#LINKSDERWOCHE | 47/2024: Produktivität, Agile, Organisation

PRODUKTIVITÄT

Tooltipp | Webclipper-Erweiterung für Obsidian

Über Thomas Mathoi erreichte mich die Nachricht, dass es nun endlich einen Webclipper als Browsererweiterung gibt, wie man ihn von anderen Notizprogrammen kennt. Im verlinkten Blogbeitrag wird das Tool ausführlich beschrieben.

https://www.mathoi.at/2024/11/18/obsidian-web-clipper/

Getting Results | Ein Spickzettel

J. D. Meier war mit seinem Ansatz „Getting Results“ schon mehrfach „Gast“ bei den Links der Woche. Bei ihm geht es darum, die eigene Organisation möglichst ergebnisorientiert auszurichten und gleichzeitig genügend Spielraum zu haben, um auf neue Erkenntnisse und veränderte Rahmenbedingungen schnell und zielgerichtet reagieren zu können. Interessant an dem folgenden Blogbeitrag ist, dass er einen „Spickzettel“ erstellt hat, in dem die wichtigsten Eckpunkte seiner Idee zusammengefasst sind. Ideal, um sich immer wieder daran zu erinnern und das „Refokussieren“ zu erleichtern.

https://gettingresults.com/cheat-sheet-agile-results-on-a-page/

Besprechungen | Wege, wie wir sie besser machen können

Ich habe das Gefühl, dass unnötige und schlechte Besprechungen deutlich zugenommen haben. Wenn ich so darüber nachdenke, ist das schon ein Thema, seit ich mich bewusst mit Produktivität beschäftige und das schon seit fast zwei Jahrzehnten. Es scheint also ein Dauerbrenner zu sein. Man könnte jetzt darüber nachdenken, warum wir es bisher nicht geschafft haben, hier besser zu werden. Das lasse ich lieber. Ich habe so meine Vermutungen, aber ich kann sie leider nicht sauber belegen. Wahrscheinlich ist es ohnehin zielführender, sich im eigenen Kreis konkret zu überlegen, wie wir das Thema angehen können. Dabei können ein paar Ideen, wie sie zum Beispiel Dan Rockwell anspricht, durchaus gute Impulse geben.

https://leadershipfreak.blog/2024/11/19/4-ways-to-lead-meetings-that-work/

Besprechungen | Wie mit der Flut an Besprechungen umgehen?

Irgendwie scheint das Thema auch Andrea Windolph umzutreiben, denn auch sie hat einen Blogbeitrag zum Thema „Meeting-Overload“ verfasst, der einige interessante Ansätze zum Umgang mit der Situation bietet. Gerade der erste Punkt „Meetings konsolidieren und sinnvoll bündeln“ bietet in vielen Zusammenhängen schon einiges an Potenzial. Auch die anderen Punkte sind nicht ohne. Öfter mal nein sagen kann auch helfen, wobei ich behaupten würde, wenn die Einladenden mehr Zeit investieren würden und konkrete Fragen in den Mittelpunkt stellen würden, wäre es viel einfacher zu entscheiden, ob man überhaupt einen Mehrwert leisten kann oder nicht (Tipp von mir: Fragen formulieren, die beantwortet werden sollen – das wirkt Wunder). Ich habe aufgehört, die Einladungen zu zählen, bei denen ich weder aus der Betreffzeile noch aus der Tagesordnung (falls vorhanden) herauslesen kann, worum es genau geht (ich frage in der Regel nach).

https://projekte-leicht-gemacht.de/blog/projektmanagement-praxis/meeting-overload/

Ideale Woche | Das Konzept der idealen Woche im Team nutzen

Die „ideale Woche“ – so meine ich mich zu erinnern – hatte ich bereits über Ivan Blatter hier in den Links der Woche vorgestellt. Bei Ivan stand das Individuum im Mittelpunkt. Im Blogbeitrag von Jan Fischbach wird das Konzept der idealen Woche auf ein ganzes Team übertragen, was ich persönlich auch sehr spannend finde. Übrigens ist es auch schön, die Art der Arbeit, die ein Team macht, in Serviceklassen zu gruppieren. Unterschiedliche Arbeiten werden auch unterschiedlich behandelt. Daher macht es auch Sinn, die Visualisierung der auf einem Scrumboard/Kanbanboard im Team entsprechend auszurichten. Dies nur am Rande.

https://www.teamworkblog.de/2024/11/zu-viel-zu-tun-planen-sie-ihre-ideale.html

Unsicherheit | 3 Prinzipien um mit ihr umzugehen

Niemand weiß, was die Zukunft bringt. Das war schon immer so. So wird es auch bleiben. Die gefühlte Unsicherheit nimmt zu. Und, auch das ist eine These, die ich erst gestern wieder gehört habe, wir sind ein bisschen verwöhnt durch eine lange Zeit relativ stabiler Faktoren. Man kann darüber streiten, ob das so ist. Viele nehmen es so wahr. Die Unsicherheit wächst für viele. Und damit umzugehen ist nicht so einfach. Für mich bieten die Stoiker hier schon genügend Material und Hilfestellung mit einfachen Grundprinzipien, die sich auch in den drei Leitlinien von Olaf Hinz wiederfinden.

https://www.hinz-wirkt.de/lotsenblog/artikel/5937-drei-prinzipien-fuer-unsere-ungewisse-zeit/

AGILE

Product Owner | Moderationstipps für mehr produktivere Refinements, Entscheidungen u. ä.

Heute gibt es wieder einige Moderationstipps von Simon Flossmann. Der Fokus liegt auf dem Sprintziel als „Richtungsgeber“, der Moderation des Refinements und der Entscheidungsfindung. Alle genannten Tipps sind praxiserprobt und folgen einem Grundmuster, das ich unter „5S im Kopf machen“ immer wieder propagiere: Warum tun wir etwas für wen und mit welchem Ziel? Mit dieser bewährten Grundfrage lässt sich so manche ausufernde Diskussion immer wieder einfangen und neu ausrichten.

https://www.scrum.org/resources/blog/3-moderations-tipps-fur-product-owner-so-gestaltest-du-meetings-produktiver-und-kurzt-unnotige-diskussionen-ab

Sprintabbruch | Wie damit umgehen?

Sprint abbrechen? Das kann sehr unangenehm sein und ist ein Zeichen dafür, dass etwas wirklich schiefgelaufen ist. Die Gründe liegen selten beim Team, wenn es so weit kommt. Meistens ist das Team der Leidtragende. Daher ist eine gute Aufarbeitung der Gründe und der daraus resultierenden Erkenntnisse für alle Beteiligten essenziell. Die Produktwerker gehen in der folgenden Podcast-Episode sehr gut auf das Thema Sprintabbruch ein. Prädikat: Hörenswert!

https://produktwerker.de/wann-breche-ich-einen-sprint-ab-und-was-mache-ich-danach/

Fokus vs. Austausch | Das Spannungsfeld fokussiertes Arbeiten und Informationsfluss

Kleiner Anteaser für Freunde der agilen Community. Das von Thomas im NoBullshitAgile Podcast erwähnte Event musste ich leider kurzfristig „schwänzen“. Es fiel leider genau in die Woche, in der ich komplett außer Gefecht gesetzt war. Leider. Umso spannender finde ich die im Podcast angesprochene Thematik, Entwickler während des Sprints nicht anzusprechen. Eine sehr knackige Podcast Episode von nur 10 Minuten, die aber zum Nachdenken anregt. Nun, gute Frage. Natürlich geht es um das konzentrierte Arbeiten im Sprint. Kein Austausch mit Entwicklern während des Sprints? Keine gute Idee. Beide Extreme sind ungesund. Das richtige Maß in der Mitte zu finden, ist wie so oft das große Thema. Wie geht man mit dem Spannungsfeld zwischen fokussiertem Arbeiten und ausreichender Information um? Zu viel „Austausch“ hindert uns am Arbeiten, zu wenig führt dazu, dass wir nicht die richtigen Informationen haben, um zu guten Ergebnissen zu kommen. Diese Frage nehme ich aus dem recht kurzen Podcast von knapp 10 Minuten mit.

https://no-bullshit-agile.de/nba41-die-devs-bitte-nicht-ansprechen.html

Product Owner | Befähigen um zu delegieren

Die hohe Kunst des Delegierens mit Fokus auf den Product Owner steht im Mittelpunkt des Beitrags von Simon Flossmann und damit auch ein altbekanntes Dilemma, das viele Product Owner kennen dürften. Je mehr Verantwortung sie übernehmen, desto mehr vermeintliche Arbeit scheint auf sie zuzukommen. Ich habe das oft beobachtet: Die POs schreiben jede Anforderung selbst und die Entwickler werden regelrecht entmündigt. Keine gute Arbeitsweise. In solchen Fällen versuche ich die POs davon zu überzeugen, dass sie nicht alles selbst machen müssen und sollen. Ganz im Gegenteil. Sie sind Servant Leader, wie der Scrum Master, aber mit dem Fokus auf Business Value. Ihr Job ist es, das Team mit allen Informationen zu versorgen, die es braucht, um als Experten die Anforderungen zu formulieren und die Masterpläne zu definieren bzw. die Richtung vorzugeben. Das finde ich persönlich auch viel schöner. Das nimmt auch Druck von den „überforderten“ POs, die in ihrer Überlastung oft zum Mikromanagement neigen.

https://www.scrum.org/resources/blog/das-grosse-product-owner-dilemma-losen-wie-eine-einzige-person-der-verantwortung-gerecht-wird-und-alle-arbeit-bewaltigt

Transformation | Mehrfach-Kompetenzlücke oder weshalb es nicht nur auf „Mindset“, sondern auch auf Strukturen ankommt

Die letzten Tage bin ich auf einen Blogbeitrag von Gunnar Sohn gestoßen, der, wie soll ich sagen, einen Nerv trifft, den ich in allen aktuellen Debatten zum Thema „Transformation“ ähnlich einschätze. Viel zu oft unterschätzen wir die Wirkung von Strukturen und das komplexe Zusammenspiel. Gerne wird auf die fehlende „Haltung“ oder auch das „Mindset“ geschimpft, wenn die Transformation der Organisation nicht so laufen will, wie man sich das wünscht. Dumm wird es dann, wenn Schlüsselpersonen das „richtige Mindset“ haben und offensichtlich ganz andere Dinge auch noch relevant werden. Es braucht nämlich viel mehr. Unter anderem spielen Strukturen eine Rolle, aber auch fachliche und methodische Kompetenzen. Mit anderen Worten: Mit dem Mindset-Bashing machen wir es uns zu einfach.

https://ichsagmal.com/die-doppelte-kompetenzluecke-warum-organisationen-an-ihrer-eigenen-traegheit-scheitern/

ORGANISATION

Viable System Model |Praktische Anwendungsbeispiele

Es ist schon eine Weile her, dass Mark Lambertz mich auf das Viable System Model als Analyseinstrument nicht nur aufmerksam gemacht, sondern es mir ans Herz gelegt hat. Auf seiner Homepage findet man viel zum Einstieg und aktuell gibt es seit einigen Tagen eine kleine Serie, in der er zeigt, wie das VSM in der Praxis in verschiedenen Organisationsformen eingesetzt werden kann.

https://intelligente-organisationen.de/viable-system-models-examples-activitiy-series

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