
Eine Zusage ist eine Verpflichtung. Eine Verpflichtung, auf die ich mich verlasse und mit der ich plane. Ich vertraue darauf, dass diejenigen, die eine Zusage getroffen haben, ihr Bestes geben, um diese auch einzuhalten. Mit diesem Wissen plane auch ich meine Zusagen gegenüber anderen. Dass mal etwas schiefgeht, ist normal und kein Beinbruch. Das kommt vor. Wenn wir das Ganze transparent und offen kommunizieren, finden wir einen Weg. Ich erwarte allerdings, dass vor einer Zusage reflektiert wird, ob sie realistisch ist. Und ich erwarte, dass man Mitmenschen informiert, wenn der Fall der Fälle eintritt. Offen und ehrlich. Was ich nicht leiden kann und was ich für fatal halte, sind Zusagen, von denen man weiß, dass man sie nicht einhalten kann (und vielleicht auch nicht will). Denn das hat Auswirkungen auf mich und andere, die darauf vertrauen, dass eine Zusage eingehalten wird. Verlässlichkeit schafft Vertrauen und Vertrauen ist die Basis für eine gute Zusammenarbeit. Unzuverlässigkeit bedeutet dagegen Mehraufwand für alle Beteiligten. Ein begründetes Nein ist daher immer besser als ein diplomatisches Jein, denn mit letzterem mag man sich zwar alle Optionen offen halten, hat aber letztendlich Vertrauen verspielt.
Übrigens: Schweigen und überhaupt nicht reagieren ist auch kein Zeichen von Verlässlichkeit und gefährdet das Vertrauen nicht weniger. Besonders, wenn dadurch die Zeit, Energie und Ressourcen anderer beeinträchtigt werden.