlasse mich darauf, dass die Beteiligten die Hand heben, wenn es ein Problem gibt. Ich verlasse mich darauf, dass ich eine Information erhalte, wenn es neue Erkenntnisse gibt. So möchte ich arbeiten und so stelle ich mir die Zusammenarbeit vor. Vor Micromanagement graut es mir. „Aufgabendelegation” ist für mich keine Einbahnstraße. Sie basiert auf gemeinsamer Verantwortung, einem gemeinsamen Verständnis und Klarheit über das Wozu und den Rahmen. Gibt es ein Problem, ein Hindernis oder Bedenken, dann werden diese offen ausgesprochen und geklärt.