#GEDANKENBLITZ | Komplexität kennt keine Widerspruchsfreiheit

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Komplexität bedeutet, mit Widersprüchen leben zu müssen. In einem solchen Kontext gibt es keine Widerspruchsfreiheit, da viele, zum Teil unbekannte Faktoren wirken, die auf eine Weise verbunden sind, die wir nur teilweise kennen. Das liegt in der Natur der Komplexität. Und unsere Welt ist komplex.

Ambiguitätstoleranz, also die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten und zu tolerieren, ist deshalb eine Kernkompetenz. Eine, die es braucht in einer Welt, die nicht schwarz-weiß ist, in der vermeintlich einfache Lösungen nicht funktionieren – auch wenn sich das so mancher nicht eingestehen will. Es geht nicht darum, Recht zu behalten, sondern seine Argumente – nicht zu verwechseln mit Meinungen, die ohne Argumentation keinen Mehrwert erzeugen – beständig im Diskurs zu prüfen und weiterzuentwickeln. Es geht darum, bessere Argumente zu entwickeln. Im beständigen und fairen Austausch. Wenn wir den Fokus auf Zahlen, Daten und Fakten lenken und uns auf Argumente stützen, lernen wir, bessere Argumente zu entwickeln und Erkenntnisse zu gewinnen.

Dazu gehört für mich auch das Denken in zweiter und dritter Ordnung. Das bedeutet, über die unmittelbaren Effekte (1. Ordnung) hinaus die längerfristigen und systemischen Konsequenzen zu betrachten, mögliche Wechselwirkungen mitzudenken – auch wenn wir sie noch gar nicht alle kennen – und im Kontext des Gesamtsystems zu verorten.

Ambiguitätstoleranz und das Denken in zweiter und dritter Ordnung sind Kernkompetenzen für unsere moderne Welt – ob in der Gesellschaft oder in der Wirtschaft, im Beruf oder im privaten Alltag.

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