#GEDANKENBLITZ | Wir werden älter, bunter und weniger! Akzeptieren und damit arbeiten

Ich habe heute morgen leider den Fehler gemacht, einen Blick in die Zeitung zu werfen und schüttle seit zwei Stunden den Kopf über die Feststellung, dass es im Handwerk an Auszubildenden und Betriebsnachfolgern mangelt und damit verbunden die Vermutung, dass es einfach keiner mehr machen will. Ich ärgere mich maßlos, weil ein grundlegendes, viel tiefer liegendes „Problem“ nicht benannt wird und anerkannt wird.

Es liegt nicht nur daran, dass keiner mehr will. Es liegt vor allem daran, dass wir als Gesellschaft insgesamt älter, bunter und WENIGER werden. Das betrifft alle Lebensbereiche. Alle Sektoren. Die einen schneller, weil sie jetzt schon unattraktiv sind, die anderen etwas später. Aber es holt uns alle ein. Es ist ein grundsätzliches gesellschaftliches Problem. Der große Pool an verfügbaren Menschen schrumpft gewaltig. Es liegt auf der Hand, dass dann auch der zu verteilende Kuchen immer kleiner wird.

Hören wir also auf zu jammern und überlegen wir, wie wir diese Herausforderung gemeinsam meistern können. Die Demografie ist, wie sie ist. Daran können wir wenig ändern. Aber wir können versuchen, gemeinsam zu überlegen, wie wir als Gesellschaft mit der Herausforderung umgehen, die auf uns zukommt, für die Wirtschaft, für das Ehrenamt und für alle anderen Bereiche. Wenn wir uns gegenseitig die Ohren volljammern, dass uns die Fachkräfte und der Nachwuchs fehlen, ändert das nichts an der Situation und ihren Folgen. Wir müssen uns überlegen, wie wir damit umgehen. Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir trotz erschwerter Bedingungen bestimmte Dinge erhalten und ermöglichen können. Und wir können darüber nachdenken, welche Möglichkeiten es gibt, Dinge anders, vielleicht sogar besser zu machen.

Mit anderen Worten: Wir werden älter, bunter und weniger! Das müssen wir akzeptieren und damit arbeiten. Wir brauchen mehr Upstream-Denken und Handeln.

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